Cover des Buches Das Meer, in dem ich schwimmen lernte (ISBN: 9783862652556)Manja82s avatar
Rezension zu Das Meer, in dem ich schwimmen lernte von Franziska Fischer

sehr gutes Debüt, hallt am Ende nach

von Manja82 vor 8 Jahren

Review

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Manja82vor 8 Jahren
Kurzbeschreibung:
Ein Rucksack, ein Fotoapparat und ein Tagebuch: Können ein paar Wochen Mexiko das ganze Leben verändern?
Die Studentin Ronja ist alles andere als eine typische Backpackerin: Eigentlich ist sie viel zu ruhig und introvertiert, um durch ein Land zu reisen, in dem ihr alles fremd ist – die Sprache, das Essen, die Menschen.
Dennoch macht sie allein Urlaub in Mexiko, sechs Wochen lang, auf der anderen Seite des Ozeans.
Zunächst lässt sie sich treiben, erwartet nichts. Bis sie auf Julia trifft, die ebenfalls durch das Land reist. Zusammen fahren die beiden jungen Frauen an die Pazifikküste, wo Ronja zum ersten Mal im Meer badet – und spürt, was Freundschaft bedeutet.
Als Julia nach Deutschland zurück muss, strandet Ronja in einem kleinen Ort fernab der Touristenpfade. Dort lernt sie Ismael kennen, einen mexikanischen Schmuckkünstler, und verliebt sich Hals über Kopf in ihn.
Doch hat die Beziehung der beiden überhaupt eine Chance? Immerhin rückt mit jedem Tag, der vergeht, auch Ronjas Abreise näher …
(Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf)

Meine Meinung:
Die Studentin Ronja fühlt sich in ihrem Leben nicht mehr wohl. Sie weiß nicht genau was sie will und wo sie am Ende hin möchte.
So begibt sie sich ganz alleine auf eine Reise quer durch Mexiko. Ein Land in dem ihr alles fremd ist, die Menschen, die Kultur und auch das Essen. Auf ihrer Reise lernt sie die Einheimischen kennen und trifft ebenso auch auf andere Backpacker. Sie lässt sich einfach treiben und mitreißen.
In einem kleinen Ort fernab des Tourismus lernt Ronja Ismael, einen Schmuckkünstler, kennen und mit ihm gemeinsam besucht sie die schönsten Ecken Mexikos. Es entwickelt sich eine Liebe, die genauso intensiv ist wie Ronjas Reise.
Doch Ronjas Abreisetag rückt unaufhaltsam näher und es muss sich zeigen, ob diese Liebe auch im Alltag bestehen kann …

Der Roman „Das Meer, in dem ich schwimmen lernte“ stammt aus der Feder der jungen Autorin Franziska Fischer. Es ist das Debütwerk der Autorin, in dem sie den Leser ins ferne Mexiko entführt.

Die Protagonistin Ronja ist eine recht sympathische 20-jährige Studentin. Sie ist sehr sensibel und wirkt unerfahren. Ronja ist mit ihrem bisherigen Leben unzufrieden, sie will irgendetwas anderes erleben. Bevor Ronja auf ihre Reise aufbricht wirkt sie sehr nachdenklich und man merkt als Leser sie trägt ein Geheimnis mit sich herum. Im Verlauf des Buches wandelt sich Ronja nachvollziehbar. Die Menschen Mexikos beeinflussen sie, lassen sie insgesamt offener wirken.
Ismael ist ein ziemlich undurchsichtiger Mann. Ich konnte bis zum Schluss nicht wirklich einschätzen ob ich ihn nun mag oder eher doch nicht.
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Ronja und Ismael entwickelt, ist sehr intensiv und emotional. Man weiß aber nicht richtig ob sie auch dem Alltag standhalten kann.

Die Nebenfiguren bleiben leider auch eher im Hintergrund. Zwar gibt es immer wieder ein paar Informationen aber wirklich kennenlernen tut man sie nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist recht gut lesbar und sehr poetisch. Ich hatte jedoch zu Beginn des Buches so einige Schwierigkeiten hinein zu kommen. Es wirkt etwas lang, das gibt sich aber nach einer Einlesezeit.
Die Handlung ist eher ruhig. Man begleitet als Leser Ronja auf ihrer Reise durch Mexiko. Es ist eine Reise zu sich selbst, Ronja lernt quasi wieder „schwimmen“, ihr Leben zu meistern. Während dieser Reise lernt man Land und Leute ziemlich gut kennen und man bekommt schon richtiges Fernweh.

Das Ende ist eher sanft und ruhig gehalten, passt aber sehr gut zum gesamten Buch. Es regt zum Nachdenken an und nach dem Zuklappen halt die Geschichte noch nach.

Fazit:
„Das Meer, in dem ich schwimmen lernte“ von Franziska Fischer ist ein sehr gutes Debüt.
Nach kurzen Startschwierigkeiten wird der Leser auf eine Reise einer authentisch wirkenden Protagonistin entführt, die am Ende nachhallt.
Durchaus lesenswert!
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