Franz Hohler Die Steinflut

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Inhaltsangabe zu „Die Steinflut“ von Franz Hohler

Am 9. September 1881 in einem kleinen Dorf hoch oben in den Schweizer Bergen: Die kleine Katharina wird zusammen mit ihrem jüngeren Bruder zu den Großeltern geschickt. Dort sollen beide die nächsten Tage verbringen, bis die Mutter ihr sechstes Kind zur Welt gebracht hat. Doch es kündigt sich noch ein anderes Ereignis an. Von einem Hang sind einige Felsbrocken ins Tal hinabgestürzt und der ganze Berghang könnte sich lösen und das Dorf unter sich begraben. Daran möchte niemand glauben, am allerwenigsten die Arbeiter im Schieferbruch, die mit ihren Händen ganze Familien ernähren. Aber der Berg führt in Franz Hohlers hochgelobter, in der Tradition der besten Schweizer Literatur stehenden Novelle sein Eigenleben …

Meisterhaft, wie Franz Hohler einen die Welt eines kleinen Mädchens vor weit über 100 Jahren erleben lässt.

— Namoras

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  • Rezension zu "Die Steinflut" von Franz Hohler

    Die Steinflut

    Asfaloth

    08. August 2012 um 21:56

    Am 11. September 1881 ereignete sich in Elm ein katastrophaler Bergsturz. Um Schiefer abzubauen hatte man den Plattenberg gefährlich untergraben und nach tagelangem Regen kündigten Steinabbrüche und ein tiefer Riss die Katastrophe an. Die Geschichte setzt zwei Tage vor dem Bergsturz auf und erzählt die Geschichte von Katharina, die mit ihrem kleinen Bruder Kaspar zur Grossmutter in die Bleiggen, einem Gehöft oben am Berghang, zu Besuch geht. Ihre Mutter steht kurz vor der Geburt des sechsten Kindes, deshalb werden die beiden Geschwister zur Grossmutter geschickt. Schon der erste Satz der Geschichte zeigt das drohende Unheil an: „Als die siebenjährige Katharina Disch mit ihrem vierjährigen Bruder Kaspar am Freitag, dem 9. September 1881 das Haus ihrer Grossmutter betrat, wusste sie nicht, dass sie erst wieder bei ihrer Hochzeit von hier weggehen würde.“ Das Buch schildert die Vorkommnisse vor und während dem Bergsturz von Elm aus der Perspektive eines Kindes. Dabei erhält man einen guten Einblick in das Leben der Menschen im Sernftal. „Es wird schon nichts passieren, wer davonläuft, ist ein Angsthase“ war die weit verbreitete Meinung damals. Man war gefangen in seinen eingefahrenen Spuren, mochte nicht davon abweichen. Und von Fremden (aus dem Nachbardorf) liess man sich eh nichts sagen. Katharina lebt in ihrer eigenen Welt, die Spässe der Erwachsenen, welche sie manchmal als beängstigend empfindet, versteht sie oft nicht. Als Leser erfährt man, was sie sich dabei denkt. Mit ihrem kleinen Bruder hat sie meistens Ärger. Man erfährt von ihren Ängsten, beispielsweise den Geistern, welche in der knarrenden Treppe wohnen. Die Schilderung ihres Spiels kurz vor der Katastrophe mutet schon fast etwas unheimlich an. Die eigentliche Katastrophe nimmt dann im Buch nur einen kleinen Platz ein. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich empfand die Atmosphäre als authentisch und konnte mich sehr gut in die Handlung hineinleben. Dass der Text mit Helvetismen gespickt ist, trägt zu dieser Atmosphäre bei und hat mir auch das eine oder andere Schmunzeln entlockt. Das Buch regte mich zum Denken an. Gibt es einen siebten Sinn? Ist dieser bei Kindern und Tieren stärker ausgeprägt? Warum verdrängt man auch die deutlichsten Vorzeichen? Als Abschluss möchte ich noch Katharina zu Wort kommen lassen mit einem Gedanken, der typisch für dieses Buch ist: „War man wirklich ein Angsthase, wenn man nicht von einem Stein getroffen werden wollte? Was musste man denn sein, wenn man kein Angsthase sein wollte? Ein Muthase? Katharina kam kein Wort in den Sinn für jemanden, der sich unten an eine Wand stellte, aus der Steine herunterfielen.“

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  • Rezension zu "Die Steinflut" von Franz Hohler

    Die Steinflut

    luckyup

    08. November 2011 um 18:22

    Ein tolles Buch, welches Einblick in die harte Arbeit am Berg und in das Leben der Menschen in dieses Bergen zeigt.
    Trifft das Unheil ein, welches sich durch die Geschichte anbahnt?

  • Rezension zu "Die Steinflut" von Franz Hohler

    Die Steinflut

    MonaMayfair

    26. May 2008 um 21:52

    ein stück geschichte.. schweizer geschichte.. geschichte der glarner alpen.. und ein ganz klein bisschen die geschichte meiner vorfahren, die aus der nähe von elm kommen.. ich kenne das unheimliche gefühl, das einen beschleicht, wenn man am fuss eines felsens entlang geht und man teilweise den himmel nicht mehr sieht, weil ein stück des felsens überhängt.. unheimlich.. beklemmend.. beängstigend.. und franz hohler geht nun her und erzählt vom bergsturz in elm.. ich kenne die gegend.. weiss, wie es dort jetzt aussieht.. die geschichte wirkt dadurch noch viel "echter", als sie überhaupt sein kann..

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