Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens

von Franz Simon Meyer 
5,0 Sterne bei3 Bewertungen
Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens
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Brillantes Zeitdokument, das ungewöhnliche Einblicke in die deutsche Geschichte gewährt. Ein Kleinod für Bibliophile!

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Detailreich , spannend und lebendig, ein Dokument aus der Vergangenheit in besonders edlen Aufmachung

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Inhaltsangabe zu "Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens"

Franz Simon Meyer (1799 – 1871) schrieb über 55 Jahre hinweg einmal jährlich nieder, was ihn in den vorangegangenen zwölf Monaten bewegt hatte.

Im eigenständigen zweiten Band hält der Badener Bankier den Alltag einer bürgerlichen Familie während der Zeit des Biedermeier und des Vormärz fest. Er schildert rauschende Hochzeiten, bange Geburten, tragische Todesfälle, Freundschaft und Liebe, Reisen und Ausflüge, die wechselhaften Geschicke seiner Bank – all das vor der Kulisse der unaufhaltsamen Macht des technischen Fortschritts, des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs. Besonders ausführlich berichtet Meyer über das Schicksal seiner Familie während der bewegten Jahre der Badischen Revolution 1848/49 und der preußischen Belagerung Rastatts.

Ein Buch über Zeit, über Identität und das Streben nach Glück.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783981707960
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:559 Seiten
Verlag:Solivagus Praeteritum
Erscheinungsdatum:09.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Aischas avatar
    Aischavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Brillantes Zeitdokument, das ungewöhnliche Einblicke in die deutsche Geschichte gewährt. Ein Kleinod für Bibliophile!
    Ein wahrer Schatz - ungewöhnliche Biografie und Zeitdokument in einem!


    Das Buch ist ein herausragendes Werk, es wurde von Herausgeber und Verlag mit außerordentlich viel Liebe und Leidenschaft zum Detail gestaltet.
    Dies ist bereits am hochwertigen, edlen Einband erkennbar, die wunderschönen Illustrationen von René Hübner zeigen viel Einfühlungsvermögen, und das farblich abgestimmte Lesebändchen rundet den optischen Genuss ab.
    Zum Inhalt: Der gutbürgerliche Bankier Franz Simon Meyer schildert in seinen vorliegenden persönlichen Aufzeichnungen die Zeit von 1829 bis 1849. Jedem Kalenderjahr ist ein Kapitel gewidmet. Meyer schildert penibelst genau Wetteraufzeichnungen, den Ertrag von Obst- und Getreideernten sowie besondere Vorkommnisse seines Alltags in Rastatt und Baden-Baden. Er führt Geburten, Hochzeiten und Todesfällen in Familie und Freundeskreis auf, stellt aber auch umfangreich  seine Sicht auf die politische Lage in Baden, Deutschland, Europa, ja bisweilen auch Amerika und Asien dar. Besonders viel Platz räumt Meyer der badischen Revolution in den Jahren 1848/49 ein. Mit Schaudern kann man etwa lesen, wie er - aus Rastatt geflüchtet - mit dem Fernrohr die Kampfhandlungen auf dem Schlachtfeld beobachtet; die Sorge um seine Frau, die (samt Baby) zurückgeblieben war, um Haus und Vermögen zu verteidigen, ist greifbar.
    Der Schreibstil ist zunächst durchaus gewöhnungsbedürftig, hat Sebastian Diziol doch die Aufzeichnungen Meyers akribisch nahezu unverändert transkribiert. Aber gerade dadurch ist ein einzigartiges und anschauliches Zeitzeugnis deutscher Geschichte entstanden, die Authentizität des Geschriebenen ist auf jeder Seite spürbar. 
    Sehr hilfreich für Verständnis und Lesefluss sind Randnotizen des Herausgebers, die sowohl nicht mehr gebräuchliche Ausdrücke erläutern als auch die kompletten Namen (samt Geburts- und Sterbejahr) der von Meyer erwähnten Personen aufführen. 


    Der vorliegende Band ist der zweite einer Trilogie und auch eigenständig ohne Vorkenntnis des ersten Bandes gut verständlich. Ich werde mir die Ausgabe über Franz Simon Meyers Jugendjahre aber auf jeden Fall noch kaufen und bin schon sehr auf den dritten und letzten Band gespannt.

    Ich lese gerne und viel, und die meisten meiner Bücher machen nur kurz bei mir Zwischenhalt, da ich sie weiter verkaufe oder verschenke. "Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens" ist jedoch ein Schatz, der dauerhaft einen Platz in meinem Regal wie auch in meinem Herzen gefunden hat. 
    Dieses Werk ist ein wahres Kleinod für jeden Buchliebhaber, der gute Gestaltung zu schätzen weiß, aber ich empfehle es nicht nur Bibliophilen, sondern jedem, der sich für die deutsche Geschichte interessiert.

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    marpijes avatar
    marpijevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Detailreich , spannend und lebendig, ein Dokument aus der Vergangenheit in besonders edlen Aufmachung
    Spannende Zeitreise


    In die zweiten Teil " Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Leben " Franz Simon Meyer entführt die Lesern in Jahre von 1829 bis 1849 , und wie in ersten Teil er schreibt viel über das alltägliche Leben und über die politische Situation in seinem Heimatort - Rastatt, in Deutschland sowie auch über die wichtigsten Ereignissen aus den ganzen Welt.


    Franz Simon Meyer hat geheiratet und ist stolze Vater von seinem Kinder, sein Blick auf das Welt hat sich geändert, er schaut jetzt auf die politische Verwirrungen mit mehr Angst, Angst um seine Familie. In diesen Teil er muss Abschied von seinem geliebten Eltern nehmen , aber auch von seiner Frau und Tochter, die traurige Note ist gut spürbar und der Leser leidet zusammen mit ihm, durch seine detaillierte Beschreibungen ist hier alles sehr emotional und lebendig..
    Besonders viel Platz nehmen die zwei Jahre  1848 und 1849 , die Jahre von die Revolution , Herr Mayer hat alles sehr genau dokumentiert und wir kriegen eine besondere historische Chronik zum lesen mit alle wichtigsten Fakten und Personen, doch durch seine lebendige Schreibstil die viel Fakten bleiben nicht kühl und trocken, die sind spannend und gefühlsvoll geschrieben, hinter den Wörter steht ein Mann welche hat das selber erlebt und seine Ängste und Ungewissheit kommen hier gut zum Vorschein.


    Die Schreibweise ist nicht leicht und braucht Zeit um sich zum gewöhnen , aber wenn die Schreibweise nicht original hier wäre dann die Atmosphäre und der Geist aus damals wäre nicht spürbar .


    Die Aufmachung von das Buch ist wunderschön und mit viel Liebe und noch mehr Leidenschaft gemacht, die Zeichnungen sind so wie die Schreibweise von Herr Meyer - mit sehr viel Liebe zum Detail , die Farben ruhig und warm so wie der schreibende Person, die geben den ganzen die besonders edle Note mit ein Hauch Nostalgie .
    Das Buch schmückt jeder Buchregal und macht der Besitzer stolz, jeder Person welche das Buch in seine Hände nimmt ist sofort von die kostbare Klima umgeben und weiß dass in die Händen ein besonders kostbares Schatz liegt .


    Dank Sebastian Diziol , Herr Meyer lebt weiter und seine Berichte helfen uns die schwierige Leben und die politische Veränderungen in die 19 Jahrhundert besser verstehen.



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    S
    SLovesBooksvor 8 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    SebastianDiziols avatar

    In Zeiten der Revolution 

    Momente des Glücks, Momente der Trauer, Momente des Alltags –Momente, die es verdient haben, herausgehoben zu werden aus dem Strom von Zeit, der unser Leben ist. Festgehalten für die Ewigkeit von einem Badener Bankier in Zeiten der Revolution: Franz Simon Meyer.

    Seit seinem 16. Lebensjahr bis zu seinem Tod 1871 schrieb er einmal jährlich nieder, was ihn in den vorangegangenen zwölf Monaten bewegt hatte: all seine Hoffnungen und Träume, seine Freude und sein Leid, seine Freundschaften und seine Lieben, seine ganze Persönlichkeit, eben sein ganzes Leben.

    Franz Simon Meyer zeichnet ein Panorama des schillernden 19. Jahrhunderts. Seine Texte sind fesselnd wie ein historischer Roman. Meyer bringt uns zum Lachen, zum Nachdenken, seine Aufzeichnungen bewegen uns, betreffen uns und rühren uns zu Tränen.

    Hier geht’s zur Leseprobe

    Im ersten Band haben wir seine Jugendjahre mit ihm verbracht, begleiteten ihn auf seinen Reisen nach Mailand, Paris und London, besuchten mit ihm die Salons und Museen, die Theater und Boulevards, die Häfen und Wirtshäuser der Großstädte, wanderten mit ihm über die Alpen.

    Im zweiten Band erleben wir Franz Simon Meyer in Zeiten der Revolution: Die unaufhaltsame Macht des technischen Fortschritts, des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs bilden die Kulisse, vor der sich sein Leben abspielt. Meyer lässt uns teilhaben an rauschenden Hochzeiten, bangen Geburten, tragischen Todesfällen, den wechselhaften Geschicken seiner Bank. 

    Besonders spannend sind seine Schilderungen der Revolution 1848/49: Von den Revolutionären mit dem Tod bedroht, muss Meyer Hals über Kopf aus seiner Heimatstadt fliehen, seine Frau und seine neugeborene Tochter zurücklassen. Krank vor Sorge beobachtet er außerhalb der Festungsmauern in den kommenden Wochen die preußische Belagerung und Beschießung der Stadt, bangt um das Leben seiner Liebsten…

    Franz Simon Meyer hat ein Jahrhundertbuch verfasst. Ein Buch über Zeit, über Identität, über das Streben nach Glück.

    Weitere Infos zum Buch

    Ich habe das große Glück, diese Manuskripte bearbeiten und in drei liebevoll gestalteten, reich bebilderten Bänden herauszugeben. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mit mir auf die Reise geht in ein erleuchtetes Jahrhundert. Lasst uns gemeinsam die faszinierende Welt Franz Simon Meyers wieder auferstehen. Dafür müsst Ihr den ersten Band nicht gelesen haben – ihr könnt auch direkt mit dem eigenständigen zweiten Band in die Geschichte einsteigen.

    Nach dem Erfolg der Leserunde zu Band 1 verlost der Solivagus-Verlag, in dem der zweite Band am 9. Oktober 2018 erscheint, 5 Exemplare des zweiten Bandes für den Start in die gemeinsame Leserunde. Ich würde mich freuen, wenn die Gewinner nicht nur an der Leserunde teilnehmen, sondern Rezensionen für das Buch auf Lovelybooks, auf Amazon und natürlich gerne auch auf anderen Plattformen verfassen.

    Wenn Ihr mitmachen wollt, beantwortet einfach bis zum 3. Oktober die folgende Frage: 

    Glaubt Ihr, dass auch wir heute in „Zeiten der Revolution“ leben? Warum?  

    S
    Letzter Beitrag von  SLovesBooksvor 8 Monaten
    Zur Leserunde

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