Franz Kabelka Gesundes Gift

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Inhaltsangabe zu „Gesundes Gift“ von Franz Kabelka

Frieda ist alles andere als im Lot: Ihre Karriere als Journalistin dümpelt ebenso vor sich hin wie ihre Beziehung, und ihr Alkoholkonsum hat längst bedenkliche Ausmaße angenommen. Da stirbt ihr Kollege Bernd unter rätselhaften Umständen im südindischen Pondicherry – und ihre Recherche zu giftigen Schwermetallen in Ayurvedaprodukten bekommt plötzlich eine neue Dynamik. Doch auch andere sind in dieser Sache unterwegs: Ajith, der Mann fürs Grobe, ist beauftragt, einen Wissenschaftler aus Boston gehörig unter Druck zu setzen. Frieda reist nach Indien, unterzieht sich selbst einer Ayurvedakur und trifft gurugläubige Heilsuchende und skrupellose Geschäftemacher. In der staubigen Hitze überschlagen sich die Ereignisse. Wellnessboom, schmutzige Geschäfte und Sinnkrisen – Franz Kabelkas Ayurveda-Roman garantiert pures Lesevergnügen.

Wenig Krimi, viel Ayurveda.

— tination
tination

Der Schreibstil des Autors ist nicht immer leicht zu lesen und in die Charaktere konnte ich mich überhaupt nicht hineinfinden.

— winterdream
winterdream

Ein gut recherchierter Roman über die ayurvedische Heilkunst der im opulenten Indien spielt.

— Mauela
Mauela

Sehr gut recherchiertes Buch mit einigen Durststrecken.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Leserunde zu "Gesundes Gift" von Franz Kabelka

    Gesundes Gift
    Verlagsgruppe_Styria

    Verlagsgruppe_Styria

    Liebe lovelybooks-User! Wer hat Lust auf eine spannende Reise ins ferne Indien? Die von Franz Kabelka geschaffene Journalistin Frieda ist unsere zweite Anti-Heldin im Belletristik-Programm und steht unserer Kommissarin Emma Roth in nichts nach - sei es ihr ermittlerisches Gespür oder ihr Hang zum übermäßigen Alkoholkonsum. Sie begibt sich auf Spurensuche in die Welt des Ayurveda und entdeckt die dunklen Seiten der vermeintlichen Wunderkuren. Dabei begegnet der Leser giftigen Schwermetallen in Ayurveda-Produken, einem toten Journalisten und einem indischen Auftragsmörder. Spannend, exotisch und ziemlich weit weg von paradiesischen Zuständen und deshalb sehr lesenswert, finden wir! Zum Inhalt von GESUNDES GIFT Frieda ist alles andere als im Lot: Ihre Karriere als Journalistin dümpelt ebenso vor sich hin wie ihre Beziehung, und ihr Alkoholkonsum hat längst bedenkliche Ausmaße angenommen. Da stirbt ihr Kollege Bernd unter rätselhaften Umständen im südindischen Pondicherry – und ihre Recherche zu giftigen Schwermetallen in Ayurvedaprodukten bekommt plötzlich eine neue Dynamik. Doch auch andere sind in dieser Sache unterwegs: Ajith, der Mann fürs Grobe, ist beauftragt, einen Wissenschaftler aus Boston gehörig unter Druck zu setzen. Frieda reist nach Indien, unterzieht sich selbst einer Ayurvedakur und trifft gurugläubige Heilsuchende und skrupellose Geschäftemacher. In der staubigen Hitze überschlagen sich die Ereignisse. Wellnessboom, schmutzige Geschäfte und Sinnkrisen – Franz Kabelkas Ayurveda-Roman garantiert pures Lesevergnügen. Eine spannende Lektüre für einen heißen Sommer! Hier gehts zur Leseprobe Über den Autor: FRANZ KABELKA, geboren 1954 in Linz, aufgewachsen in Arbing und Steyr (OÖ), Studium der Germanistik und Anglistik in Salzburg und Dublin, lebt und arbeitet seit 1981 als AHS-Lehrer und freier Schriftsteller in Feldkirch/Vorarlberg. 1. Preis beim Prosapreis Brixen-Hall 2003, Autor mehrerer Kriminalromane. Wie kommt ihr zu einem der 10 Rezensionsexemplare? Bewerbt euch bis einschließlich 5.8. hier und schreibt uns, warum ihr euch für Gesundes Gift interessiert und was euch an der Leseprobe gefallen hat bzw. was ihr euch von dem Buch erwartet! Zu gewinnen gibt es Printexemplare oder ebooks (epub oder mobi-Format). Bitte gebt bei eurer Bewerbung an, was ihr lieber hättet. Nach Ende der Bewerbungsfrist werden die Gewinner hier veröffentlicht und erhalten außerdem eine private Gewinnverständigung! Im Gewinnfall erwarten wir von euch: - aktive und zeitnahe Teilnahme an der Leserunde - eine faire Rezension in mindestens zwei der gängigen Kanäle (amazon, lovelybooks, wasliestdu etc.) Viel Erfolg wünscht euch euer Styriabooks Team

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  • Wenig Krimi, viel Ayurveda.

    Gesundes Gift
    tination

    tination

    11. September 2015 um 21:29

    Das Buch: Ein Kollege von der Journalistin Frieda ist bei einem Unfall in Indien gestorben. Aber ob das wirklich nun ein Unfall war? Frieda recherchiert auf eigene Faust einfach weiter und kommt im ganzen Ayurveda-Wahnsinn, den der Kollege unter die Lupe genommen hatte, ziemlich auf die Spur. Zeitgleich in den USA versucht Nair den Professor Piper zu erpressen. Doch warum? Fazit: Abgesehen davon, dass die Schrift wirklich klein ist, liest sich das Buch recht gut. Frieda ist recht sympathisch, obwohl man doch das Gefühl hat, dass sie nicht wirklich in der Sache recherchiert. Irgendwie gibt es immer wieder „Zufälle“, die sie in den Ermittlungen voran bringt. Was leider enttäuschend ist. So kommt auch die Story kaum in Fahrt, da nur von Zufällen kann ein Roman nicht leben. Sie wirkt doch an einigen Stellen sehr naiv, macht das, was ihr gefällt. Ob das nun der Umgang mit ihrem Liebhaber (den sie ja doch nur hat, weil sie zu faul ist zur Trennung) oder die alleinige Recherche in Indien. Kaum ist sie einer Vergewaltigung entkommen, rennt sie gleich alleine in den Wald. Und irgendwie hat man das Gefühl, sie könnte sich selbst keinen Reim auf die Geschichte machen. Auch Nair und Piper handeln ihren Strang einfach so ab. Kleine Drohungen hier, kleine Erpressung da. Mehr nicht. Kein Drama, nichts. Schade, dass sich die Stränge von Piper und Frieda kaum berühren (außer gegen Ende, dann aber auch eher nachlässig). Da hätte auf jeden Fall mehr Potenzial dringesteckt. Aber so verläuft das ganze ja doch recht im Sande. Positiv hervorheben kann man aber durchaus die Recherche zu dem Buch. Wer einen Roman lesen möchte und dabei noch interessante Fakten zu Ayurveda, Indien und Esoterik erhalten möchte, ist bei diesem Buch genau richtig. Erklärungen für einzelne Begriffe liefert ein Glossar im Anhang des Buches. Von daher ist es ein netter Roman über Ayurveda-Produkten mit einem Touch Krimi.

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  • Schwermetalle

    Gesundes Gift
    tweedledee

    tweedledee

    10. September 2015 um 16:42

    Franz Kabelka einführt seine Leser mit seinem Roman "Gesundes Gift" nach Indien, in die Welt des Ayurveda. Nach dem Unfalltod ihres Kollegen Bernd recherchiert die Journalistin Frieda weiter an seinem Thema, er hatte sich mit den Ayurvedischen Heilmitteln befasst, in denen Schwermetalle nachgewiesen wurde. Dann stoppt ihr Chef das Thema, die einzige Chance die Frieda hat, ist mit ihrem Freund Leo auf Urlaubsreise nach Indien zu fahren und nebenbei Nachforschungen anzustellen. Die Beziehung der beiden steckt in einer Krise, trotzdem machen sie sich gemeinsam auf den Weg nach Indien und Frieda folgt Bernds Spuren. Für mich war das Buch in zweierlei Hinsicht sehr interessant, zum einen der Schauplatz Indien, den der Autor sehr realistisch darstellt. Sei es die Armut, die Umweltverschmutzung oder der Verkehr in den Städten, er schafft ein lebendiges Bild von Indien wie ich es bisher nur aus Reportagen kannte. Zum Thema Ayurveda hat der Autor sehr gut recherchiert und liefert Wissenswertes zu den Heilmitteln. Auch der Ablauf in einem Ayurveda Kurhaus ist detailliert beschrieben, die Gespräche, Massagen und anderen Anwendungen. Seine zentrale Figur Frieda ist keine einfach Protagonistin, sie hat ein massives Alkoholproblem und raucht wie ein Schlot. Dafür ist sie schlagfertig und mutig, wenn auch nicht wirklich sympathisch. Die Beziehung zu Leo sieht sie ganz nüchtern, spricht für meinen Geschmack aber sehr abwertend über ihn. In Indien hat sie einige weniger schöne Erlebnisse, ihre Recherchen gehen nur langsam voran und doch ist sie auf der richtigen Spur. Neben Friedas Strang gibt es parallel noch einen anderen, zum Ende hin laufen beide Stränge zusammen. Insgesamt hat mir das Buch gefallen, vor allem die bissige unterschwellige Ironie die sich durch's ganze Buch zieht, aber aus der Geschichte hätte man noch mehr rausholen können. Was mir am meisten zu kurz kam war die Dramatik oder Spannung. Das Ende kam mir zu plötzlich und bleibt offen, was ich sehr schade fand. Mit einem klärenden Nachwort oder einem von Frieda geschriebenen Abschlussartikel wäre meine Bewertung besser ausgefallen, so vergebe ich gute 3 Sterne.

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  • Ein Buch mit vielen offenen Fragen

    Gesundes Gift
    winterdream

    winterdream

    27. August 2015 um 07:34

    Inhalt: Frieda ist alles andere als im Lot: Ihre Karriere als Journalistin dümpelt ebenso vor sich hin wie ihre Beziehung, und ihr Alkoholkonsum hat längst bedenkliche Ausmaße angenommen. Da stirbt ihr Kollege Bernd unter rätselhaften Umständen im südindischen Pondicherry – und ihre Recherche zu giftigen Schwermetallen in Ayurvedaprodukten bekommt plötzlich eine neue Dynamik. Doch auch andere sind in dieser Sache unterwegs: Ajith, der Mann fürs Grobe, ist beauftragt, einen Wissenschaftler aus Boston gehörig unter Druck zu setzen. Frieda reist nach Indien, unterzieht sich selbst einer Ayurvedakur und trifft gurugläubige Heilsuchende und skrupellose Geschäftemacher. In der staubigen Hitze überschlagen sich die Ereignisse. Cover: Das Cover hat mir richtig gut gefallen und da hatte ich auch echt große Erwartungen an das Buch.   Mein Fazit: Als erstes möchte ich gerne positiv erwähnen, dass der Autor eine sehr gute Recherche gemacht hat und diese sicherlich auch einige Zeit in Anspruch genommen hat. So hat man, wenn man noch nie in Indien war, auch mal eine Vorstellung von dem ganzen Müll und Dreck erhalten und auch das traurige Thema Vergewaltigung, was in Indien leider auf der Tagesordnung steht, wurde in dem Buch aufgegriffen. Ich hatte mir nur leider von dem Buch etwas ganz anderes vorgestellt. Ich fand es in einigen Kapiteln wirklich gut geschrieben und da hat es mir auch Spaß gemacht zu lesen, aber leider waren das wirklich nur einzelne Kapitel. Den Rest des Buches musste ich mich eher durchquälen. Das lag auch nicht an dem Thema an sich. Der Schreibstil des Autors ist nicht immer leicht zu lesen und in die Charaktere konnte ich mich überhaupt nicht hineinfinden. Auch lässt das Buch am Ende einige Fragen offen, was ja eigentlich bei Büchern schon mal vorkommen kann, aber hier ging es doch um wichtige Fragen und das hat mich irgendwie ein wenig unbefriedigt zurückgelassen. Alles in allem kann ich hier leider nur 2 von 5 Punkten vergeben.

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  • GEsundes Gift

    Gesundes Gift
    Mauela

    Mauela

    25. August 2015 um 22:26

    Die Journalistin Frida und ihr Kollege Bernd sind auf Recherchesuche nach Hintergründen über Herstellung und Reinheit Ayurvedischer Produkte, die direkt aus Indien bezogen werden. Als Bernd in Südindien recherchiert passiert ein Autounfall und Bernd verliert sein Leben. Zuerst scheint es, als ob damit der Artikel ad acta gelegt wird, aber als Fridas Freund Leo eine Ayurvedakur in Indien plant, scheint der richtige Moment gekommen zu sein um die Recherchen wieder aufleben zu lassen. Daneben ein zweites Szenario, das in Indien spielt. Ajith, ein liebender Bruder und gleichzeitig ein kaltblütiger Auftragskiller, der verhindern soll, dass eine kritische Ayurbveda-Studie veröffentlicht wird. Franz Kabelka bietet mit seinem Roman „gesundes Gift“ einen tiefen Einblick in die ayurvedische Behandlungsweise und in die indische Lebensweise. Der Roman bietet aber nicht nur Informationen sondern verlangt dem Leser viel ab. Die Sprache selber ist etwas holperig und sprachlich nicht flüssig. Wörter wie "gemundet" Seite 29 und "genieren" Seite 35 passen im Sprachgebrauch meiner Meinung nach nicht zu Wörtern wie "berappen" Seite 29 oder "trudelten ein" oder gar "Scheiße auf Beton" Seite 32. Das eine ist Hochdeutsch, das andere Umgangssprache. Dazu kommt, dass der Roman mit Interviewauszügen, Mails, Zeitungsartikeln usw. gespickt ist. Das ist eigentlich eine tolle Idee, aber ich persönlich finde es zu verwirrend und zu sprunghaft. Dazu kommt, dass für mich viele Handlungen überhaupt nicht nachvollziehbar sind und die beiden erzählten Geschichten keinen befriedigenden gemeinsamen Berührungspunkt haben. Ein gut recherchierter Roman über ein sehr interessantes Thema mit offenem Ende, der mich als Leser leider etwas ratlos zurück gelassen hat. 

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  • Äußerst spannende, pointierte und interessante Reise nach Indien und in die Wellnesswelt

    Gesundes Gift
    Antek

    Antek

    19. August 2015 um 17:41

    Ich habe mich bereits im Vorfeld mit dem Thema Ayurveda und auch ein wenig mit Indien beschäftigt. Ich war deshalb sehr gespannt auf diesen Roman und ich bin begeistert. Es geht mit einem ergreifenden Prolog los. Eine Frau, die scheinbar unter Vergiftungen leidet, liegt einem armseligen Zimmerchen und eine Giftschlange schleicht auf sie zu. Dann lernt man erst einmal die Charaktere kennen. Die Journalistin Frieda, zweifelsohne eine ganz besondere Marke, und ihr Lebensabschnittspartner Leopold haben mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Beruflich unterstützt Frieda im Moment ihren Kollegen Bernd bei seinen Recherchen. Er hat Wind davon bekommen, dass in Ayurvedaprodukten, die in Indien hergestellt werden,  Schwermetalle enthalten sein sollen.  Bei seinen Ermittlungen in Südindien stirbt er allerdings bei einem mysteriösen Verkehrsunfall. Frieda lässt die Geschichte keine Ruhe und so kommt es ihr äußerst gelegen, dass sie Leo auf eine Ayurvedakur begleiten kann. Wird sie vor Ort weitere Nachforschungen anstellen können? Dann gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der sich um einem Inder namens Ajith rankt. Ein Mann fürs Grobe wird er genannt, für welchen unbekannten großen Bruder arbeitet er? Auf jeden Fall setzt er Dr. Piper, einen Wissenschaftler aus Boston, der in seiner Studie eben diese Schwermetalle nachgewiesen hat, gehörig unter Druck. Wann werden sich die Wege kreuzen und wird es gelingen schmutzige Geschäfte aufzudecken? Die Charaktere sind hervorragend gezeichnet. Frieda, die zweifelsohne ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen hat, ist schon fast ein Unikum. Sie will auf keinen Fall pumperlgesund sterben und deshalb kann sie die Finger weder von Kaffee, noch Zigaretten oder Rum lassen. Ich konnte so oft über ihre Überlegungen schmunzeln. Man erfährt durch die eine oder andere Grübelei auch einiges aus ihrer Vergangenheit, was mich sehr betroffen gemacht hat. Ihre Beziehung zu Leopold ist wohl etwas eingeschlafen und Frieda nimmt nur wenig Rücksicht, aber scheinbar ist sie für ihn die große Liebe, sodass er oft zurücksteckt. Ein gutmütiger Lapp, wie ihn Frieda selbst nennt, trifft es wohl sehr genau. Wirklich hervorragend wird die Entwicklung Ajiths gezeichnet. Seine Vergangenheit wird so ergreifend dargestellt, dass man mehr als gut nachvollziehen kann, wie er zum Mann fürs Grobe wurde. Auch die Nebendarsteller sind perfekt gezeichnet. Die Angst die z.B. ein Dr. Piper hat, ist richtig zu spüren, bei manchen Szenen habe ich sogar beim Lesen Gänsehaut bekommen. Das Lokalkolorit ist perfekt eingefangen, zuerst in Wien und Umgebung und dann später auch in Indien. Während man in Wien noch über den Naschmarkt schlendert oder Schrammelklangfestivals besucht, fährt man in Indien Tuktuk, bekommt die Armut demonstriert oder wird auch mit den Umweltproblemen konfrontiert. Alles in wohl dosiertem Maße, es fließt vielmehr geschickt mit in die ganze Geschichte ein, wirklich gelungen. Der Schreibstil des Autors hat mich richtiggehend gefesselt. Ich konnte unheimlich viel über die unzähligen pointierten Sprüche schmunzeln. So begegnet man in Indien schon einmal einer heiligen Kuh, die in aller Seelenruhe ihr Methan ins Weltall furzt, oder darf darüber nachdenken, ob denn jetzt der Hinweis auf einen wildschweinfressenden Fettwanst eine Zuneigungsbekundung ausreichend relativiert. Franz Kabelka hat aber auch Emotionen wie Betroffenheit, Mitleid und teilweise auch Entsetzen bei mir ausgelöst. Die Plastikmüllproblematik, der Wert eines Menschenlebens oder der Stellenwert einer Frau in den armen Gegenden Indiens z.B. hat mich enorm betroffen gemacht. Mitleid hatte ich vor allem auch mit Frieda, sie hatte es wirklich nicht leicht in ihrem bisherigen Leben. Entsetzt hat mich vor allem die fehlende Rechtssicherheit in Indien. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass ganz viele Dinge angesprochen werden, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Kinder werden schon mit Globuli hier und da groß, muss man positive Auswirkungen immer wissenschaftlich nachweisen können, oder ist das zu einfach? Wie viel hat Ayurveda für Touristen eigentlich noch mit der ursprünglichen Form zu tun? Darf man Fleisch essen, wenn man keine Tiere töten kann und sehr vieles mehr, wird hier zur Sprache gebracht. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Ajiths Lebenslauf bietet sehr viel zum Bibbern und Bangen, man muss sich Sorgen um Dr. Piper und auch um Frieda machen und man bekommt wirklich ausgeklügeltes Vorgehen eines Mannes fürs Grobe geboten. „Wellnessboom, schmutzige Geschäfte und Sinnkrisen Franz Kabelkas Ayurveda-Roman garantiert pures Lesevergnügen“ mit diesen Worten wird Gesundes Gift beworben und dieses Werbeversprechen wird mit Sicherheit gehalten. Man bekommt in einer gelungenen Mischung Spannung, Humor, Wissen, Stoff zum Grübeln und tolle Einblicke in Land und Leute geboten. Begeisterte 5 Sterne gibt es dafür von mir.

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