Franz Xaver Roth

 3.3 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Böser Mann, Freundschaftsdienst: Kriminalroman und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Franz Xaver Roth

Franz Xaver Roth ist das Pseudonym unter dem ein Münchner das Vorortleben der Großstadt in Form eines Kriminalromans sehr treffend, spannend und unterhaltsam darzustellen weiß. Zusammen mit seiner Familie lebt Roth in Leuterding. Sein Debütroman »Böser Mann« erschien im Juli 2011 im Knaus Verlag.

Alle Bücher von Franz Xaver Roth

Böser Mann

Böser Mann

 (9)
Erschienen am 06.07.2011
Falscher Mann

Falscher Mann

 (1)
Erschienen am 04.03.2013
Freundschaftsdienst: Kriminalroman

Freundschaftsdienst: Kriminalroman

 (1)
Erschienen am 30.03.2015
Freundschaftsdienst

Freundschaftsdienst

 (0)
Erschienen am 30.03.2015

Neue Rezensionen zu Franz Xaver Roth

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Tanzmauss avatar

Rezension zu "Freundschaftsdienst: Kriminalroman" von Franz Xaver Roth

Wo Freundschaft endet
Tanzmausvor 3 Jahren

Ann-Charlotte Gruber, genannt Charlie, ist die Ehefrau eines Starorthopäden und geht sehr gerne in Swinger-Clubs. Überhaupt lebt sie gerne sehr freizügig, was nicht jedermanns Geschmack ist.

Als sie eines Abends den Zahnarzt Bernie Faulhuber kennenlernt, kommen die beiden sich im Club, aber auch außerhalb schnell näher. Doch dann ist Charlie plötzlich tot und Bernie soll der Täter gewesen sein.

Im mittlerweile dritten Roman von Franz Xaver Roth ist wieder der Spürsinn von Franz Luginger, dem Wirt des „Hammer-Eck“, gefragt. Ausgerechnet einer seiner Stammgäste wird des Mordes verdächtigt. Das kann Franz Luginger so nicht stehen lassen und stellt selbst Ermittlungen an, die Dinge ans Licht bringen, welche man so nicht erwartet hätte.

Es war für mich das erste Buch aus dieser Reihe und von Franz Xaver Roth. Obwohl ich die beiden vorherigen Bände nicht kannte, fand ich mich doch gut in der Geschichte zurecht, da es sich um einen in sich abgeschlossenen Fall handelt.

Das Buch liest sich recht leicht und flüssig. Die Spannung war nicht sonderlich hoch, dafür konnte man es schnell lesen und hatte dadurch einen gewissen Unterhaltungswert. Die Geschichte ist leider sehr sexlastig, was vor allem an der ermordeten Protagonistin liegt. Diese geht gerne in Swinger-Clubs und lebt ihre Neigungen in vollem Maße aus.

Die restlichen Protagonisten laufen eher mit, man merkt keine deutliche Entwicklung, wobei die Kommissarin mir zudem recht blass und unscheinbar vorkam.

Insgesamt hätte ich mir anhand des Klappentextes und des doch sehr ansprechenden Covers etwas mehr von der Geschichte versprochen. Leider wurden diese Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Fazit:
Eine kurzlebige, dafür leicht zu lesende Geschichte, die mir allerdings nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

Reihe:
1. Böser Mann
2. Falscher Mann
3. Freundschaftsdienst

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M

Rezension zu "Falscher Mann" von Franz Xaver Roth

Leuterding zum Zweiten
michael_lehmann-papevor 6 Jahren


 

Nach „Böser Mann“ legt Franz Xaver Roth nun seinen zweiten Regionalkrimi aus der bayrisch-Münchner Provinz vor. Ein Jahr ist seit den letzten Aufregungen vergangen und Franz Luginger, Wirt des „Hammer-Eck“, konnte endlich wieder zum  Alltag zurückkehren.

 

Wobei, was heißt schon Alltag? Eher ein Treiben lassen ist es, das Franz mag und was ihm entspricht. Seit 10 Jahren in Bindung zu Barbara, aber einfach und nur mit eitel Sonnenschein versehen ist das nicht (wie sich zeigt, als Franks Koch Sammy seine neue Freundin mal richtig „vornimmt“ und dem Leser an Barbaras Reaktion erkennbar wird, dass sie in dieser Beziehung bei Luginger doch einiges vermisst).

 

Treiben lassen ist auch die Devise der Kneipe. Alles preiswert wie eh und je, jedes Wochenende Fußballübertragung, die Stammgäste bekannt seit ebenfalls eh und je (nicht wenige seit der Schulzeit). Man steht füreinander ein, wenn nicht zuviel geredet wird. Lugingers Sorgen gelten eher seinem defekten Dodge Ram als den Einnahmen, mehr seiner entspannten Haltung mit der „Selbstgedrehten“ als den vielfachen Alltagsdiskussionen seiner Mitmenschen. Seine alte Mutter macht ihm genügend Mühe, das reicht eigentlich völlig aus. Und bitte nichts dazu und nicht ändern, selbst die Idee mit einem Pizza Ofen als Neuerung für die Kneipe geht ihm schon ziemlich auf die Nerven

 

„Nachdenken erschien ihm als mickriger Versuch, der Unübersichtlichkeit des Lebens mit Verstandesleistung beizukommen. Nachdenken war was für Optimisten und die, die ohne Antworten nicht leben könnten. Er konnte das. Einfach da sein und schauen, was kam“.

 

Doch nun muss Luginger seine ruhige Seite verlassen. Sein Freund Gernot taucht abends auf. Betrunken und blutbesudelt. Und ein Mord ist geschehen. An einer Frau, die früher einmal ein Mann war. Einer Frau aus Brasilien, die früher einmal im Dorf lebte. Ein Mord an einem Transsexuellen, der vor langer Zeit einmal Gernots Bruder war und nun als seine Schwester vom Parkdeck auf die Strasse zu Tode gestoßen wurde.

 

Was das alles mit „der Kümmernis“ zu tun hat, wie ein Landrat mit drin hängen könnte, was ein alter, seniler Pfarrer und ein ebenso älterer, aber noch im Kopf frischer ehemaliger Kaplan über „damals“ wissen, ob der Mord überhaupt einen Bezug zu Leuterding hat, wie sich die Luginger schon vertraute Kommissarin Weibel mit einbringen wird und ob (und wenn ja was) für Geheimnisse eine alte Hauswirtschafterin mit sich herumträgt, all das wird Luginger Nerven, Ruhe, Gelassenheit und Schlaf kosten. Samt Komplikationen, die seine Mutter bereiten wird. Denn auch Anna Luginger hat ein Wissen, dass sie mit sich trägt.

 

Überzeugend in den Personen und der bayerisch-provinziellen Atmosphäre, mit so mancher Spitze gegen das „moderne Leben“, einer tragenden Figur, die das alles realistisch verkörpert und einer trockenen, manchmal Dialoge nur andeutenden Sprache unterhält Roth auch in seinem zweiten Kriminalroman in Bezug auf die regionale Verankerung bestens. Der Fall selber wirkt hier und da doch etwas wirr und unglaubwürdig, birgt aber in der Grundidee eines Aufwachsens „im falschen Körper“ in der damals noch verstaubten Provinz eine interessante Grundidee. Manches Mal zuviel an Motiven und Ereignissen und ob das, was nachher rauskommt, einen Mord rechtfertigen würde, das muss der Leser dann selbst entscheiden. Sehr unterhaltsam und ganz eigen in Stil und Atmosphäre aber allemal.

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gaby2707s avatar

Rezension zu "Böser Mann" von Franz Xaver Roth

Rezension zu "Böser Mann" von Franz Xaver Roth
gaby2707vor 7 Jahren

Ein netter Provinzkrimi, der aber die Bezeichnung "Krimi" fast nicht verdient hat...

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