Franz Zeller Sieben letzte Worte

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Inhaltsangabe zu „Sieben letzte Worte“ von Franz Zeller

Blutrotes Wasser fließt über die malerische Petersmühle im Zentrum der Salzburger Altstadt. Es ist Ende Juli, die Festspiele haben bereits begonnen. Die Journaille hält das grausliche Intermezzo für eine Werbeaktion zugunsten einer skandalträchtigen Inszenierung. Doch wenige Tage später speit der Almkanal eine Leiche aus dem Festungsberg und lässt sie auf dem Mühlrad rotieren wie einen gebrochenen Schmetterling.

Spannender Krimi in gemütlichem Tempo

— Aglaya
Aglaya

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  • Blutiges Salzburg

    Sieben letzte Worte
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    21. October 2014 um 19:36

    Mitten in der Festspielzeit in Salzburg: Die bekannte Schauspielerin Mira Krainer verschwindet zunächst spurlos und taucht dann malerisch drapiert auf dem Mühlrad der Petersmühle als Leiche wieder auf.  Chefinspektor Franco Moll ermittelt im sommerlich-heißen Salzburg. Aber nicht nur der Mordfall sondern auch sein Privatleben fordern ihn heraus. Die hübsche Bettina, die ihm den Kopf verdreht, ist nämlich bei weitem nicht so harmlos wie es den Anschein hat ...  Gäbe es tatsächlich so viele Morde, wie die mittlerweile zahlreichen Salzburg-Krimis vermitteln wollen, hätten wohl jeder Angst, die wunderschöne Stadt zu besuchen. :-) Das malerische Ambiente ist als Kulisse natürlich prädestiniert für dunkle Geheimnisse (ich durfte übrigens ein paar der Originalschauplätze besuchen und die Informationen über den Almkanal fand ich äußerst interessant!) Getragen wird die Geschichte vom Zusammenspiel der eigenwilligen Charaktere: Chefinspektor Franco Moll, alleinerziehender Vater mit Hang zu problematischen Liebesaffären, sein übergewichtiger, gemütlicher Partner Oberhollenzer, dessen Linke sich manchmal verselbständigt und Martina Pelegrini, burschikoser Neuzugang aus Wien bilden ein gutes Team.  Genau wie die Ermittler tappte ich lange im Dunkeln, wer denn nun der Täter war.  Sprachlich gut durchkomponiert, mit immer wieder aufblitzendem Humor.  Fazit: Gelungene, spannende Unterhaltung mit viel Ambiente! 

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  • Eine junge Schauspielerin

    Sieben letzte Worte
    TochterAlice

    TochterAlice

    ist hier brutal ums Leben gekommen, ein angenehmer Mensch offenbar, mit sozialen Interessen - man hört nur Gutes über sie. Ein wenig lebenslustig war die junge Frau - ob ihr das zum Verhängis geworden ist? Das österreichische Team - der Krimi spielt in Salzburg - beginnt mehr oder weniger fieberhaft zu ermitteln: nun ja, in Österreich ticken die Uhren offenbar etwas langsamer. Ein Haufen von Originalen hat sich hier zusammengefunden - in einer für regelmäßige Rezipienten von Krimis allerdings nicht untypischen Mischung. Der Gemütliche fehlt hier ebensowenig wie der erotisch Interessierte, der durch seine Abenteuer immer wieder vom Wesentlichen abgelenkt wird. Eine Frau, die aus ihrer Sicht nicht ausreichend zum Zuge kommt und ein Kollegenschwein, das keiner so recht mag, gibt es natürlich auch... humorvoll und nett präsentiert, aber nicht unbedingt innovativ. Die Spur führt ins Theater - es ist mal wieder Festspielzeit und die Tote war Protagonistin einer aufsehenerregenden Produktion, die so einige - vor allem kirchliche Funktionäre - auf die Palme bringen könnte. Geschickt fügt der Autor alle Erzählstränge schlüssig zusammen und auch zu einem runden Abschluss. Der Leser könnte also glücklich sein - wenn nicht einige Mankos im Aufbau der Geschichte und der Charaktere die Entwicklung nicht empfindlich stören würden. Aus meiner Sicht betraf das vor allem die Darstellung der weiblichen Protagonisten, die allesamt derart klischeebehaftet gezeichnet wurden, dass man sich an Karrikaturen erinnert fühlt. Zudem werden ausgesprochen Sexszenen in einer für die Gesamthandlung eher unpassenden Art eingebaut. Ein eigentlich runder Krimi also mit so einigen Störungen, den ich daher nur bedingt empfehlen kann. Allerdings sehe ich im Ansatz eine ganze Menge Potential und könnte mir vorstellen, dass der nächste Fall des Salzburger Teams richtig klasse wird!

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    • 2
  • Running-Sushi

    Sieben letzte Worte
    walli007

    walli007

    Wieder einmal genießen sie das Essen in dem Sushi-Restaurant, Kommissar Franco Moll und seine Kollegen, wobei der Oberhollenzer das Essen überhaupt nicht mag und den Kindern an den Nachbartischen lieber die Hummerchips wegfuttert. Doch lange währt die Ruhe nicht und schon bald werden die Ermittler an den Fundort einer Leiche gerufen, die sich an einem Mühlrad am Almkanal verhakt hat. Was mag mit der jungen Frau geschehen sein, wer hat sie nur auf ihren einsamen Weg durchs Wasser geschickt. Sofort beginnen Franco Moll und seine Kollegen mit den Ermittlungen, wobei die Leiche zunächst einmal zu identifizieren ist. Auch in der wunderbaren Grenzstadt Salzburg, bei der es sich um die viertgrößte Stadt Österreichs handelt, ist das Leben nicht immer ruhig und beschaulich. Die Inspektoren der Abteilung „Leib und Leben“ bekommen hier bereits zum dritten Mal (und im wahren Leben möglicherweise noch häufiger) zu tun. Da wird die Touristenattraktion zum Todesschauplatz. Mit großem Eifer tappen die Polizisten zunächst im Dunkeln, denn so beginnt wohl jede Ermittlung. Doch bald ist wenigstens der Name des Opfers bekannt und dieser führt die Kommissare in die Welt der Medien. Chefinspektor Moll alleinerziehend und gerade wieder verlassen wird dabei durch seine Suche nach einem neuen Privatleben von der Arbeit abgelenkt und muss sich doch auf seine Kollegen verlassen. Lokalkolorit, ein packender Fall und Ermittler mit ganz normalen Sorgen und Nöten, daraus mischt der Autor einen spannenden Kriminalroman, der gerade durch seinen österreichischen Charme besticht und mit einigen Überraschungen aufwartet. 

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    • 5
    dicketilla

    dicketilla

    15. August 2014 um 10:13
  • Leserunde zu "Sieben letzte Worte: Kriminalroman" von Franz Zeller

    Sieben letzte Worte
    frenkie

    frenkie

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser! Ich habe vor kurzem meinen dritten Salzburg-Krimi "Sieben letzte Worte" veröffentlicht. Als Autor arbeitet man viel allein, und wenn das Buch fertig ist, geht es ans nächste. Aus diesem Grund würde ich gern mal aus dem Rad aussteigen und mit Euch über den neuen Krimi diskutieren. Mehr Infos über mich, findet Ihr auch hier: www.franzzeller.at So wie meine bisherigen Bücher gibt es auch bei „Sieben letzte Worte“ ein Generalthema: Leidenschaften und Obsessionen, die bis zum Doppelleben gehen. Gerade was das Doppelleben betrifft: das ist etwas, mit dem jeder von uns schon Erfahrungen gemacht hat. Im Grunde beginnt ein kleines Doppelleben dort, wo wir lügen, aus welchen Gründen auch immer. Die Story: Blutrotes Wasser fließt über die malerische Petersmühle im Zentrum der Salzburger Altstadt. Es ist Ende Juli, die Festspiele haben bereits begonnen. Die Journaille hält das grausliche Intermezzo für eine Werbeaktion zugunsten einer skandalträchtigen Inszenierung. Doch wenige Tage später speit der Almkanal eine tote Schauspielerin aus dem Festungsberg und lässt sie auf dem Mühlrad rotieren wie einen gebrochenen Schmetterling. Blut und Gewalt stehen bei mir im Übrigen nicht im Mittelpunkt. Ich interessiere mich viel mehr dafür, wie Figuren ticken. Und so „beschäftige“ ich zum Beispiel einen alleinerziehenden Kommissar mit einem neunjährigen Sohn, der auch so seine Schwierigkeiten im Familienmanagement hat. Zudem hat mein Ermittler auch kein glückliches Händchen bei Liebesbeziehungen. Und diesmal wird’s besonders dramatisch. Ihm zur Seite steht der sympathische und höchst übergewichtige Kollege Oberhollenzer. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, das Buch mit euch zu lesen. Da ich als Vollzeitjournalist arbeite und für zwei Sendereihen im Radio (Österreich 1) verantwortlich bin, kann es ausnahmsweise mal passieren, dass Ihr einen Tag nichts von mir hört, aber das wird, wie gesagt, nicht die Regel sein. Bitte bewerbt Euch mit ein paar Angaben zu Eurer Person. Droemer-Knaur stellt 20 Bücher zur Verfügungen, gern auch als e-book. Zu lesen werden wir wohl Anfang Juli beginnen, wenn alle die „Sieben letzten Worte“ in der Hand halten. Bis dahin versorge ich Euch mit anderen Texten von mir (wenn Ihr wollt).

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    • 596
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148
  • unterhaltsam, gut recherchiert, witzig, mit einem grandiosen Finale

    Sieben letzte Worte
    JDaizy

    JDaizy

    „Im Grunde waren es immer himmelschreiende Zufälle oder Ungerechtigkeiten, die einem Leben eine neue Richtung gaben. Wie viel war am Ende wirklich gewollt? Oder ging es nur darum, mit den Aufgaben fertig zu werden, die sich ungefragt stellten?“ Kurz vor Beginn der Salzburger Festspiele fließt blutrotes Wasser über die malerische Petersmühle hinab. Man vermutet eine Werbeaktion für die Skandalinszenierung der „Letzten sieben Worte des Erlösers am Kreuz“. Wenig später wird jedoch eine Leiche angespült. Handelt es sich dabei um die verschwundene Schauspielerin Mira Krainer, die in der szenischen Aufführung von Haydns Oratorium eine Hauptrolle spielen sollte? Und warum wurde die junge Frau, die von allen als umgänglich, einfühlsam und sozial beschrieben wurde, ermordet? Viele Fragen für das Ermittlungs – Trio Moll, Oberhollenzer und Pelegrini, die nach „Herzlos“ und „Blutsbande“ in ihrem dritten Fall ermitteln. Die Personen sind so authentisch und charakterstark gezeichnet, dass man sie sofort ins Herz schließen muss. Trotz der intensiven Ermittlungsarbeit wird immer wieder auf das Privatleben der handelnden Personen eingegangen. Man blickt hinter verschlossenen Türen auf düstere Geheimnisse und erfährt so nach und nach, mit einer gewissen Prise Situations – Erotik, immer mehr über die Zusammenhänge. Manchmal wurde mir fast schwindelig von dem „Hin und Her“ meiner angestellten Vermutungen. Ob ich am Ende mit meinen Vermutungen Recht behalten habe oder vom Autor immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt wurde, möchte ich nicht verraten. Das müsst ihr selbst herausfinden. Ich mochte den Schreibstil des Autors und war sehr froh, dass vom Lektor nicht alle österreichischen Wortschöpfungen korrigiert wurden. So ist man schnell in der Handlung gefangen und spürt einen Hauch österreichischen Schmäh, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Ob „Asiatisches Überlebenstraining“, „Skikurs – Feeling“ und “Blockadeschublade“ … ab und an musste ich wirklich schmunzeln. Kursiv eingefügte Briefe vom vermeintlichen Täter geben der Handlung zudem etwas mysteriöses und geheimnisvolles. Der Autor scheut sich nicht auch schwierige Themen, wie Obsessionen, Selbstverletzung und Homosexualität anzusprechen. Hier hätte ich mir an einigen Stellen jedoch eine intensivere bzw. feinfühligere Auseinandersetzung gewünscht. Fazit: Ein unterhaltsamer, gut recherchierter Krimi mit einem grandiosen Finale, der definitiv Lust auf mehr macht. 

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    • 8
    JDaizy

    JDaizy

    01. August 2014 um 09:42
    Arun schreibt Deine Rezi macht neugierig! Hätte ein Buchtipp für dich " Wer erschoss Jesus Christus?"

    Da muss ich doch gleich mal in deine Rezis schauen. Finde ich es da?

  • Die Alm speit eine Leiche

    Sieben letzte Worte
    Buchfan276

    Buchfan276

    27. July 2014 um 22:32

    Es ist Festspielzeit in Salzburg und deren PR-Mitarbeiter sind für so manche, auch geschmacklose, Überraschung gut. So schreibt man es diesen zu, dass eines Sommertages blutrotes Wasser über die Petersmühle läuft und sich kurz darauf eine Puppe in ihr verfängt. Als jedoch wenige Tage später eine echte Frauenleiche auf die Petersmühle fällt, sind Franco Moll und sein Team alarmiert. Wer hat Mira Krainer getötet? Die Ermittlungen führen zunächst in alle Richtungen. Doch Franco Moll hegt Vermutungen... Der gut durchdachte Kriminalroman überzeugt mit einem packenden Schreibstil, der den Leser mitreißt und aus der Alltagswelt holt. Leider setzt die wirkliche Handlung für meinen Geschmack erst sehr spät ein und die Leiche hätte früher auftauchen dürfen. Die Ermittlungen sind immer nachvollziehbar und wer genau hinschaut, kann sich auch ein bisschen zusammenreimen, was als nächstes passiert. Trotzdem bleibt das Buch unvorhersehbar und die Auflösung bringt einen anderen Täter hervor, als ich im Vorfeld dachte. Das bringt mich zu meinem zweiten kleinen Kritikpunkt, denn wenn es nach mir gegangen wäre, hätte die Auflösung und letztendliche Aufklärung des Falles etwas ausführlicher dargestellt werden können. Nichtsdestotrotz vergebe ich aber vier Sterne. Warum? Da sind zum einen die mit viel Detail ausgestalteten Charaktere. Es ist herrlich mitzulesen, wie sich die Ermittler immer wieder gegenseitig auf den Arm nehmen und Ironie und Sarkasmus auspacken. Des Weiteren gefallen mir die in angemessenem Umfang angeführten Informationen über die Stadt Salzburg. Beispielsweise wird die Geschichte des Almkanals beschrieben und auch ein bisschen über das Stadtbild gesprochen. Als letztes bleibt die Gesamtkomposition zu nennen, die mich trotz der kleinen Abzüge durchwegs überzeugt hat und mitreißen konnte. Mein Fazit also: Ein mehr als passables Werk eines Autors, von dem ich gerne noch mehr lesen würde. Empfehlenswert für alle Krimifreunde und Salzburgliebhaber.

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  • Sieben letzte Worte

    Sieben letzte Worte
    Lunamonique

    Lunamonique

    „Sieben letzte Worte“ ist der dritte Salzburger Kriminalroman um Kriminalpolizist Oberhollzener und Chefinspektor Franco Moll. Ein mysteriöser Mordfall in der Festspielzeit hält das Ermittler-Team in Atem.   Blutiges Wasser macht die Stiftsmühle und ihr Wasserrad zu einem schaurigen Schauplatz. Handelt es sich um einen makabren Werbegag für die Festspiele oder hat die Inszenierung andere Hintergründe? Kurze Zeit später wird die Leiche der seit Tagen verschwundenen Schauspielerin Mira Krainer an derselben Stelle entdeckt. Es gibt kein Zweifel. Ein Psychopath treibt sein Unwesen. Die Leiche war mit einer seltsamen Vorrichtung versehen. Trotz einiger Spuren treten die Ermittler auf der Stelle.   „Sieben letzte Worte“ startet nicht sehr packend aber ungewöhnlich. Das blutige Wasser sorgt ein paar Zeilen lang für Spannung. Trotz origineller Ideen will sich nicht so recht eine fesselnde Atmosphäre aufbauen. Einige Nebenschauplätze wie Oberhollzeners und Molls neue Bekanntschaft, Pelegrinis unglückliche Liebschaft und Oberholzeners Lust auf Essen bieten Unterhaltung, hebeln aber das Tempo des Krimis aus. Harmloses Geplänkel, kleine Sticheleien zwischen den Kollegen bringen die Charaktere nur bis zu einer gewissen Grenze näher. Der bullige, impulsive Oberhollzener wächst einem ans Herz. Das Running-Sushi wird zum Highlight. Fast entsteht der Eindruck, es geht nur um die Liebe, Leidenschaften, menschliche Abgründe. Oberhollzener steht wie ein Fels in der Brandung und entwickelt ein gutes Gespür. Bald spielt sich Moll in den Vordergrund. Witzig ist der Ausdruck für die Abteilung der Salzburger Kriminalpolizei „Leib und Leben“, denn genau darum dreht sich alles. Unterschiedliche Begierden, Wünsche ans Leben, Zerrissenheit, verschiedene Arten von Problembewältigungen. Der neue im Team, Reisinger, macht sich mit seinem provozierenden Verhalten nicht gerade Freunde. Es brodelt an mehreren Ecken. In Handlungswechseln drückt der Täter seine Gefühle in Briefen aus. Hin und wieder fließt Humor mit ein. Es kommt zu einer seltsamen Entdeckung. Richtung Fahrt nimmt der Krimi erst zum Schluss auf und bügelt damit ein paar Schwächen aus. Die Überraschung ist gelungen und findet völlig anders als erwartet statt. Im Nachhinein lässt sich der Aufbau der Geschichte besser rechtfertigen. Auch der Titel hat einen anderen Ursprung als gedacht. Bei den Charakteren herrscht Ungleichgewicht. Martina Pelegrini bleibt trotz taffer Art eher blass. Reisinger ist nicht mehr als ein Quertreiber. Molls Umgang mit Sohn Felix macht ihn liebenswert. Obwohl er im Mittelpunkt des Geschehens steht, fehlt ihm das gewisse, mitreißende Etwas. Oberhollzener hängt sie mit seinen Ecken und Kanten alle ab. Am Bild eines Stars und Regisseurs wird kräftig gerüttelt. Franz Zellers Kriminalroman „Sieben letzte Worte“ hat zwar nicht viel Feuer, entwickelt aber einen ganz eigenen Charme.   Das Cover mit dem kalten Gewölbe, der Schatten-Gestalt und rot-weißen, ungewöhnlichen Titelschrift zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Gestaltung weckt hohe Erwartungen, die, was das Rätselhafte, Beängstige angelangt, nicht erfüllt werden. Der ausgespielte Trumpf zum Ende rettet den Krimi. Gerne hätte es vorher etwas temporeicher und mysteriöser zugehen können. Auch ein paar mehr packende Szenen hätten dem Krimi gut getan. Die Charaktere dürfen im nächsten Fall gerne noch intensiviert werden. Eine Frage bleibt. War der Löwe nicht eingesperrt?         

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    • 2
  • The Sound of Murder

    Sieben letzte Worte
    WolfgangB

    WolfgangB

    23. July 2014 um 07:19

    Blutrotes Wasser fließt den Salzburger Almkanal hinab, der im Hof des Benediktinerstiftes St. Peter zutage tritt, kurz darauf wird eine bizarr arrangierte Puppe in Menschengröße angespült. Handelt es sich dabei um eine Werbeaktion für die als skandalträchtig programmierte Inszenierung eines Haydn-Oratoriums bei den Salzburger Festspielen? Als in ähnlicher Weise die Leiche der Schauspielerin Mira Krainer, mit der die Hauptrolle besetzt ist, auftaucht, ist das Ermittlerteam um Franco Moll auf den Plan gerufen. Die Nachforschungen führen weit hinter die Kulissen des Kulturereignisses, wo schnell der exzentrische Regisseur und ein Popsänger als Verdächtige ausgemacht sind. In "Sieben letzte Worte" wählt der österreichische Autor mit starkem Bezug zur Mozartstadt mit den Salzburger Festspielen eine sich jährlicher Aktualität erfreuende Bühne für seine Erzählung. Ebenso traditionell wie die Veranstaltung selbst ist das Ringen um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, die oft auch über den Weg des programmierten Skandals erfolgt. In gut 60 Kapiteln erzählt der aus dem Radiosender Ö1 bekannte Franz Zeller in der eher unüblichen personalen Perspektive, die sich dadurch charakterisiert, daß der Leser zwar wie in der auktorialen den Figuren über die Schulter blickt, aber die Geschehnisse in deren individueller Sprache präsentiert bekommt. Zeller versteht dieses Werkzeug geschickt zu nutzen, um anhand von Briefen und Gedanken namentlich nicht genannter Charaktere seine Leser auf falsche Spuren zu locken. Der Roman besticht in erster Linie durch die präzise Benennung und anschauliche Beschreibung der Salzburger Örtlichkeiten. Vom Stift St. Peter führt die Reise vorbei an der Toscaninistiege über das Nonntal in die Polizeidirektion in der Alpenstraße. Erfrischung sucht man im Augustinerbräu oder im "Lepi", wie das Leopoldskroner Freibad genannt wird, und das kulturelle Angebot der Festspiele wird um die Opern in den Mönchsbergkavernen und prominent plazierte Gedichte Georg Trakls ergänzt. Im Gegensatz zu Dan Brown, dessen "Inferno" wohl unfreiwillig zu einem Reiseführer mit Thrillerelementen wird, setzt Franz Zeller bewußt auf den sommerlichen Charme der Stadt an der Salzach und agiert wie ein gewissenhafter Reiseführer, der sein Publikum nicht ohne Wissensgewinn entlassen will. Der Eindruck von Authentizität wird zudem durch Bezug auf die österreichische Medienlandschaft verstärkt, wenn allerorts die "Salzburger Nachrichten" gelesen, die "Kronenzeitung" oder das Medienarchiv des ORF im Internet konsultiert werden und auf "die Festspielpräsidentin" analog zur "Bundeskanzlerin" in deutschen Romanen referenziert wird. Der Autor ist bei weitem nicht der erste, der die barocke Landeshauptstadt als Kulisse für sein Stück entdeckt, bereits Wolf Haas und jüngst Ursula Poznanski ließen sich hier inspirieren. Wo der eine jedoch die österreichische Seele auslotet und die andere auf eine nevenzerreißende Thrillerhandlung setzt, punktet Zeller mit einem Figurenensemble, das sowohl an die Buddy-Movies der 80er-Jahre als auch an Fernsehformate wie die "Rosenheim Cops" erinnert. Die Interaktion wirkt lebensecht, ezeugt immer wieder Situationskomik und verleiht den Ermittlern an Kontur. Liebenswert gezeichnete Spleens sorgen außerdem dafür, daß sie nicht immer berechenbar handeln und sich somit nur schwer wohlbekannten Schablonen zuordnen lassen. Zunächst als Ergänzung entworfen, nimmt das Privatleben des Polizisten Franco Moll im Verlauf der Handlung immer größeren Raum ein, bis es schließlich die Ermittlungen zu ersticken droht. Die unterschiedliche Gewichtung der Handlungskomponenten bewirkt eine Spiegelung des Inhalts auf formaler Ebene: In dem Ausmaß, in dem Moll der Polizeiarbeit überdrüssig wird, gewinnt auch seine Freizeit in der Erzählung mehr an Raum. Im Gesamtkontext irritiert jedoch die anschauliche Schilderung der erotischen Details der Beziehung zu seiner Nachtclubbekanntschaft Bettina, da sie keinen sichtbaren Nutzen zur Entwicklung der Geschichte stiftet. Somit wirkt dieser Teil wie ein Roman, der in einem anderen Roman eingesperrt ist, schließlich ausbricht und dem Autor entwischt. Hier wurde leider Potential vergeben, denn durch eine Verbindung mit dem Mordfall hätte eine reizvolle Salzburger Variante des Hollywood-Thrillers "Basic Instinct" entstehen können. Fazit: Wer sich nicht an erotischen Details stört, darf sich auf eine spritzig-charmante Sightseeing-Tour durch Salzburg freuen, in deren Zuge auch ein Mordfall aufgeklärt wird.

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  • Nicht mein Fall, zu wenig Spannung, zu viel Nebenhandlung

    Sieben letzte Worte
    mrs-lucky

    mrs-lucky

    Der Klappentext verspricht einen spannenden Krimi, der Beginn liest sich vielversprechend. Die Szene in der in der Petersmühle, als sich das Wasser plötzlich blutrot verfärbt, ist eindringlich erzählt und hat mir eine Gänsehaut verschafft. Die anschließende launige Szene, in der das Ermittlertrio vorgestellt wurde, versprach einige witzige Szenen. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen, von einem Krimi mag ich fast nicht sprechen. Es geht zwar um einen Mordfall, doch für einen Krimi fehlt mir die Spannung. Zwar gibt es ein paar ansprechende und vielversprechende Szenen, die Mordermittlungen bilden aber eher die Rahmenhandlung um das Privatleben der Ermittler und hier besonders um Franco Moll. In diesem Verlauf gibt es dann auch eine spannende Szene, deren brutale Sprache aber irgendwie nicht zum Rest des Buches passen will.  In der Eingangsszene wirkt das Ermittlertrio noch spritzig und aufeinander eingespielt, vermitteln sie schnell nur einen tranigen und unmotivierten Eindruck, statt witziger Sprüche gibt es sich immer wiederholende Sticheleien, private Probleme sind wichtiger als die Lösung des Falls. Die Arbeitsweise der Ermittler empfand ich oft als nicht nachvollziehbar, die Lösung des Falls am Ende wirkte wie angestückelt. Bei einem Krimi mag ich interessant aufgebaute Geschichten, die auf psychologische Raffinesse setzen und den Leser miträtseln und an den Ermittlungen teilhaben lassen, das fehlt hier komplett. Einige Szenen sind gut geschrieben, wie die Gedanken des Mörders oder del Gardos Briefe an Leonore. Dort baut sich eine knisternde Stimmung auf, geht dann aber in den ausschweifenden Nebensächlichkeiten unter.

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    • 2
    Floh

    Floh

    21. July 2014 um 18:17
  • Ein spannender Krimi rund ums Thema Obsession

    Sieben letzte Worte
    Kirschbluetensommer

    Kirschbluetensommer

    21. July 2014 um 09:38

    Eine Leiche dreht sich im Mühlrad einer Bäckerei in Salzburg und das ausgerechnet kurz vor der skandalösen Aufführung des Haydn-Oratoriums "Sieben letzte Worte". Mira Krainer, die Tote, sollte in dem Stück die Hauptrolle spielen, doch kurz vor der ersten Aufführung ist sie tot. In ihrem Umfeld wimmelt es nur so vor potenziellen Tätern. Wer steckt hinter dieser Tat? Aber auch im Leben der ermittelnden Kommissare geht es rund... Franz Zeller ist mit seinem Roman ein sehr gut durchdachter Krimi rund um Salzburg und die Künstlerszene gelungen. Sein Thema "Obsession" durchzieht das Buch auf sämtlichen Ebenen - sei es Oberhollenzer, dessen Obsession das Essen ist, der aber gerade eine Diät macht und neidisch auf die Hamburger seines Kollegen schaut. Oder die Tote Mira Krainer, deren Obsession Afrika ist oder der Regisseur Kajetan, der eine ganz besondere Obsession hat - überall begegnet der Leser diesem Thema. Die ermittelnden Beamten sind ein eigenwilliges Team - Frotzeleien sind vorprogrammiert und anfangs, wenn man, so wie ich, noch keine Bekanntschaft mit Pelegrini, Moll und Oberhollenzer vorher gemacht hat, ist es vielleicht auch ein wenig mühsam, mit den Figuren warm zu werden. Doch nach einiger Zeit wachsen sie dem Leser ans Herz. Ein Kennzeichen eines sehr guten Krimis ist, dass der Mörder eben meist nicht der Gärtner, sondern der Butler ist. Auch hier ist das wieder der Fall. Der Autor versteht es so viele Spuren zu legen, sodass der Leser völlig verwirrt ist und die große Überraschung dann erst am Ende erfolgt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und umrahmt das ganze Buch. Dennoch überlagert er nicht die Krimihandlung. Es ist einfach genau die richtige Mischung aus Spannung und Humor. Zwischendurch nimmt die Spannung zwar zugunsten einiger Details aus dem Privatleben der ermittelnden Beamten ab, aber das tut dem Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch. Die Spannung wird bald wieder aufgenommen und steigert sich bis zum Ende. Franz Zeller hat einen großartigen Krimi mit interessanten Charakteren und einem interessanten Thema geschaffen, der nicht nur für Salzburg-Liebhaber lesenswert ist. Ich möchte mich bei Franz Zeller und dem Droemer Verlag bedanken, dass ich bei dieser tollen Leserunde dabei sein durfte!

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  • Mord in Salzburg

    Sieben letzte Worte
    thora01

    thora01

    19. July 2014 um 15:04

    Blutrotes Wasser fließt über die malerische Petersmühle im Zentrum der Salzburger Altstadt Doch wenige Tage später speit der Almkanal eine tote Schauspielerin aus dem Festungsberg und lässt sie auf dem Mühlrad rotieren. Damit ist die Sommerruhe für die Polizeiinspektoren Oberhollenzer, Moll und Inspektorin Pelegrini vorbei. Können Sie den Fall der getöteten Schauspielerin aufklären?   Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Autor hat einen sehr flüssigen angenehmen Schreibstil. Es hat mir sehr zugesagt, dass die Kapitel relativ kurz sind, dennoch ist ein wenig verzwickt zu lesen. Die Perspektiven zwischen den Personen wechseln relativ rasch. Mir hat auch der Schmäh der in das Buch verpackt wurde sehr gut gefallen. Die Geschichte ist so geschrieben, dass der Täter wirklich erst zum Schluss herausgefunden werden kann. Die Thematik ist ein wenig schwierig. Der Autor bemüht sich seine Akteure nicht als perfekte Personen zu beschreiben. Sie haben jeder für sich einen eigenen Spleen. Was das Buch sehr interessant macht. Auch die Inspektoren haben die unterschiedlichsten Charaktere. Diese wiederum ergänzen sich zu einem perfekten Team.

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  • Mein erster Österreich-Krimi

    Sieben letzte Worte
    Aglaya

    Aglaya

    19. July 2014 um 10:54

    Während der Salzburger Festspiele wird im Almkanal eine Tote gefunden. Verdächtige gibt es viele, denn das Opfer war Schauspielerin und offenbar Männerbekanntschaften nicht abgeneigt. Das Erzähltempo dieses Krimis ist eher gemütlich, während eines grossen Teils der Geschichte gehen die Ermittlungen im Mordfall kaum voran. Der Autor sorgt jedoch mit tiefen Einblicken in das Privatleben der Ermittler, insbesondere von Franco Moll, dass der Roman trotzdem nie langweilig wird. Erst im letzten Fünftel der Geschichte zieht das Tempo an, die Erkenntnisse kommen Schlag auf Schlag, praktisch aus dem Nichts wird die Lösung präsentiert. Rückblickend zeigt sich dann jedoch, dass Franz Zeller bereits von Anfang an relevante Hinweise gestreut hat, die ich zwar nicht überlesen, jedoch nicht in den richtigen Zusammenhang gebracht hatte. Für aufmerksame Leser ist die Lösung absolut nachvollziehbar, auch wenn der AHA-Effekt vielleicht etwas später kommt (wie bei mir). Gut gefallen haben mir Franz Zellers Charakterzeichnungen, jeder der Protagonisten wird plastisch dargestellt und handelt nachvollziehbar (auch wenn einige ganz klar psychische Störungen haben). Der Fokus liegt dabei auf dem Polizeibeamten Franco Moll, bei dem wir tiefe Einblicke in sein Privat- und Gefühlsleben erhalten. Schön fand ich auch, dass der salzburger Lokalkolorit durchaus seinen Eingang in den Roman gefunden hat, aber auch Personen wie mich, die weder die Stadt noch den Dialekt kennen, nicht aussen vor lässt sondern gut verständlich bleibt. Sieben letzte Worte ist schon der dritte Salzburg Krimi von Franz Zeller. Da ich die vorhergehenden Bände nicht kenne, mich aber mit diesem gut unterhalten habe, werde ich mir die beiden anderen Krimis auch noch besorgen. Krimi-Fans, die es gerne etwas gemütlicher haben und keine atemlose Spannung, sondern lieber detailliert gezeichnete Protagonisten bevorzugen, empfehle ich gerne die Lektüre von Sieben letzte Worte.

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  • „Sieben letzte Worte“ von Franz Zell

    Sieben letzte Worte
    kriminudel

    kriminudel

    Das Buch: Am Freitag spie der Festungsberg eine Leiche aus. Der leblose Körper trieb kurze Zeit durch die Dunkelheit des Almkanals im Berg und schoss dann, als machte sich das Wasser einen Spaß mit ihm, aus dem Felsen. Kurz schien sich die Leiche in der schmalen Rinne zu verspreizen, als wollte sie vor der letzten Stufe zögern, aber der Druck des Wassers gab ihr keine Chance, länger als einen Moment zu verweilen. Die Strömung katapultierte sie mit dem Kopf voran auf das riesige Wasserrad. Das Holz krallte sich das seltsame Gut inmitten von Fontänen, es verbiss sich in die Kleidung und den zerschundenen Körper und ließ die Leiche nicht mehr los. Mit dem Kopf nach unten tauchte das Opfer ins Wasser und wurde auf der anderen Seite des mächtigen Wasserrades wieder nach oben gehoben. Wie lahme Schmetterlingsflügel fielen die Arme bei der Abwärtsfahrt über den blonden Kopf, während sie auf der Hinterseite des Wasserrades beim Anstieg wieder willenlos nach unten sanken. Ein Spiel rund um Obsessionen, Leidenschaften und Doppelleben, das auch einen der Ermittler fast in den Abgrund zieht.  Der Autor: Franz Zeller, Jahrgang 1966, hat Germanistik und Anglistik in Salzburg und Oxford studiert. Während des Studiums begann er als Rundfunkredakteur beim ORF in Salzburg zu arbeiten. 2002 wechselte er zur „Zeit im Bild“ nach Wien und 2004 zum ORF-Sender Ö1, wo er als Wissenschaftsjournalist die Sendereihen Matrix und Digital.Leben betreut und moderiert. Salzburg hat er dennoch nicht ganz verlassen: Dort spielen seine Kriminalfälle rund um das Ermittlerduo Moll und Oberhollenzer. Wenn er nicht on-air ist oder schreibt, kocht er mit seiner Familie, spielt Bass oder braut Bier. Und ab und zu erzählt er seinen Söhnen vom Wasserkobold „Bubbelmuck“, dessen Geschichten als ebooks veröffentlicht wurden. 2014 ist bei Droemer-Knaur der dritte Salzburg-Krimi „Sieben letzte Worte“ erschienen. Meine Meinung: Bisher hatte ich sehr gute Erfahrungen mit österreichischen Autoren und auch dieser Krimi hat mir wieder sehr gut gefallen. Franz Zeller hat mich mit einem sehr guten Schreibstil unterhalten und besonders erwähnen möchte ich den feinen Humor der sich durch das gesamte Buch zieht und der mir zeigt, dass ich für mich einen sehr guten Autor entdeckt habe. Die Handlung ist stets spannend, ohne übertrieben zu werden. Franz Zeller hat ein Ermittlungsteam geschaffen, das mir sehr gut gefällt. Verschiedene Charaktere, die sehr gut miteinander harmonieren und trotzdem ist jeder für sich ein spezieller Typ. Dass die Handlung nicht in den „Krimihochburgen“ spielt, sondern im eigentlich beschaulichen Salzburg hat auch seinen besonderen Reiz. Ich hoffe, dass ich in Zukunft noch oft die Ermittler Oberhollenzer, Moll, Pelegrini und Co. begleiten darf und vergebe für diesen Krimi, der mir viele schöne Lesestunden beschert hat, 5 Sterne.

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    Floh

    Floh

    19. July 2014 um 06:09
  • Nichts für schwache Nerven

    Sieben letzte Worte
    Buchraettin

    Buchraettin

    Das Buch beginnt mit einer Szene, die den Leser sofort gefangen nimmt. Ein sich drehendes Wasserrad, blutrotes Wasser, eine Leiche- oder doch eine Art Puppe? Die Geschichte spielt in Salzburg. Die Festspielproben sind im vollen Gange. Dann taucht eine echte Leiche auf. Die Geschichte bietet dem Leser wirklich exzentrische Figuren. Die Essgewohnheiten samt skurrilen Vergleichen mit physikalischen Themen einiger Kommissare, das war für mich auf jeden Fall ein Highlight der Geschichte und ließ mich schmunzeln. Die Spannung im Buch war recht anhaltend. Allerdings fand ich, es kamen doch viele Wechsel in der Erzählperspektive vor, da fiel es mir manchmal etwas schwer den Überblick zu behalten, wie wer zusammenhing. Was mir auch ein wenig fehlte, war das Gefühl, dass ich als Leser mitermitteln konnte. Ich hatte das Gefühl sehr viel im Dunkeln zu stehen und kein wirkliches Motiv erkennen zu kennen. Was mir persönlich leider auch nicht gefiel, waren die teilweise brutalen Szenen in dem Buch- kein Krimi für schwache Nerven.

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