In vielen Kirchengemeinden wird heutzutage von dafür ausgebildeten Menschen etwas angeboten, was es früher nur in den Klöstern gab. Geistliche Begleitung will Frauen und Männer auf ihrem spirituellen Weg unterstützen.
Der Jesuit Franz Jalics zeigt in diesem Buch die biblischen Grundlagen dieser Begleitung auf und beschreibt Jesus als einen großen Meister der geistlichen Begleitung, der immer wieder Menschen zum Aufbruch rief, zu einer neue Etappe ihres Lebens ermutigte, und sie zu vertieften spirituellen Wegen einlud.
Franz Jalics unterscheidet vier Wege. Er nennt sie die Harmonie, die Berufung, die Stille und das Sein. Immer wieder kann man in den Evangelien erkennen, so Jalics, dass Jesus am Wendepunkt von einer Spiritualität zur anderen große Schwierigkeiten hatte, den Menschen die jeweils neue Perspektive verständlich zu machen, weil sie so neu, so überraschend waren.
Jalics stellt in entsprechend vier Kapiteln, Menschen die in der geistlichen Begleitung tätig sind und denen die sie suchen, die jeweiligen Bibeltexte vor, und erklärt, worin der Fortschritt zur vorherigen Stufe besteht und was noch einer Weiterentwicklung bedarf.
Aber er warnt auch: „Es muss klar sein dass Gott ganz einfach i s t. In Gott und auf dem Weg zu Gott gibt es keine Stufen, die es zu erklimmen gilt. Der Weg zu Gott ist der Weg der Hingabe.“


