Franz Sales Sklenitzka Im Labyrinth der Bücher

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Inhaltsangabe zu „Im Labyrinth der Bücher“ von Franz Sales Sklenitzka

Franz Sales Sklenitzka, zählt zu den bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren Österreichs. Für seine Bücher, die er oft selbst illustriert und die bisher in zwölf Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Wer knifflige Rätsel mag, ist hier genau richtig.

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  • Es wurde gebooknappt!!!

    Im Labyrinth der Bücher

    StMoonlight

    03. June 2015 um 09:21

    „Schmökern in einer Bibliothek heißt Eintauchen in Fantasiewelten voll fremder, mysteriöser Wesen, heißt knifflige Rätsel lösen und haarsträubende Abenteuer bestehen.“ [Buchinger in „Im Labrinth der Bücher“]~°~ Vorgeplänkel ~°~ Fast alle von euch kennen sicher ein Buch: Es hat einen Umschlag, gebundene oder geklebte Seiten, Seitenzahlen, … Sind es nicht grade Mangas lest ihr sicher von vorne nach hinten... Vergesst das! Das Buch, welches ich gelesen habe und euch heute vorstellen möchte hat keine Seitenzahlen. Gelesen wird es total quer. Zwar beginnt man am Anfang, doch drei Seiten später kann man schon am Ende sein, um dann wieder in die Mitte zurück zu kehren. ~ Geschichte ~ Eingeleitet wird die Geschichte direkt mit einer Warnung, die da lautet: LESEN AUF EIGENE GEFAHR! Lustig gemacht. (Ein alter Spruch heißt: „Man bekommt Kinder zum Lesen, indem man es ihnen verbietet. ;))Nun liest man in diesem Buch aber nicht die Geschichte eines Mädchens oder Jungen, nein, man ist selbst der Hauptcharakter – und hat eine Aufgabe zu erledigen: Ein Buch ist spurlos verschwunden. Nicht irgendein Buch, sondern die „Vita Bonifatii“. Es handelt sich dabei um die Lebensgeschichte des Bonifatius. Interessiert man sich nicht für die Geschichte. Wohl eigentlich uninteressant. Doch hier gilt es zwischen den Zeilen zu lesen, denn genau dort – eben in jenem Buch – soll es geschrieben stehen: das Rezept der ewigen Jugend. Der Leser, der im Deutschunterricht ein Referat über die Stadtbibliothek halten soll, erklärt sich bereit sich auf die Suche nach dem „gebooknappten“ Exemplar zu machen. - Und schon befindet man sich mitten in einem spannenden Abenteuer.Super finde ich, dass es der Autor geschafft hat, währende des ganzes Romans eine Anrede zu vermeiden. Er spricht den Leser mit „du“ an, vermeidet aber einen Namen. Eben sowenig wird ein Geschlecht für den/ die Abenteurer/in verwendet, so dass Jungs und Mädchen hier gleichermaßen ihren Spaß haben können. Buchinger wird nicht nur als älterer Herr dargestellt, sondern redet auch genau so. Irgendwie altbacken und ab und an ein wenig konfus. Das ein oder andere Mal musste ich zweimal lesen, um genau zu verstehen was da nun eigentlich wirklich steht. Ich empfand dies aber nicht als nervig, sondern eher lustig. Sehr schön auch, dass der Leser so manchmal gezwungen wird inne zu halten und sich mit dem Text auseinander zu setzen. „Erzähl vom roten Regal und den Büchern auf diesem Bord“, sagte er heiser. „Es sind dies samt und sonders absonderlicher Bücher einer ganz besonderen Bibliothek.“Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Als ein angenagtes Buch gefunden wird, kann der Leser seine eigenen Gedanken hören: „Warum sollte also nicht irgendjemand zur Abwechslung mal ein Buch benagen? Vielleicht bei einem unerträglich spannenden Film im Fernsehen – ein Buch hat sicher weniger Kalorien als Kartoffelchips oder Popcorn.“ An einigen Stellen muss der Leser sich entscheiden, was er zu tun gedenkt. Ein Beispiel: „Du entscheidest dich für die Autorenlesung in der Bibliothek? Weiter bei 34. Du suchst den Weg in den Medienraum, zum Kurs für Bibliothekare? Weiter bei 53“ An anderen Stellen entscheidet das Würfelglück. Je nachdem welche Zahll man würfelt, geht es an einer anderen Stelle weiter. So verläuft die Geschichte anders. Wie im richtigen Leben. Allerdings nur teilweise, denn wie auch immer man sich entscheidet, so kommt man irgendwann an die selbe Stelle. Zweimal, etwa in der Mitte des Buches, gelangte ich leider auch eine Stelle, an der ich bereits war. Das ich mich dann noch einmal durch die Abschnitte lesen musste, die ich längst erlebt hatte, nervte mich. Das Ende kam dann irgendwie etwas plötzlich. Zwar sind die Handlungsstränge alle aufgelöst, aber ich hatte das Gefühl: Da fehlt was. „War das alles?“ Schwer zu beschreiben.~ Gestaltung ~ Die wenigsten werden beim Lesen einen Würfel dabei haben. Das hat auch der Autor beachtet und statt Seitenzahlen Würfelbilder mit verschiedenen Augenzahlen gemalt. So ist das Buch gleichzeitig ein Daumenkino. Äußerst praktisch! Auf einigen Seiten gibt es schwarz-weiß Zeichnungen vom Autor zu bewundern. Sie sind, für mich, keine großen Kunstwerke, bereichern dieses Buch jedoch sehr schön. Leider verraten sie manchmal schon etwas über den gleich kommenden Text, bevor man ihn gelesen hat. ~°~ Fazit ~°~ Unter dem Aspekt das es sich hier um ein Jugendbuch handelt, kann ich es durchaus empfehlen. Spannend, da der Leser hier selbst zum Abenteurer wird und die Geschichte, grade wenn man sie ein zweites Mal liest, einen anderen Weg einschlägt. Ich denke es ist ein tolles Buch, grade für unterwegs. Wer z.B. sein Kind auf einer längeren Fahrt beschäftigen möchte, kann ihm hiermit ein kleines Abenteuer bescheren.

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