Franz Hohler Der neue Berg

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Inhaltsangabe zu „Der neue Berg“ von Franz Hohler

Einer der berühmtesten Schweizer Romane der letzten zwanzig Jahre Roland hat das Alleinleben satt. Heinz kämpft um die Liebe seiner Ehefrau. Den Gemeindepräsidenten plagt eine unangenehme Kälteallergie – und diese drei Männer sind nicht die einzigen, die sich auf die Entwicklungen in der Nähe des Keltengrabs oberhalb von Zürich keinen Reim machen können: Was bedeuten die Risse, die sich im Erdboden zeigen und langsam größer werden? Daran, dass ein Vulkan ausbrechen könnte und ein neuer Berg aus dem Boden schließen könnte, denkt niemand. Aber eigentlich sollten doch alle gewarnt sein. Die Natur lässt schließlich nicht mit sich spaßen ... Schullektüre, Auswahlthema zum Abitur

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  • Rezension zu "Der neue Berg" von Franz Hohler

    Der neue Berg

    Samtpfote

    02. January 2013 um 17:19

    Klappentext: Roland Steinmann hat das Alleinleben satt, Heinz kämpft um die Liebe seiner Ehefrau, den Gemeindepräsidenten plagt eine Kälteallergie, und die Erde bebt - in Franz Hohlers erstem grossen Roman hat der Alltag Risse bekommen, und die Natur lehnt sich gegen den achtlosen Umgang mit ihr auf. Inhalt: Roland Steinmann ist mal wieder früh im Wald unterwegs und rennt ganz entspannt dem Tag entgegen, als er im Waldboden plötzlich kleine Risse entdeckt. Die Risse vergrössern sich in den folgenden Tagen nach einem leichten Erdbeben und er wendet sich voller Sorge an den Gemeindepräsidenten. Dieser jedoch kämpft mit seiner Kälteallergie und möchte, konservativ wie er ist, kein grosses Aufheben um die Situation im Wald machen, da er eine Panik der Bevölkerung befürchtet. Doris hingegen hat zum ersten Mal in ihrem Leben etwas gewagt, was ihr Mann Heinz ihr schon länger empfohlen hatte: sie hat eine Affäre mit einem anderen Mann begonnen. Aber nun, da Heinz davon weiss und Doris sich immer öfter mit ihrer Affäre trifft, ist alles plötzlich nicht mehr so leicht und einfach für den betrogenen Ehemann wie damals, als er noch der Fremdgänger war. Aber zum Glück gibt es noch Monika, welche gerade eine Lehre in einem Blumengeschäft begonnen hat. Sie wirkt als eine ruhige und immer fröhliche Konstante, während alles andere aus dem Ruder läuft. Ganz leicht schimmert auch immer wieder eine Kritik an konservativen Politikern und ihren festgefahreren Meinungen und Überzeugungen sowie dem Umgang mit der Natur und ihren Bewohnern durch. Dieses Buch lässt den Alltag entgleisen und überlässt die Menschen dem Scherbenhaufen ihres eigenen Lebens. Nur wie man mit seinen Problemen umgeht und wie sehr man sich für andere einsetzt entscheidet am Schluss, wo genau man steht, wenn es zum Äussersten kommt. Meine Meinung: Die sorgfält gewählten Charakteren mit ihren sehr passenden Namen und die ganz normalen Alltagssituationen und Alltagsprobleme lassen den Leser ganz leicht in die Geschichte eintauchen und wecken schnell Sympathien für den sorgenvollen Waldläufer oder die Geologiestudenten und ihren Aktivismus. Die Geschichte entwickelt sich immer mehr zu einem sehr glaubwürdigen Fantasiegebilde und bekommt immer mehr symbolische Bedeutungen. Ganz grosse Literatur von einem Schweizer Schriftsteller geschmückt mit einigen charmant und nie billig wirkenden Mundartwörtern. Dieses Buch empfehle ich wärmstens und ich werde gerne auch weiterhin Literatur von Franz Hohler lesen. Zusätzliche Daten: Autor: Franz Hohler Gebundene Ausgabe: 434 Seiten Verlag: Luchtermund Literaturverlag Sprache: Deutsch ISBN 3-630-86710-3

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