Franz Winter

 3.2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Operation Rheingold, Bach und weiteren Büchern.

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Franz WinterBach
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Bach
Bach
 (2)
Erschienen am 03.11.2014
Franz WinterOperation Rheingold
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Operation Rheingold
Operation Rheingold
 (3)
Erschienen am 14.03.2011
Franz WinterOrfanelle
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Orfanelle
Orfanelle
 (1)
Erschienen am 01.10.2012
Franz WinterSommerfrische
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Sommerfrische
Sommerfrische
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Erschienen am 01.06.2015
Franz WinterDie Schwierigen
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Die Schwierigen
Die Schwierigen
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Erschienen am 02.10.2017
Franz WinterEmil Cioran und die Religionen
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Emil Cioran und die Religionen
Emil Cioran und die Religionen
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Erschienen am 30.01.2007
Franz WinterHermes und Buddha
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Hermes und Buddha
Hermes und Buddha
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Erschienen am 13.02.2012
Franz WinterAltertümer von Pergamon
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Altertümer von Pergamon
Altertümer von Pergamon
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Erschienen am 01.01.1908

Neue Rezensionen zu Franz Winter

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Rezension zu "Bach" von Franz Winter

Hat mich zu Tränen gerührt
Gospelsingervor 4 Jahren

Köthen, 1720. Während Johann Sebastian Bach mit seinem Fürsten in Karlsbad weilt, sich trotz der Liebe zu seiner Frau in eine junge Sängerin verliebt und sich fragt, ob es „verschiedene Sternbilder der Liebe“ gibt, kämpft seine Ehefrau Maria Barbara mit einer tödlichen Krankheit und fasst einen schweren Entschluss.
Als Bach nach zwei Monaten zurückkehrt, ist seine Frau bereits tot und begraben. Die Nachricht über ihre Erkrankung hat ihn nie erreicht.

Bach hatte für mich immer etwas Unnahbares, Sprödes. Durch die Erzählkunst Franz Winters ist der Komponist für mich jetzt lebendiger und fassbarer geworden. Der Autor nutzt den Reichtum der deutschen Sprache bis zum Anschlag aus und passt seinen Schreibstil der damaligen Diktion an. Das zu lesen, ist ein Genuss.
Vor allem aber ist dieses Buch herzzerreißend, weil es auch ein Buch über die Situation und die Stärke von Frauen in der damaligen Zeit ist. Maria Barbaras Angst vor einer verstümmelnden Operation, ihre Verzweiflung und die Beschreibung ihres Todes, das ist so gefühlvoll und voller Verständnis geschrieben, dass man nicht umhin kommt, sich in die handelnden Personen hineinzuversetzen, mit ihnen zu leiden und ihren Schmerz nachzuvollziehen.

Sehr schön finde ich, dass die im Buch erwähnte Musik im Anhang aufgelistet ist.

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Rezension zu "Orfanelle" von Franz Winter

Rezension zu "Orfanelle" von Franz Winter
Gospelsingervor 6 Jahren

Nach der Pest 1348 feierte in Venedig die Lebenslust ein andauerndes Fest. Jeder hatte das Recht, sich zu maskieren, und so fielen auch die Grenzen des Anstands. Das Ergebnis waren Hunderte von unehelich geborenen Kindern, die von ihren Müttern weggegeben wurden.
Die Jungen wurden als billige Arbeiter auf das Festland geschickt, die Mädchen wurden in einer frühen Form der Babyklappe beim Waisenhaus abgelegt. Sie wurden für einfache Arbeiten ausgebildet, Auswanderern nach Übersee als Bräute mitgegeben oder wurden Nonnen.
Unter diesen armen Mädchen gab es einige etwas Privilegierte, die „Orfanelle“, die Begabten, die zu Musikerinnen ausgebildet wurden. Antonio Vivaldi schrieb Werke für sie, und ganz Venedig kam zu den Konzerten.
Unter den Musikerinnen sind auch die Protagonistinnen Anna, die eine berühmte Sängerin und Vivaldis Geliebte wird, und Pelegrina, eine hervorragende Geigerin, die an einen deutschen Grafen verkauft wird. Das Buch zeichnet ihr Aufwachsen als Orfanelle und ihre tiefe Freundschaft nach. Ihre Wünsche und Träume von einer besseren Welt, in der sie zusammenbleiben können, werden nicht erfüllt.
Dieses Buch hat mich tief berührt, besonders die völlige Rechtlosigkeit der Findelkinder, die unter der Macht der Kirche zu leiden hatten. Die Kirche hatte ein knallhartes finanzielles Interesse an den Waisen und hat sie entweder selbst ausgebeutet oder an Zahlende verschachert. Zwar hatten die Orfanelle eine etwas bessere Stellung, aber auch sie waren ohne Chance auf eine selbstbestimmte Lebensplanung.
Dies ist ein ungewöhnliches und in einer poetischen Sprache geschriebenes Buch, in dem das 18. Jahrhundert besonders in den Reisebeschreibungen sehr lebendig wird. Und natürlich ist es voller Musik. Musik, die zum einzigen Trost in düsteren Lebensumständen wird.

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Rezension zu "Operation Rheingold" von Franz Winter

Rezension zu "Operation Rheingold" von Franz Winter
Gospelsingervor 7 Jahren

Nach einer Feier wird der Hobby-Musikwissenschaftler Gottfried Kronstein in den Bergen des Salzkammerguts vermisst. Später wird er tot aufgefunden. Sein Bekannter Andreas Rothmann, Oboist bei den Berliner Philharmonikern, glaubt nicht an einen Unfall und fängt an, zu ermitteln. Dabei trifft er auf eine attraktive Frau, die irgendwie in die Sache verwickelt ist. Aber nicht nur sie wird ihm gefährlich.
Andreas Rothmann vollzieht nach, was Kronstein in der Zeit vor seinem angeblichen Unfall getrieben hat. Kronstein war den verschollenen Partiturhandschriften zu Richard Wagners Opern Rheingold und Walküre auf der Spur und wollte sie den Berliner Philharmonikern schenken.
Diese Handschriften wurden Hitler von der Großindustrie zum 50. Geburtstag geschenkt und fanden Aufnahme in seine Privatbibliothek. Im Krieg wurden die Handschriften in Hitlers Alpenfestung im Ausseerland in Sicherheit gebracht. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs sind die Partiturhandschriften verschwunden und wurden bis heute nicht gefunden.
Aus diesen historischen Tatsachen macht Franz Winter einen poetisch geschriebenen Krimi der etwas anderen Art.
Besonders gefallen hat mir an diesem Roman, wie harmonisch die deutsch-österreichische Geschichte, die Abkommen zwischen der Katholischen Kirche und den Nationalsozialisten, Musik und Krimihandlung vermengt werden.
Meine Lieblingsszene ist die Beschreibung einer Orchesterprobe mit Nikolaus Harnancourt.
Und da die leckere österreichische Küche einen großen Raum im Roman einnimmt, habe ich jetzt fürchterlichen Appetit auf Kaiserschmarrn.

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