Franz X Karl Fünf Tage im Juli

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Inhaltsangabe zu „Fünf Tage im Juli“ von Franz X Karl

Mit realistischer Härte und in einer genauen und poetischen Sprache erzählt Franz Xaver Karl fünf entscheidende Tage aus dem Leben einer Familie. Über drei Generationen hinweg entfaltet sich ein Panorama voller unausgesprochener Sehnsüchte und verworfener Träume. Der Vater liegt im Sterben, und die Familienmitglieder sind konfrontiert mit ihren Hoffnungen und Verletzungen, ihren Prägungen und Erinnerungen, schließlich mit dem, was Liebe und Tod bedeuten. Dabei wird spürbar, wie fremd die Beteiligten einander sind. Sie zeigen sich in ihrer Verlorenheit und Absonderlichkeit, in ihrer Bösartigkeit und tiefen Verunsicherung während der Vater überlegt, wie er dem Tod noch entkommen könnte. Theo liegt im Schatten eines Kirschbaums, den er selbst einmal gepflanzt hat. Er fühlt sich verhöhnt von der üppig wuchernden Natur, während in seinem Körper eine Krankheit ihr Unwesen treibt. Martha, seine Frau, patroulliert durch ihren Garten auf der Suche nach Eindringlingen, die ihre geliebten Pflanzen bedrohen. Oft steht sie dort, wie festgewachsen, mit einem merkwürdigen Ausdruck auf dem Gesicht. Im Zentrum des Romans stehen Theo, Martha und ihre Kinder: Ruth, Theos Lieblingskind, die ihr Glück in Horoskopen und Designerkatalogen sucht. Marie, die Künstlerin, die ihre Drogenexzesse hinter sich glaubt. Florian, der jüngste Sohn, der als einziger versucht, die Geschichte seiner Eltern zu verstehen. Und ein Verschollener, der alle Kontakte zur Familie abgebrochen hat. Franz Xaver Karl erzählt mit realistischer Härte und in einer genauen und poetischen Sprache fünf entscheidende Tage aus dem Leben dieser Familie. In absurden Konfrontationen und bewegenden Begegnungen zeigen sich die Vertreter verschiedener Generationen in ihrer Verlorenheit und Absonderlichkeit, in ihrer Bösartigkeit und tiefen Verunsicherung - während Theo überlegt, ob er dem Tod noch ein Schnippchen schlagen kann. So entfaltet sich eine aktuelle und exemplarische Familiengeschichte, in der die Sehnsucht nach Liebe und Transzendenz sichtbar wird.

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  • Rezension zu "Fünf Tage im Juli" von Franz X Karl

    Fünf Tage im Juli
    SV

    SV

    21. November 2007 um 12:53

    "Irgendwann mußte er seine Zuversicht verloren haben" Wenns ans Sterben geht, ist Zeit sich zu erinnern, vielleicht eine Summe, die Summe des eigenen Lebens, zu bilden. Theo stirbt, über „Fünf Tage im Juli“ lässt uns F.X.Karl an seinem Sterben und den Gedanken und dem Tun seiner Frau und seiner Kinder, sogar des unehelichen Sohnes der Frau, der vor vielen Jahren verschwunden ist, teilhaben. Jeder muss seine Rolle spielen, aber F.X. Karl macht seine Personen nicht gar zu eindimensional, zeigt, dass auch im scheinbar festgezurrtesten Leben noch mehr zu finden ist, dass man leicht herausfallen kann. Fort sind sie alle – manche sehr weit, um sich zu befreien, aus ihren Rollen herauszukommen, aber noch auf der Fahrt zur Beerdigung spürt der Sohn: “Als Florian jetzt vom südlichen Rand in seine Heimatstadt hinein fuhr, spürte er sofort diese spezielle Heimatstadtbeklemmung, so, als würden sich in diesem Moment alle Augen auf ihn richten. Er hatte sich hier immer überwacht gefühlt.“ Man schüttelt das Herkommen nicht leicht ab, trägt die „Heimatstadtbeklemmung“, die vielleicht auch eine Familienbeklemmung, Menschenbeklemmung ist, lange, vielleicht immer mit sich. Das könnte eine arg düstere Geschichte sein, wäre Karl nicht imstande, so intensiv und genau zu schildern, dass kaum Zeit bleibt sich in Düsternis zu verlieren, vielleicht sogar am Schluss der Gedanke bleibt: Pass ein bisschen besser auf dich und dein Leben auf – was ja nicht unvernünftig ist.

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