Das Päckchen

von Franz Hohler 
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Das Päckchen
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Ein tolles Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Klare Leseempfehlung.

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Tolles Buch. Hauptdarsteller ein Bibliothekar, der in die Vergangenheit seines Päckchen eintaucht. Spannend und unterhaltend bis zum Schluss

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Inhaltsangabe zu "Das Päckchen"

Als er gerade dienstlich in Bern ist, erreicht den Zürcher Bibliothekar Ernst ein offensichtlich irregeleiteter Anruf. Am anderen Ende der Leitung ist eine ihm unbekannte Frau, die ihn anfleht, umgehend zu ihr zu kommen. Aus einer Augenblickslaune heraus begibt sich Ernst zu der nahe gelegenen Adresse. Dort erwartet ihn eine alte Frau und drückt ihm ein Päckchen in die Hand mit der Bitte, es zu verwahren, damit es nicht in falsche Hände gerate. Zu seiner eigenen Verblüffung kommt Ernst der Bitte nach. Als er das Päckchen bei sich zu Hause öffnet, entdeckt er eine alte Handschrift, die er als ein Exemplar des „Abrogans“ erkennt, eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuchs, das als ältestes deutschsprachiges Buch überhaupt gilt. Sollte es sogar das bisher verschollene Original sein? Was, fragt sich Ernst, hat es mit diesem Fund auf sich? Und was soll er jetzt am besten tun …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783630875590
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Luchterhand
Erscheinungsdatum:11.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.09.2017 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Maggie409vor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Klare Leseempfehlung.
    Tolle Geschichte!

     "Das Päckchen" beginnt in der Gegenwart und beschreibt das eher eintönige und wohlstrukturierte Leben des Bibliothekars Ernst. Eines Tages, auf dem Nachhauseweg nimmt er den Hörer eines klingelnden, öffentlichen Telefonapparates ab. Eine ältere Dame hält ihn für einen Verwandten und bitte ihn zu ihr zu kommen. Aus einer Laune heraus besucht es sie und bekommt ein Päckchen überreicht mit der Bitte es zu verstecken. Diese beinhaltet das erste deutsche Wörterbuch aus dem achten Jahrhundert. Er beginnt Nachforschungen anzustellen und verstrickt sich immer mehr in ein Gespinst aus Lügen.

     

    Parallel dazu erzählt Franz Hohler die Geschichte eines jungen Mönchs aus dem achten Jahrhundert. Der begabte Schreiber wird, nach Beendigung seiner Arbeit an dem Wörterbuch, auf eine beschwerliche Reise in Richtung Rom geschickt um dieses dem Kloster Montecassino zu übergeben. Er tritt die lange Reise jedoch nicht allein an…… .

     

    Das Gebundene Buch erschien 2017 bei Luchterhand. Der in dunklen Tönen gestaltete Einband umfasst 221 Buchseiten.

     

    Fazit:

     

    Ich empfand das Buch als sehr spannend und lebendig. Die Sprache ist anspruchsvoll, jedoch nicht übertrieben. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch, wohl auch aufgrund einiger ihrer Unvollkommenheiten. Die Charaktere empfand ich gut ausgearbeitet. Ca. das erste drittel des Buches spielt in der Gegenwart, danach wechseln die relativ kurzen Kapitel zwischen dem achten Jahrhundert und dem hier und jetzt. Da beide Geschichten sehr spannend sind, entsteht eine gewisse Sogwirkung. „Das Päckchen“ hat mir einige kurzweilige Stunden beschert und ich kann es nur weiterempfehlen.

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 9 Monaten
    mir fehlte die Spannung

    Der erste Satz: »Warum er den Hörer abgenommen hatte, konnte er sich später nicht mehr erklären.«

    Ernst Stricker, Bibliothekar in der Züricher Zentralbibliothek, steht vor einem öffentlichen Telefonapparat in Bern, will seine Frau anrufen, als das Telefon klingelt. Intuitiv nimmt er ab. Er heißt ernst und sie will ihren Neffen Ernst sprechen. Die alte Frau ist nicht seine Tante. Sie bittet um Hilfe. Er lässt sich die Adresse geben und geht hin, Neugier geweckt. Die Witwe gibt ihm ein Päckchen, es gehöre ihrem Mann. Witwe, nun ja, der Mann ist verschollen in den Bergen bei schwerem Unwetter, war allein unterwegs. Nach fünf Jahren hat sie ihn für tot erklären lassen. Und sie sie erzählt von denen, die schon ein paarmal bei ihr waren, das Buch haben wollen. Es sei in der Schublade ihres Küchentisches nicht mehr sicher. Die alte Frau ist fast blind. Er lässt sich das Päckchen aufdrängen, packte es zu Hause aus. Darin befindet sich eine uralte Schrift, sehr alt, namens »Abrogans« .

    »Ernst«, sagte eine weibliche Stimme, »bist Du es?«
    Er zögerte einen Moment und sagte dann: »Ja. Wer spricht?«
    »Ich«, sagte die Frau am anderen Ende.
    »Und ...«
    »Ich brauche Deine Hilfe.«
    »Aber -«
    »Bitte.« Die Stimme klang verängstigt.
    »Wie kann ich Ihnen helfen?«

    Parallelhandlung: 772, Kloster Weltenburg, Haimo muss für den Abt ein Buch erstellen, ein Wörterbuch, Latein-Deutsch, das Buch soll »Abrogans« heißen. Nachdem das Buch fertig geschrieben ist, bekommt Heimo den Auftrag, das Buch in verschiedene Klöster zu tragen, Abschriften zu erstellen und zurückzukommen, eine Aufgabe, die sich über lange Jahre dahinziehen wird. Haimo wollte nie Geistlicher werden, sondern Maria heiraten und sie ihn. Aber er will auch gehorchen. Haimo macht sich auf die Reise zum ersten Kloster, bei sich einen Esel und einen Knecht. Von beidem weiß der Abt nichts.

    Es gibt diese Bücher, die sind reine Geschmackssache. Der Roman war gut geschrieben, nette Geschichte, ein wenig grotesk und unglaubwürdig, aber es ist ein Roman und ein Roman darf alles. Anfangs dachte ich oh, eine geheime Geschichte um das alte Buch, wird doch ein Thriller daraus, die alte Frau die Treppe hinuntergeschubst, ein Geheimnis? Die Jagd nach dem Buch, Gefahr? Daraus wird aber nichts. Eine nette Geschichte, die mir aber nichts sagte, ein wenig langweilig. Die Parallelgeschichte um Haimo und Maria hat mich gerührt, die hatte Kraft, hier konnte man mitfiebern, aber das ist circa ein Drittel des Buchs. Genauso unaufgeregt wie der Spannungsbogen ist die Sprache. Gut geschrieben, aber nichts, was bei mir Begeisterung ausrufen würde. Wer einfach eine nette Geschichte lesen mag, Beschreibungen bekannter Städte in der Schweiz, ein wenig Bergluft schnuppern mag, der liegt hier richtig. Das Buch macht Lust auf die Schweiz. Ich hatte mehr erwartet, aber das ist eben Geschmack. Humorvoll fand ich das Buch übrigens auch nicht. Auch das Verständnis fehlte mir hier. Nicht immer passen Buch und Leser zusammen. Bei uns war das so, es ist aber bestimmt für andere Leser perfekt.

    Franz Hohler gilt in der Schweiz als bedeutender Erzähler, ist 1943 geboren. 2002 erhielt er den »Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor«, 2005 den »Kunstpreis« der Stadt Zürich, 2013 den »Solothurner Literaturpreis«, 2014 den »Alice-Solomon-Preis«, sowie den »Johann-Peter-Hebel-Preis«

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Zügig und raffiniert. Klar und geheimnisvoll.Mir hat's gefallen.
    Raffiniert einfach

    Franz Hohler ist in der Schweiz eine Institution. Wenn ich Texte von ihm lese, kann ich dahinter seine Freude an einer ausgefeilten Sprache und leiser Ironie spüren. So auch in dieser Geschichte, die ganz unaufgeregt daherkommt. Der Protagonist wird immer tiefer in eine Geschichte hineingezogen, die bald ungeahnte Dimensionen annimmt. Es ist ein Spass, mit ihm diesen Weg zu gehen.

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    N
    Novemberkind1999vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr gut recherchiert und an manchen stellen ziehmlich fesselnd, aber ehr langweilige Charaktere.
    Unterhaltsam und durchaus Interessant

    Das Buch war unfassbar gut rechachiert, ich habe selten so viel aus reiner Unterhaltungslektüre gelernt wie bei diesem Buch. Über alte Bücher und das Leben in Klostern, Handschriften, den zweiten Weltkrieg und Bergsteigen. Auch muss man ihm zu gute halten, dass es stellenweise richtig spannend war und mich dazu gebracht hat mitten in der Nacht noch die letzten Kapietel zu lesen.
    Mein größtes und einziges Problem mit dem Buch waren die Charaktere. Weder zu dem Protagonisten noch zu einer der Nebenfiguren konnte ich eine wirkliche Verbindung aufbauen. Was wohl vor allem daran lag, dass sie kaum tiefe Emotionen empfunden haben und eigendlich, durchaus tiefgreifende Erlebnisse viel zu schnell abgehackt oder beseite geschoben wurden.

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    jaylinns avatar
    jaylinnvor 10 Monaten
    Einfach nur großartig

    Allgemeines:

    Autor Franz Hohler ist ein Multitalent: Er arbeitet als Kabarettist, Humorist, Liedermacher und Schriftsteller. Er gestaltet Kinderstunden und Satiresendungen in Fernsehen und Hörfunk, schreibt Drehbücher für Filme, Theaterstücke für Kinder und Erwachsene, Hörbücher, Kurzgeschichten und Romane. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Schweiz. Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet. Das Päckchen ist im September 2017 als gebundenes Buch im Luchterhand Literaturverlag erschienen.

    Inhalt:

    „Als er gerade dienstlich in Bern ist, erreicht den Zürcher Bibliothekar Ernst ein offensichtlich irregeleiteter Anruf. Am anderen Ende der Leitung ist eine ihm unbekannte Frau, die ihn anfleht, umgehend zu ihr zu kommen. Aus einer Augenblickslaune heraus begibt sich Ernst zu der nahe gelegenen Adresse. Dort erwartet ihn eine alte Frau und drückt ihm ein Päckchen in die Hand mit der Bitte, es zu verwahren, damit es nicht in falsche Hände gerate. Zu seiner eigenen Verblüffung kommt Ernst der Bitte nach. Als er das Päckchen bei sich zu Hause öffnet, entdeckt er eine alte Handschrift, die er als ein Exemplar des „Abrogans“ erkennt, eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuchs, das als ältestes deutschsprachiges Buch überhaupt gilt. Sollte es sogar das bisher verschollene Original sein? Was, fragt sich Ernst, hat es mit diesem Fund auf sich? Und was soll er jetzt am besten tun …“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

    Meine Meinung:

    Franz Hohler ist mir bisher als Verfasser von kurz- und Kürzestgeschichten bekannt. Eigentlich lese ich solche Art von Texten nicht gerne, aber er hat mich mit seiner Art des Erzählens gefesselt. Ganz zufällig bin ich auf seine Texte gestoßen und bereue es nicht, sie gelesen zu haben. Ganz im Gegenteil! Er hat einen genauen Blick für Details, seziert Handlung und Menschen geradezu und legt so das Innerste offen, dabei gelingt es ihm immer wieder durch unerwartete Wendungen zu verblüffen. Und kein Wort, das er schreibt, ist eins zu viel!

    Als ich die Ankündigung zu Das Päckchen las, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch lesen will. Und das war eine gute Entscheidung.

    Zum Inhalt: Der Protagonist Ernst und seine Frau Jaqueline gehen beide anspruchsvollen Berufen nach, sind beide etwas schräge Charaktere und sich selbst genug. Zufrieden sind sie mit ihrem Leben! Aber diese Zufriedenheit wird empfindlich gestört, gestört durch ein eher beiläufiges Ereignis. Ernst wird mit einem anderen Ernst verwechselt und deckt diese Situation auch seiner Frau gegenüber nicht auf. Er, der grundehrliche Bibliothekar verstrickt sich ohne Not in ein Gespinst aus Lügen und weiß selbst nicht, wie ihm geschieht.

    „Offenbar war er da in eine Gesetzmäßigkeit geraten, die ihm bisher nicht bewusst gewesen war, nämlich dass jede Lüge zwangsläufig eine nächste Lüge nach sich zieht. Die Zeit war eingab zu knapp, versuchte er sich zu beruhigen, um die Geschichte zu erzählen. Er nahm sich vor, seiner Frau am Abend alles zu berichten.“ (S. 25f.)

    Neben der Geschichte um Ernst und Jacqueline macht Hohler noch einen anderen Erzählstrang auf. Es bleibt spannend und unvorhersehbar, was noch geschehen wird.

    Bei diesem Buch lohnt es sich auch das Cover genauer anzuschauen: Ein Mann und sein Schatten auf dem Weg in die Dunkelheit. Es wäre auch merkwürdig, wenn Hohler nicht auch da ein Wörtchen mitzureden gehabt hätte.

    Fazit:

    Einfach nur großartig.

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    19angelika63s avatar
    19angelika63vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Super spannende Geschichte über das Buch "Abrogans" und seine Reise bis in die heutige Zeit ...
    Codex Abrogans

    Klappentext
    Als er gerade dienstlich in Bern ist, erreicht den Zürcher Bibliothekar Ernst ein offensichtlich irregeleiteter Anruf. Am Ende der Leitung ist eine ihm unbekannte Frau, die ihn anfleht, umgehend zu ihr zu kommen. Aus einer Augenblickslaune heraus begibt sich Ernst zu der nahe gelegenen Adresse. Dort erwartet ihn eine alte Frau und drückt ihm ein Päckchen in die Hand mit der Bitte, es zu verwahren, damit es nicht in falsche Hände gerate. Zu seiner eigenen Verblüffung kommt Ernst der Bitte nach. Als er das Päckchen bei sich zu Hause öffnet, entdeckt er eine alte Handschrift, die er als ein Exemplar des >Abrogans< erkennt, eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuchs, das als ältestes deutschsprachiges Buch überhaupt gilt. Sollte es sogar das bisher verschollene Original sein? Was, fragt sich Ernst, hat es mit diesem Fund auf sich? Und was soll er jetzt am besten tun ...



    Dieses Buch ist der Hammer. Von der ersten bis zur letzten Seite hat es mich in einen Sog gezogen. Ein Mann kommt durch einen Zufall (?) an ein Päckchen. Doch das Päckchen enthält etwas ganz besonderes. Nämlich ein altes und seit ewigen Zeiten verschollenes Wörterbuch ... dem Codex Abrogans. Ernst kann zuerst gar nicht glauben was er in den Händen hält und macht sich dann daran zu recherchieren woher das Buch kommt. Und genau das ist so mega spannend wie auch interessant und informativ. In einem zweiten Erzählstrang erfahre ich als Leserin wie dieses Buch entstand, das soll so um 772 gewesen sein, und wie es seinen Weg in die heutige Zeit fand.

    Franz Hohlers Stil ist einfach ohne große Schnörkel und sein "Ermittler" Ernst schafft es, das ich Geschichtsmuffel voll begeistert bin. Gerade bei dem sehr geschichtsträchtigen Teil habe ich das Gefühl, dass ich mitten in der Geschichte stecke.

    Mehr verrate ich nicht. Lest selbst, aber Vorsicht .... Suchtgefahr!!!





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    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    Ein intelligenter und unterhaltsamer Roman mit viel hintergründigen Humor



    Der neue Roman des Schweizer Schriftstellers Franz Hohler beschäftigt sich mit einem alten bibliophilen Werk und seinem Weg durch die Geschichte.

    Der Roman beginnt damit, dass der Bibliothekar Ernst Stricker am Berner Hauptbahnhof den Hörer eines öffentlichen Telefons abnimmt und nicht wirklich weiß warum:
    "Er schaute sich um, um zu sehen, ob da jemand war, der sich vielleicht zurückrufen ließ, aber erst am übernächsten Apparat sprach ein fremdländischer Mann eindringlich und leise in die Muschel, ohne auch nur den Kopf zu drehen. Da machte er den ersten Schritt, hob den Hörer und sagte: 'Hallo?'"


    Eine alte Frau am anderen Ende der Leitung sucht ihren Neffen Ernst und Ernst Stricker lässt sich, indem er vorgibt jener Ernst zu sein, und dann auch gleich in die Wohnung der alten Dame fährt, auf eine Geschichte ein, die er nicht für möglich gehalten hätte. Die alte halbblinde Dame bittet Ernst darum, ein kleines Päckchen aufzubewahren, damit es nicht in falsche Hände gelangt. Zuhause öffnet Ernst heimlich das Päckchen, von dem er seiner Frau erst sehr viel später erzählen wird, was die Verwicklungen noch kompliziert, und entdeckt darin an handgeschriebenes Exemplar des sogenannten „Abrogans“ eines Wörterbuchs, das als ältestes deutschsprachiges Buch gilt. Ernst denkt, dass er das Original in Händen hält. In der Zeitung in der das Buch eingewickelt ist, entdeckt er einen Hinweis auf eine Berghütte.

    Und nun ruht er nicht, bis er dieser Spur folgen kann und Erstaunliches dort findet. In der Zwischenzeit blendet Franz Hohler in der Zeit zurück und erzählt immer wieder von dem Mönch Haimo und seiner Partnerin Maria, der im Jahr 772 durch Zufall Schreiber am Kloster Weltenburg wird und darf den „Abrogans“ schreiben, der ihm vom Abt diktiert wird.

    Danach wird er vom Abt auf eine über zehnjährige Reise nach Italien geschickt, wobei er (zusammen mit Maria, die unterwegs ein gemeinsames Kind verlieren wird) unterwegs immer wieder Station in Klöstern machen soll, wo er im Gegenzug für die Abschrift des Abrogans andere wichtige Schriften kopieren und nach Weltenburg schicken soll, bevor der Abrogans sein endgültiges Ziel in Montecassino finden soll.

    In abwechselnden Kapiteln treibt Hohler die alte und die gegenwärtige Geschichte vorwärts mit überraschenden Wendungen und einem versöhnlichen Ende.

    Ein intelligenter und unterhaltsamer Roman mit viel hintergründigen Humor.







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    Angie*s avatar
    Angie*vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein fesselnder Mittelalterroman über eine alte Schrift,, (Abrogans)
    Fesselnder Mittelalterroman über eine alte Schrift (Abrogans) .

    Rezension

    INHALT:  Ernst , ein biederer und ruhiger Zürcher Bibliothekar , seit vielen Jahren glücklich verheiratet mit Jaqueline, bekommt einen mysteriösen Telefonanruf von einer alten, halbblinden Frau namens Adele Schaefer. Die alte Dame besteht eigensinnig darauf, dass Ernst sich ein Päckchen  bei ihr zuhause  abholen soll. Ernst ist sehr verwundert, geht aber aus Neugier und einem unerklärlichem Bauch- Gefühl darauf ein und besucht Frau Schaefer, um der Sache auf den Grund zu gehen. Was ist mit diesem Päckchen? Diese Frage lässt Ernst Stricker nicht los und er ermittelt heimlich.  Er findet heraus, dass im Päckchen eine sehr alte Handschrift eines lateinisch-althochdeutschen Wörterbuches liegt. Ernst erkennt es als Fachmann und staunt über ein Exemplar des Abrogans So nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die der Bibliothekar Ernst Stricker nicht mehr aufhalten oder steuern kann,,,,,
    MEINE MEINUNG: Schon beim Lesen der ersten Seiten bekomme ich das bekannte Gefühl des Wiedererkennens vom Schreibstil des Autoren Franz Hohler. Sehr flüssig und angenehm zu lesen , bedächtig, ruhig und  unaufgeregt entfaltet der Autor eine spannende Geschichte. Der ruhige Bibliothekar Ernst entwickelt Spürsinn und Methoden , die nur einem Detektiv zustehen sollten.  Der Autor beschreibt wunderbar das Schweizer Alltagsleben in Bern und Zürich. Er nimmt den Leser mit auf interessante Plätze, Strassen und zu vielen bekannten Sehenswürdigkeiten. Als Leser fühlt man sich toll begleitet,  ähnlich wie auf einem Stadtrundgang. 
    Plötzlich befinden wir uns im Jahr 772 im Kloster Weltenburg bei Regensburg und treffen dort auf den begabten Schreiber und Mönch Haimo und seine geheime Freundin Maria.  Der Roman wird nun in zwei Zeitebenen und Handlungssträngen spannend immer enger zusammengeführt.   Die Atmosphäre und das Handeln der Klöster und Äbte im Mittelalter werden ausführlich und sehr stimmig beschrieben. Lateinische Worte und Redewendungen werden so geschickt vom Autor eingebaut und erklärt, dass auch Nicht-Lateiner Sinn und Inhalt verstehen können.  Aber auch die Ermittlungen von Ernst gestalten sich als eine überraschenden Folge von Aktivitäten, nach der alten Lebensweisheit * Eine Lüge führt unweigerlich zur nächsten Lüge,,,*.  Ein mystisches Ereignis auf einer Bergtour, die Ernst auch wieder heimlich und nur auf sich gestellt ausführt, entgegen seiner Gewohnheit und Überzeugung nie allein auf den Berg zu gehen, bringt neue Erkenntnisse über die Herkunft und den Weg des *Abrogans* über die Jahrhunderte hinweg.  Auch die geruhsame Zweisamkeit des Lebens von Ernst und Jaqueline erfahren eine überraschende Wende durch die Nachforschungen über die Herkunft des geheimnisvollen *Abrogans*,,,,,
    Vielen Dank an den Autor Franz Hohler für diesen fesselnden Ausflug in das Mittelalter und die schöne, heutige Schweiz! Danke auch an den Luchterhand Verlag für dieses wertvolle Rezensionsexemplar!
    Meine Bewertung: FÜNF *****STERNE für ein grossartiges Buch.

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    P
    pinavor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Tolles Buch. Hauptdarsteller ein Bibliothekar, der in die Vergangenheit seines Päckchen eintaucht. Spannend und unterhaltend bis zum Schluss
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    sunlights avatar
    sunlightvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Schöne Idee, leider nicht so fesselnd wie ich es mir erhofft hatte.
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