Franz Kabelka Jemand anders

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Inhaltsangabe zu „Jemand anders“ von Franz Kabelka

ZWEI TOTE, EINE MORDSTÄTTE UND DIE FEHLENDE ERINNERUNG Was haben die beiden Toten Otto Bell und Johannes Reichert gemeinsam, außer dass sie innerhalb eines Monats während des Trainings in einem Fitnesscenter tragisch verunglückten? Und was haben die Sprachmemos auf dem verloren geglaubten Handy zu bedeuten? Edgar, ehemaliger Franziskanerpater und nunmehriger Betreiber des Fitnessstudios, bereiten die Todesfälle Kopfzerbrechen - buchstäblich, denn in einer stürmischen Nacht stürzt Edgar und erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma. Nun kann er sich ausgerechnet an die Zeit, in der die zwei Unfälle passierten, nicht mehr erinnern. Erst allmählich beginnt er zu ahnen, dass die Antworten auf seine Fragen an seiner früheren Wirkungsstätte, dem Konvikt Rosenkranz, zu suchen sind. LESERSTIMME: "Komplexe Zusammenhänge und die fehlende Erinnerung bauen einen Spannungsbogen auf, der aufmerksame Leser fordert. Ein Psycho-Krimi der sich zu lesen lohnt, interessant, außergewöhnlich, sozialkritisch."

Fazit: Ein Krimi, der durch seine etwas andere Erzählweise, einer komplexen und sozialkritischen Story und den klar herausgearbeiteten Charakteren überzeugt.

— Bellexr
Bellexr

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  • Rezension zu "Jemand anders" von Franz Kabelka

    Jemand anders
    sab-mz

    sab-mz

    05. February 2012 um 13:46

    Ein Krimi ohne Kommissar oder Detektiv,ist das ein Krimi?? In diesem Buch gibt es beides nicht. Dafür Pater Fidelis,der jetzt Edgar heißt und ein Fitnessstudio betreibt.Was für ein Weg vom Kloster in die Niederrungen eines Fitnessstudio. Und dann noch 2 Unfälle in seinem Studio,natürliche Unfälle oder Mord?? Das ist hier die Frage. Aber Edgar hat eine Amnesie aufgrund eines Schild-Hirn-Traumas ausgerechnet für die Zeit der Unfälle. Viele Zufälle oder doch nicht? Die Nachforschungen führen Edgar wieder in das Kloster in dem als Pater Fidelis war.Er wird konfrontiert mit seinem früheren Leben und findet die Lösung des Rätsels. Spannend aber teils durch das Hin und Her zwischen den beiden Welten des Edgar auch etwas verwirrend,. und nach der Rezension auf amazon gab es noch beleidigende Kommentare des Autors dort

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  • Rezension zu "Jemand anders" von Franz Kabelka

    Jemand anders
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. January 2012 um 11:37

    Kurzbeschreibung: Edgar, ehemaliger Franziskanerpater und nunmehriger Fitnesscenterbetreiber, hat innerhalb kurzer Zeit gleich zwei tödliche Unfälle in seinem Studio zu beklagen. Die noch dazu in jenen drei Wochen passierten, an die er sich nach einem Schädel-Hirn-Trauma nicht mehr erinnern kann. Erst allmählich beginnt er zu ahnen, dass des Rätsels Lösung an seiner früheren Wirkungsstätte, dem Konvikt Rosenkranz, zu suchen ist. Zum Autor: Franz Kabelka, geboren 1954 in Linz, lebt und arbeitet in Feldkirch. Er studierte Germanistik und Anglistik in Salzburg und veröffentlicht seit 1975 Lyrik, Kurzprosa, Essays sowie Theaterstücke in Literaturzeitschriften, Zeitungen und Anthologien. Bei Haymon erschien die Tone-Hagen-Trilogie: Heimkehr. Kriminalroman (2004), Letzte Herberge. Kriminalroman (2006), Dünne Haut. Kriminalroman (2008). Rezension: Edgar betreibt seit seiner Abkehr als Franziskanerpater ein Fitnessstudio, in dem binnen weniger Wochen zwei seiner Klienten zu Tode kommen. Doch ausgerechnet in dieser Zeit erleidet Edgar ein Schädel-Hirn-Trauma, das er sich aufgrund eines Unfalls bei einem Waldspaziergang zuzieht, und somit kann er sich an die Hergänge im Studio nicht mehr erinnern. Nur eines ist ihm klar: Die Unfälle müssen irgendetwas mit seiner Vergangenheit zu tun haben. Edgar war seinerzeit Franziskanerpater im Konvikt Rosenkranz und nannte sich Pater Fidelis. Zwar hat er mit dieser Zeit für immer abgeschlossen, doch reist er aufgrund der Vorfälle im Fitnessstudio dorthin. Und langsam aber sicher fügen sich einzelne Puzzleteile, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben scheinen, zu einem Großen und Ganzen zusammen, mit dem Edgar wohl nie gerechnet hätte... Franz Kabelka kann durchaus mit seinem Aufbau der Geschichte um Edgar punkten. Jedes einzelne Kapitel spielt in einer anderen Zeit, was allerdings jeweils am Anfang gekennzeichnet wird, sodass man nicht zu sehr den Überblick verliert. Edgar ist der Hauptcharakter, um den sich alles dreht. Franz Kabelka widmet sich der Gegenwart, in der Edgar versucht, seine Erinnerungen wiederzuerlangen, schwenkt um in Edgars Vergangenheit als Pater Fidelis, wobei man als Leser sehr viel über seine Zeit im Konvikt erfährt. Durchzogen werden diese Kapitel von protokollierten Tonbandaufnahmen, auf die man sich zu anfangs keinen wirklichen Reim machen kann, die sich aber im Nachhinein als recht wichtig in der Geschichte herausstellen. Auch lernt der Leser die beiden verunfallten Klienten des Fitnessstudios, Otto Bell und Johannes Reichert, zu Lebzeiten näher kennen. Viele Perspektivwechsel machen diese Geschichte richtig interessant und noch das kleinste, vermeintlich unwichtige Detail fügt sich in die Lösung mit ein. Sehr gelungen fand ich auch, dass es keinen direkten Mord zu geben scheint. Beide Unfälle lassen auf körperliches "Versagen" schließen und somit ermittelt auch keine Polizei in diesen beiden Fällen. Edgar allein steht es zu, dieses Rätsel zu lösen und das schafft er auf seine ganz eigene ruhige Art und Weise. "Jemand anders" ist kein typischer Kriminalroman, sondern ein Vertreter der leiseren Sorte, der durch seinen ansprechenden und auch komplexen Aufbau der Geschichte zu überzeugen vermag. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover, im Hintergrund ganz in schwarz gehalten, zeigt einen dicken weißen Strick, der wohl auf den Krimiaspekt des Buches anspielen soll. Fazit: "Jemand anders" ist ein Krimi der leisen Töne, der aber durch seinen geschickten Aufbau, gespickt mit Perspektiv- und Zeitenwechseln, zu überzeugen vermag.

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  • Rezension zu "Jemand anders" von Franz Kabelka

    Jemand anders
    sabatayn76

    sabatayn76

    21. October 2011 um 16:53

    'Der atypische Fall und das Phänomen Zeit' Inhalt: Im Fitnessstudio 'New Life' gibt es innerhalb von zwei Wochen gleich zwei mysteriöse Todesfälle: ein Mann wird von einer Hantel erschlagen, ein anderer stirbt auf dem Ergometer. Der Besitzer (und Ex-Franziskanerpater) Edgar ist selbst beim Wandern gestützt, erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma und beklagt eine retrograde Amnesie, die ausgerechnet in dieselbe Zeitspanne fällt, so dass er sich an nichts erinnern kann, das irgendwie mit den beiden tödlichen Unglücken zusammenhängen mag. Edgar ahnt schließlich jedoch, dass seine frühere Wirkungsstätte, das Konvikt Rosenkranz, Antworten bieten kann, um die Hintergründe der Unfälle zu verstehen. Meine Meinung: 'Jemand anders' ist ein besonderer Krimi, der ohne einen offiziellen Ermittler und ohne explizite Schilderung von Grausamkeiten und blutigen Details auskommt. Die Lektüre ist verhältnismäßig anspruchsvoll, denn der Autor verwendet nicht nur mundartliche Begriffe, sondern wechselt auch häufig die Zeit, in der die Geschichte erzählt wird. Bisweilen empfand ich die Sprache etwas zu bemüht gewählt, und der Kriminalroman weist - obwohl er sich sonst sehr flüssig lesen lässt und abwechslungsreich ist - einige Längen auf. Mein Resümee: Ein Krimi fernab des Mainstreams, der unterhält und überzeugend konstruiert ist.

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  • Rezension zu "Jemand anders" von Franz Kabelka

    Jemand anders
    sternthaler75

    sternthaler75

    19. October 2011 um 11:03

    Edgar, ein ehemaliger Pater aus dem Franziskanerorden, wird nach einem schweren Sturz bei einer Wanderung im Krankenhaus wegen eines Schädel-Hirn-Traumas behandelt. Leider kann er sich an nichts in den letzten drei Wochen erinnern, an garnichts. Zu dumm, denn ausgerechnet in der Zeit sind zwei seiner Kunden auf tragische Weise verstorben. Und dann auch noch in seinem Fitnesscenter. Edgar hat keine Ahnung, was geschehen ist, und nur mühsam erschließen sich ihm die vergangenen Ereignisse. Tief muß er graben in seiner Vergangenheit, in seiner Zeit als Pater Fidelis, und nur langsam eröffnen sich ihm die Zusammenhänge zu Heute. Meine Meinung Es war nicht einfach, ich habe mich förmlich durchbeißen müssen durch diesen Krimi. Warum es nicht einfach war? Nun ja, zum einen springt Herr Kabelka in der Zeit von 1974 bis Mai 2010 immer wieder hin und her, sodass ich mich beim Lesen schon sehr konzentrieren mußte. Zum anderen hält er sich einigen Abschnitten mit Namen sehr zurück, sodass ich manchmal erst nach einigen Zeilen ahnen konnte, wer hier gerade am Zuge ist. Das machte das Ganze zeitweise recht mühsam. Außerdem gibt es einige Kapitel, die aus Sprachnotizen von Edgars Handy stammen, allerdings war auch das mir nicht gleich zu Beginn bewusst. Am Schreibstil Kabelkas ist nichts auszusetzen, keine Frage. Nur seine Art, dieses Werk zu einem Krimi werden zu lassen, ist in meinen Augen recht beschwerlich. Wenn hier jemand einen Polizisten oder Kommissar sucht, ist er hier leider verkehrt. Das Ganze basiert nur auf denn von Edgar selbst betriebenen Bemühungen, dahinter zu kommen, was letztendlich geschehen ist, und vor allem warum. Die Toten von heute mit den Ereignissen aus der Zeit seines Paterdaseins in Zusammenhang zu bringen, ist in meinen Augen sehr weit hergeholt. Unterm Strich Insgesamt nicht unspannend, aber sehr mühsam, für mich etwas zu mühsam.

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  • Rezension zu "Jemand anders" von Franz Kabelka

    Jemand anders
    Bellexr

    Bellexr

    13. October 2011 um 10:51

    Ein etwas anderer Krimi . Innerhalb von 2 Wochen verunglücken im Fitnessstudio „New Life“ in einem kleinen Ort in Österreich Otto Bell und Johannes Reichert. Edgar, Besitzer des Fitnessstudios und Ex-Pater hat kurz vor diesen Unfällen selbst einen Unfall, bei dem er ein Hirn-Schädel-Trauma erleidet. Dies hat zur Folge, dass Edgar sich an die letzten 3 Wochen seines Lebens nicht mehr erinnern kann. Trotz der Gedächtnislücken bereiten ihm die Todesfälle von Reichert und Bell Kopfzerbrechen und irgendwie wird er das Gefühl nicht los, dass diese etwas mit seiner Vergangenheit zu tun haben. Früher war Edgar Franziskanerpater im Konvikt Rosenkranz und so reist er dorthin zurück. . Edgar ist ein 62-jähriger Ex-Pater, der mit seiner sieben Jahre jüngeren Lebensgefährtin Regina das Fitnessstudio betreibt. Das Management des Studios überlässt er zum größten Teil Regina und beugt sich zumeist ihren Vorschlägen, um das Studio mit den neuesten Gerätschaften auszustatten. Er selbst bezeichnet sich als Spätzünder in den meisten Lebenslagen, leidet zwar unter dem Gedächtnisverlust, ist aber Realist genug, um sich keine großen Hoffnungen darauf zu machen, dass die Erinnerungslücken sich wieder schließen. Ansonsten ist Edgar eher ein ruhiger, in seinem Handeln bedächtiger Vertreter, der für Veränderungen etwas länger benötigt und nach einem Vorfall aus der Vergangenheit mit der Kirche abgeschlossen hat. . Franz Kabelka wechselt kapitelweise zwischen Vergangenheit und Gegenwart und so erschließen sich einem nach und nach die Zusammenhänge des Krimis. Hierbei wechselt er in den Erzählsträngen zwischen Edgar, die in der Ich-Form erzählt werden, rätselhaften Tonbandaufnahmen und Szenen, bei denen man ein wenig Einblick in das Leben des pensionierten Lehrers Otto Bell erhält. . Auffällig ist, dass der Autor ständig winzige Hinweise mit einfließen lässt. Durch konzentriertes Lesen fallen diese zumeist auf und so langsam setzen sich für einen dann auch die scheinbar unzusammenhängenden Puzzleteilchen zu einer schlüssigen Geschichte zusammen. Und dennoch bleibt die komplex aufgebaute, sozialkritische Story bis kurz vor Schluss nicht vorhersehbar und überrascht in der Auflösung. . Der Schreibstil ist seinem Protagonisten angepasst und hierdurch eher nachdenklich und tiefgründig. Spannung erzeugt der Autor durch den ungewöhnlichen Aufbau seines Krimis, denn anfangs geben einige Kapitel einem doch ziemlich Rätsel auf, wodurch die Neugier geweckt wird auf den Ausgang der Geschichte. Überraschend ist auch, dass in dem gesamten Krimi weder Kommissare noch Privatdetektive auftauchen und somit auch keine Ermittlungsarbeit oder gar Verbrecherjagd stattfindet. Dies ist einmal etwas anderes und wenn man bereit ist, sich hierauf einzulassen, wird man mit einem intelligent aufgebauten und ruhig angelegten Krimi belohnt. . Fazit: Ein Krimi, der durch seine etwas andere Erzählweise, einer komplexen und sozialkritischen Story und den klar herausgearbeiteten Charakteren überzeugt.

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  • Rezension zu "Jemand anders" von Franz Kabelka

    Jemand anders
    dark_angel

    dark_angel

    12. October 2011 um 09:25

    Edgar, der ehemalige Franziskanerpater, betreibt nun ein Fitnesscenter, in dem sich innerhalb kurzer Zeit zwei tödliche Unfälle ereignen. Leider kann sich Edgar nicht an die Vorfälle erinnern, nachdem er beim Waldspaziergang selbst einen kleinen Unfall erlitten hat. Dabei hat er sich ein Schädel-Hirn-Trauma hinzugezogen und hat keinerlei Erinnerungen an jene drei Wochen. Nur langsam kehrt die Erinnerung zurück, die ihn zu seiner früheren Wirkungsstätte führt... Nach den Krimis um den Ermittler Tone Hagen legt Franz Kabelka nun einen Kriminalroman der etwas anderen Art vor. Denn es wird im eigentlichen Sinne nicht polizeilich ermittelt und den Ermittler sucht der Leser vergeblich. Trotzdem liest sich das Buch genau so spannend wie ein durchgängiger Krimi. Dies schafft der Autor dadurch, dass er die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzählt und durchleuchtet. Dadurch kann der Leser das Geschehen der Charaktere hautnah miterleben. Er ist eingeladen, selbst zu ermitteln und sich seine eigenen Gedanken zu machen. Dabei wird im weiteren Verlauf deutlich, dass die Krimi-Handlung in den Hintergrund tritt und zu einer tragischen Geschichte wird. Ja, fast ein Drama sogar. Vom Leser wird einiges an Konzentration abverlangt, da die Handlung zwischen Vergangenheit und Gegenwart spielt. Als Erinnerungsstütze hilft das beiliegende Lesezeichen, auf dem die Kapitelüberschriften mit Datumsangabe zu entnehmen sind. Auch die Sprache des Autors dürfte nicht jedermanns Geschmack sein. Es wird nicht alles erzählt, sondern es ist vielmehr von Bedeutung, was nicht im Buch steht. So darf auch keine Zeile überlesen werden, da der Autor mit seinen Worten kurz und prägnant umgeht. Wer sich auf das Buch einlässt, wird mit einer packenden, tiefgründigen Unterhaltung belohnt bei der man sich auch im Nachhinein seine Gedanken macht.

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  • Rezension zu "Jemand anders" von Franz Kabelka

    Jemand anders
    Sky

    Sky

    25. September 2011 um 11:49

    Meine Meinung In dem Fitnessstudio „New Life“ gibt es binnen kurzer Zeit zwei Tote. Der Eine kippt vom Fahrrad und ist tot, der Andere ist von einer 100 Kilo Hantel erschlagen worden. Und das auch noch in dem Zeitraum an dem sich Edgar, Chef des Fitnesscenters „New Life“ und ehemaliger Franziskanerpater, nicht erinnern kann. Aufgrund eines Unfalls, bei dem sein Kopf auf einen Felsen gelandet ist, hat er eine retrograde Amnesie und kann sich an nichts mehr erinnern, was nach dem 28. Januar (Jänner) passiert ist. Er begibt sich auf die Suche seines Gedächtnisses und erfährt so einige Dinge, von denen er nie gedacht hat, dass er sie getan hat und Wahrheiten, die er eventuell lieber nicht wiedergewonnen hätte. Neben Edgar wird die Geschichte eines 15-jährigens Mädchens erzählt, die von ihrem Lehrer, weil sie ihn beim Betrachten von kinderpornographischen Inhalten beobachtet hat, aus der Schule heraus drängt. Warum dieses Buch als Kriminalroman betitelt wird, leuchtet mir nicht ein. Hier wird nicht ermittelt und die zwei Toten, die eventuell einen Mord zum Opfer gefallen sind, treten ziemlich im Hintergrund. Es ist nur eine Nebenhandlung für die eigentliche Geschichte. Stattdessen haben wir eher ein Drama rund um die Thematik: Hilflosigkeit und Ohnmacht durch die Manipulation und Macht Anderer. Als solch ein Drama konnte mich die Geschichte wiederum überzeugen. Die Erzählstruktur ist sehr gut gewählt. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird hin und her gesprungen und damit der Wahrheit von Edgar immer näher geführt. Man erfährt mehr über sein Leben als Franziskanerpater und seine dadurch entstandenen Probleme und lässt sich in diese religiöse Welt hineinziehen. Und dort ist nicht jeder so heilig, wie man zu Beginn glauben mag. Die verschiedenen Perspektiven, die Franz Kabelka gewählt hat, machen die Sache zudem spannend und authentisch. Wobei mir das 15-jährige Mädchen viel zu erwachsen wirkte. Sie war nicht realitätsnah gezeichnet und ihre Gedankengänge entsprachen nicht einer pubertierenden 15-Jährigen. Der Wortschatz ist viel zu groß für ein solches Alter gewählt. Sprachlich hingegen ist Herr Kabelka ein wahres Chamäleon der Sprache. Auf hohen Niveau erzählt er gekonnt die Geschichte rund um die Hilflosigkeit des Mädchens und den ehemaligen Franziskanerpater, der so manche Last mit sich herumtragen muss. Das Ende fand ich auf einer Seite gut und wiederum enttäuschend. Ich hätte es mir anders gewünscht, manches war nicht auf Anhieb ganz verständlich, aber es löst sich am Ende alles auf und auch die zwei Morde und ihre Mörder werden bekannt gegeben und man ist überrascht und wird mit einen bitteren Nachgeschmack zurückgelassen. Trotzdem blieb manches zu kurz, andere Sachen waren zu oberflächlich angeschnitten und hätten vertieft werden müssen, vor allem da dieser Roman mit viel Tiefgang und Intelligenz aufgebaut worden ist. Fazit An sich ist „Jemand anders“ ein gutes Buch, aber es ist auf keinen Fall ein Krimi, sondern eher ein Drama, wenn nicht sogar eine Tragödie. Sprachlich gut erzählt mit einer interessanten Geschichte, die zwar Mankos hat, aber trotzdem nicht schlecht ist.

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