Franz Kotteder Der große Ausverkauf

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der große Ausverkauf“ von Franz Kotteder

Die Buchpreisbindung – ein Handelshemmnis. Die Energiewende – ein Handelshemmnis. Der Mindestlohn – ein Handelshemmnis. Lebensmittelvorschriften – ein Handelshemmnis. Verbraucherschutz, Umweltschutz, Arbeitnehmerrechte – lauter Handelshemmnisse. Geht es nach den großen Konzernen, werden solche Regeln künftig beseitigt. Demokratie nach Gutsherrenart, Profit um jeden Preis. Seit Jahren arbeiten Lobbyisten und Wirtschaftsvertreter daran, einen freien Markt ohne jede staatliche Regelung zu schaffen. Jetzt stehen sie kurz vor dem Ziel. Franz Kotteder schildert einen fast unglaublichen Wirtschaftsthriller, in dem es – weit über TTIP hinaus – um die schrankenlose Herrschaft des Geldes geht. Ein Aufdeckerbuch über die Ziele und Methoden der globalen Wirtschaftselite und ihrer Marionetten in Verbänden und Politik.

Leider sind viele Dinge schon ein wenig überholt, aber es gibt einen Einblick, welche negativen Folgen TTIP für uns alle hat.

— Teufel100
Teufel100

Vergesst alles, was ihr geglaubt haben, über TTIP zu wissen. Lest dieses Buch und mischt Euch ein.

— JulesBarrois
JulesBarrois

Stöbern in Sachbuch

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Vermittelt die Problematik von TTIP

    Der große Ausverkauf
    Girdie

    Girdie

    23. June 2015 um 20:45

    „TTIP“ begegnete mir seit geraumer Zeit mehrfach in den Medien. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ zwischen der Europäischen Union und den USA. Mit dem Buch von Franz Kotteder habe ich mich über den genaueren Inhalt des Abkommens informieren können. Hauptsächlich geht es darum, bestehende Handelsschranken abzubauen, mit dem gesetzten Ziel, Unternehmensgewinne zu maximieren, was wiederum zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen soll. Dabei geht es um etliche Details, die ausgehandelt werden müssen. Doch die Verhandlungen dazu werden streng geheim gehalten, was natürlich vor allem bei Verbraucherschützern zu großen Bedenken führt. Es hinterlässt den Eindruck, dass hier vor allem Großkonzerne ihre Interessen durchsetzen möchten. Politiker, die das Gemeinwohl der Bevölkerung im Blick haben, werden möglichst umgangen.  Nach einigen informativen Kapiteln, was und wer sich hinter der Abkürzung TTIP verbirgt, entfaltet der Autor ein Szenario nach dem anderen bei denen er einzelne zu verhandelnde Themen aufgreift wie beispielsweise Verbraucherschutz, Biotechnik, öffentliche Daseinsvorsorge, Arbeit und Datenschutz. Dabei wirft er auch immer wieder einen Blick auf bisherige Abkommen im jeweiligen Bereich. Der Autor nimmt im vollen Umfang die Position des Kritikers ein, wie bereits aus dem Untertitel des Buchs hervorgeht. Er zeigt dem Leser die möglichen Konsequenzen auf, wenn bei den Verhandlungen Unternehmensinteressen im Vordergrund stehen. Dies ist durchgehend beängstigend. Die Darstellung der Auswirkungen der möglichen Partnerschaft finde ich sehr beunruhigend. Im letzten Kapitel zeigt Herr Kotteder zu meiner Beruhigung auf, dass es zahlreiche Gruppierungen von Nichtregierungsorganisationen gibt, die Widerstand gegen das Abkommen leisten. Franz Kotteder räumt ein, dass ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA Handelserleichterungen bringt und in dessen Folge auch einiges Gute bringen kann, wenn denn gewisse Spielregeln dabei eingehalten werden. Die positiven Folgen führt er dabei nicht weiter aus. Das Buch konnte mir einen guten, verständlichen Überblick über die Problematik des Vertrags, der zwischen der EU und den USA geschlossen werden soll vermitteln. Die weitere Entwicklung werde ich nun mit dem nötigen Hintergrundwissen in den Medien weiter verfolgen können.

    Mehr
  • Informativ aber leider irgendwann nur noch Wiederholungen

    Der große Ausverkauf
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    09. May 2015 um 12:10

    EU-Politiker und US-Abgeordnete verhandeln schon seit geraumer Zeit am Transatlantischen Freihandelsabkommen kurz TTIP. Prinzipiell ist ein freier Markt für die Wirtschaft nicht schlecht, aber man sollte nicht darauf vergessen, Regelungen einzubinden, die es der Politik erlauben im Ernstfall einzugreifen und den Markt zu stabilisieren. Den über 1500 Lobbyisten, die sich in Brüssel befinden und mit Argusaugen über die Entwicklung des Abkommens wachen, gefällt das überhaupt nicht, denn Gesetze, Standards und Schutzmechanismen für die Bürger, wie die Arbeitnehmerrechte oder der Verbraucherschutz sind den Großkonzernen ein Dorn im Auge, da sie nicht schalten und walten können wie es ihnen beliebt. Das Buch zeigt eine düstere Zukunft voraus, wenn das Freihandelsabkommen in der Form ratifiziert wird, wie es sich einige Wenige wünschen. Es ist schwierig zu sagen, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht, denn bei Sachbüchern ist das immer so eine Sache. Das Cover sticht mit seinen grellen gelben Buchstaben auf jeden Fall aus der Masse hervor. Der Titel passt zu dem Buch, denn es befasst sich mit den Themen Wirtschaft, im Schwerpunkt freier Handel und wie die Ideologie der Liberalisten das demokratische Prinzip aushebeln kann. Es werden mehrere Beispiele genannt, was passieren kann, wenn das Freihandelsabkommen zwischen den USA und den Europäischen abgeschlossen wird. Wobei das “kann” wirklich dick hervorgehoben werden muss. Es sind zum Großteil worst-case Szenarien, was der Autor auch unumwunden zugibt und auch immer wieder betont. Denn ein Freihandelsabkommen kann viel Gutes bringen, wenn es richtig ausgehandelt worden ist und somit nutzen für die Allgemeinheit bringt. Dies ist nachdem, was über den Verhandlungsstand des Abkommens an die Öffentlichkeit gedrungen ist, nicht der Fall. Schlimmer noch es würde weltweit agierenden Großkonzernen die Möglichkeit geben, einer politischen Kontrolle zu entgehen bzw. die Politik sogar handlungsunfähig zu machen. Das Bild, das gezeigt wird ist sehr düster und regt zum Nachdenken an. Nicht nur über das Abkommen sondern über die Menschheit allgemein. Was mich an dem Buch etwas stört ist, dass gut 190 Seiten ein Szenario nach dem anderen durchgespielt wird, eines schlimmer als das andere. Das war einfach zu viel, denn mir war schon nach der Hälfte klar, was der Autor mitteilen wollte und anschließend war es nur ein ständiges Widerholen, nur mit anderen politischen Bereichen. Ich kann schon verstehen, dass aufgezeigt werden soll, dass ein Abkommen in diesem Ausmaß nicht nur die Wirtschaft betrifft, aber das Buch was mir insgesamt zu pessimistisch. Erst am Ende wurde dann etwas entgegengesteuert und auf den letzten Seiten vor dem Quellenverzeichnis noch ein paar positive Aspekte aufgeführt, die das Abkommen haben kann, wenn es richtig ausgehandelt wird. Da das nur 10 Seiten in Anspruch nimmt, bekommt man leider das Gefühl, dass der Autor am Ende schnell noch etwas hingeschrieben hat, dass man ihm nicht auslegen kann die ganze Sache nur von einer Seite betrachtet zu haben. Es wurde eine gute Recherche betrieben, wobei dies dem Autor als Redakteur und Reporter sicher leichter gefallen sein dürfte als seinen Kollegen, die sich nicht auch noch im Berufleben mit diesen Dingen befassen. Insgesamt bin ich nun besser über Freihandelsabkommen allgemeinen und TTIP im besonderen informiert und für Leser, die sich gerne über die aktuellen politischen bzw. wirtschaftlichen Themen informieren, kann ich das Buch empfehlen. Mich haben nach etwa der Hälfte die ständigen Wiederholen gestört und deshalb gibt es auch nur 4 von 5 Punkten.

    Mehr
  • TTIP - schrankenlose Herrschaft des Geldes

    Der große Ausverkauf
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    04. May 2015 um 08:17

    Der große Ausverkauf: Wie die Ideologie des freien Handels unsere Demokratie gefährdet. - Das TTIP-Komplott - Franz Kotteder (Autor)- 208 Seiten, Ludwig Buchverlag (2. März 2015), 14,99 €, ISBN-13: 978-3453280649 Franz Kotteder ist erklärter Gegner von TTIP. Also Vorsicht. Die Grundeinstellung eines Autors beeinflusst natürlich die Auswahl der Argumente und Beispiele. In 16 großen Kapiteln belegt Kotteder seine Sichtweise: Wer hat künftig das Heft des Handelns in der Hand? – Braucht die Wirtschaft überhaupt noch Politiker? – Wie Lobbyisten Politik gegen die Verbraucher machen? – TTIP ein weiterer Meilenstein zur neoliberalen Gesellschaft? – Bürger dürfen wählen. Haben sie auch was zu sagen? – Wie uns die Herrschaft der Konzerne schmackhaft gemacht wird? – Geheimgerichte statt unabhängige Justiz? – Standards werden gesenkt, wenn sie den Handel hemmen? – Genfood durch die Hintertür? – Öffentliche Daseinsvorsorge – Hindernis für den Freihandel? – Stören Sozialgesetze beim Geldverdienen? – Warum Finanz- und Bankwirtschaft besonders an TTIP interessiert sind? – Kunst und Kultur: Handelsware? – Wird unsere Privatsphäre den Konzerninteressen geopfert. Freies Handeln und Partnerschaft hört sich gut an. Unbegrenzte Möglichkeiten? Ultimative Freiheit? Fragt sich nur für wen. Für den Bürger mit Sicherheit nicht. Der darf ein bisschen demonstrieren. Entscheiden dürfen sie nicht. Das Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership-Abkommen, TTIP, ist aber kein klassisches Freihandelsabkommen. Es geht nicht um die Abschaffung von Zöllen und Handelsschranken, weil es die zwischen Europa und den USA kaum noch gibt. Ziel ist vielmehr der Abbau von so genannten „nicht-tarifären Handelshemmnissen“. Als Handelshemmnis können die Vertragspartner alles definieren: Verbraucherschutz, Kennzeichnungspflicht, Datenschutz, Arbeitnehmerrechte. TTIP macht ganz Europa vor allem für US-amerikanische Konzerne zu einem Selbstbedienungsladen. Das geplante Freihandelsabkommen bedeutet Freiheit für eine Seite: die Seite der Großkonzerne und der Unternehmen! Franz Kotteder zeigt die einseitige Sicht von TTIP auf, erklärt seine Fallen. Präzise beschrieben, fundiert recherchiert. TTIP in der jetzigen Form führt zu einem Desaster für Konsumenten und Arbeitnehmer. Franz Kotteder nennt auch Optimierungsmöglichkeiten, so dass TTIP nicht nur einige wenige Großunternehmen im Blick hätte, sondern allgemeine Interessen berücksichtigt. Ganz wichtig dabei ist, dass politische und juristische Entscheidungen eines Landes nicht einfach übergangen oder umgangen werden können, wenn es der Wirtschaft nicht passt. Dazu müssen wir alle hinschauen und dem grundsätzlichen Primat der Gemeinwohlinteressen vor den Wünschen von Großunternehmen zum Durchbruch verhelfen. TTIP ist eben nicht nur ein Handelsabkommen, bei dem wir nichts zu sagen haben, im Gegenteil. Es ist eine Verhandlung von Normen und Definitionen aus allen Bereichen des Lebens: Güter, Verbraucherschutz, Arbeitnehmerrechte, Umweltschutz, Rechtsprechung usw. -- alle entscheidenden Bereiche eines Landes sind davon betroffen - und müssen entsprechend mit verhandelt werden. Vergesst alles, was ihr geglaubt haben, über TTIP zu wissen. Lest dieses Buch und mischt Euch ein Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Ludwig Verlages http://www.randomhouse.de/Paperback/Der-grosse-Ausverkauf/Franz-Kotteder/e472396.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

    Mehr