Franz Werfel Stern der Ungeborenen

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Inhaltsangabe zu „Stern der Ungeborenen“ von Franz Werfel

Diesen umfangreichen Roman voller Traumvorstellungen, utopischer Phantasien über eine »astromentale« Welt hat Werfel im Frühjahr 1943 begonnen und am 24. August 1945, zwei Tage vor seinem Tod abgeschlossen. In drei Teilen berichtet er darin - nach dem Muster von Dantes ›Göttlicher Komödie‹ - von einer dreitägigen Reise im Jahr 1943 in philosophische Lokationen, in denen die Grenzen von Realität und Fiktion aufgehoben sind: Er bewegt sich in der Verschränkung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Reisende »F. W.« projiziert unter der Führung seines wiedererstandenen ältesten und besten Freundes »B. H.« den geistigen und den politischen Zustand seiner realen Zeit und Gegenwart 1943 in die Welt der Astromentalen in utopischen Dimensionen. Dabei lernt er die eigene phantastische Vorstellungswelt als Bruchteil des Möglichen zu erkennen: in jenen fernen Zeiten leben die Menschen frei von Schmerz und Krankheit, Alter und Not, aber ohne Musik und Dichtung, jedoch auch ohne Arbeit. Zugleich findet er seine Hypothese aus der realen Gegenwart bestätigt, daß sie dann noch weiter von Gott entfernt sind, daß Hybris und Ranküne, Selbstüberhebung und Zwietracht der herrschenden Kräfte auch diese, die Jahrtausende spätere Welt zerrütten.

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  • Astromental - Paradies oder Hölle?

    Stern der Ungeborenen
    itwt69

    itwt69

    29. October 2016 um 16:45

    Vorweg muss erwähnt werden, dass man sich auf diesen "Reisebericht" in die "astromentale" Welt in 100000 Jahren einlassen muss wie auf kaum etwas anderes. Ansonsten verzweifelt man schnell an diversen Utopien, Fremdwörtern und Begrifflichkeiten. Ich habe es geschafft und musste mich nicht durchbeissen, deswegen war es auch ein besonderes Erlebnis, diesen außergewöhnlichen Roman zu lesen. Den spektakulären Errungenschaften der Astromentalen steht die apathische und gefühllose Persönlichkeit entgegen. Fortschritt oder Rückschritt - das bleibt jedem selbst überlassen, der bereit ist, sich darauf einzulassen.

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