Franz Werfel Verdi

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Inhaltsangabe zu „Verdi“ von Franz Werfel

»Was für eine Liebeserklärung an einen Künstler und die Musik, und welch klare Sicht der deutschen und der italienischen Seele!« Elke Heidenreich 1883 besucht Giuseppe Verdi Venedig, wo sich gerade sein künstlerischer Widersacher, der selbstbewusste Richard Wagner aufhält. Seit 10 Jahren befindet sich Verdi schon in einer Schaffenskrise, denn seit Wagner mit seinem neuartigen Musiktheater stürmischen Beifall erntet, fühlt er sich als Vertreter eines überholten Musikstils. Deshalb will ihm auch die Arbeit an seiner Oper »König Lear« nicht gelingen. Nachdem er in einem Gipfel der Verzweiflung seine Skizzen zu »Lear« verbrannt hat, entschließt er sich, endlich den Dialog mit Wagner aufzunehmen - doch zu spät. Denn dieser ist in der Nacht vor Verdis Besuch gestorben... Dieser großartige Roman ist durchdrungen von Psychologie und mitreißenden Effekten - die perfekte Entsprechung der Oper in der Literatur. Werfel setzte damit Maßstäbe in der Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Ein literarisches Denkmal für Verdi, Wagner und Venedig!

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  • Verdi in Venedig

    Verdi

    Buecherschmaus

    Franz Werfels erstmalig 1924 erschienener Roman gilt als einer der klassischen biografischen Künstlerromane. Ein wenig sollte man sich schon interessieren für Verdi, die Oper, Künstlertum oder Venedig im 19.Jh., außerdem Zeit und Neigung zum weiten epischen Atem mitbringen, um Freude an dem Buch zu haben. Denn viel passiert eigentlich nicht auf den über 400 Seiten. Werfel hat einen kurzen Abschnitt aus Verdis Leben ausgewählt, und zwar einige Wochen im Jahr 1883, als der große Komponist in Venedig weilte. Verdi steckte zu diesem Zeitpunkt bereits seit zehn Jahren in einer Schaffenskrise und erhoffte sich von seinem Aufenthalt Inspirationen für seine Arbeit an einer Oper über König Lear. Weite Teile des Buches beschäftigen sich mit dem Ringen des Komponisten mit diesem Stoff, seinen Selbstzweifeln, dem Widerstreit mit dem moderneren Richard Wagner - der zur selben Zeit in Venedig war und dort auch vor einem wirklichen Zusammentreffen mit Verdi verstarb. Meistens ist Werfel ganz nah dran am Fühlen, Denken und Erleben seiner Hauptfigur, reist mit diesem auch mal in die Vergangenheit, zu wichtigen prägenden Augenblicken seines Lebens. Eine linear erzählte Biografie ist dies aber nicht. Es ist ein "Roman der Oper". Es werden eine ganze Anzahl mehr oder weniger nahe Bekannte Verdis eingeführt, wie der 105jährige Opernfanatiker Marquese Gritti, der junge Italo, der ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau hat, der todkranke verarmte deutschen Musiker Fischböck und und und. Meist ist der Autor auch an diesen Figuren ganz nah dran und lässt uns durch sie ein lebendiges, wenn auch schmales Zeitpanorama erleben. Manchmal nimmt Werfel aber auch die Position des reflektierenden Biografen ein, dann liest man manchmal etwas fremdartige Einschätzungen, z.B. zum weiblichen Geschlecht. Insgesamt ist das Buch aber ein hochinteressantes, einfühlsames Menschen- und Zeitporträt, stilistisch großartig, wenn man sich einlassen kann und will auf diesen epischen Atem, die zahlreichen inneren Monologe und Betrachtungen. 

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