Das Aquarium

von Franziska Lange 
3,7 Sterne bei19 Bewertungen
Das Aquarium
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Positiv (11):
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Wundervolle Geschichte zum Nachdenken, Schmunzeln oder einfach mal Abschalten, die durch seine besonderen Charaktere besticht!

Kritisch (2):
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eine tolle Thematik leider mit vielen Unstimmigkeiten

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Inhaltsangabe zu "Das Aquarium"

Man könnte sagen, George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Aber: George ist ein Einsiedler. Er lebt und arbeitet in seinem Hamburger Loft in selbstgewählter Isolation. Der Outsider hat seit Jahren das Haus nicht verlassen, er leidet unter Panikattacken und führt Selbstgespräche. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing.

In sein abgekapseltes Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; das Letzte, was der Eremit gebrauchen kann. Lebenskünstler Paddy bringt Georges kleine Welt und sein autistisches Überlebenssystem komplett durcheinander – und dann ist da noch das trinkfreudige Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert …

Eine Geschichte im Schatten der Großstadt über Nähe und Isolation, Anonymität und Freundschaft, Selbstentfremdung und Selbstfindung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946446262
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:220 Seiten
Verlag:SadWolf Verlag
Erscheinungsdatum:20.12.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Sandschs avatar
    Sandschvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wundervolle Geschichte zum Nachdenken, Schmunzeln oder einfach mal Abschalten, die durch seine besonderen Charaktere besticht!
    Eine Geschichte zum Nachdenken, Schmunzeln oder einfach mal Abschalten!

    Mmh ... wie fange ich am besten an? Die Geschichte handelt von George. George hat seit zwei Jahren seine Eigentumswohnung in der 22. Etage nicht mehr verlassen und lebt dort mit seinem Kater Dr. Van Helsing. Im Grunde muss er die Wohnung auch nicht verlassen, für was auch, er arbeitet als Mediendesigner und steht im regelmäßigen E-Mail Kontakt zu seinem Auftraggeber, das was er zum Leben benötigt, kann er alles über das Internet bestellen. Ein Hoch auf das Internet! Bis Paddy bei ihm einzieht und sein Leben gehörig auf den Kopf stellt.

    Der Protagonist George ist auf seine Art schräg, aber auch sympathisch. Seine Gedankengänge haben mir sowohl ein Schmunzeln auf das Gesicht gezaubert als auch meine eigenen Gedanken zum Rotieren gebracht. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gestaltet, haben ihre Ecken und Kanten. Wirkten authentisch und nachvollziehbar. Ich mochte jeden auf seine Art, konnte mir ihnen lachen, schmunzeln und ja, auch weinen.

    Der Schreibstil war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Geschrieben ist die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von George. Seine Gedankengänge waren mir anfänglich sehr wirr und abgehackt, spiegelten aber im Nachhinein seine ganz spezielle Art und Weise wieder. Es wirkte persönlicher und ich konnte mich nach und nach besser in ihn hineinversetzen. Nachdem ich mich auf diesen anderen Schreibstil eingelassen habe, konnte ich die Seiten förmlich durch meine Hand durch fliegen sehen. 

    Zu erleben wie die Geschichte voran schritt und die Charaktere mit einander agierten, ist anders, aber definitiv anders besonders. Und die Assoziation eines Aquariums perfekt gewählt. Das einzige das mich tatsächlich irgendwie nervte, waren die ständigen Vergleiche mit Hitler und der Nazizeit im Allgemeinen. Ich denke, da hätte man andere passende Vergleiche finden können. Aber hey, das ist meckern auf hohem Niveau. Irgendwas ist eben immer.

    Das Ende ist traurig und irgendwie krass, rundet aber die Geschichte perfekt ab. Zumindest aus meiner Sicht. Alles in Allem eine tolle Geschichte in einem perfekten Rahmen mit wundervollen authentisch wirkenden Charakteren, die anders, aber eben auch besonders ist.

    Fazit:
    "Das Aquarium" ist einfach nur GENIAL. Auch wenn ich anfänglich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil hatte, ging dieser im Laufe der Geschichte quasi in mein Blut über. Die liebevoll gestalteten Charaktere hauchen der Geschichte Leben ein. Ein Buch zum Nachdenken, Schmunzeln und auch einfach mal Abschalten. Ein "Lesemuss" für jeden, der gern auch mal skurrile Geschichten liest oder sich einfach mal auf etwas Neues einlassen möchte.

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    Queenelyzas avatar
    Queenelyzavor 2 Jahren
    Alleine ist nicht genug...

    George wohnt in einer Wohnung im 22. Stock eines Hochhauses, zusammen mit seiner Katze Van Helsing. George arbeitet von zu Hause, das geht gut, wenn man Webdesigner ist. Und er bestellt alle Dinge, die er und Van Helsing brauchen, online. Auch noch nicht allzu ungewöhnlich, denn auch das tun heutzutage viele Menschen, sei es aus Zeitgründen oder aus Bequemlichkeit. Dann allerdings schlüpft Van Helsing durchs Nachbarfenster, und Georges größte Schwäche wird offenbar: Er KANN seine Wohnung nicht verlassen. Panikattacken befallen ihn, wenn er nur die Wohnungstür öffnen muss. Er kann nur in seiner Wohnung, seinem Aquarium überleben.

    Dann aber denkt sich die Welt wohl "wenn George nicht rausgeht, kommt ich eben zu ihm" . Zuerst in Form einer sehr netten Pizzabotin, die sich einfach selbst einlädt, nach Feierabend auf einen Absacker vorbeizukommen. Skurril? Irgendwie schon, aber es wird noch skurriler. Freund Z. kommt vorbei, um seine Beziehungsprobleme bei George abzuladen und einige Nächte zu bleiben. Und er bringt eine Idee mit - George soll einen Mitbewohner bekommen. Keine Widerrede - und so zieht Patrick ein. Unkompliziert, easy going, zahlt Miete und kann kochen. Pro: George ist nicht mehr allein. Contra: George ist nicht mehr allein.

    Wie George sich mit dem Mitbewohner arrangiert, ist wirklich witzig, und man merkt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis George merkt, dass das Leben eigentlich zu schade ist, um Dinge zu verdrängen, andere Menschen auszuschließen und sich wegzusperren, Ängste hin oder her. Ganz langsam öffnet er sich der Welt, was ihm mal besser, mal schlechter gelingt.

    Die Geschichte dieses Buches zu beschreiben, ist gar nicht so einfach, denn darum geht es eigentlich gar nicht wirklich. Viel interessanter sind die Menschen, die in Georges Wohnung stolpern, ihn an ihrem Leben teilhaben lassen und ihn somit ganz langsam aus seiner Erstarrung locken. Dabei gibt es gewaltig viel Situationskomik, wenn beispielsweise die Papageien Dick und Doof auf den Kater Van Helsing treffen und lauthals "Wurstbrot! Wurstbrot" durch die Wohnung rufen. Es gibt Romantik, Verzweiflung und jede Menge tiefe Gedanken und kluge Sprüche. Über die Liebe, über das Leben, und mit jeder Seite sind mir Buch und die vielen Gestalten darin mehr ans Herz gewachsen.

    Es ist wie ein Märchen, in dem zum Schluss wie durch Zauberhand alles gut wird. Ich muss zugeben, das Ende war mir tatsächlich ein wenig zu unwahrscheinlich, aber das ist der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Das Buch war für mich perfekte Unterhaltung mit der genau richtigen Dosis Tiefgang, ein wunderbares Großstadtmärchen mit lebendigen Charakteren, farbiger Sprache, fantasievollen Einfällen und einer wunderbaren Botschaft. Mein erstes Lesehighlight des Jahres 2017!

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    S
    schildkroete2306vor 2 Jahren
    Das Aquarium

    Inhalt:


    George, 32, leidet unter Agoraphobie und hat seit 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen. Essen, Unterhaltung, Katzenfutter für Dr. Van Helsing - alles wird online bestellt. 
    Durch seinen neuen Mitbewohner Paddy fängt George langsam an aufzutauen - und aufzutauchen.

    Cover:

    Auf das Buch aufmerksam wurde ich durch das Cover, welches mich zunächst an ein Fantasy-Buch denken ließ.

    Schreibstil:

    Der Schreibstil ist sehr flüssig, daher habe ich das Buch innerhalb von 2 Tagen beenden können. Die Sätze sind anfangs sehr abgehackt, was allerdings zu George passt. Später werden die Sätze enorm lang und verschachtelt, teilweise auch sinnfrei zusammengesetzt. 

    Meine Meinung:

    Ich bin sehr schwer in das Buch hereingekommen, da es mich anfangs absolut nicht angesprochen hat. Durch die ersten Kapitel habe ich mich geschleppt, einzig deshalb, da ich das Buch in einer Leserunde gewonnen hatte und es daher auch rezensieren wollte. Nachdem Paddy aufgetaucht ist, wurde es definitiv besser. George hat immer öfter Träume, die nicht wirklich Sinn machen. Dadurch wurde das Buch, das ohnehin nur 220 Seiten enthält, einfach nur gefüllt. Besser hätte ich es gefunden, wenn viele dieser Träume weggelassen worden wären und dafür mehr auf seine Schwester und seine Ex-Freundin eingegangen worden wäre. So wurde generell einiges angeschnitten, was danach offen geblieben ist.
    Rund wurde das Buch dann durch das erstmalige und letztmalige Auftauchen von Vivian, dem Pizzamädchen.

    Insgesamt hat mir "Das Aquarium" nicht sehr zugesagt.

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    Fauchi2206s avatar
    Fauchi2206vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch das uns psychische Erkrankungen näher bringt und zeigt, dass es jeden treffen kann.
    Rezension zu "Das Aquarium"

    Klappentext:

    Man könnte sagen, George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per Whats App. Aber George ist ein Einsiedler. Er lebt und arbeitet in einem Hamburger Loft in selbstgewählter Isolation. Er hat seit 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen, da er unter Panikattacken leidet. Nur sein Kater Dr. Van Helsing teilt sein Leben mit ihm. Alles was er braucht bekommt er online. eines Tages platzen mehrere Menschen in sein Leben. Vivian die Pizzabotin, Paddy ein ewiger Student, der sein Untermieter wird, Emma Paddys Schwester und Carla eine Freundin von George kommt aus Afrika zurück. Das Buch ist eine Geschichte über Nähe, Isolation, Anoymität, Freundschaft und Selbstfindung.

    Meine Meinung:

    Das Buch von Franziska Lange ist in einem sehr erfrischenden, neuen Schreibstil verfasst, mit teilweise sehr kurzen Sätzen, manchmal nur einzelnen Wörtern und später wieder in längeren, ausführlicheren Sätzen, ganz dem Zustand von George angepasst. Die Autorin lässt George seine Geschichte selbst in der Ich-Form erzählen und somit hat man den Eindruck Teil der Geschichte zu sein. Ich fand es flüssig zu lesen und die aktuelle Thematik ist in den ersten und letzten Kapiteln sehr gut beschrieben. Zwischendurch war es für mich als ehemalige Erkrankte teilweise schwer nachvollziehbar wie George agierte, aber ich wurde auch in einigen Abschnitten ganz in diese Zeit der Panikattacken zurückgeführt so realistisch waren sie beschrieben. Ich fand es gut, dass wir einiges aus Georges Vergangenheit erfahren durften, gerne hätte dieser Teil noch ausführlicher sein können, wobei manche Ereignisse zu seiner Erkrankung geführt haben dürften. George überwindet manches Hindernis, gewinnt neue Freunde und bekommt langsam wieder ein verändertes Lebensgefühl. Auch im Verlauf des Buches erleidet George erneut Verluste, allerdings geht er diesmal nach einer Trauerphase gestärkt daraus hervor und versucht sein Leben wieder zu normalisieren. Ob und wie ihm das gelingt müsst ihr selber lesen. Ich bin sehr froh, dass durch das Buch Einblicke in den Alltag eines an Panikattacken Erkrankten gegeben werden und der Leser sieht, dass es sich um eine reale Erkrankung handelt und nicht wie leider viele noch immer denken, man sich die Symptome einfach nur einbildet. Das Buch war für mich spannend und fesselnd geschrieben, und ich habe es in zwei Tagen ausgelesen. Wenn man nicht nur 08/15 Geschichten sondern auch bücher mit einer etwas schwierigeren Thematik lesen will, kann ich "Das Aquarium" wirklich empfehlen. Von mir gibt es für das Buch 4 ****

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    dorlis avatar
    dorlivor 2 Jahren
    Rezension zu "Das Aquarium" von Franziska Lange

    Der 32-jährige George leidet an einer ausgeprägten Agoraphobie, das heißt, der Webdesigner kann seine Wohnung nicht verlassen, er bekommt außerhalb seiner eigenen vier Wände Angstzustände und Panikattacken. George hat seinen Alltag entsprechend angepasst. Er arbeitet von zuhause aus, kommuniziert via Internet und Telefon mit Freunden und Bekannten und nimmt Lieferdienste in Anspruch. George scheint sich in seinem abgeschotteten Universum wohlzufühlen, bis Lebenskünstler Paddy bei ihm einzieht…

    Franziska Lange lässt George seine Geschichte selbst erzählen. Man bekommt dadurch einen guten Einblick in seinen Alltag und erlebt alles, was ihn bewegt, antreibt und ausbremst direkt mit.

    Mit Paddy ziehen auch große Veränderungen bei George ein. Nicht nur die Wohnsituation ändert sich, auch sein Leben bekommt einen ganz neuen Schwung. George wird jetzt auch mit den Problemen seiner Mitmenschen konfrontiert. Während er seine neuen Freunde und deren Umgang mit ihren Schwierigkeiten beobachtet, setzt er sich immer mehr mit sich selbst und seiner Vergangenheit auseinander und unternimmt schließlich den Versuch, sich seinen Ängsten entgegenzustellen und den verlorenen Lebensraum zurückzuerobern.

    Um deutlich zu machen, wie schwierig dieser Prozess der Angstbewältigung ist, hat Franziska Lange Georges Sprechweise an seine Entwicklung gekoppelt.
    Georges Gedankengänge werden nach und nach immer holperiger, driften ständig in unterschiedliche Richtungen ab und springen zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Entsprechend werden die Sätze im Verlauf der Handlung immer länger, verschachtelter und verworrener. Das hat mir einerseits sehr gut gefallen, weil man genau spürt, wie stark die Veränderungen George mitnehmen – andererseits machen die sehr langen Sätze jedoch das Lesen schwieriger und man muss sich konzentrieren, um dem folgen zu können, was George durch den Kopf geht.

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Auch wenn es nicht immer leicht war, Georges Selbstgesprächen und Gedankensprüngen zu folgen, waren die Einblicke in seine Welt interessant.

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    SarahDenises avatar
    SarahDenisevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein aktuelles Thema, eindrucksvoll dargestellt!
    Ein Einsiedler-Leben in einer schicken Wohnung, mit allem was man braucht ist doch gar nicht schlech

    George führt so ein Leben, er ist erst Anfang 30 und ein erfolgreicher Web-Designer. Allerdings hat er seid 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen. Sobald er auch nur ans rausgehen denkt, fängt er an zu schwitzen und bekommt regelrecht Panik. Eigentlich ist es auch gar nicht nötig rauszugehen, er kann alles via Internet bestellen. Sein einziger Gefährte in dieser Isolation ist sein Kater Dr. Van Helsing, bis auf einmal Vivian, das Pizzagirl auftaucht und Paddy, sein neuer Mitbewohner. Schneller als George gucken kann, hat er nicht nur plötzlich einen Mitbewohner, sondern auch dessen Schwester und eine Freundin von George als Gäste in seiner Wohnung. Nicht zu vergessen, die beiden Papageien Dick und Doof. Die plötzliche Unruhe in seiner Wohnung gefällt ihm immer mehr, bis diese auf einmal wieder verschwunden ist. Wird er es je schaffen, aus seiner Wohnung raus zukommen?

    Ich muss gestehen, am Anfang dieses Buches war ich eher skeptisch. Ich habe etwas Zeit gebraucht um in dieses Buch „rein zu kommen“. Der Schreibstil ist am Anfang eher abgehackt. Sehr kurze Sätze, die den Gemütszustand von George wieder spiegeln. Nach ein paar Seiten war ich allerdings schnell drin und konnte das Buch nicht mehr beiseite legen, denn das Buch entwickelt sich mit George mit. Der Schreibstil dementsprechend auch. Ich war gespannt wie George mit der neuen Situation umgeht und durch seine Rückblicke, in denen man immer erfährt, warum er so ist wie er ist, sind sehr interessant und teilweise schockierend.

    Am Ende des Buches erfährt der Leser noch kurz etwas über die Autorin Franziska Lange, teilweise enthält das Buch autobiografische Erlebnisse, da überlege ich jetzt nun was davon es wohl ist. Hoffentlich nicht allzu viele schlechte Erfahrungen. Die einzelnen Kapitel sind teilweise mit Illustrationen abgegrenzt, was ich als sehr nette Abwechslung empfunden habe. Sie passen einfach :-)


    Mein Fazit: „Das Aquarium“ ist ein Buch, dass nicht ganz so einfach zu lesen ist, aber wenn man sich voll darauf einlässt, lohnt es sich wirklich!!! Es ist mal was anderes, zu den üblichen Liebesromanen oder Komödien :-)

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    Aydas avatar
    Aydavor 2 Jahren
    Das Aquarium

    Inhalt:
    In "Das Aquarium" lernen wir George kennen, der seit 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlässt,er leidet unter Agoraphobie-eine Angststörung. Sein bester Freund ist sein Kater Van Helsing.
    Von Beruf ist Georgs Webdesigner,so dass er ohne Probleme von zuhause arbeiten kann und auch seine Einkäufe online regelt. Auch Kontakte zur Außenwelt belaufen sich über das Netzwerk bis eines Tages Paddy bei ihm einzieht...

    Meine Meinung:
    Obwohl ich etwas anderes erwartet hatte,hat mir das Buch gut gefallen. Von der ersten Seite war ich in der Geschichte und auch die Perspektive aus der Sichtweise von George hat mir gut gefallen. Er war mir sehr sympathisch,vor allem die Selbstironie und die Emotionalität die er trotz seiner Lage nicht verloren hat,fand ich berührend. Wir erleben auch andere Protagonisten,die in seinen Alltag trudel und einer davon ist Paddy,der bei ihm einzieht! Ob Paddy es schafft George aus seiner Welt zu holen oder nicht und welches Erlebnis George aus der Vergangenheit in sich trägt und es ihn zu zermürben scheint,müsst Ihr selber lesen...Der einzige Kritikpunk,warum ich auch geschreiben habe,dass ich etwas anderes erwartet habe, war die Thematik mit der Agoraphobie. Sie erschien mir eher nebensächlich,obwohl die Erkrankung ja der Hauptgrund ist,warum er nicht das Haus verlässt. Da hätte ich mehr Tiefe in die Thematik gewünscht. Ansonsten habe ich das Buch sehr gerne gelesen und vergebe 4 Sternchen!

    Autorin:
    Franziska Lange wurde 1972 geboren.
    Sie arbeitete als Journalistin bei Welt am Sonntag, TV TODAY & TV SPIELFILM. Außerdem war sie als Grafikerin für diverse Agenturen tätig.
    Im Jahr 1999 begann Sie ihr Schaffen als freie Autorin.
    Das erste Kapitel ihres Buches »Das Aquarium« wurde mit dem Literaturpreis des Hamburger Lion’s Club 2003 ausgezeichnet.
    (Quelle: https://www.sadwolf-verlag.de/buch_das_aquarium.html)

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    L
    leseratte_lovelybooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Von der Geschichte und dem Schreibstil gesehen sehr anspruchsvolle Aufarbeitung eines leider sehr aktuellen und problematischen Themas.
    Interessante Thematik, anstrengende Umsetzung!

    Leider konnte ich mich nicht so recht mit den Figuren und der Handlung anfreunden. Man erlebt die Geschichte aus Sicht von George, die unter Agoarphobie leidet, sich also seit Jahren nicht mehr aus seiner Wohnung traut. Der Schreibstil, der Georges Gedankengänge (oft nur wirre Geistesblitze und -sprünge) widergibt, ist durchaus anstrengend, zu Beginn sehr abgehackt und kurz, am Schluss in verworrenden Schachtelsätzen. Das macht es nicht einfach, sich auf die Geschichte einzulassen. Dazu die verschiedenen Charaktere: George selbst, 32jähriger Computerfreak in der Werbebranche, sein Mitbewohner Paddy, Student Ende 20, der den ganzen Tag fernsieht und kocht, Paddys Schwester Emma, die in einer Beziehung zu einem äußerst miesen Kerl steckt, Carla, Entwicklungshelferin und gute Freundin von George. Irgendwie ein Irrenhaus, man findet zu keiner Figur so richtig den Zugang. Am sympathischsten fand ich Paddy.
     Ich vergebe 3 Sterne, da die Thematik sehr aktuell ist, aber leider das Potenzial nicht ausgeschöpft wurde.

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    RDooDoos avatar
    RDooDoovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein anspruchsvoller Roman über das Leben
    Leider konnte mich das Aquarium nicht vollständig überzeugen

    Das Aquarium

    George lebt zurückgezogen in seinem Apartment und verlässt die Wohnung unter keinen Umständen. Doch mit dem Einzug seines Mitbewohners Paddy verändert sich sein ganzes Leben ..

    Gleich zu Anfang fällt der gewöhnungsbedürftige Schreibstil der Autorin auf. Kurze und prägnante Sätze reihen sich aneinander und vermitteln das authentische Bild von George, der sich nicht wirklich von den Farben des Lebens und der Freude außerhalb mitziehen lässt. 
    Der Schreibstil ist gerade im Mittelteil doch sehr anstrengend und lässt das Buch zu einem werden, das nicht nebenbei gelesen werden kann. Man muss sich erst einmal auf das Buch einlassen - auf George an sich und seine teils wirren Gedanken, die immer mal wieder zurück in die Vergangenheit schwelgen. 
    Hat man diese Barriere jedoch überwunden, steht dem Entdecken von Georges Welt nichts mehr im Wege. Jedoch fällt das Buch besonders durch eben diese Sprache positiv auf. Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass es mir im Mittelteil irgendwann doch zu viel wurde und ich etwas gekämpft habe, schafft die Autorin Georges Gedanken sprachlich mit seinem Charakter zu verwandeln. Als er sich verändert, veränderten sich auch seine Worte.

    Auch die Charaktere sind schön rund, jeder hat seine eigene Last zu tragen bekommen und wirklich jeder Charakter war individuell und einzigartig.
    Leider war mir besonders Georges Entwicklung nicht so ganz schlüssig. Besonders die einzelne Ereignisse, wie z.B. dass er die Pizzabotin Vivian in seine Wohnung lässt, sind einfach zu abrupt und zu unverständlich. Die Überleitungen fehlen einfach und damit geht die Logik an manchen Stellen flöten ..
    Auch der Beweggrund warum George jetzt nicht mehr die Wohnung verlässt ist ein bisschen blass geblieben. Ich kann es mir zwar so halb denken, aber wissen tue ich es nicht.

    Das Ende war tragisch-schön und hat mir wirklich gut gefallen. 

    Insgesamt war das Buch ganz okay. Die Sprache war gut, aber teilweise sehr anstrengend. Die Charaktere waren ebenfalls schön, aber dennoch hat besonders George geschwächelt. Für mich befindet sich das Buch also im Mittelfeld.

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    Ripper_bookss avatar
    Ripper_booksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: eine tolle Thematik leider mit vielen Unstimmigkeiten
    Das Aquarium - Franziska Lange

    George leidet an Agoraphobie. Das bedeutet er kann seine Wohnung nicht verlassen und das schon seit zwei Jahren. Doch das muss er auch nicht. Er arbeitet als Webdesigner von zuhause aus, Lebensmittel bestellt er Online sowie andere Dinge die er braucht oder auch nicht braucht. Sein einziger Weggefährte ist sein Kater Dr. Van Helsing. George hat sein Leben in seinem eigens geschaffenen Universum im Griff, ihm fehlt an nichts da man durch die heutigen Möglichkeiten rein Theoretisch seine Komfortzone, sprich seine Wohnung nicht verlassen muss. Alles wird bis an die eigene Tür geliefert. So auch die bestellte Pizza. Und damit beginnt George's Leben sich zu verändern, sein "Aquarium" bekommt Risse.
    Vivian ist das Pizzagirl was ihm sein Essen an diesem Tag zukommen lässt. Sie weiß natürlich nichts von der Krankheit von George, lädt sich selbst auf eine Flasche Wein nach der Arbeit bei ihm ein. 
    Vivian ist die erste Person seit langem die George in seine Wohnung lässt. Sie kommen ins Gespräch und schnell stellt sich heraus das George nicht nur Agoraphobie hat, sondern auch trockener Alkoholiker ist.
    Nach diesem Treffen überschlagen sich die Ereignisse, ein Alter Freund zieht bei ihm ein (Stress mit der Freundin) und zieht auch genauso schnell wieder aus (Friede, Freude, Eierkuchen mit der Freundin). So kommt man auf die Idee das ein Mitbewohner George gut tut, also zieht Paddy ein. Paddy ist ein Esoterikfreak, legt Tarot-Karten, zündelt Räucherstäbchen, Meditiert etc. Ebenso ist er ein Künstler: auf der einen Seite sprichwörtlich und auf der anderen einer am Herd.
    George und Paddy verstehen sich auf anhieb recht gut und so entwickelt sich eine Freundschaft die viel Verändert.

    Auf das Buch bin ich durch eine Leserunde aufmerksam geworden, aber auch durch das Cover. Das Cover wirkt wie ein Bild, die Farben sind eher gedeckt doch im gesamten ist dieses Bild sehr ausdrucksstark. Man sieht einen Mann unter Wasser, vermutlich George in seinem Aquarium, und eine rothaarige Frau die ihm die Hand reicht um ihn aus dem Nass zu holen. Sehr treffend für die Thematik in diesem Buch.

    Das Thema Agoraphobie an sich fand ich sehr interessant, wie ein so ein Mensch denkt, wie er seinen Lebensalltag gestalten kann. Dies ist der Autorin sehr gut gelungen. Auf den ersten Seiten bekommt man direkt einen Einblick in die Struktur und in den Alltag von George: wie er sein Geld verdient, wie er sich und seinen Kater versorgt, wie er unterschiedliche Hürden überbrückt, zum Beispiel bekommt er seine Post einmal die Woche vom Hausmeister in seine Wohnung gebracht, so dass er sich nicht zum Briefkasten begeben muss.
    Die Zeit die George alleine verbringt ist geprägt von verschachtelten und teilweise unvollständigen Sätzen. Man merkt dass er nur mit sich beschäftigt ist, keine sozialen Kontakte pflegt. Sobald aber eine Änderung auftritt werden die Sätzen kürzer, knapper und die Gedanken überschlagen sich. Das macht das Buch etwas verwirrend und man muss vielleicht ein, zweimal genauer hinlesen um genauer zu verstehen was jetzt gemein ist, aber ich finde das dadurch seine Krankheit greifbar gemacht wird. 
    Mit dem Einzug von Paddy als Mitbewohner verändert sich "das Aquarium" und somit auch George. Er wird offener und sieht nicht mehr nur sich. Eine wichtige Freundschaft entwickelt sich. Zu Beginn sieht George natürlich die Vorteile darin, dass Paddy für ihn Besorgungen machen kann und er nicht mehr auf die Onlinedienste zurück greifen muss. Doch je weiter die Beziehung der beiden sich entwickelt, desto eher verändert sich George. Er beschäftigt sich mit seiner Krankheit, fängt an seiner Situation an zu zweifeln und überlegt ob er es schafft sich zu ändern.

    Viele Personen treten in diesem Buch auf, welche alle Maßgeblich zu Georges Situation beigetragen haben aber auch seine Veränderung begünstigen. Auf der einen Seite ist die Vergangenheit mit seiner Schwester Betty, seinen Eltern und seiner Ex-Freundin. Durch alle Vorkommnisse dieser Personen ist George so geworden wie er ist. Auf der anderen Seite haben wie Vivian, Paddy, Charli und sein alter Kumpel Z.. Sie sind alle wichtig für die Veränderung die George mitmacht.

    Ich fand das Buch nicht leicht zu lesen. Durch die Art wie es geschrieben ist hat es mich sehr verwirrt und ich konnte dem Handlungsstrang nicht richtig folgen. Viele Gedankensprünge und Sätze die nicht flüssig zu lesen sind, über die man stolpert weil von einem Thema zum anderen gesprungen wird, alles innerhalb eines Satzes. Doch fand ich die Thematik an sich sehr spannend. Auch fand ich es schön die Wandlung von George mit zu erleben. 
    Jedoch ist mir vieles nicht schlüssig und irgendwie sehr an den Haaren herbei gezogen. Zum Beispiel kann George seinen Kater, der durch einen dummen Zufall in die Nachbarwohnung gelangt ist, nicht dort abholen hat jedoch weniger ein Problem damit einen wild fremden Menschen in sein Reich zu lassen. Auch find ich es eher unwahrscheinlich wie schnell die Veränderung von George von statten geht. Zwei Jahre lebt er Eremit und innerhalb eines halben Jahres soll sich sein ganzen Leben auf den Kopf gestellt haben? Eher unwahrscheinlich.
    Leider gibt es von diesen Unstimmigkeiten sehr viele, weshalb ich keine Leseempfehlung aussprechen kann. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    SadWolf_Verlags avatar
    Hallo Ihr Lieben,

    wir verlosen 5 x die Print-Ausgabe von »Das Aquarium« von Franziska Lange in der Neuausgabe und 10 x das E-Book in dem gewünschten Format (Epub & Mobi) Um teilzunehmen, reicht ein Kommentar mit einer kurzen Begründung, wieso Ihr das Buch lesen möchtet. :)

    Worum geht es im Buch? Um Agoraphobie im Jahre 2016: George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing. Eigentlich nichts Besonderes.

    Aber George sitzt nicht im Büro, er telefoniert nicht im Auto mit dem Handy, die Monitore stehen nicht in einer Agentur – seit zwei Jahren spielt sich sein Leben ausschließlich in seiner eigenen Wohnung ab.

    In dieses abgekapselte Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; der Lebenskünstler Paddy. Georges Welt wird von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Ebenso von dem trinkfreudigen Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert.

    Eine bittersüße Geschichte im Schatten der Großstadt über Nähe und Isolation, Anonymität und Freundschaft, Selbstentfremdung und Selbstfindung.

    Mehr auf https://sadwolf-verlag.de/buch_das_aquarium.html

    Die Verlosung läuft bis zum 01.01.2017

    Ab dem 02.01.2017 werden wir dann die Leserunde starten! 

    * Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

    Euer SadWolf Verlag
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    Hallo Ihr Lieben,

    wir verlosen 5 x die Print-Ausgabe von »Das Aquarium« von Franziska Lange in der Neuausgabe und 5 x das E-Book in dem gewünschten Format (Epub & Mobi) Um teilzunehmen reicht ein Kommentar mit einer kurzen Begründung, wieso Ihr das Buch lesen möchtet. :)

    Worum geht es im Buch? Um Agoraphobie im Jahre 2016: George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing. Eigentlich nichts Besonderes.

    Aber George sitzt nicht im Büro, er telefoniert nicht im Auto mit dem Handy, die Monitore stehen nicht in einer Agentur – seit zwei Jahren spielt sich sein Leben ausschließlich in seiner eigenen Wohnung ab.
    In dieses abgekapselte Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; der Lebenskünstler Paddy. Georges Welt wird von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Ebenso von dem trinkfreudigen Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert.

    Eine bittersüße Geschichte im Schatten der Großstadt über Nähe und Isolation, Anonymität und Freundschaft, Selbstentfremdung und Selbstfindung.

    Mehr auf https://sadwolf-verlag.de/buch_das_aquarium.html

    Die Verlosung läuft bis zum 01.01.2017

    Ab dem 05.01.2017 werden wir dann eine Leserunde starten!

    Euer SadWolf Verlag
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