Franz Werfel

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Der Abituriententag

Erscheint am 31.01.2019 als Hardcover bei Anaconda Verlag.

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Eine blassblaue Frauenschrift

Eine blassblaue Frauenschrift

 (42)
Erschienen am 29.09.2017
Die vierzig Tage des Musa Dagh

Die vierzig Tage des Musa Dagh

 (34)
Erschienen am 10.01.2016
Der Abituriententag

Der Abituriententag

 (27)
Erschienen am 01.01.2018
Der veruntreute Himmel

Der veruntreute Himmel

 (12)
Erschienen am 01.02.1992
Das Lied von Bernadette

Das Lied von Bernadette

 (11)
Erschienen am 28.08.2018
Verdi

Verdi

 (10)
Erschienen am 24.08.2009
Jacobowsky und der Oberst

Jacobowsky und der Oberst

 (7)
Erschienen am 01.07.1983
Stern der Ungeborenen

Stern der Ungeborenen

 (7)
Erschienen am 01.11.1992

Neue Rezensionen zu Franz Werfel

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itwt69s avatar

Rezension zu "Stern der Ungeborenen" von Franz Werfel

Astromental - Paradies oder Hölle?
itwt69vor 2 Jahren

Vorweg muss erwähnt werden, dass man sich auf diesen "Reisebericht" in die "astromentale" Welt in 100000 Jahren einlassen muss wie auf kaum etwas anderes. Ansonsten verzweifelt man schnell an diversen Utopien, Fremdwörtern und Begrifflichkeiten. Ich habe es geschafft und musste mich nicht durchbeissen, deswegen war es auch ein besonderes Erlebnis, diesen außergewöhnlichen Roman zu lesen. Den spektakulären Errungenschaften der Astromentalen steht die apathische und gefühllose Persönlichkeit entgegen. Fortschritt oder Rückschritt - das bleibt jedem selbst überlassen, der bereit ist, sich darauf einzulassen.

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Sabrinaslesetraeumes avatar

Rezension zu "Die vierzig Tage des Musa Dagh" von Franz Werfel

Zu stark gekürzt aber macht Lust aufs Buch
Sabrinaslesetraeumevor 3 Jahren

Gabriel Bagradian ist ein Armenier, der den Großteil seines Lebens in Frankreich verbracht hat. Zusammen mit seiner Frau Juliette und seinem Sohn Stephan kehrt nach 23 Jahren in sein Heimatdorf am Fuße des Musa Dagh zurück um seinem verstorbenen Großvater die letzte Ehre zu erweisen. Dann jedoch bricht der erste Weltkrieg aus und aufgrund einer Entscheidung der Regierung sitzen Gabriel und seine gesamte Familie fest. Nach einigen Nachforschungen wird klar, dass die Türken beschlossen haben die gesamte armenische Bevölkerung auszurotten. Die Menschen der sieben Dörfer am Fuße des Musa Dagh beschließen jedoch, nicht auf das Ende zu warten, sondern sich, so gut es geht, zu wehren und ihr drohendes Schicksal abzuwenden. So verschanzen sich 5.000 Armenier auf dem Berg und versuchen den anrückenden türkischen Truppen etwas entgegenzusetzen und irgendwie zu überleben.


Das Cover ist ziemlich unruhig und mit den Farben schwarz, weiß und rot schon recht düster gehalten. Erkennen kann man darauf leider nichts und der Fokus ist klar auf den Titel gerichtet. Dieser beschreibt die Zeit, wie lange die Menschen auf dem Musa Dagh ausharren mussten, bevor sie vom Berg befreit wurden.

Der Protagonist Gabriel Bagradian ist ein stolzer Mann, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Es war seine Idee sich auf dem Berg zu verschanzen und er ist auch die treibende Kraft, wenn es darum geht, diesen Plan umzusetzen. Da er Reserveoffizier der türkischen Armee ist, hat er eine militärische Ausbildung und weiß worauf man achten muss, wie man Verteidigungslinien aufbaut,  eine provisorische Zeltstadt aufbaut und am Laufen hält. Während der Handlung muss er einige Rückschläge einstecken und Verluste ertragen, er muss unpopuläre Entscheidungen treffen und mit der Zeit hadert er immer öfter mit sich selbst. Aber bis zum Ende gibt er die Hoffnung nicht auf, sondern kämpft, so lange jemand auf ihn angewiesen ist und ihm bereitwillig folgt.

Das Buch selbst ist ein Klassiker und da sich der Völkermord, welcher 1915 in der Türkei begangen wurde, 2015 zum 100.ten Mal gejährt hat, wurde dieses Hörbuch verlegt. Das Buch hat über 990 Seiten, das Hörbuch hingegen dauert nicht einmal 3 Stunden. Wahrscheinlich kam mir die Handlung deshalb recht dünn vor und es fehlte meiner Ansicht nach auch an Tiefe und Emotionen. Man muss sich zumindest am Anfang enorm konzentrieren um der Handlung folgen zu können, da es viele Namen gibt die man sich merken muss und obwohl die Thematik anfangs recht interessant war, verblasst die Umsetzung im weiteren Verlauf und am Ende fragte ich mich was an diesem Buch so besonders sein soll. Mir fehlte einfach etwas und das könnte einfach damit zusammen hängen, dass der Roman so komprimiert wiedergegeben wurde.

Das für fast jeden Charakter ein eigener Synchronsprecher engagiert wurde, bringt eine Menge Abwechslung und jedem Charakter eine besondere Note. Das hat mir gut gefallen ebenso die musikalische Untermalung, die nach wichtigen Szenen eingespielt wurde.  Wenn man sich für die Geschichte interessiert und näheres zur Thematik erfahren möchte, sollte man sicher besser zum Buch greifen. Das Hörbuch selbst ist recht interessant und gibt einen guten Überblick über die Geschehnisse, aber wie gesagt fehlt es da an einigem. Deshalb kann ich auch nicht mehr als

3 von 5 Punkten geben,

jedoch wurde mein Interesse für das gedruckte Werk geweckt.

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TinaGers avatar

Rezension zu "Die vierzig Tage des Musa Dagh" von Franz Werfel

Die vierzig Tage des Musa Dagh
TinaGervor 4 Jahren

Franz Werfel legt mit leichter Hand eine monumentale Schlacht hin. Der Roman erzählt nicht nur die Schicksale der Menschen, die sich auf dem Musa Dagh gegen die Angreifer verschanzen, sondern auch die detaillierten militärischen Details. Damit entsteht mehr als ein historischer Roman, der die vielfältig verwickelten Lebenslinien der Gemeinschaft auf dem Berg auslotet, es entsteht ein schillerndes Bild eines atemlosen Zustandes zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Werfel lotet die Grauzonen dieses Zustandes zwischen Todesmut und Adrenalin, zwischen Hungersnot und Mater in allen Nuancen aus. Ein meisterliches Epos nicht nur erzählerisch und menschlich, sondern auch historisch. Die Fakten, die der Autor zusammenträgt, sind verbürgte Realität. Das lässt den Leser mit dem größten Eindruck und tiefster Erschütterung zurück, denn trotz aller Wortgewalt und Eleganz, die der Text immer wieder vermittelt, ist das Elend und Unrecht schlichte Wahrheit. Ein mitreißender Text und ein dramatisches Zeitzeugnis des grausamen Massakers der Türken an den Armeniern. Unbedingte Leseempfehlung.

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Franz Werfel wurde am 10. September 1890 in Prag geboren.

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