Franziska Fischer Und irgendwo ich

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Inhaltsangabe zu „Und irgendwo ich“ von Franziska Fischer

»Du hast mich gefragt, wer auf diesen Fotos du bist. Weißt du das überhaupt selbst?« Als ich nicht antworte, nickt er nur kurz, dann geht er, und ein kühler Abendwind folgt ihm durch den Garten wie der Schatten einer Erinnerung. Alle paar Jahre beginnt für Lizzy ein neues Leben, wenn sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester in ein anderes Land zieht. Doch als ihre Familie in ein verlassenes Haus nach Deutschland übersiedelt, spürt Lizzy, dass dieses Mal etwas anders ist. Das Haus birgt ein Geheimnis. Und außerdem ist da noch Merlin, in den sie sich auf keinen Fall verlieben will. Eigentlich.

Franziska Fischers Schreibstil ist authentisch, poetisch und geht unter die Haut. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin!

— allthesespecialwords
allthesespecialwords

Sehr spannend, fesselnd und emotional.

— Danielabe
Danielabe

Ein schönes Buch, voller Gedanken.

— Julyie
Julyie

eine wunderschöne fast poetische Geschichte über Loslassen und Ankommen , über Liebe und Vergessen

— Inge78
Inge78

Franziska Fischers Stil ist leise und poetisch, das Tempo baut sich allmählich auf und hält dabei trotzdem von Anfang an die Spannung

— Fragmentage
Fragmentage

Ergreifend. Mitreißend. Gefühlvoll! Eine Geschichte über das sich-selbst-finden, Ankommen und dem glücklich sein!

— Tiana_Loreen
Tiana_Loreen

Es ist ein Roman, der die Leere ausfüllt. Ein Pendant zum hektischen Treiben unserer Zeit, das meist doch nur oberflächlich und grau ist.

— CulturalNoise
CulturalNoise

Eine Geschichte über Gefühle und der Suche nach dem Ich...

— KristinSchoellkopf
KristinSchoellkopf
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  • Ink Rebels Bücher ❤

    Und irgendwo ich
    AprilsBuecher

    AprilsBuecher

    04. June 2017 um 15:21

    Immer wieder musste Lizzy aller paar Wochen neu anfangen. Ein neues Haus, neue Freunde, neue Schule usw. Sie ist dadurch reifer als manch anderes 16 jähriges Mädchen. Trotzdem hat sie Sehnsüchte. Und dann kommt er und Lizzy empfindet mehr als ihr lieb ist. Mit viel Liebe hat Franziska hier eine hinreißende Geschichte geschrieben, die poetisch und gleichzeitig Herzerwärmend ist. Erst langsam beginnt die Geschichte und steigert sich. Durch viele kleine Zusatz Infos in der Geschichte schließt sich zum Schluss der Kreis und der Leser seufzt nur noch. Zumindest hab ich das getan. Wie alle Ink Rebels Bücher ist dies hier eins, wo man genau weiß: hier schreiben Mädels mit Liebe zum Detail. Die Charakter werden sehr bildlich dargestellt und man fühlt mit ihnen. Natürlich gibt es hier auch wieder.

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  • Poetisch und berührend!

    Und irgendwo ich
    allthesespecialwords

    allthesespecialwords

    19. April 2017 um 17:42

    Nachdem ich "Es war einmal Aleppo" von den Ink Rebels verschlungen habe, durften auch die anderen Bücher bei mir einziehen. Mit "Und irgendwo ich" habe ich meinen zweiten Inky heute morgen abgeschlossen und bin begeistert. Franziska Fischers Schreibstil ist authentisch, irgendwie poetisch und geht unter die Haut. Die Geschichte fängt langsam an, fast hat man das Gefühl, es passiert nicht so viel, aber das, was passiert, passiert zwischen den Zeilen. Zum Ende hin fügt sich plötzlich alles zusammen, all die kleinen Hinweise und Charakterstärken bzw. -schwächen bekommen einen Sinn. So macht mir das Lesen Spaß. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin und werde dieses ins Regal meiner Lieblingsbücher einsortieren.

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  • spannend, emotional

    Und irgendwo ich
    Danielabe

    Danielabe

    10. April 2017 um 20:05

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Einführung in das Buch war gut und man kam gleich ins Geschehen rein. Spannung war von Anfang an gegeben und ich fand es oft sehr emotional. Konnte mich gut in die Handlung hineinversetzen, war überzeugend. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch, außer Wiebke am Anfang da sie so distanziert zu ihren Kindern ist. Mittlerweise weiß ich warum sie so war. Die Handlung ist überzeugend und nachvollziehbar. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich. Das Ende finde ich sehr schön und man kann sich die Zukunft selber ausmalen wie es mit Lizzy, Merlin, Zoe usw. weiter geht.

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  • Ein Buch voller Gedanken.

    Und irgendwo ich
    Julyie

    Julyie

    09. April 2017 um 20:08

     "Aber ich kann es nicht. Ich kann nicht an etwas glauben, von dem ich weiß, dass es nicht in mein Leben gehört." Wissenswertes: Zum Buch: Erschienen ist es im Februar 2017  mit 360 Seiten in 25 nummerierten Kapiteln als Ebook bei den Ink Rebels und Taschenbuch (Lizenzausgabe) beim Amrûn Verlag. Perspektive: Ich – Erzählung Protagonistin Lizzy Genre: Jugendbuch, Young Adult, Romantik ISBN-10: 3958692850 ISBN-13: 978-3958692855 Cover: Wie auch bei den anderen Rebellen Covern hat Julia Dibbern wieder tolle Arbeit geleistet.  Mein erster Gedanke war: Ich brauche diese Schriftart. Denn der Titel wird so schön in Szene gesetzt, dass er sofort ins Auge springt. Auch die Grafik die wohl Lizzy zeigt, passt wunderbar dazu und verrät nicht viel von der schönen Geschichte dahinter. Klappentext: »Du hast mich gefragt, wer auf diesen Fotos du bist. Weißt du das überhaupt selbst?« Als ich nicht antworte, nickt er nur kurz, dann geht er, und ein kühler Abendwind folgt ihm durch den Garten wie der Schatten einer Erinnerung. Alle paar Jahre beginnt für Lizzy ein neues Leben, wenn sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester in ein anderes Land zieht. Doch als ihre Familie in ein verlassenes Haus nach Deutschland übersiedelt, spürt Lizzy, dass dieses Mal etwas anders ist. Das Haus birgt ein Geheimnis. Und außerdem ist da noch Merlin, in den sie sich auf keinen Fall verlieben will. Eigentlich. Autorin: Franziska Fischer wurde 1983 in Berlin geboren. Bereits während des Studiums (Literaturwissenschaft und Spanische Philologie) begann sie, als Lektorin zu arbeiten. 2013 publizierte sie ihren Debütroman "Das Meer, in dem ich schwimmen lernte", der einen Teil ihrer Reiseerfahrungen in Mexiko widerspiegelt. Sie ist Mitglied des im September 2016 gegründeten Autorenlabels INK REBELS. Erster Satz: „Es gibt da dieses Haus.“ Meinung: „Für Alle die auch nicht immer wissen, welcher Weg der ihre ist.“ Mit dieser Widmung fängt dieses Buch an, und ich denke, dass bringt dieses Buch ziemlich gut auf den Punkt.  Was schon so poetisch anfängt, dass muss auch weiter gehen. Und das tut es, dieses Buch ist völlig voll von schöner Poesie. Gedankenanregenden Sätzen und wundervollen Zitaten, sodass ich fast auf jeder Seite eine schöne Stelle markieren hätte können. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, zeitgetreu und authentisch. Ich finde man kommt von Beginn an sehr schnell in den Lesefluss von Lizzy rein auch wenn  meiner Meinung nach der Anfang recht ziehend verläuft.  Die Familie „kommt sehr lange an“ in der neuen Umgebung... und wahrscheinlich  auch lange Zeit nie so richtig. Damit meine ich, dass in den ersten Kapiteln nicht allzu viel passiert, was aber keineswegs an Spannung nimmt. Ich konnte gar nicht hinsehen, so schnell war ich dann schon bei der Hälfte des Buches angekommen.  Die Geschichte hat ständig neue Neugierde in mich hervorgerufen, sodass ich immer wissen wollte: Was passiert jetzt? Was ist das große Geheimnis von diesem mysteriösen Haus. Was verbirgt sich hinter alldem? Ein bisschen schwer fiel es mir zwischen durch mit der Distanz zwischen Lizzy und ihrer Mutter klar zu kommen, welche Wahrscheinlich sehr gewollt so hervorgerufen wird. Denn auch Wiebke hat ein großes Geheimnis. Und man stellt sich als Leser viele Fragen, die man nur beantwortet bekommt, indem man schnell weiterliest. Ohne zu viel zu verraten, möchte ich noch die schönen Briefe loben, die in einem ein tolles Gefühl hervorgerufen haben, sodass man die Emotionen von Lizzy spüren konnte. Was mir am besten gefallen hat, ist das man dieses Buch als großen Gedankengang sehen kann, besonders jemand wie ich der gerne mal träumerisch durchs Leben geht, liebt es, wenn maan Bücher liest, die wie Lizzys Erzählung sind. Vor allem wenn man selbst manchmal den Wunsch hat, ankommen zu möchten. Daher eine schöne Lese empfehlung, für alle die sich gerne mal ein paar mehr Gedanken machen möchten und/ oder ein schönes Familienbuch, oder einfach nur was über Freundschaft und Liebe lesen möchten. Zitat: -Und dann ist da noch der Efeu. Je mehr Efeu, desto weniger Besucher. Efeu bedeckt die Vergessenen. -Über den Gärten schwebt Musik, eine ruhige, melancholische Melodie, behäbig und dramatisch wie eine Opernarie -Ich mag es, Geschichten von anderen Menschen zu hören und von ihnen zu lernen und irgendwann vielleicht ein Teil dieser Geschichten zu sein, wenn sie sie anderen erzählen. Dann ist das so als würde man an vielen Orten der Welt gleichzeitig leben. Aber immer wenn wir am Meer sind, egal an welchem, habe ich das Gefühl, etwas mitnehmen zu müssen. Wenn man am Wasser steht, weht der Wind alles davon, und für einen Moment könnte man alles sein, frei wie die raue, salzige Seeluft, nur dass man dann Wurzeln hat, die tief ins Meer hineinführen

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  • frühlingshaft leicht und herbstlich schwer

    Und irgendwo ich
    Inge78

    Inge78

    13. March 2017 um 14:02

    Die 16-jährige Lizzy hat in ihrem Leben schon viele Ort gesehen, mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester zieht sie durch die Welt. Nun sind sie in Deutschland gelandet, im kleinen Dorf Schwalbenau. In einem Haus das Lizzy verzaubert und gleichzeitig Angst macht. Und auch die seltsame Ophelia und der stille,faszinierende Merlin machen es ihr nicht leicht sich wieder einmal auf ein völlig neues Leben einzustellen.Auf das Buch bin ich aufmerksam geworden weil ich alle anderen bis jetzt erschienen Ink Rebels Bücher total lesenswert fand. Also musste natürlich auch der neue Ink Rebel bei mir einziehen.Vielleicht bin ich mit 38 Jahren nicht mehr das typische Zielpublikum für diesen Roman aber nichtsdestotrotz habe ich mich zwischen den Seiten verloren und bin in der Geschichte versunken.Lizzy wirkt sehr reif für ihr Alter, sie hat fast schon eine alte Seele. Was sicherlich auch an ihrem ungewöhnlichen Leben liegt und den vielen Erfahrungen die sie bereits gemacht hat. Ich hätte mir gerne mehr Geschichten aus Lizzys früherem Leben gewünscht aber dies hätte wahrscheinlich den Rahmen des Buches gesprengt.Auch die anderen Charaktere der Geschichte wirken vielschichtig und auch die Nebenfiguren sind nicht eindimensional . Franziska Fischer schafft es jeder Figur ihr eigenes Gesicht zu geben auch wenn ich zu einigen gerne noch mehr Hintergrund gewusst hätte.Die Geschichte entwickelt sich langsam, teilweise sehr vorsichtig. Immer wieder tauchen wir als Leser ein in die Gedankenwelt Lizzys , in ihre fast poetische Sicht der Dinge. So wunderschön geschrieben dass ich das Bedürfnis hatte einige Sätze und Passagen anzustreichen.Und mit Lizzy zusammen schließen wir Freundschaften, entdecken ihre neue Welt, ärgern uns über die Schule und verlieben uns. Und wir entlocken dem mysteriösen Haus nach und nach sein Geheimnis.Die Geschichte ist gleichzeitig bezaubernd schön und unendlich traurig. Sie handelt von Liebe, vom Loslassen und Neufinden. Vom Reisen und Ankommen, von Freundschaft und Liebe. Sie hat mir viele Lächeln aufs Gesicht gezaubert, sie hat mir Tränen in die Augen getrieben.Frankziska Fischer schreibt lebendig und poetisch, ihre Worte flirren leicht wie Schmetterlinge über die Seiten oder liegen fast grabesschwer auf der Seele.Für mich ist das Buch ein All-Ager und kein reines Jugendbuch. Auch als Nicht-Teenie ist man schnell wieder drin in den Gedanken einer 16-jährigen die sich selbst finden muss und dabei ein Gefühlschaos erlebt.

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  • Sehnsucht, Heimweh, Einsamkeit, Verlust - das hat mich emotional mitgenommen

    Und irgendwo ich
    Fragmentage

    Fragmentage

    08. March 2017 um 22:41

    Lizzy und ihrer Schwester steht die Welt offen, denn mit ihrer Mutter leben sie mal hier, mal da und haben schon in jungen Jahren viele verschiedene Länder gesehen. Meist ziehen sie weiter, wenn sie sich gerade eingelebt haben, und so konnten die Mädchen nie lernen, was Heimat bedeutet. Als sie zurück nach Deutschland in ein verlassenes Haus ziehen, spürt Lizzy von Anfang an, dass diesmal alles anders ist. Das Haus löst etwas in ihr aus, das sie nicht zuordnen kann, fast scheint es ein Geheimnis zu verbergen, und dann ist da noch der stille Junge in ihrer Schule, der immer wieder in ihrem Alltag auftaucht.***"Und irgendwie ich" ist der vierte Ink Rebel, klar, dass ich ihn lesen musste, obwohl ich mir unter dem Titel anfangs nicht viel vorstellen konnte. Die Beschreibung von Lizzys Kindheit und der unsteten Weltenbummlerei hat mich beklemmt und stellenweise sogar an die Autobiographie "Schloss aus Glas" von Jeannette Walls erinnert. Da steckt gefühlsmäßig so viel drin, Sehnsucht, Heimweh, Einsamkeit, Verlust - das hat mich emotional mitgenommen. Franziska Fischers Stil ist leise und poetisch, das Tempo baut sich allmählich auf und hält dabei trotzdem von Anfang an einen Spannungsbogen, der es mir leicht gemacht hat, rein zu finden und dranzubleiben. Ein behutsamer Jugendroman mit einer starken Protagonistin, die sich trotz aller Schwierigkeiten den immer wieder veränderten Umständen in ihrem Leben und den damit einhergehenden sozialen Herausforderungen stellt. Habe ich gerne gelesen.

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  • Rezension zu "Und irgendwo ich"

    Und irgendwo ich
    Tiana_Loreen

    Tiana_Loreen

    05. March 2017 um 10:26

    Ergreifend. Mitreißend. Gefühlvoll!Eine Geschichte über das sich-selbst-finden, Ankommen und dem glücklich sein!Inhalt:»Du hast mich gefragt, wer auf diesen Fotos du bist. Weißt du das überhaupt selbst?«Als ich nicht antworte, nickt er nur kurz, dann geht er, und ein kühler Abendwind folgt ihm durch den Garten wie der Schatten einer Erinnerung.Alle paar Jahre beginnt für Lizzy ein neues Leben, wenn sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester in ein anderes Land zieht. Doch als ihre Familie in ein verlassenes Haus nach Deutschland übersiedelt, spürt Lizzy, dass dieses Mal etwas anders ist. Das Haus birgt ein Geheimnis.Und außerdem ist da noch Merlin, in den sie sich auf keinen Fall verlieben will. Eigentlich. (© InkRebels)Meine Meinung:Ink Rebels ist ein Zusammenschluss von Autorinnen, welche mit Geschichten aufwarten, die anders sind. Nicht in das Schubladendenken der Verlage passt.Und genauso war „Und irgendwo ich“ auch. Ich hatte keine Erwartungen, da ich nicht wusste, was ich - außer mitreißenden Lesestunden - erwarten sollte. Doch egal was ich mir insgeheim erhofft habe, es wurde weit übertroffen! Ich bin völlig hin und weg!Die HandlungWie beschreibt man ein Buch wie dieses?„Und irgendwo ich“ regt zum Nachdenken an, über das eigene Leben und das von anderen. Es hilft einem teilweise zu verstehen, andererseits wirft es Fragen auf, die einen Denkprozess starten.Es geht hier um Lizette und ihrer ständig umziehenden Familie. Es geht ums sich-selbst-finden und ums ehrlich sein. Es geht ums Ankommen und Wurzeln schlagen.Es geht um Liebe, um Schicksalsschläge und ums Verstehen.Es ist ein ruhiges Buch, voller Spannung und Emotionen. Es ist anders, als erwartet und so viel mehr als erhofft!Die CharaktereLiz ist eine enorm starke Protagonistin und wenn ich sie mit wenigen Worten beschreiben müsste, würden es wohl diese sein:Selbstbewusst. Anpassungsfähig. Stark. Zurückgezogen.Und auf der Suche nach sich selbst.Egal wohin Liz zieht, sie lernt schnell und einfach neue Menschen und deren Gepflogenheiten kennen, doch wenn sie weiterziehen, hat sie diese Menschen abgehackt. Sie lebt ein Leben ohne Wurzeln und baut – außer zu ihrer Schwester Zoe und ihrer Mutter Wiebke – kein Vertrauen zu anderen Menschen auf.Erst nach und nach scheint sie zu verstehen, dass diese selbstgewählte Einsamkeit sie langsam von innen zerfrisst. Doch kann man so einfach mit Gewohnheiten brechen?Es ist nicht direkt eine Verwandlung, die man hier mitverfolgt, eher eine Suche nach sich selbst und der Frage: Wer will ich sein?Für mich ist es so, dass Geschichten mit den Charakteren leben oder sterben und so ist es auch hier: Die Charaktere sind so voller Leben, Zweifel, Ängsten und Fragen, dass man nicht anders kann, als in deren Welt abzutauchen und fasziniert zu sein. Sie sind fiktive Buchgestalten, die es in jeder Stadt dieser Welt auch in echt geben könnte, weil sie authentisch sind und voller Leben!Die SchreibweiseSanft. Angenehm. Gefühlvoll.Franziska versteht sich gut darin, Emotionen in die Geschichte einfließen zu lassen, sodass diese für den Leser fühlbar wird. Man taucht völlig in die Welt von Liz ein und lernt Schritt für Schritt, dass ein Leben ohne Wurzeln auf Dauer nicht funktionieren kann.Fazit:Ich habe gezittert, gefiebert und mit Liz getrauert. Das Buch ist ruhig, aber auch voller Spannung und Fragen über das Leben. Wer will ich sein? Wo will ich einmal hin? Wer bin ich überhaupt?„Und irgendwo ich“ ist ein Buch zum Nachdenken, Abtauchen und so voller Gedanken und Emotionen, dass es einfach keinen kalt lassen kann.Es ist so anders und genau das macht es zu etwas ganz Besonderem!Von mir bekommt es ganz klar 5 von 5 Federn und ist ohne Zweifel eine klare Leseempfehlung! 

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  • ​Es ist eine Geschichte, die sich anfühlt wie nach Hause kommen

    Und irgendwo ich
    CulturalNoise

    CulturalNoise

    28. February 2017 um 14:15

    Wer bin ich und wo komme ich her? Wo ist mein Platz in dieser Welt? Wie fühlt sich Glück an und glücklich sein? Zuhause. Heim. Heimat. Was heißt das?    Für die meisten von uns sollten diese Fragen leicht zu beantworten sein - zumindest oberflächlich betrachtet. Doch dahinter verbirgt sich so viel mehr. Vielleicht nehmt ihr euch einmal einen Moment Zeit und fühlt in euch hinein. Heimat, Zugehörigkeit und Glück sind ganz urtümliche Empfindungen, die mit Verstand und äußeren Umständen gar nicht so viel zu tun haben. Diese innere Ruhe, die uns erfüllt, wenn wir angekommen sind. Der Friede, der sich ausbreitet, wenn wir unsere Lieben um uns haben oder einem besonderen Menschen tief in die Augen sehen. Die Zufriedenheit, wenn plötzlich alles einen Sinn ergibt, wir völlig im Reinen sind mit uns und anderen. Spürt ihr das?    Die 16-jährige Lizette, kurz Lizzy, weiß nur eins: sie, ihre jüngere Schwester Zoe und ihre Mutter Wiebke gehören zusammen. Das ist die einzige Konstante in ihrem Leben. Die drei haben schon die ganze Welt bereist, waren jedoch nie lange genug an einem Ort, um ihn wirklich Zuhause nennen zu können. Eigentlich ist Lizzy ganz zufrieden mit ihrem Vagabunden-Leben, doch dieser Umzug ist anders. Es geht zurück nach Deutschland und dieses neue Haus ist etwas Besonderes. Lizzy spürt es sofort. Hier findet sie zu sich selbst und das heranwachsende Mädchen ohne Wurzeln hat plötzlich eine Heimat.    Franziska Fischers "Und irgendwo ich" ist zutiefst bewegend und so ganz anders als der Einheitsbrei von Young Adults, den die meisten großen Verlage in ihrem Programm haben. Diese Geschichte geht viel tiefer mit all den Sätzen, die das Innerste der Erzählerin nach außen kehren, mit all den Emotionen. Die tiefen Gefühle sowie die Verbundenheit der Autorin mit ihren Figuren sind nahezu greifbar. Selten sind mir beim Lesen eines Jugendromans so häufig Tränen der Ergriffenheit, des Glücks, der überbordenden Emotionen in die Augen gestiegen. So feinfühlig und zart ist Lizzy dargestellt, dass ich sie so manches Mal gern in den Arm genommen hätte und gleichzeitig war mir bewusst, dass das Mädchen die Nähe gerade gar nicht ertragen könnte. Dieser Roman spricht mir tief aus der Seele. Ich weiß nicht, wie es der Autorin gelungen ist, die Empathie, diese besondere Art der Wahrnehmung einzufangen. Die Geschichte ist wie der Stoff, aus dem Träume sind. Fein gewebt, fast durchscheinend, mit Goldfäden durchwirkt. Manchmal in warmes Sonnenlicht getaucht und dann wieder verschwommen, nur ganz fein schimmernd im diffusen Schein des Mondes.    Ich wünschte, ihr könntet die Symphonie hören, die während des Lesens in meinem Innern spielte. Ich konnte die Schwingungen der Musik spüren, mal laut, mal leise, mit hellen und dunklen Tönen in Dur und Moll. Klavier, Gitarre und Gesang umschmeicheln sich, manchmal geerdet von einer Trommel. Kein Soundtrack wie bei anderen Büchern, nein, es ist eine Symphonie.    Eigentlich wollte ich diese Rezension sachlich halten, ohne blumige Worte und fast philosophische Interpretationen. Doch es geht nicht. Zu sehr klingt der Roman in mir nach und noch immer schimmern Tränen in meinen Augen. Weil die Geschichte so schön ist. So schön und tragisch und echt. Weil sie die Seele, die wahre Natur ihrer Charaktere freilegt - kindlich, rein und verletzlich. Weil es um das urtümliche Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit geht. Weil es sich beim Lesen gar nicht wie ein profaner Roman angefühlt hat, nicht wie eine Geschichte für den Verstand. Weil die Zeilen aus diesem Buch direkt in mein Herz geflossen sind, sich dort eingenistet haben und einen Ort der Ruhe daraus machten - ganz warm und behaglich.    Fazit: ​ Es ist ein Roman, der die Leere ausfüllt. Ein Pendant zum hektischen Treiben unserer Zeit, das meist doch nur oberflächlich und grau ist. Ein Roman zum Durchatmen, Wahrnehmen und Fühlen, so traumhaft schön! Es ist eine Geschichte, die sich anfühlt wie nach Hause kommen.    Wertung: 5 Punkte    (Diese Rezension ist erschienen auf www.cultural-noise.de)

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  • Und irgendwo ich...

    Und irgendwo ich
    KristinSchoellkopf

    KristinSchoellkopf

    28. February 2017 um 09:45

    Ich durfte Franziska Fischers Roman vorab lesen und habe mein Exemplar direkt von ihr zugeschickt bekommen, vielen Dank an dieser Stelle! Eine junge Frau läuft mit dem Rücken zum Betrachter auf Zugschienen, welche sich in der Ferne verlieren. Dieses Bild spiegelt den Roman perfekt wider. Wieso? Das werdet Ihr beim Lesen erfahren.  Lizzy hat schon in einigen Ländern der Welt gelebt und kennt kein wahres Zuhause. Als sie mit ihrer Schwester und ihrer Mutter nach Deutschland zieht, wirkt alles neu und teilweise komisch auf sie, wie zum Beispiel die Themen im Chemiekurs in der Oberstufe. ;-) Während sie sich mit Gartenarbeit und lesen ablenkt, versucht sie alles, um sich an ihr neues Leben zu gewöhnen. Doch was hat es mit dem Haus auf sich, in welchem sie wohnt und welches unerklärlicherweise mysteriös wirkt? Und wie sollte in das ganze Chaos noch eine junge Liebe passen? Die Geschichte ist besonders auf eine Weise, die schwer zu erklären ist. Ich bin in Lizzys Alter und kann deshalb ihre Verzweiflung und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen.  Oftmals war das Lesen wie ein Spiegel und ein Erlebnis zugleich, da ich nur ahnen konnte, wie Lizzy handeln würde und oftmals laut vor mich hingemurmelt habe: "Du hast ja so Recht....". Die meiste Zeit wird das alltägliche Leben von Lizzy geschildert und an manchen Stellen nimmt der Roman mehr Fahrt auf, es ist ein Auf und Ab der Ruhe und der aktiven Handlungen, was ich als sehr angenehm empfand. Lizzy ist, wie ich oben schon geschildert habe, der "typische" Teenager und doch anders. Sie kennt viele Kulturen und fühlt sich oftmals verloren, weswegen sie auch gern zu fremdsprachigen Büchern greift, um sich zurück in die - nun so weit weg erscheinenden - Länder, in welchen sie gelebt hat, zu teleportieren.  Lizzy lässt den Leser an ihren Ansichten und Erfahrungen teilhaben. Manchmal allerdings, haben mir ihre Gefühlsschilderungen und somit ihre Persönlichkeit gefehlt. Sie äußert zwar häufig ihre Meinung, jedoch ohne eine Emotion durchschimmern zu lassen.  Ich kann nicht genau sagen, was für ein Mensch sie persönlich ist, was ich sehr schade finde.  Franziska Fischers Schreibstil ist sehr angenehm und verleiht dem Roman die Leichtigkeit eines Sommertages. Der Leser kann die frische Luft geradezu um die Nase wehen spüren, was mich begeistert hat.  Fazit "Und irgendwo ich" ist ein Roman, welcher die Gefühlslage eines Teenagers geradezu greifbar macht. Ein Teenager hat das Gefühl irgendwo zu sein, aber nicht zu wissen, wohin der Weg geht, noch wo er sich eigentlich befindet. Der Roman hat für mich kleine Schwächen bei den Charakteren, kann aber mit einem einzigartigen Schreibstil und einer Stimmung, die authentischer nicht sein könnte, punkten. 

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