Franziska Häny Der Rote Norden

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Inhaltsangabe zu „Der Rote Norden“ von Franziska Häny

Es war einmal … doch eines Mittwochabends ist nichts mehr so, wie es einmal war. Sophie verlässt ihren Mann und das gemeinsame Haus. Einfach so. Und dann begegnet sie plötzlich ihrer totgeglaubten Tante. Erhält einen Anruf ihres längst verstorbenen Bruders, Martin. Der sie einlädt, zu ihm zu kommen, in den Norden. Und Sophie fährt – zu den Bäumen mit dem roten Laub. Zusammen mit Martin, der sie tatsächlich am Flughafen von Imalo abholt, stellt sich Sophie einer gefährlichen, fast unlösbaren Aufgabe. Franziska Hänys Roman ist ein so einfaches wie verrücktes Märchen, eine Geschichte voller Rätsel, die von der Reise einer Frau ins Herz ihrer Träume erzählt.

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  • Ein Aufbruch zu sich selbst

    Der Rote Norden
    jezebel

    jezebel

    25. April 2013 um 12:28

    Franziska Hänys Debütroman ist ein sehr persönliches Buch - geht es doch um nichts weniger als um eine Reise zu sich selbst. "Der rote Norden" ist der Bericht über den Aufbruch einer Frau, die sich weder im eigenen Körper noch in ihrem Leben zu Hause fühlt und an deren einstige Sehnsüchte und Lebensenergie lediglich der zum gerahmten Bild erstarrte Sprung eines Delphins aus dem Wasser erinnert. Sophie, so heisst die Protagonistin, wird durch den Telefonanruf ihres totgeglaubten Bruders, der sie um ihre Hilfe bittet, dazu bewegt, ihre tristen vier Wände und ihren lieblosen Ehemann zu verlassen, um nach Imalo in den roten Norden zu reisen. Wie bei den Märchenhelden, die ausziehen, um Taten zu vollbringen, führt auch Sophies Weg vorbei an Begegnungen mit den eigenen Ängsten und Beschränkungen sowie an Prüfungen, denen es sich zu stellen gilt - immer weiter hin zu einem neuen Selbst. All dies erzählt Franziska Häny in sehr eingängigen und bisweilen beklemmenden Bildern, die einen auch nach der Lektüre so schnell nicht loslassen. Es ist ihr gelungen, nicht nur die landschaftliche Schönheit des roten Nordens so wiederzugeben, dass man als Leser das Gefühl hat, selber da gewesen zu sein - sie schafft es auch auf sehr eindrückliche Art und Weise, die Seelenlandschaft von Sophie bildlich vor einem entstehen und sich entwickeln - ja, frei werden - zu lassen. Obwohl der Text aus Märchenelementen gebaut ist und sich dazu oft des Symbolischen bedient, gleitet die, bisweilen auch recht mystische, Geschichte an keiner Stelle ins Kitschige oder Pathetische ab - dafür sorgt nicht zuletzt das zackige Erzähltempo und der Spannungsbogen, der stets der Dynamik des Roman verpflichtet bleibt und die Handlung nie auf Nebengeleise führt. Die Sprache ist, trotz des persönlichen, sehr gefühlsnahen Themas, eine distanzierte und so wirkt die Geschichte nie bemüht einfühlsam oder gar rührselig. Das Buch lädt dazu ein, sich auf eine ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst einzulassen. Und es macht Mut, selber aufzubrechen bzw. nach dem eigenen "Imalo" und dem, was man dort wohl antreffen würde, zu fragen. Was könnte Literatur mehr leisten?

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