Franz Simon Meyer

 4.8 Sterne bei 6 Bewertungen
Franz Simon Meyer

Lebenslauf von Franz Simon Meyer

Franz Simon Meyer (1799–1871) wurde im badischen Rastatt nahe der französischen Grenze geboren. Nach einer Ausbildung im Ausland übernahm er das väterliche Kaufmannsgeschäft und eröffnete um 1830 die erste Bank Baden-Badens. Die Kleinstadt stand damals auf der Schwelle dazu, zur Sommerhauptstadt Europas zu werden. Bis zum heutigen Tag von der Öffentlichkeit unbemerkt schuf er sein wichtigstes Werk: Seit seinem 16. Lebensjahr bis zu seinem Tod schrieb er einmal jährlich nieder, was ihn in den vorangegangenen zwölf Monaten bewegt, geprägt und beeinflusst hatte. Über 55 Jahre hinweg schuf seine Feder ein Manuskript von rund 1.500 Seiten, angereichert durch Zeichnungen, Kupferstiche und Briefe. Diese Blätter enthalten all seine Hoffnungen und Träume, seine Erlebnisse und Erfahrungen, seine Freude und sein Leid, seine Freundschaften und seine Lieben, seine ganze Persönlichkeit, eben sein ganzes Leben.

Alle Bücher von Franz Simon Meyer

Franz Simon MeyerDie ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens
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Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens
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Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens

Neue Rezensionen zu Franz Simon Meyer

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Aischas avatar

Rezension zu "Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens" von Franz Simon Meyer

Ein wahrer Schatz - ungewöhnliche Biografie und Zeitdokument in einem!
Aischavor 9 Monaten


Das Buch ist ein herausragendes Werk, es wurde von Herausgeber und Verlag mit außerordentlich viel Liebe und Leidenschaft zum Detail gestaltet.
Dies ist bereits am hochwertigen, edlen Einband erkennbar, die wunderschönen Illustrationen von René Hübner zeigen viel Einfühlungsvermögen, und das farblich abgestimmte Lesebändchen rundet den optischen Genuss ab.
Zum Inhalt: Der gutbürgerliche Bankier Franz Simon Meyer schildert in seinen vorliegenden persönlichen Aufzeichnungen die Zeit von 1829 bis 1849. Jedem Kalenderjahr ist ein Kapitel gewidmet. Meyer schildert penibelst genau Wetteraufzeichnungen, den Ertrag von Obst- und Getreideernten sowie besondere Vorkommnisse seines Alltags in Rastatt und Baden-Baden. Er führt Geburten, Hochzeiten und Todesfällen in Familie und Freundeskreis auf, stellt aber auch umfangreich  seine Sicht auf die politische Lage in Baden, Deutschland, Europa, ja bisweilen auch Amerika und Asien dar. Besonders viel Platz räumt Meyer der badischen Revolution in den Jahren 1848/49 ein. Mit Schaudern kann man etwa lesen, wie er - aus Rastatt geflüchtet - mit dem Fernrohr die Kampfhandlungen auf dem Schlachtfeld beobachtet; die Sorge um seine Frau, die (samt Baby) zurückgeblieben war, um Haus und Vermögen zu verteidigen, ist greifbar.
Der Schreibstil ist zunächst durchaus gewöhnungsbedürftig, hat Sebastian Diziol doch die Aufzeichnungen Meyers akribisch nahezu unverändert transkribiert. Aber gerade dadurch ist ein einzigartiges und anschauliches Zeitzeugnis deutscher Geschichte entstanden, die Authentizität des Geschriebenen ist auf jeder Seite spürbar. 
Sehr hilfreich für Verständnis und Lesefluss sind Randnotizen des Herausgebers, die sowohl nicht mehr gebräuchliche Ausdrücke erläutern als auch die kompletten Namen (samt Geburts- und Sterbejahr) der von Meyer erwähnten Personen aufführen. 


Der vorliegende Band ist der zweite einer Trilogie und auch eigenständig ohne Vorkenntnis des ersten Bandes gut verständlich. Ich werde mir die Ausgabe über Franz Simon Meyers Jugendjahre aber auf jeden Fall noch kaufen und bin schon sehr auf den dritten und letzten Band gespannt.

Ich lese gerne und viel, und die meisten meiner Bücher machen nur kurz bei mir Zwischenhalt, da ich sie weiter verkaufe oder verschenke. "Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens" ist jedoch ein Schatz, der dauerhaft einen Platz in meinem Regal wie auch in meinem Herzen gefunden hat. 
Dieses Werk ist ein wahres Kleinod für jeden Buchliebhaber, der gute Gestaltung zu schätzen weiß, aber ich empfehle es nicht nur Bibliophilen, sondern jedem, der sich für die deutsche Geschichte interessiert.

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marpijes avatar

Rezension zu "Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens" von Franz Simon Meyer

Spannende Zeitreise
marpijevor einem Jahr


In die zweiten Teil " Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Leben " Franz Simon Meyer entführt die Lesern in Jahre von 1829 bis 1849 , und wie in ersten Teil er schreibt viel über das alltägliche Leben und über die politische Situation in seinem Heimatort - Rastatt, in Deutschland sowie auch über die wichtigsten Ereignissen aus den ganzen Welt.


Franz Simon Meyer hat geheiratet und ist stolze Vater von seinem Kinder, sein Blick auf das Welt hat sich geändert, er schaut jetzt auf die politische Verwirrungen mit mehr Angst, Angst um seine Familie. In diesen Teil er muss Abschied von seinem geliebten Eltern nehmen , aber auch von seiner Frau und Tochter, die traurige Note ist gut spürbar und der Leser leidet zusammen mit ihm, durch seine detaillierte Beschreibungen ist hier alles sehr emotional und lebendig..
Besonders viel Platz nehmen die zwei Jahre  1848 und 1849 , die Jahre von die Revolution , Herr Mayer hat alles sehr genau dokumentiert und wir kriegen eine besondere historische Chronik zum lesen mit alle wichtigsten Fakten und Personen, doch durch seine lebendige Schreibstil die viel Fakten bleiben nicht kühl und trocken, die sind spannend und gefühlsvoll geschrieben, hinter den Wörter steht ein Mann welche hat das selber erlebt und seine Ängste und Ungewissheit kommen hier gut zum Vorschein.


Die Schreibweise ist nicht leicht und braucht Zeit um sich zum gewöhnen , aber wenn die Schreibweise nicht original hier wäre dann die Atmosphäre und der Geist aus damals wäre nicht spürbar .


Die Aufmachung von das Buch ist wunderschön und mit viel Liebe und noch mehr Leidenschaft gemacht, die Zeichnungen sind so wie die Schreibweise von Herr Meyer - mit sehr viel Liebe zum Detail , die Farben ruhig und warm so wie der schreibende Person, die geben den ganzen die besonders edle Note mit ein Hauch Nostalgie .
Das Buch schmückt jeder Buchregal und macht der Besitzer stolz, jeder Person welche das Buch in seine Hände nimmt ist sofort von die kostbare Klima umgeben und weiß dass in die Händen ein besonders kostbares Schatz liegt .


Dank Sebastian Diziol , Herr Meyer lebt weiter und seine Berichte helfen uns die schwierige Leben und die politische Veränderungen in die 19 Jahrhundert besser verstehen.



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Melli274s avatar

Rezension zu "Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens" von Franz Simon Meyer

Die Geschichte meines gleichgültigen Lebens
Melli274vor 2 Jahren

Das Buch hat 630 Seiten und ist das Erste Band, welches die Jugendjahre von 1816 - 1828 von Franz Simon Meyer beschreibt.

Es ist ein autopiographischer Roman, man begleitet Franz Simon Mayer auf seinen Reisen, nach England und Paris und erfahren neben seinem Leben viel aus Politik und Wirtschaft.

Alles wird noch mit Gedichten und Fotos abgerundet.

Die Sprache und der Schreibstil sind teilweise nicht einfach, aber nach einer Weile findet man sich sehr gut rein.

Ich kann das Buch wirklich empfehlen, der sich für diese Zeit, das Leben und die Geschichte interessiert und auch gerne Autopiographien liest.




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Gespräche aus der Community

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SebastianDiziols avatar

In Zeiten der Revolution 

Momente des Glücks, Momente der Trauer, Momente des Alltags –Momente, die es verdient haben, herausgehoben zu werden aus dem Strom von Zeit, der unser Leben ist. Festgehalten für die Ewigkeit von einem Badener Bankier in Zeiten der Revolution: Franz Simon Meyer.

Seit seinem 16. Lebensjahr bis zu seinem Tod 1871 schrieb er einmal jährlich nieder, was ihn in den vorangegangenen zwölf Monaten bewegt hatte: all seine Hoffnungen und Träume, seine Freude und sein Leid, seine Freundschaften und seine Lieben, seine ganze Persönlichkeit, eben sein ganzes Leben.

Franz Simon Meyer zeichnet ein Panorama des schillernden 19. Jahrhunderts. Seine Texte sind fesselnd wie ein historischer Roman. Meyer bringt uns zum Lachen, zum Nachdenken, seine Aufzeichnungen bewegen uns, betreffen uns und rühren uns zu Tränen.

Hier geht’s zur Leseprobe

Im ersten Band haben wir seine Jugendjahre mit ihm verbracht, begleiteten ihn auf seinen Reisen nach Mailand, Paris und London, besuchten mit ihm die Salons und Museen, die Theater und Boulevards, die Häfen und Wirtshäuser der Großstädte, wanderten mit ihm über die Alpen.

Im zweiten Band erleben wir Franz Simon Meyer in Zeiten der Revolution: Die unaufhaltsame Macht des technischen Fortschritts, des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs bilden die Kulisse, vor der sich sein Leben abspielt. Meyer lässt uns teilhaben an rauschenden Hochzeiten, bangen Geburten, tragischen Todesfällen, den wechselhaften Geschicken seiner Bank. 

Besonders spannend sind seine Schilderungen der Revolution 1848/49: Von den Revolutionären mit dem Tod bedroht, muss Meyer Hals über Kopf aus seiner Heimatstadt fliehen, seine Frau und seine neugeborene Tochter zurücklassen. Krank vor Sorge beobachtet er außerhalb der Festungsmauern in den kommenden Wochen die preußische Belagerung und Beschießung der Stadt, bangt um das Leben seiner Liebsten…

Franz Simon Meyer hat ein Jahrhundertbuch verfasst. Ein Buch über Zeit, über Identität, über das Streben nach Glück.

Weitere Infos zum Buch

Ich habe das große Glück, diese Manuskripte bearbeiten und in drei liebevoll gestalteten, reich bebilderten Bänden herauszugeben. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mit mir auf die Reise geht in ein erleuchtetes Jahrhundert. Lasst uns gemeinsam die faszinierende Welt Franz Simon Meyers wieder auferstehen. Dafür müsst Ihr den ersten Band nicht gelesen haben – ihr könnt auch direkt mit dem eigenständigen zweiten Band in die Geschichte einsteigen.

Nach dem Erfolg der Leserunde zu Band 1 verlost der Solivagus-Verlag, in dem der zweite Band am 9. Oktober 2018 erscheint, 5 Exemplare des zweiten Bandes für den Start in die gemeinsame Leserunde. Ich würde mich freuen, wenn die Gewinner nicht nur an der Leserunde teilnehmen, sondern Rezensionen für das Buch auf Lovelybooks, auf Amazon und natürlich gerne auch auf anderen Plattformen verfassen.

Wenn Ihr mitmachen wollt, beantwortet einfach bis zum 3. Oktober die folgende Frage: 

Glaubt Ihr, dass auch wir heute in „Zeiten der Revolution“ leben? Warum?  

S
Letzter Beitrag von  SLovesBooksvor 8 Monaten
Zur Leserunde
SebastianDiziols avatar

Was macht ein Leben aus? Was ist ein glückliches, was ein erfülltes Leben? Ändern sich im Laufe der Jahre die Antworten, die wir uns selbst in bangen oder heiteren Stunden auf diese Fragen geben?

In den Tiefen eines Badener Stadtarchivs liegen gleichsam leuchtend zwei dicke, in rotes Halbleder gebundene Manuskripte. Manuskripte von überquellender Fülle, von großer sprachlicher Kraft und Schönheit.

Sie halten zwar keine Antworten auf diese Fragen bereit, helfen uns aber auf einzigartige Weise, darüber nachzudenken. Sie sind verfasst von einem Mann, der sich selbst diese Fragen stellte, wieder und wieder, über 55 Jahre hinweg: Dem Handelsmann und Bankier Franz Simon Meyer (1799-1871) aus Rastatt/Baden-Baden.

Seit seinem 16. Lebensjahr bis zu seinem Tod schrieb er einmal jährlich nieder, was ihn in den vorangegangenen zwölf Monaten bewegt hatte: all seine Hoffnungen und Träume, seine Freude und sein Leid, seine Freundschaften und seine Lieben, seine ganze Persönlichkeit, eben sein ganzes Leben.

Franz Simon Meyer zeichnet ein Panorama des schillernden 19. Jahrhunderts. Seine Texte sind fesselnd wie ein historischer Roman. Meyer bringt uns zum Lachen, zum Nachdenken, seine Aufzeichnungen bewegen uns, betreffen uns und rühren uns zu Tränen.

Wir begleiten den jungen Franz auf seinen Reisen nach Mailand, nach Paris und London, besuchen mit ihm die Salons und Museen, die Theater und Boulevards, die Häfen und Wirtshäuser der Großstädte, wandern mit ihm über die Alpen und sind mit ihm überwältigt vom Anblick industrialisierter Landschaften in Nordengland. Heimgekehrt nach Rastatt berichtet er von verheerenden Überschwemmungen, von politischen Erdbeben, von den Schicksalen seiner Familie, davon, wie er seine große Liebe ziehen lassen muss.

Franz Simon Meyer hat ein Jahrhundertbuch verfasst  

Ein Buch über Zeit, über Identität, über das Streben nach Glück.

Hier geht’s zur Leseprobe

Ich habe das große Glück, diese Manuskripte bearbeiten und in drei liebevoll gestalteten, reich bebilderten Bänden herauszugeben. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mit mir auf die Reise geht in ein erleuchtetes Jahrhundert. Lasst uns gemeinsam die faszinierende Welt Franz Simon Meyers wieder auferstehen.

Weitere Infos zum Buch

Der Solivagus-Verlag, in dem der erste Band am 27. Oktober 2016 erscheint, verlost 10 Exemplare für den Start in die gemeinsame Leserunde. Ich würde mich freuen, wenn die Gewinner nicht nur an der Leserunde teilnehmen, sondern Rezensionen für das Buch auf Lovelybooks, auf Amazon und natürlich gerne auch auf anderen Plattformen verfassen. 

Wenn Ihr mitmachen wollt, beantwortet einfach bis zum 23. Oktober eine der folgenden Fragen: Was macht für Euch ein Leben aus? Was ist für Euch ein glückliches, was ein erfülltes Leben? Glaubt Ihr, dass sich Menschen im 19. Jahrhundert andere Antworten auf diese Fragen gaben als wir heute?

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Franz Simon Meyer wurde am 03. Dezember 1799 in Rastatt (Deutschland) geboren.

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