Franziska Fischer Das warme Licht des Morgens

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Inhaltsangabe zu „Das warme Licht des Morgens“ von Franziska Fischer

Nach ihrem Debüt „Die Nacht der Zugvögel“ legt die Berliner Autorin Franziska Fischer mit "Das warme Licht des Morgens" erneut einen berührenden und zutiefst poetischen Roman vor, in dem sie einfühlsam und mit viel psychologischem Feingefühl über das Leben nach einem schweren Schicksals-Schlag und über die heilende Kraft der Liebe schreibt. Das Licht, die Farben, der Ausdruck in den Augen Fremder – das sind die Zutaten, die Levi für seine Gedichte und Romane braucht. Doch als er bei einem Brand ein kleines Mädchen aus dem Feuer rettet und dabei sein Augenlicht verliert, bricht für den erblindeten Schriftsteller eine Welt zusammen. Nie wieder sehen bedeutet für ihn auch nie wieder die richtigen Worte finden. Verzweifelt zieht er sich immer mehr aus dem Leben zurück. Bis er eines Tages Rea kennenlernt, die neue Kellnerin in dem Café, in dem er immer Essen geht. Sie wird seine Vertraute, durch ihre Augen lernt er wieder sehen und mit ihren Händen schreiben. Auch sie hat mit einem großen Verlust zu kämpfen, der noch viel schwerer wiegt als seine Blindheit. Doch das verrät sie ihm nicht.

Ein gefühlsvoller, einfühlsamer Roman

— Nady
Nady

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  • Das warme Licht des Morgens

    Das warme Licht des Morgens
    -sabine-

    -sabine-

    27. August 2017 um 17:07

    Eine sehr berührende Geschichte, die ich hinter Cover und Klappentext gar nicht vermutet hätte - sie macht nachdenklich und traurig, spendet aber auch Hoffnung und macht Mut. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Levi - er hat bei der Rettung eines Kindes aus einem Feuer sein Augenlicht verloren; und damit auch jeden Lebensmut. Er vergräbt sich in seiner Wohnung und lässt das Leben an sich vorüberziehen – nur Rea, eine neue Kellnerin in einem Café, das er zum Frühstücken nutzt, findet einen Weg zu Levi und zeigt ihm, dass das Leben auch ohne Augenlicht lebenswert und prächtig ist.Die Geschichte ist eine ruhige, dafür aber eine sehr emotionale und berührende. Von der ersten Seite an habe ich mit Levi gelitten und obwohl es schwer ist, sich in einen gerade Erblindeten hineinzuversetzen, habe ich doch seine Verzweiflung und Not gespürt. So ist die Stimmung im Buch gerade zu Beginn sehr traurig und melancholisch, damit aber wird die Geschichte auch sehr authentisch und glaubhaft. Erst im letzten Drittel wandelt sich die Atmosphäre, doch es ist ein langer und schwieriger Weg, den Levi durchmacht – es sind oft nur kleine Momente, die Hoffnung geben, doch nach und nach ändert sich die Stimmung im Buch; auch als Leser fasst man wieder Hoffnung und schöpft Mut aus dieser wirklich berührenden Geschichte.Es gibt nur wenige Charaktere, diese sind aber sehr gut gezeichnet. Gerade Levi mit seinen Gedanken und Gefühlen hat mir sehr gut gefallen – auch wenn ich mich nur schwer in ihn hineinversetzen konnte und ihn oft auch nicht verstanden habe. Trotzdem war er mir sehr nahe und ich habe wirklich mit ihm gelitten und gefühlt. Gerade auch Rea ist ein sehr interessanter Charakter – sie ist ein wenig geheimnisvoll, weil man nicht so recht versteht, warum sie sich um Levi kümmert. Dabei mochte ich ihre bedachte und ruhige Art und ihr Vermögen, Levi aus der Reserve zu locken. Dass sie dabei auch verletzlich ist und sich das eine oder andere Mal zurückzieht, macht sie nicht nur noch sympathischer, sondern ihre Figur auch sehr glaubhaft.Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht und an vielen Stellen auch voller Poesie. Dabei ist er aber flüssig zu lesen, so dass die Seiten rasch dahinfliegen – mir hat vor allem die Stimmung gefallen, die die Autorin mit ihren Worten einfängt und schafft; und auch wenn sie oft traurig ist, habe ich das Buch am Ende doch mit einem wohligen Gefühl im Bauch zugeschlagen. Mir hat diese Geschichte wirklich sehr gut gefallen, und ich werde mich nach weiteren Büchern der Autorin umschauen – diesem gebe ich gerne 4 von 5 Sternen.Mein FazitEine über lange Zeit eher melancholische Geschichte, die am Ende aber doch Mut macht und Hoffnung spendet – vor allem die Atmosphäre ist wunderbar eingefangen, so dass ich mich ihr kaum entziehen konnte. Ich habe mit den Protagonisten gelitten und war von der Geschichte sehr berührt – der angenehme und poetische Schreibstil hat das Seine dazu beigetragen. Ich werde mich auf jeden Fall nach weiteren Büchern der Autorin umschauen und gebe diesem hier 4 von 5 Sternen.

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  • Das Leben eines Blinden

    Das warme Licht des Morgens
    Regina_Kollo

    Regina_Kollo

    26. August 2017 um 17:54

    Das warme Licht des Morgens   Autorin:Franziska Fischer   Erschienen:03.April 2017  Seiten:384   Verlag:Droemer Inhalt (übernommen): Das Licht, die Farben, der Ausdruck in den Augen Fremder – das sind die Zutaten, die Levi für seine Gedichte und Romane braucht. Doch als er bei einem Brand ein kleines Mädchen aus dem Feuer rettet und dabei sein Augenlicht verliert, bricht für den erblindeten Schriftsteller eine Welt zusammen. Nie wieder sehen bedeutet für ihn auch nie wieder die richtigen Worte finden. Verzweifelt zieht er sich immer mehr aus dem Leben zurück. Bis er eines Tages Rea kennenlernt, die neue Kellnerin in dem Café, in dem er immer Essen geht. Sie wird seine Vertraute, durch ihre Augen lernt er wieder sehen und mit ihren Händen schreiben. Auch sie hat mit einem großen Verlust zu kämpfen, der noch viel schwerer wiegt als seine Blindheit. Doch das verrät sie ihm nicht. Meine Meinung: Zunächst hat mich der Titel und das Cover sehr angesprochen. Mich hat es interessiert, wie Levi damit umzugehen lernt, dass er sein Augenlicht verloren hat und wie Rea es schafft, dass er wieder am Leben teilnehmen kann und lernt mit der Blindheit umzugehen. Auf dem Cover kann man einen Mann und eine Frau sehen, die getrennt auf einer Bank sitzen. Ich finde, dass das Cover nicht sehr gut zu dem Buch passt. Der Schreibstil der Autorin war leicht zu lesen. Jedoch fand ich das Buch eher etwas langweilig. Da es immer um das gleiche ging. Wie kommt Levi mit seiner Blindheit klar und wie geht er durch den Tag. Den Inhalt bzw. das Thema finde ich schon sehr ergreifend und auch interessant. Denn ich stelle es mir auch sehr schwer vor, wenn ich zuerst sehen konnte und dann durch einen Unfall nicht mehr. Dadurch schwindet die Lebensqualität zunächst und man muss das Leben erst einmal wieder neu lernen. Aber leider konnte mich das Buch nicht in seinen Bann ziehen. Daher gebe ich dem Buch 3 von 5 Büchersternen

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  • Ein sehr gefühlsvoller Roman

    Das warme Licht des Morgens
    Nady

    Nady

    25. August 2017 um 16:07

    Klappentext:Das Licht, die Farben, der Ausdruck in den Augen Fremder – das sind die Zutaten, die Levi für seine Gedichte und Romane braucht. Doch als er bei einem Brand ein kleines Mädchen aus dem Feuer rettet und dabei sein Augenlicht verliert, bricht für den erblindeten Schriftsteller eine Welt zusammen. Nie wieder sehen bedeutet für ihn auch nie wieder die richtigen Worte finden. Verzweifelt zieht er sich immer mehr aus dem Leben zurück. Bis er eines Tages Rea kennenlernt, die neue Kellnerin in dem Café, in dem er immer Essen geht. Sie wird seine Vertraute, durch ihre Augen lernt er wieder sehen und mit ihren Händen schreiben. Auch sie hat mit einem großen Verlust zu kämpfen, der noch viel schwerer wiegt als seine Blindheit. Doch das verrät sie ihm nicht. Autorin:Franziska Fischer wurde 1983 in Berlin geboren. Bereits während des Studiums (Literaturwissenschaft und Spanische Philologie) begann sie, als Lektorin zu arbeiten. 2013 publizierte sie ihren Debütroman "Das Meer, in dem ich schwimmen lernte", der einen Teil ihrer Reiseerfahrungen in Mexiko widerspiegelt. Sie ist Mitglied des im September 2016 gegründeten Autorenlabels INK REBELS (ink-rebels.de) Meine Meinung:Ich habe den Roman vom Droemer Knaur Verlag als Rezensionsexemplar angeboten bekommen. Das Cover hat mir sofort gefallen und der Klappentext versprach eine sehr emotionale Story zu werden. Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, als ich ihn dann auch zugeschickt bekommen habe.Als ich mit dem Lesen begann, war ich am Anfang etwas vom Schreibstil irritiert und dachte, dass mich hier ein eher schwierig zu lesender Roman erwartet. Aber je länger ich in dem Buch gelesen habe, desto besser konnte ich mich in die Charaktere hineinversetzen.Der Roman wird aus zwei Sichten geschrieben. Einmal ist da der Hauptprotagonist und Schriftsteller Levi Bäremreiter. Wie man auch schon im Klappentext erfährt, ist Levi mitten in seiner aufstrebenden Karriere, erblindet. Er rettete ein kleines Mädchen aus einem brennenden Haus und wurde dabei selber so stark verletzt, dass er sein Augenlicht verlor. Für ihn ist damit seine Karriere und sein Leben dahin. Er verkriecht sich in seiner Wohnung, der einzige Ort wo er sich inzwischen auskennt. Doch er gibt sich immer mehr auf. Irgendwann duscht er nicht mehr, zieht keine frischen Klamotten mehr an und vegetiert vor sich hin. Das Essen wird ihm von einem Cafe, welches nur ein paar Schritte entfernt ist, gebracht. Seine 17jährige Tochter reist ihn dann aus seiner Legasthenie. Sie kommt fast täglich vorbei, putzt und versucht ihren Vater irgendwie wieder aufzubauen. Der Roman ist, wie ich schon sagte, aus zwei Sichten geschrieben. Die meisten Kapitel handeln um Levi und seinen inneren Kampf wieder ins Leben und in seinen Beruf zurückzukehren. Kann er als blinder Mensch Bücher schreiben? Hält er den Druck seines Lektors und des Verlages aus?Zwischendurch liest man dann Kapitel, die aus der Sicht der Tochter Robin geschrieben sind. Sie kämpft innerlich um die Beziehung, die sie zu ihrem Vater hat, bzw. als kleines Mädchen hatte.Je länger ich in dem Buch gelesen habe, desto mehr fesselte er mich. Man bekommt so Gedanken wie, was würde ich in der Situation tun? Wie würde ich mit so einem Schicksalsschlag fertig werden?Das machte das Buch überaus interessant und ich bin froh, dass ich es lesen durfte. Dies war der erste Roman, welchen ich von der Schriftstellerin gelesen habe und es werden bestimmt noch weitere folgen. Sterne: * * * * 4 von 5Mein Bücherblog: http://www.nadys-buecherwelt.jimdo.com

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  • Einfühlsamer Roman in leisen Tönen

    Das warme Licht des Morgens
    LuluCookBakeBook

    LuluCookBakeBook

    28. June 2017 um 18:38

    Levi ist Schriftsteller. Doch nachdem er sein Augenlicht verloren hat, kann er auch nicht mehr schreiben, denn er muss seine Worte sehen. Erst ganz langsam gewöhnt er sich an die neuen Lebensumstände. „Für einen Schriftsteller gibt es nicht Schlimmeres als Worte, die er nicht loswerden kann.“ (S.7)Von außen sieht „Das warme Licht des Morgens“ aus wie ein ganz normaler Roman, was ich in diesem Fall nicht ganz passend finde. Auch der Titel ist mir leider zu gewöhnlich für die doch eher ungewöhnliche Geschichte.Franziska Fischer erzählt Levis Geschichte in einer sanften, sehr poetischen und ausdrucksstarken Sprache. Man wird nicht sofort gefesselt, sondern muss sich darauf einlassen und auf die leisen Töne lauschen, die Levi von sich preisgibt. Das gefiel mir sehr gut.Levi ist ein ruhiger, in sich gekehrter Mann, der noch nicht weiß, wie er mit seinem Schicksal umgehen soll. Plötzlich ist alles ganz anders, schon der normale Alltag überfordert ihn, vom Schreiben ganz zu schweigen. Seine Tochter Robin kümmert sich um ihren Vater so gut es geht, doch sie besucht noch die Schule und hat nicht so viel Zeit. So tritt Rea dazu, der Levi immer mehr Vertrauen entgegenbringt, obwohl er sie nie sehen konnte und fast nichts über sie weiß. „Deine Augen funktionieren nicht mehr, das bedeutet nicht, dass du nichts sehen kannst.“ (S.277)„Das warme Licht des Morgens“ ist nach Monaten unterteilt und erzählt dadurch ganz langsam, wie Levi sich zurechtfindet und an das Leben ohne Sehen gewöhnt. Je ein Kapitel pro Monat gehört Robin. Aus ihren Erinnerungen erfährt man, was für ein Mensch Levi vor der Erblindung war. Die Handlung an sich schreitet nur gemächlich voran, denn das Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung Levis und den Emotionen der Charaktere.FazitFranziska Fischer ist ein unglaublich einfühlsamer Roman gelungen, in dem der Protagonist Levi neuen Lebensmut und -sinn findet. Im Vordergrund steht nicht die Liebesgeschichte, sondern die Entwicklung der Charaktere. Ein lesenswertes Buch!

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  • Warmherzige Geschichte die Hoffnung macht

    Das warme Licht des Morgens
    gsimak

    gsimak

    11. June 2017 um 11:34

                ZUM INHALTNachdem der Autor Levi sein Augenlicht verloren hat, sieht er keinen Sinn im Leben mehr. Er vegetiert in seiner kleinen Wohnung dahin. Einzig zu seiner Tochter Robin hat er regelmäßig Kontakt. Die 17 jährige führt ihm den Haushalt. Versucht wieder Ordnung in sein Leben zu bringen. Levi hat vor ein paar Jahren seine Frau verlassen. Er wollte sich in Ruhe seinen Ideen für Bücher widmen. Als er ein Mädchen aus einem brennenden Haus rettet, raubt ihm eine Explosion seine ganze Perspektive.Licht in seine Dunkelheit bringt Rea. Die neue Kellnerin in seinem Stamm-Cafe lehrt ihm, dass das Leben auch für einen Blinden Überraschungen bereit hält.                                                                                                    Meine MeinungLevi ist genau das passiert, wovor wir alle Angst haben. Blind werden! Die Autorin hat sehr sensibel den Alltag von Levi beschrieben. Levi hat keinen Sinn mehr gesehen. Wozu Blindenschrift lernen? Wie sollte er jemals wieder ein Buch schreiben? Wie soll er seine Lieblingshemden erkennen? Die Einsamkeit von Levi spürt man zwischen den Zeilen. Die Hoffnungslosigkeit lässt einen frösteln. Ich habe mir oft vorgestellt wie es sein muss, sämtliche Geräusche einzuordnen, wenn es für einen nur noch Nacht ist. Immer dunkel. Kein Licht mehr. Man sieht nicht mal mehr, wie die eigenen Angehörigen älter werden. Robin finde ich sehr reif für ihr Alter. Obwohl sie kurz vor dem Examen steht, schenkt sie ihrem Vater sehr viel von ihrer wertvollen Zeit. Als ihr Vater Rea als Hilfe einstellt, ist sie sehr glücklich darüber.Rea ist eine sehr mitfühlende Frau, die selber ein tragisches Unglück verarbeiten muss. Mit ihr wird Levi wieder aktiv. Er lernt mit ihr die Brailleschrift. Zusammen kochen sie leckere, exotische Gerichte. Er beginnt wieder zu schreiben.Was mich sehr gewundert hat, dass in der Presse nichts von dem geretteten Mädchen berichtet wurde. Normalerweise hätte ich schon erwartet, dass die Eltern sich bei ihm bedanken würden. Rea bringt wieder Hoffnung in Levis Leben. Levi kann wieder lachen. Er genießt wieder gutes Essen. Er ist nicht mehr allein. Doch dann meldet sich Rea auf einmal nicht mehr.>>Die Stille kehrt wieder in die Wohnung zurück, nistet sich an den vertrauten Plätzen ein. Levi hätte sie kennen müssen, er müsste sie gewohnt sein. Er müsste dankbar sein, dass er sie endlich wieder für sich hat.Der Stille kann man alles erzählen. Doch jetzt, in diesem Augenblick, will Levi das gar nicht.<<(Seite 115 auf dem Reader)Levi hat sich wieder daran gewöhnt, am Leben teilzunehmen. Er will wieder Menschen um sich haben.Jedes Kapitel beginnt mit einem Gedicht von Levi. Einmal wird aus der Perspektive von Levi- dann wieder von Robin erzählt. Besonders bei Robin erkennt man die grenzenlosen Liebe, die sie für ihren Vater empfindet. Levi versteht man auch immer besser. Auch bei ihm spürt man die starke Bindung zu seiner Tochter.Ehrlich gesagt vermittelte er nicht den Eindruck, als wenn vor seiner Blindheit in seinem Leben alles rund gewesen wäre.                                                                                    Mein FazitManchmal muss man erst sein Augenlicht verlieren, um besser sehen zu können. Diesen Eindruck hatte ich bei Levi. Nach seiner großen Depression findet er zurück in´s Leben. Die warmherzige Rea hat ihm Leben gelernt. Die Autorin hat einen sehr fesselnden Schreibstil, der aus diesem ernsten Thema ein poetisches Kunstwerk macht. Die Gedichte am Anfang jeden Kapitels spiegeln Levis Psyche wider. Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Mit Rea möchte ich am liebsten ein leckeres Essen kochen. Mit Robin würde ich gerne in die Eisdiele gehen. Ja, und mit Levi ein Buch schreiben. Mit allen zusammen eine Party feiern. Natürlich mit einem leckeren Buffet. Mal ehrlich, hört sich das etwa traurig an? Beim Lesen ging mir ein sehr bekannter Spruch durch den Kopf: >>Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.<

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    • 3
  • ein sehr berührendes Buch

    Das warme Licht des Morgens
    ulla_leuwer

    ulla_leuwer

    13. May 2017 um 13:46

    Meine Meinung: Oh oh, das war aber mal wieder ein sehr berührendes Buch. Jeder von uns kann es sich vorstellen, wie es sein würde, wenn man das Augenlicht für immer verliert. Ein Drama! Hier hat das Schicksal bei einem Autor zugeschlagen. Wie soll er denn weitere Bücher schreiben?  Verständlich, dass für Levi zunächst eine Welt zusammen bricht und er sich verflixt schwer tut, mit allem klar zu kommen. Naja, seine Tochter macht es ihm anfangs ja auch sehr leicht. Allerdings kann das Mädel so kurz vor dem Abitur sich nicht auf Dauer um den Vater kümmern.  Zum Glück für alle taucht auf einmal Rea auf, die es schafft, dass Levi nach und nach immer mehr Fortschritte macht. Sehr bewegend hat die Autorin geschildert,  wie Levi sein neues Leben langsam, aber sicher wieder im Griff bekommt, wie Freunde und Verwandte reagieren, für die es ebenfalls nicht leicht ist. Allerdings gibt es da noch einige Überraschungen mit denen Levi und wir Leser fertig werden müssen. Die große Frage ist, wie wird Levi reagieren?  Ich war mit dem Ende sehr zufrieden. Das Buchcover sagt mir diesmal nicht so zu. Irgendwie finde ich es nicht passend. Der Mann schaut und die Frau wendet ihm den Rücken zu, nein, wirklich nicht gut. Fazit: Ein sehr berührendes Buch, das einen über vieles nachdenken lässt. Denn auch Levi denkt über vieles nach, was in seinem bisherigen Leben passiert ist. Wir Leser können froh sein, dass wir gucken und so tolle Bücher lesen können.

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  • Eine berührende Geschichte

    Das warme Licht des Morgens
    zauberblume

    zauberblume

    07. May 2017 um 18:51

    "Das warme Licht des Morgens" ist für mich der erste Roman, den ich von der Autorin Franziska Fischer gelesen habe. Und ihre Geschichte hat mich wirklich sehr berührt.Protagonist ist Levi Bärenreiter, der als Schriftsteller und Gedichteschreiber erfolgreich ist. Doch durch einen tragischen Unglückfall - Levi rettet bei einem Brand ein Mädchen aus dem Feuer - verliert er für sein Augenlicht. Und was kann es für eine Schriftsteller schlimmeres geben, als seine Umgebung nicht mehr beobachten zu können. Die ganzen Eindrücke in sich aufzusaugen. Er fällt in ein tiefes schwarzes Loch. Der einzige Mensch zu dem er Kontakt hat, ist seine 16jähriges Tochter, die sich rührend um ihn kümmert. Doch dann lernt er in dem Cafe an der Ecke Rea kennen. Und durch Rea sieht er die Welt wieder mit anderen Augen. Und endlich beginnt er mit ihrer Hilfe wieder zu schreiben. Doch eines Tages zieht sich Rea wieder von ihm zurück, denn sie hütet ein Geheimnis, das sie nicht preisgeben will.Ein Wahnsinnsbuch, das zum Nachdenken anregt. Man kann sich schwer vorstellen sein Augenlicht zu verlieren und in vollkommene Dunkelheit einzutauchen. Ich kann Levi verstehen, wie soll man mit so einem Schicksal umgehen. Man schirmt sich von seiner Umgebung ab, will kein Mitleid. Und aus diesem schwarzen Loch wieder herauszukommen, braucht man die Hilfe von liebenswerten Menschen. Und diesen Mensch hat Levi in Rea gefunden. Man hat förmlich gespürt, wie er schön langsam wieder am Leben teilgenommen hat und aufgetaut ist. Alles in kleinen Schritten aber immerhin. Der Schreibstil der Autorin ist einfach beeindruckend. Man hat den ganzen Roman vor Augen. Sieht Levi im Kaffee sitzen und spürt seine Verzweiflung. An manchen Stellen hat ich aber auch richtiges Gänsehautfeeling. Und dann ist da Robin, die alles für ihren Vater tut. Ich bewundere dieses Mädchen für ihre unermüdlich Geduld. Besonders beeindruckend fand ich die Erzählungen in der Geschichte aus Robins Sicht. Hier bekommt man ja gleich nochmals einen anderen Blickwinkel zur Geschichte. Ich fand sie wirklich klasse.Ein ganz besonderer Roman für unterhaltsame und nachdenkliche Lesestunden. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf den nächstenRoman der Atuorin. Das stimmungsvolle Cover passt hervorragend zur Geschichte.

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  • Verluste

    Das warme Licht des Morgens
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    21. April 2017 um 15:09

    Levi hat bei einem Brand ein kleines Mädchen aus dem Feuer gerettet. Als er danach im Krankenhaus erfahren hat, dass er nie wieder sehen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er ist Schriftsteller und glaubt nun, nicht mehr die richtigen Worte zu finden, weil die Inspiration über das Sehen nicht mehr da ist. Er zieht sich zurück – vom Leben und von den Menschen. Nur seine Tochter Robin besucht ihn regelmäßig. Sie kocht für ihn, macht sauber und versucht mit allen Mitteln, ihn wieder ins Leben zu holen. Aber Levi will nicht. Er hat sich in seinem jetzigen Leben eingerichtet. Doch dann fängt im Café nebenan, wo er immer frühstückt, eine neue Kellnerin namens Rea an. Sie überrumpelt ihn förmlich mit ihrer Hilfe und wir immer mehr Teil seines Lebens. Mit ihrer Unterstützung wagt er sich wieder ans Schreiben. Aber auch Rea hat einen Verlust erlitten, über den sie nicht redet. Levi hat eine Heldentat vollbracht, doch dabei ist ihm selbst Schreckliches widerfahren. Aber er ist kein Mensch, der die Sache annimmt und versucht, das Beste daraus zu machen. Nein, er widersetzt sich allem, was ihm Inhalt in sein Leben bringen könnte. Dabei macht es ihm etwas aus, dass er so von der Hilfe seiner Tochter Robin abhängig ist. Erst als Rea in sein Leben tritt, darf Robin einen Teil der Verantwortung abgeben. Die die Perspektive von Levi werden immer wieder Erinnerungen von Robin eingeschoben. Sie ist aufgewachsen mit einem Vater, der als Schriftsteller zwar ständig da war, aber doch so seltsam abwesend. Die wenigen Momente, die er sich ihr gewidmet hat, sind ihr kostbar. Es ist schwer vorstellbar, wie man sich fühlen würde, wenn man plötzlich das Augenlicht verliert. Vertraute Wege kommen einem so fremd vor und alles muss immer einen festen Platz haben, weil es unauffindbar bleiben würde. Ja, ich konnte Levis Verhalten nachvollziehen und doch hätte ich ihn manchmal auch schütteln mögen, wenn er sich Robin gegenüber so wenig einfühlsam zeigte. Rea geht mehr über seine Befindlichkeiten hinweg und holt ihn damit aus seiner Zurückgezogenheit heraus. Es ist ein Roman, der berührt und sehr nachdenklich macht.

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