Franz Werfel Der Abituriententag

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Inhaltsangabe zu „Der Abituriententag“ von Franz Werfel

Die »Geschichte einer Jugendschuld« hat Franz Werfel diesen Roman genannt, der an einem kleinstädtischen Gymnasium um die Jahrhundertwende spielt. Für die meisten ist es eine Zeit voll Abenteuerlust und Freiheitsdrang. Nur einer, der frühreife Außenseiter Franz Adler, passt nicht ins Bild dieser scheinbar so unbeschwerten Vergangenheit... »Kann ein Mensch den andern wirklich vernichten (...), vernichten bis in die zartesten Einsamkeiten der Seele hinein? Oder sind dem bösen Triebe Grenzen dadurch gesetzt, daß der Schuldige in seinem Opfer sich selbst vernichten muß, ja sich selbst noch grausamer als das Opfer?« Franz Werfel Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Wunderbares Buch über das Leben mit einer tief verborgenen Schuld! Spannend.

— Chanti97
Chanti97

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  • Über das Quälen von Mitschülern

    Der Abituriententag
    PaulTemple

    PaulTemple

    Der Untertitel "Die Geschichte einer Jugendschuld" lässt schon erahnen, dass beim "Abituriententag" dem Thema Schuld eine große Rolle im Romanverlauf zukommen wird. Der Richter Sebastian nimmt am 25jährigen Abituriententreffen seiner ehemaligen Klasse teil und erinnert sich daraufhin an Begebenheiten seiner Schulzeit (um 1900), als er und mehrere Klassenkameraden einen Mitschüler psychisch quälten und an seinem vermeintlichen Niedergang große Schuld tragen.  Wie schon bei "Unterm Rad" von Hesse, zeichnet Franz Werfel ein düsteres, unmenschliches und wohl auch realistisches Portrait eines Gymnasiums um die Jahrhundertwende. Der stets vorhandene, mit Angst und nicht selten Selbstmordgedanken verbundene Leistungsdruck überdeckt den Alltag der Schüler, die sich dennoch bemühen, so etwas wie Spaß oder Abenteuer zu erleben - mit einschneidenden schulischen Konsequenzen.  Klare Leseempfehlung!

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    • 6
    lord-byron

    lord-byron

    19. April 2015 um 21:20
  • Rezension zu "Der Abituriententag" von Franz Werfel

    Der Abituriententag
    marcelsarman

    marcelsarman

    21. December 2014 um 10:57

    Abituriententag 1927 in der österreichischen Provinz: 25 Jahre nach dem Abitur sind die Haare weniger und die Bäuche größer geworden. Fast alle Ehemaligen sind gekommen, einige sind im ­ersten Weltkrieg gefallen, andere waren nicht auffindbar, unter ihnen ein gewisser Franz Adler. Dieser Adler war einst Klassenprimus, bevor er von seinen Mitschülern gedemütigt und gemobbt wurde. Ein Mitschüler, der zum Untersuchungsrichter aufgestiegene Ernst Sebastian, glaubt über den Verbleib Adlers Bescheid zu wissen, schließlich wurde ihm am Vortag ein gewisser Franz Adler als mutmaßlicher Prostituiertenmörder vorgeführt. Sebastian kommen die alten Geschichten wieder ins Bewusstsein und er beginnt diese zu notieren. Sebastian und seine Freunde, unter ihnen auch Adler, hatten eine wilde Jugend mit Schulschwänzen, Trinkgelagen und spiritischen Anwandlungen verbracht. Schließlich drohte Adler von der Schule zu fliegen. Sebastian schlich sich schlussendlich ins Lehrerzimmer um Adlers Noten im Klassenbuch zu fälschen, während Adler Schmiere stand. Trotzdem wurden die Beiden ertappt. Aber Sebastian schob die ganze Schuld auf Adler und konnte Adler schließlich dazu überreden, die Stadt vor der über seine Zukunft entscheidenden Sitzung zu verlassen. Adler blieb danach verschollen, bevor Sebastian ihn jetzt wiederzuerkennen glaubt. Sebastian muss nun als Untersuchungsrichter über Franz Adler richten. Doch dieser Franz Adler hat etwas zu sagen, was die ganze Angelegenheit in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Bewertung: In dichter, geradezu fieberhafter Sprache geschriebener Klassiker, der zumindest teilweise spannend und unterhaltsam ist, aber an einigen Stellen gewisse Längen aufweist. Der brillante Schluss entschädigt für den etwas langatmigen Mittelteil: 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Der Abituriententag" von Franz Werfel

    Der Abituriententag
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    06. December 2011 um 18:17

    Diese Geschichte einer hinterlistigen Handlung unter Abiturienten am Anfang des letzten Jahrhunderts hat mich erst einmal etwas ratlos zurückgelassen,weil die Geschichte zwischen den zwei Jungen nicht eindeutig erzählt wird.Sie wird im Rückblick eines Untersuchungsrichters erzählt,der die Sache eines Kleinkriminellen untersuchen soll für den Richter.Da dieser ihn an einen früheren Klassenkameraden erinnert, dem er im Abiturjahr recht übel mitgespielt hat, kommt seine Erinnerung ins Laufen.Werfel kann sich sehr gut in die Psyche dieser jungen Leute hineinversetzen, aber es dauert endlos, bis dies Sac he weitererzählt wird.Dabei kommt heraus,dass er einen jüdischen Klassenkameraden damals erst lächerlich gemacht hat vor der Klasse und ihn dann zu einer nächtlichen Notenfälschung im Klassenbuch hineingezogen hat.. Sie werden beinahe erwischt, aber der Erzähler glaubt, dass er wegen dess hohen Standes seiners Vaters als Richter keinen Hinauswurf aus der Schule zu befürchten hätte,hingegen sein recht mittelloser jüdischer Mitschüler.Er klaut den Schmuck der alten Tanten des Schulkamedaen,versetzt sie und bugsiert diesen Jungen mit einem Koffer und diesem Geld in einen Zug um ins Ausland zu entkommen.Da er nicht weiß, was aus dem Jungen geworden ist plagen ihn Schuldvorstellungen ,weil er meint,dieser Kamerad könnte durch seine Schuld kriminell geworden sein, bis es sich herausstellt,dass es sich bei dem Kleinkriminellen,den er begutachten soll,nicht um den ehemaligen Klassenkameraden handelt.Das Positive an diese Geschichte scheint mir zu sein,dass sich dieser Untersuchungsrichter auch noch Jahre später schämt seinem damaligen Klassenkameraden so übel mitgepielt zu haben.

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