Gleis 4

von Franz Hohler 
3,7 Sterne bei59 Bewertungen
Gleis 4
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (32):
hockeytuefelis avatar

Gute, spannende Geschichte um einen älteren Herren, der unerwartet verstirbt und einer völlig Fremden sein Geheimnis anvertrauen möchte.

Kritisch (7):
Janine2610s avatar

Ein Satz mit x: Das war wohl nix! :D

Alle 59 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Gleis 4"

Manchmal kommt alles anders. Und das muss noch nicht einmal schlecht sein.

Eigentlich will Isabelle nur für ein paar unbeschwerte Tage in den Urlaub nach Italien fliegen. Doch dann bricht der ältere Herr, der ihr am Bahnhof zum Flughafen freundlicherweise den Koffer zu den Gleisen hinaufträgt, plötzlich tot zusammen. An Urlaub ist daraufhin für Isabelle nicht mehr zu denken. Denn nicht nur fühlt sie sich unschuldig schuldig an dem Tod des Unbekannten, sondern sie möchte auch unbedingt herausfinden, wer der Verstorbene gewesen ist. Und damit gerät sie in eine ebenso ungeheuerliche wie geheimnisvolle Geschichte, die ihr gewohntes Leben völlig durcheinander rüttelt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442748327
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:08.12.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.12.2013 bei Zytglogge erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesenisttolls avatar
    Lesenisttollvor 2 Jahren
    Gute Unterhaltung

    Unterhaltsame, spannende Geschichte mit überraschendem Schluss. Habe das Buch an einem Tag gelesen. Nur die Voodoo Puppe mitten in der Schweiz fand ich ein wenig unglaubwürdig.

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    robbylesegernvor 2 Jahren
    auf der Suche nach einem Leben

    " Gleis 4 " ist das erste Buch, das ich von dem Autor Franz Hohler lese und mir hat es gefallen, da ich auch keine Vergleichsmöglichkeiten habe.Sicherlich ist der Schreibstil ein bisschen nüchtern, was auch wohl damit zu tun hat, dass in der dritten Person erzählt wird und so steht der Leser immer etwas außen vor. Doch ich finde, dass diese Sicht der Dinge eigentlich zu diesem Buch passen, da ja über eine dritte Person geschrieben wird, die zudem noch tot ist. Aber worum geht es ?

    Isabelle, eine Altenpflegeleiterin aus Zürich, will nach einer Gallen -OP noch ein paar Tage im sonnigen Italien verbringen, bevor die Arbeit wieder beginnt. Ihre Freundin ist schon dort und wartet nur auf ihre Ankunft.Doch Isabelle soll nicht nach Italien kommen, denn auf dem Weg zum Flughafen hilft ihr ein netter älterer Herr am Bahnhof ihren Koffer die Treppe herauftragen und erleidet oben einen Herzinfarkt. Isabelle fühlt sich ein wenig mitschuldig und der Mann hatte kurz vor seinem Tod noch versucht ihr etwas mitzuteilen " Bitte......" Doch dieser Satz fand nie ein Ende. In einer Mappe , die der Tote auf dem Bahnhof verloren hatte und die Isabelle an sich nimmt, befindet sich auch ein Handy. Auf diesem Handy wird sie in ihrer Wohnung mehrfach angerufen und als man sie endlich erreicht, teilt man ihr mit, dass ein gewisser Marcel nicht zur Beerdigung kommen soll. Diese geheimnisvolle Nachricht macht Isabelle neugierig und sie versucht mehr über die Identität des Toten heraus zu finden. Doch ihre Neugierde lässt sie eine ungeheuerliche und geheimnisvolle Geschichte aufdecken, die ihr ganzes Leben verändert.

    Ich weiß nicht so ganz, in welche Kategorie ich diesen Roman einordnen soll, denn er ist von allem etwas. Ein bisschen Krimi, Lebensgeschichte, Schicksalsroman und Gesellschaftskritik kommen in diesem Buch vor und man erfährt viel über die Verhältnisse in der Schweiz vor dem Krieg. Mich hat diese Geschichte berührt, auch wenn der Schreibstil etwas distanziert wirkt , lässt er die Tragik dieser Geschichte doch durchklingen. Ich konnte auch durchaus eine Beziehung zu Isabelle aufbauen, was ich immer wichtig in einem Roman finde, damit ich die Gefühle und Handlungen der Figuren verstehen kann. Die Geschichte mit der Voodoo -Puppe hat mich auch etwas gestört, passt aber wiederum, weil Sarah ja afrikanische Wurzel hat.Wenn man sie weggelassen hätte , wäre es kein Verlust gewesen. Ich fand sie jetzt aber auch nicht so störend, dass es Auswirkungen auf meine Bewertung hätte.

    Alle in allem hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich durchaus Interesse an weiteren Büchern dieses Autors habe.
    Gute 4 Sterne für ein Buch, das durchaus einen Nachhall hinterlässt.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 2 Jahren
    Ein kleines Highlight aus der Schweiz ...

    Dieses schöne Buch wurde in einer bei uns ortsansässigen Buchhandlung vor guten zwei Jahren vorgestellt und wanderte damals gleich auf meine Wunschliste. Wie gut, dass ich es nun endlich in die Hand genommen und gelesen habe.

    Die Geschichte spielt in der Schweiz und der Schreibstil des Autors ist so wunderbar „schweizerisch“. Natürlich ist der Roman in deutscher Sprache verfasst aber immer wieder gespickt mit typischen Ausdrücken, wie Vela statt Fahrrad und Glace anstelle Eis, was ihr eine ganz besondere Note verleiht. Der Inhalt ist im Klappentext beschrieben doch die genannten Kehren und Wendungen möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nach und nach fügt sich das Puzzle zu einem großen Ganzen mit einem wunderbaren Abschluss zusammen. Alles macht auf einmal Sinn und zeigt doch wieder deutlich, dass wohl doch nichts dem Zufall überlassen ist.

    Diese geschickt eingefädelte Story hat mir den verregneten Pfingstmontag versüßt, den Autor werde ich mir mal näher anschauen. 

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    Maerchenbuchs avatar
    Maerchenbuchvor 3 Jahren
    Krimi und Familiendrama

    Um sich von einer Operation zu erholen, möchte die Schweizerin Isabelle, ein paar Tag nach Italien fliegen, doch als sie sich am Bahnhof auf dem Weg zum Flughafen, von einem hilfsbereiten älteren Herrn, ihren Koffer tragen lässt, bricht dieser plötzlich tot zusammen. Als sachkundige Altenpflegerin versucht Isabelle noch erste Hilfe zu leisten, jedoch vergebens. Die Frau verpasst ihren Flug und fährt nach den aufregenden Geschehnissen in ihre Wohnung zurück. Zu Hause angekommen, bemerkt Isabelle, dass sie versehentlich eine Mappe des Verstorbenen mitgenommen hat, die auch sein Handy beinhaltet und es dauert nicht lange, bis darauf mysteriöse und anonyme Anrufe an einen gewissen Marcel eingehen. Inzwischen klärt die Polizei die Identität des Fremden und gibt bekannt, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen kanadischen Staatsbürger Namens Martin handelt. In dessen Hotelzimmer wurde sein Handy und sein Ausweis gefunden. Isabelles Neugierde ist geweckt! Wer war dieser Mann wirklich und warum besaß er zwei Mobiltelefone? Was wollte er in der Schweiz und wer steckt hinter den anonymen Anrufen? War die Begegnung zwischen Isabelle und dem Fremden tatsächlich bloß Zufall? Als schließlich die Witwe des Verstorbenen, Veronique, in der Schweiz eintrifft und Isabelle kennenlernen will, beschließen die beiden Frauen, Nachforschungen anzustellen, denn die Ehefrau hat wenig Informationen über die Kindheit und Jugend ihres verstorbenen Mannes. Mit der Unterstützung von Isabelles Tochter, stoßen die drei Frauen schließlich auf eine geheime Familiengeschichte.

    Einerseits konnte mich der interessante und durchaus spannende Roman von Franz Hohler sehr gut unterhalten aber andererseits musste ich vor allem gegen Ende der Geschichte feststellen, dass einige Entwicklungen sehr konstruiert wirkten und etliche Details unpassend und überflüssig waren.

    Auch die fehlende Emotion hat mich stellenweise etwas irritiert, schreibt der Autor doch über ein empfindliches Thema der Schweizer Geschichte, das durchaus mehr Tiefgang verdient hätte. So empfang ich den Schreibstil oft zu nüchtern und die Dialoge zu geradlinig.

    Dennoch schafft es der Autor, einen gewissen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, denn wir begleiten das Trio bei den interessanten Recherchen und Stück für Stück setzt sich für den Leser die trostlose Biographie des Verstorbenen zusammen. Am Ende entwickelte sich der Roman vom Krimi zum Familiendrama und die zentralen Themen, Diskriminierung, Ausgrenzung und Ungerechtigkeit werden deutlich.

    Besonders überflüssig fand ich, dass auf die afrikanischen Wuzeln von Isabelles Tochter in der Geschichte eingegangen wird und Voodoo Zauber und afrikanische Medizin mit in das Buch eingearbeitet wurden. Diese Elemente der Hexerei waren äußerst unnötig und leider ein wenig grotesk.

    Im Großen und Ganzen, hat Franz Hohler aber einen lesenswerten Roman geschafften. Wer sich beispielsweise für die Geschichte der Schweiz interessiert und gerne Familiendramen enträtselt, findet in diesem Buch sicher ein paar aufschlussreiche Informationen und eine schöne Portion Spannung.

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    Janine2610s avatar
    Janine2610vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Satz mit x: Das war wohl nix! :D
    Laaaaaaangatmig!

    Die Buchrückseite:

    Eigentlich will Isabelle nur für ein paar unbeschwerte Tage in den Urlaub nach Italien fliegen. Doch dann bricht der ältere Herr, der ihr am Bahnhof zum Flughafen freundlicherweise den Koffer zu den Gleisen hinaufträgt, plötzlich tot zusammen. An Urlaub ist daraufhin für Isabelle nicht mehr zu denken. Denn nicht nur fühlt sie sich unschuldig schuldig an dem Tod des Unbekannten, sondern sie möchte auch unbedingt herausfinden, wer der Verstorbene gewesen ist. Und damit gerät sie in eine ebenso ungeheuerliche wie geheimnisvolle Geschichte, die ihr gewohntes Leben völlig durcheinander rüttelt.

    Meine Meinung:

    Eigentlich hat die Geschichte ja ganz vielversprechend begonnen: die Schweizerin Isabelle lässt sich am Bahnhof ihren Koffer von einem hilfsbereiten, älteren Herrn die Treppe hochtragen. Oben angekommen dauert es nicht lange und derselbe Mann bricht zusammen, schlägt mit dem Kopf am Bahnsteig auf, wird bewusstlos und stirbt gleich darauf. Der guten Isabelle ist das natürlich alles nicht geheuer und anstatt dass sie sich von diesem Schock erst mal erholt, beschließt sie lieber, im Leben des freundlichen Kofferträgers herumzuschnüffeln ...

    So weit, so gut. Bis hierhin war ich noch halbwegs angetan von der Story. Leider sind mir die Protagonisten dann aber nach und nach dermaßen auf den Senkel gegangen. Isabelle meinte nämlich, sie muss jetzt herausfinden, wer dieser Mann war und was er genau in der Schweiz zu suchen hatte, weil er ja eigentlich Kanadier ist und irgendwie kam mir die ganze Sache dann schön langsam wie ein sanfter Krimi vor, denn Isabelle, ihre erwachsene, halbafrikanische Tochter Sarah und Veronique, die Witwe des Verstorbenen, rennen von einem Amt zum nächsten, von einer Person zur anderen und versuchen, irgendwas aus dem Leben des Toten herauszufinden. Und das war erstens langweilig und zweitens sowas von unglaubwürdig. Also nicht das, was sie herausgefunden haben, sondern eher das ganze Drumherum: wieso hat der Tote mit seiner Frau nie über seine Vergangenheit gesprochen, wenn es doch angeblich nichts Böses war, was er getan hat? Weshalb wird hier kaum getrauert? - Ich meine: Veronique hat gerade erst ihren Mann verloren und dann stürzt sie sich einfach so (mit eigentlich unbekannten Leuten) in irgendwelche Ermittlungen ...
    Isabelle und Sarah, dieses Mutter-Tochter-Gespann habe ich auch überhaupt nicht verstehen können: warum mischen die sich denn in die Angelegenheiten von wildfremden Menschen ein? - Das ist mir so vorgekommen, als wenn die beiden einen sechsten Sinn hätten, der ihnen mitteilen würde, dass der Aufenthalt des Toten mysteriöse Umstände hat!? Und dann fangen sie eben an, wie Ermittler herumzuschnüffeln ... Also, ich weiß nicht. Meins ist dieses Unauthentische echt nicht.

    Hinzu kommt dieser Schreibstil, der meinen Lesefluss ziemlich gestört hat, weil ich ihn erstens recht holprig fand (Bsp.: "... er hat mir erzählt von Kanada, und wie es ihm gut ergangen war dort, er ...") und zweitens irgendwie eigenartige Ausdrücke dabei hatte, die ich (als Österreicherin) noch nie gehört habe und beim Lesen ebenfalls nicht besonders angenehm waren (Bsp.: "Ich hab ihm telefoniert deswegen, die ...").

    Immer wieder findet man zwischendurch auch englische und französische Sätze, die leider nicht immer gleich danach übersetzt werden (Weil man vielleicht davon ausgeht, dass die paar Brocken jeder versteht?). Mit dem Englischen hatte ich kein Problem, das Französische hingegen habe ich nicht immer verstanden, was blöd war, weil ich kein Französischlexikon benutzen wollte. Folgen konnte ich der Geschichte aber trotzdem ohne Weiteres, allerdings bin ich ein Mensch, den das immer stört, wenn ich Sätze lese, die ich nicht verstehe.

    Alles in allem fand ich die Geschichte einfach nur langweilig. Spannung war für mich überhaupt nicht vorhanden. Alles nur sehr gemächlich und dahinplätschernd. Der Versuch, aus dem Roman einen Krimi zu machen, ist in meinen Augen kläglich gescheitert.
    Das Verhalten der Protagonisten im Angesicht eines kürzlichen (und so nahen) Todesfalls und deren Motive, sich als Ermittler zu betätigen, konnte und wollte ich vielleicht auch gar nicht nachvollziehen.
    Es tut mir leid, aber mehr als 2 Sterne kann ich hierfür einfach nicht vergeben.

    Kommentare: 3
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    hockeytuefelis avatar
    hockeytuefelivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gute, spannende Geschichte um einen älteren Herren, der unerwartet verstirbt und einer völlig Fremden sein Geheimnis anvertrauen möchte.
    Erinnerung an schwere Zeiten

    Ein älterer Herr bricht unerwartet am Bahnhof zusammen und verstirbt, nachdem er Isabelles Koffer die Treppe hinaufgetragen hat. Obwohl Isabelle den Mann nicht kennt, so versucht sie dennoch den Zweck seines Besuches in der Schweiz herauszufinden. 
    Dies gelingt ihr tatsächlich und man erfährt das Geheimnis des Mannes. Das Buch führt in verschiedene soziale Schichten, man erhält einen Einblick in die Geschichte der früheren Schweiz, in der Verdingkinder als Sündenbock für Fehler der eigenen Kinder herangezogen wurden. 

    Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und arbeitet ein Stück Schweizer Geschichte auf. 

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    Gruenentevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Gut geschrieben, aber was soll es mir sagen?
    Wühlen in der Vergangenheit

    Isabelle ist auf dem Weg zum Flughafen. Ein Mann hilft ihr mit dem Koffer, fällt um und ist tot.

    Ihr Urlaub ist für sie vorbei. Sie kommt von dem Mann nicht los. Seine Identität ist zuerst unbekannt. Nach und nach bildet sich ein Bild heraus. Sie lernt seine Frau und Teile seiner Pflegefamilie kennen.

    Auch ihre Tochter Sarah beteiligt sich an der Spurensuche und wird in der weltoffenen Schweiz plötzlich massiv dem Rassismus ausgesetzt. Das führt bei ihr zu dem nie gehegten Wunsch sich doch etwas mit ihren väterlichen Wurzeln (Mali) auseinanderzusetzen.

    Ein Buch, das verschiedenen Themen aufgreift, für mich aber nicht genügend vertieft. Die Botschaft bleibt mir auch verborgen. Vielleicht das es keinen Zufall gibt?

    Was soll das mit dem Voodoo? Und dann noch  durch Rassisten? Das ist nicht stimmig.

    Ein Buch. Das fast nur Frauen als Protagonisten kennt und doch von einem Mann geschrieben wurde. Ein Buch das zum einen die Schönheit der Schweiz preist, aber auch verdeutlicht, dass dieses Land hinter der Fassade auch Nachteile birgt und die Modernität hart erkämpft wurde. Vor 50 Jahren war es noch ein anderes Land mit schlechten Lebensbedingungen für die vom Schicksal Benachteiligten.

    Kommentare: 1
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    reader2s avatar
    reader2vor 5 Jahren
    Verdingkind - Familen Geheimsisse - .......

    Spannend von Anfang an - Krimi im Alltag - traurige Wahrheiten - habe es praktisch in einem Zug gelesen.

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    P
    powergnuvor 5 Jahren
    Spannend. An einem Tag verschlungen.

    Fesselnd vom ersten Moment an.

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    BethDoloress avatar
    BethDoloresvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Geheimnisvoll und von schlichter Schönheit.
    Geheimnisvoll und von schlichter Schönheit

    Inhalt:

    Die Schweizerin Isabelle ist Mitte 40, Stationsleiterin in einem Altenpflegeheim und befindet sich gerade auf dem Weg in den Urlaub nach Italien. Auf dem Bahnhof Zürich-Oerlikon trifft sie einen gutgekleideten, älteren Herrn, der ihr hilfsbereit den Koffer zum Bahnsteig trägt. Als sie sich von ihm verabschieden will, bricht er plötzlich zusammen und stirbt vor ihren Augen. Zufälligerweise nimmt sie die Mappe, die der Tote bei sich trug, an sich und findet dort sein Handy. Eigentlich möchte sie nichts mit dem Unbekannten zu tun haben, aber aus Neugier lädt sie das Handy auf und erhält prompt einige rätselhafte Anrufe. Wer ist dieser Mann und welches Geheimnis verbirgt sich hinter seiner Identität? Isabelle wird in die Geschichte von Martin, seiner Frau Veronique und seiner verheimlichten Schweizer Familie hineingezogen wie in einen Strudel. In ihrer Tochter Sarah findet sie eine Vertraute, die sie durch die Geschehnisse voller Irrungen und Wirrungen begleitet.

    Bewertung:

    Es gibt Bücher, die ziehen einen magisch an. Der kurze, prägnante Titel und das schlichte, in zurückhaltenden Blau-, Grün- und Grautönen gehaltene Cover, auf dem nur der Titel in Rot hervorsticht, haben das bei mir beim ersten Aufeinandertreffen ausgelöst. Links die hochaufragende Stahlkonstruktion einer Bogenbrücke, im unteren Viertel in der Mitte die Fussgängerbrücke und rechts das dazugehörige Geländer. Eine elegant gekleidete Dame schreitet über die Brücke, scheinbar ins Unendliche. Man möchte ihr ins Buch hinein folgen.

    Franz Hohler versteht es mit seinem schlichten und schnörkellosen Schreibstil den Leser an seine Geschichte zu binden. In unspektakulärer Art und Weise baut er gekonnt einen Spannungsbogen auf und weckt die Neugierde. Dass die Handlung so ruhig dahinplätschert ist nicht schlimm, denn Hohler vermittelt dem Leser, dass sich etwas Überraschendes hinter der Story verbirgt und man möchte natürlich wissen, welches Geheimnis der Mann vom Bahnsteig mit sich trug. Etwas ungewöhnlich fühlt es sich für einen Nichtschweizer an, dass Hohler des Öfteren seiner Sprache einen schweizerischen Touch verleiht. Bei näherer Betrachtung aber merkt man, dass dadurch die Geschichte noch realer wirkt und man in den Ort des Geschehens eintaucht. Französische Textstellen, die der Autor immer wieder einstreut, erzeugen dieselbe Wirkung.

    Seine Figuren zeichnet Hohler ebenso schlicht und unaufgeregt, wie die Handlung. Man kann sich die Menschen gut vorstellen, denen er Leben einhaucht. Die drei sympathischen Frauen, um die sich die Geschichte aufbaut, haben alle etwas Besonderes an sich. Isabelle steht voll im Leben, ist geerdet und ein hilfsbereiter Mensch. Ihre Tochter Sarah, Jurastudentin und Halbafrikanerin, hat ein bisschen daran zu knabbern, dass sie immer wieder mit ihren afrikanischen „Wurzeln“ konfrontiert wird, denn sie selbst fühlt sich als hundertprozentige Schweizerin. Sie hat einen großen Sinn für Gerechtigkeit und ist, wie ihre Mutter, sehr hilfsbereit. Véronique, die so plötzlich ihren Mann verloren hat, wirkt etwas verloren und hilfsbedürftig. Man möchte sie trösten und ihr unter die Arme greifen. Und dann gibt es noch Konrad Meier, einen unfreundlichen Widerling, der eine Schlüsselrolle bei der Auflösung des Rätsels um Martins Vergangenheit zu spielen scheint.

    Fazit:

    Für alle, die eine interessante, spannende Geschichte für Zwischendurch suchen und nicht das große Drama erwarten, ist Gleis 4 empfehlenswert. Der Roman besticht durch seine Schlichtheit und die durchgängige Erzählweise des Autors. Der unspektakuläre Schluss lässt keine Fragen offen.

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