Franz Hessel

 3.9 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Heimliches Berlin, Spazieren in Berlin und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Der Kramladen des Glücks
 (3)
Erscheint am 09.11.2018 als Hardcover bei Lilienfeld Verlag.

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Franz HesselHeimliches Berlin
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Heimliches Berlin
Heimliches Berlin
 (11)
Erschienen am 06.10.2017
Franz HesselSpazieren in Berlin
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Spazieren in Berlin
Spazieren in Berlin
 (4)
Erschienen am 17.03.2012
Franz HesselPariser Romanze
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Pariser Romanze
Pariser Romanze
 (3)
Erschienen am 17.08.1998
Franz HesselDer Kramladen des Glücks
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Der Kramladen des Glücks
Der Kramladen des Glücks
 (3)
Erschienen am 09.11.2018
Franz HesselSchöne Berlinerinnen
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Schöne Berlinerinnen
Schöne Berlinerinnen
 (1)
Erschienen am 13.03.2015
Franz HesselErmunterung zum Genuss
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Ermunterung zum Genuss
Ermunterung zum Genuss
 (1)
Erschienen am 01.01.1981
Franz HesselSämtliche Werke in fünf Bänden
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Sämtliche Werke in fünf Bänden
Sämtliche Werke in fünf Bänden
 (1)
Erschienen am 01.09.2013
Franz HesselSpazieren in Berlin. Beobachtungen im Jahr 1929
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Spazieren in Berlin. Beobachtungen im Jahr 1929

Neue Rezensionen zu Franz Hessel

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aus-erlesens avatar

Rezension zu "Schöne Berlinerinnen" von Franz Hessel

Liebeserklärungen
aus-erlesenvor 5 Monaten

Na das ist ja schön, dass Franz Hessel sich die Zeit genommen hat die schönen Berlinerinnen zu beschreiben! Die Damen – seien sie nun prominent wie Marlene Dietrich oder eben nicht – sind selbstbewusste junge Damen, die sich das Prädikat Berlinerinnen nicht nur durch ihren Geburtsort verdient haben. 
Ein junger Mann verkuckt sich unversehens in Lisbeth. Sie nennt ihn Rolf II, weil er sie an Rolf I erinnert. Sein Kumpel, der immer an seiner Seite zu stehen scheint, gibt Lisbeth den schmeichelhaften Beinamen Nephertete. Eine eigenwillige Umsetzung der Nofretete, die französische Variante. Die Verbindungen Frankreichs mit der märkischen Erde sind seit Friedrich dem Großen en vogue. Sie genießen die Zeit zusammen. Er führt sie aus. Sie lässt sich gern ausführen. Doch dann muss Rolf II sich entscheiden: Sichere berufliche Zukunft in Hamburg oder Nephertete. Lisbeth/Nephertete ist nicht auf Rolfs Ausführabende angewiesen. So lässt sie ihn ziehen, nicht jedoch ohne die Zeit vor der Abreise in Berlin gebührend zu feiern. 
Franz Hessel hatte das unfassbare Glück auch der berühmtesten Berliner Göre begegnen zu dürfen. Sie war schon ein Hollywood-Star als sie für ein reichliches Vierteljahr nach Berlin zurückkehrte: Marlene Dietrich. Sie genoss es von Hessel interviewt zu werden. Und dass es ihm eine nicht minder währende Freude war, liest man sofort aus seinen Zeilen heraus. Mit Respekt und Ab-/Anstand verleiht er dem Star des Blauen Engel die passenden Flügel ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. 
„Schöne Berlinerinnen“ ist ein wahres Schmökerbuch. Immer wieder wird man sich an den wohl formulierten Passagen erfreuen und lesen wie Sehnsucht ohne schnöde und offensichtliche Passion – heute würde man es politisch korrekt nennen – Frauen und Beobachter den Raum für Selbstverwirklichung einräumt. Ein Handkuss für die Zuneigung ohne Speichelleckerei. 
Die Frauenporträts über die Künstlerin Renée Sintenis oder Jack von Reppert-Bismarck sowie der Damen ohne besonderen Wohlklang in den Ohren der Yellow-Press-Zeitungsleser machen Appetit. Appetit Berlin einmal aus einer anderen Sicht zu erobern. Doch Vorsicht: Berlinerinnen sind keine leichte Beute!

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vanessablns avatar

Rezension zu "Franz Hessel: Spazieren in Berlin" von Franz Hessel

Kleine Eindrücke, aber irgendwie seltsam
vanessablnvor 8 Monaten

Ich kenne das Buch von Franz Hessel nicht, nehme aber an, dass hier nur Auszüge daraus gesprochen wurden. Jedenfalls bekommt man kleine Eindrücke (mehr ist es leider nicht), wie die Stadt damals war, aber interessant und atmosphärisch ist es schon. Der Sprecher spricht ziemlich auffällig, ich weiß nicht, ob es das Gegenteil von "Leiern" sein soll (wie soll man es nennen?) oder ob es durch die Musik so "spannend gesprochen" wirkt. Jedenfalls hört es sich wie ein Krimi an, ob das gut oder schlecht ist, ist schwer zu beurteilen. Die Musik ist als Jazz zwar irgendwie passend, aber gefallen hat sie mir persönlich nicht. Deshalb: Interessanter Inhalt (wenn auch viel zu wenig), aber irgendwie seltsam, vielleicht durch die Musik.

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TheSaints avatar

Rezension zu "Heimliches Berlin" von Franz Hessel

Ein Sittengemälde im Berlin der wilden Armut des Jahres 1924
TheSaintvor einem Jahr

Franz Hessel erzählt in einer wunderbaren schwebenden Art und Weise die Geschichte des jungen ziellosen adeligen Schönlings Wendelin von Domrau, der mit Karola Kestner, der Gattin eines befreundeten Dozenten, eine Liaison beginnt.

Die dreizehn Szenen spielen an einem Abend, einer Nacht, eines Tages und wieder eines Abends. Der Autor serviert hier keine mitreißenden Geschichten, sondern liefert einfühlsame und präzise Beobachtungen eines imposanten Figurenreigens ab:
Die gelangweilte und vernachlässigte Karola, Mutter eines kleinen Jungen, die mit dem charmanten Taugenichts Wendelin in den Süden entfliehen will... Dann gibt es den vermögenden Lebemann Eißner, der es geschickt versteht, mit seinen Kontakten und Geldern das Leben Anderer zu manipulieren. Oder da ist ein Balte, der schwer den nächsten Krieg ersehnt. Eine gefallene Aristokratin, die in den Spelunken des nördlichen Berlins das Leben studieren möchte...
Und schlußendlich ist auch der Ehemann Karola's eine mehr als interessante Figur... Seine diskrete Art zu leben und zu lieben lässt Karola Leidenschaft missen und die Affäre beginnen...
Doch Clemens, der nur die Götter (er ist Philologe und Kenner der Antike) und deren Widerschein in den Menschen liebt, ist nicht zu unterschätzen... Er ist ein Seelendirigent, der es meisterlich schafft, in einem langen pseudoplatonischen Dialog mit Wendelin diesem das Gift der Resignation einzuträufeln...

"Heimliches Berlin" ist ein Zeit-Roman in einer wunderschönen Ausgabe des "Lilienfeld Verlages", in welchem Hessel seine unmittelbare Gegenwart verarbeitet - sowohl was Berlin betrifft wie sein Privatleben...
Vielleicht ist dieser Roman eine Art Liebesbrief an seine Frau Helen
gewesen, die mit seiner Zustimmung eine Liaison mit seinem besten Freund Henri-Pierre Roché hatte.Diese Dreiecksgeschichte wurde von Roché in den 50ern in dem Roman "Jules und Jim" verarbeitet und in den 60ern verfilmt. Der Film stieg zu einem Kultfilm auf...

Ein Sittengemälde der Bohème der 1920er Jahre. Einer Zeit des Umbruchs und loser Sexualmoral - die übrigens moralfrei beschrieben wird und Berlin zu jener Zeit zum erotischen Mittelpunkt Europas werden ließ.

Wie schreibt Manfred Flügge in seinem wunderbaren Nachwort:
"Heimliches Berlin" ist "eine duftende Köstlichkeit aus appetitlichen Wörtern". Ein wunderbarer Roman über Liebe und wie verschieden diese doch erfahren und gelebt werden kann... Zeitlos!


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