Amerika

von Franz Kafka 
3,8 Sterne bei127 Bewertungen
Amerika
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (86):
Schmiesens avatar

Kafka regt während und nach dem Lesen zum Nachdenken an und verlangt immer zusätzliche Recherche. Meine liebsten Klassiker.

Kritisch (9):
milasuns avatar

Kafka halt. Total zäh und meiner Meinung nach überflüssig.

Alle 127 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Amerika"

Dieses Werk ist Teil der Buchreihe TREDITION CLASSICS. tredition veröffentlicht mit den TREDITION CLASSICS Werke aus zwei Jahrtausenden, die zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich sind, wieder als gedruckte Bücher. Mit den TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, 100.000 Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher in den Buchhandel zu bringen - und das weltweit! Die Inhalte für die Buchreihe erhält tredition von größtenteils gemeinnützigen Literaturprojekten, deren Arbeit finanziell aus Buchverkäufen unterstützt wird.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783842408104
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:Tredition Gmbh
Erscheinungsdatum:26.10.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2005 bei Audio Pool erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    PaulTemples avatar
    PaulTemplevor 6 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Der 16 jährige Karl Roßmann kommt Anfang des 20. Jahrhunderts per Schiff in New York an und symbolisiert einen von Tausenden deutschen Auswanderen, alle auf der Suche nach der Erfüllung ihrer Träume. Per Zufall trifft er seinen wohlhabenen Onkel, der ihm sogleich Arbeit verschafft und sein Neubeginn in Amerika scheint unter guten Zeichen zu stehen...

    Das erste Romanfragment Kafkas ist noch nicht durchgehend von der Düsternis und dem bürokratischem Wahnsinn der anderen Werke durchzogen, jedoch schimmern diese kafkaesken Themen des öfteren durch. Für Kafka-Fans definitiv empfehlenswert, für Einsteiger empfehle ich eher den "Prozess"

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    S
    sun@workvor 8 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Ich dachte immer, ich mag Kafka. Hebe hiermit diese Meinung auf. Schade eigentlich

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    Wolkenatlass avatar
    Wolkenatlasvor 9 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Über die Melancholie des Verschwindens…

    Franz Kafkas Romanfragment „Der Verschollene“, bzw. in der von Max Brod herausgegebenen Ausgabe „Amerika“ ist wohl sein heiterster literarischer Exkurs.

    Der sechzehnjährige Karl Roßmann wird von seinen Eltern nach Amerika abgeschoben, weil er vom Dienstmädchen der Familie verführt wurde und sie geschwängert hat. Eine recht eigenwillige Strategie zur Lösung des Problems, die jedoch symptomatisch für den Rest dieses Romans ist. Mit diesem Ereignis beginnt ein Abenteuer, dass den sehr menschlichen, aber in gewissen Punkten schwachen Karl Roßmann einen besonderen Abstieg hinlegen lässt, der nur im konsequenten Verschwinden, in einem Sichauflösen enden kann.

    Skurrile, wenn man will, „kafkaeske“ Situationen führen den Leser durch die Kajüte eines (gänzlich unbekannten) Heizers, in dessen Bett sich der junge Roßmann aus Platzmangel gerne legt und sich dabei geborgen fühlt; in weiterer Folge davon der Versuch, des Heizers Kündigung aufzuheben und die Bekanntschaft mit dem Onkel Roßmanns, der ihn aufnimmt und in die feine Gesellschaft einführt, ihn aber bei erster Gelegenheit abstößt.

    Was Karl Roßmann in der Nacht auf dem Land widerfährt, ist eine zynische, sadistische Falle seines Onkels, die allerdings, auch mit den manischen Szenen um das Fräulein Klara und ihre fernöstliche Kampfkunst literarisch faszinierend gelöst ist.

    Ausgestoßen, findet Karl mit dem Iren Robinson und dem Franzosen Delamarche Kameraden, die sich nahtlos in die Reihe derer einordnen, die den gütigen und von Grund auf ehrlichen Karl Roßmann ausnutzen, betrügen und weiter in den Abgrund mitreißen. Eine Beschäftigung als Liftjunge lässt ihn kurz hoffe, bevor auch diese Gelegenheit durch die Rückkehr Robinsons zunichte gemacht wird. Roßmanns Kündigung und Verhör durch den Oberkellner ist eine großartige Ausreizung des Ohnmachtgefühls, das man hat, wenn man zu Unrecht eines Vergehens beschuldigt, bzw. dafür auch noch verurteilt wird. Eine Ohnmacht, die auch hier durch resigniertes Handeln beendet wird. Als letzter Schritt in den Abstieg soll Karl der psychisch labilen Sängerin Brunelda und Delamarche als Diener zur Seite stehen.

    In diesem Teil des Romans zeigt das Handeln Karl Roßmann erstmals erste Zeichen von Auflehnung gegen das Unrecht, das ihm angetan wird.

    Ein Sprung in Geschehen und Zeit führt den Leser zu Karl Roßmanns Ausbruch und seinem erfolgreichen Bestreben, Mitglied im absolut absurden Naturtheater Oklahoma zu werden, das als größtes Theater Amerikas, bzw. der Welt gelten soll.

    Mit der Figur Karl Roßmanns hat Franz Kafka ein Psychogramm eines grundgütigen jungen Mannes gezeichnet, der von Unrecht und Gemeinheit verfolgt, das Menschsein und seine Grundehrlichkeit nie aufgibt, bis zur endgültigen Flucht aus seiner Identität, die durch die Ablegung seiner Identität besiegelt wird.

    Max Brods Version von Franz Kafkas Text ist vor allem der Versuch, die Eigenheiten von Franz Kafkas Rechtschreibung und vor allem auch, seiner Interpunktion, auszubessern, die Sprache Kafkas dem Leser näherzubringen.
    Die beiden im Anhang angehängten Fragmente von Kapiteln, die Max Brod aus dem Roman herausgenommen hat, sind meiner Meinung nach für das Geschehen unwichtig und ablenkend. Beide Fragmente können als Versuche gedeutet werden, das Geschehen um Brunelda in andere Bahnen zu lenken. Möglicherweise blieben sie deshalb fragmentarisch, weil Frank Kafka sich dessen bewusst war, dass er, um das endgültige Verschwinden Karl Roßmanns zu inszenieren, nicht mehr in diese Richtung gehen kann.

    Möglicherweise fehlt diesem Romanfragment die Überleitung zum letzten Kapitel um das Naturtheater Oklahoma; andererseits macht aber dieser doch recht ruppige Sprung, dieses Unvollständige hier den großen Reiz aus.
    Nicht alles muss gesagt werden.
    Meiner Meinung nach ist „Amerika“, auch wenn nie wirklich vollendet, doch ein vollendeter und in sich geschlossener Roman, der durch das offene Ende sehr lange zum Nachdenken anregt.

    „Amerika“ ist von einer durchgehenden melancholisch-heiteren Stimmung durchleuchtet und hat u.a. mit seinem zwanghaft neurotischen Antihelden Karl Roßmann einen Protagonisten, der den Leser mitleiden, aber auch immer wieder mitschmunzeln lässt.
    Sprachlich brillant, mit unvergesslichen Szenen und Sätzen, die immer in Erinnerung bleiben werden.

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    olgicas avatar
    olgicavor 9 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Der 16jährige Karl Rossmann wird von seinem Dienstmädchen verführt und schwängert dieses dabei. Um einen Skandal zu vermeiden, wird er daraufhin von Prag nach New York zu seinem Onkel geschickt. Genauso naiv wie er sich in dieser Angelegenheit verhielt, benimmt er sich auch in der Neuen Welt. Kurz nach der Ankunft bei seinem Onkel, lässt Karl sich von einem Bekannten zu einem Aufenthalt auf dessen Landsitz überreden, woraufhin ihn sein Onkel nicht mehr bei sich haben will. Karl beschließt darauf sein Glück im Westen zu suchen. Doch unterwegs trifft Karl auf zwei zwielichtige Männer die ihn überreden sich ihnen anzuschließen. Dass die Männer ihn nur ausnutzen merkt der Jugendliche nicht und seine Lage verschlimmert sich immer mehr.

    Das Buch war mein erstes von Franz Kafka und ich war überrascht wie leicht es zu lesen war. Hatte ich doch mit einer weitaus negativeren und "kafkaesken" Prosa gerechnet. Der Schreibstil war flüssig und die Geschichte verlief leicht und unterhaltsam. Kafka bedient sich einer schönen, schnörkellosen Sprache, welche gut mit der Aussage des Romans harmoniert. An seinem Stil lässt sich auch ermessen, dass das Buch bereits vor einigen Jahrzehnten verfasst wurde. Die Thematik ist nichtsdestotrotz aktuell, wenn es auch die Rahmenbedingungen und Lebensweise nicht mehr ist. Der Protagonist hat mich mit seiner grenzenlosen Naivität an vielen Stellen genervt, da er aus seiner Gutgläubigkeit nie etwas gelernt hat, obwohl er dadurch oft Nachteile erlitt. Obwohl die Lektüre Spaß machte, hat sie oft auch Unbehagen bereitet, ob des unbeholfenen Protagonisten und der schlechten Menschen, welche dessen schwachen Charakter ausnutzen. Dieses Verhalten spiegelt gut die Natur des Menschen wider und bezeugt auch, dass zur Ausbeutung immer zwei Seiten gehören - Täter und Opfer.

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    Jetztkochtsies avatar
    Jetztkochtsievor 10 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Der Roman an sich hat mich schlichtweg kalt gelassen. Karlchen geht nach Amerika fällt auf die Nase, fällt wieder auf die Nase und fällt erneut auf die Nase....
    Schrecklich nerviger Mensch scheint er zu sein und sein Umfeld ist einfach nur sehr überzeichnet dargestellt. Kafka halt.
    Aber ich kann mit dieser Art und Weise einfach nichts anfangen. Vermutlich ist mein Weltbild dann doch zu positiv geprägt, um für all das Verständnis aufzubringen.
    Kafka wollte aufzeigen, daß in der schönen neuen Welt von Amerika nicht alles goldig ist, was glänzt, aber bei mir kam die Nachricht nicht an. Hab mich gelangweilt, die Sprache war mir zu verquer und die Personen wenig glaubwürdig.
    Höhere Literatur mag das sein, gute Unterhaltung nicht und die Aussage dahinter, erschließt sich mir auch nur bruchstückhaft.

    Ich mag Kafka nicht, wenn dieser Band auch wesentlich leichter zu lesen war als der Prozess, noch einen Kafka les ich nur unter Waffengewalt und Androhung von Schlägen....

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    Beaglevor 10 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Kaffkas Buch ist wunderbar, wie er sich das Leben in Amerika vorstellt und dabei doch eher das Europäische beschreibt. Dennoch gibt er die Problematik des Auswanderns wieder, das Problem mit falschen Freunden, das Übgerleben und die endlose Suche nach Arbeit.

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    Roneks avatar
    Ronekvor 10 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Eine Sprachfülle, deren abnorme Qualität Blüten trägt auf Seiten, die man beim langsamsten, genussvollsten Lesen noch viel zu schnell umblättert. Kafka schildert ein Land, das, gerade erst im Entstehen begriffen, durcheinander geht und helle Aufregung bis Resignation zu verursachen vermag bei seinen Bürgern, in all seiner Wunderlichkeit, Härte und herrlicher Tollheit.

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    Kathafees avatar
    Kathafeevor 10 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Ich bin generell kein Fan von Fragmenten, die lassen einen immer mehr oder weniger verwirrt zurück.
    "Amerika" konnte mich aber auch so nicht wirklich begeistern. Die Story hat mich nicht gepackt, der Protagonist Karl hat mich mit seiner Art ständig aufgeregt, vieles blieb ohne Erklärung.

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    Beagles avatar
    Beaglevor 10 Jahren
    Rezension zu "Amerika" von Franz Kafka

    Einer der Klassiker schlechthin - man mag Kafka, oder nicht. Die Geschichte überzeugt

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    Schmiesens avatar
    Schmiesenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kafka regt während und nach dem Lesen zum Nachdenken an und verlangt immer zusätzliche Recherche. Meine liebsten Klassiker.
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    kingofmusics avatar

    Hallo liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung!


    Auch in diesem Jahr möchte ich mich mit dem Leben und Werk von Franz Kafka beschäftigen.


    Darum lade ich alle Kafka-Fans (und solche, die es werden wollen *g*) zu einer Leserunde zu "Amerika" ein. Gemeinsam wollen wir diskutieren, uns austauschen...


    Die Aufteilung folgt dem Inhaltsverzeichnis der Suhrkamp-Ausgabe.


    Alle lesen übrigens mit ihrem eigenen Exemplar mit - verlost wird keins!


    Also, ich wünsche allen viel Spaß!


    LG
    Der King

    Zur Leserunde

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