Franziska Lange Das Aquarium

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Inhaltsangabe zu „Das Aquarium“ von Franziska Lange

Man könnte sagen, George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Aber: George ist ein Einsiedler. Er lebt und arbeitet in seinem Hamburger Loft in selbstgewählter Isolation. Der Outsider hat seit Jahren das Haus nicht verlassen, er leidet unter Panikattacken und führt Selbstgespräche. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing. In sein abgekapseltes Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; das Letzte, was der Eremit gebrauchen kann. Lebenskünstler Paddy bringt Georges kleine Welt und sein autistisches Überlebenssystem komplett durcheinander – und dann ist da noch das trinkfreudige Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert … Eine Geschichte im Schatten der Großstadt über Nähe und Isolation, Anonymität und Freundschaft, Selbstentfremdung und Selbstfindung.

Die Charaktere machen dieses Buch aus.

— Kirja_Fairy

Wundervolle Geschichte zum Nachdenken, Schmunzeln oder einfach mal Abschalten, die durch seine besonderen Charaktere besticht!

— Sandsch

Ein Buch das uns psychische Erkrankungen näher bringt und zeigt, dass es jeden treffen kann.

— Fauchi2206

Ein aktuelles Thema, eindrucksvoll dargestellt!

— SarahDenise

Von der Geschichte und dem Schreibstil gesehen sehr anspruchsvolle Aufarbeitung eines leider sehr aktuellen und problematischen Themas.

— leseratte_lovelybooks

Ein anspruchsvoller Roman über das Leben

— RDooDoo

eine tolle Thematik leider mit vielen Unstimmigkeiten

— Ripper_books

Eigentlich ein gutes Buch, wenn man depressive Menschen mag.

— Nannidel

Sehr interessanter Schreibstil um ein zeitgeschichtliches Thema.

— Kugeni

Wundervolles Buch, das zeigt, dass Freundschaft stärker ist als die Angst.

— Rabentochter

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  • Eine Geschichte zum Nachdenken, Schmunzeln oder einfach mal Abschalten!

    Das Aquarium

    Sandsch

    25. August 2017 um 11:52

    Mmh ... wie fange ich am besten an? Die Geschichte handelt von George. George hat seit zwei Jahren seine Eigentumswohnung in der 22. Etage nicht mehr verlassen und lebt dort mit seinem Kater Dr. Van Helsing. Im Grunde muss er die Wohnung auch nicht verlassen, für was auch, er arbeitet als Mediendesigner und steht im regelmäßigen E-Mail Kontakt zu seinem Auftraggeber, das was er zum Leben benötigt, kann er alles über das Internet bestellen. Ein Hoch auf das Internet! Bis Paddy bei ihm einzieht und sein Leben gehörig auf den Kopf stellt.Der Protagonist George ist auf seine Art schräg, aber auch sympathisch. Seine Gedankengänge haben mir sowohl ein Schmunzeln auf das Gesicht gezaubert als auch meine eigenen Gedanken zum Rotieren gebracht. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gestaltet, haben ihre Ecken und Kanten. Wirkten authentisch und nachvollziehbar. Ich mochte jeden auf seine Art, konnte mir ihnen lachen, schmunzeln und ja, auch weinen.Der Schreibstil war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Geschrieben ist die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von George. Seine Gedankengänge waren mir anfänglich sehr wirr und abgehackt, spiegelten aber im Nachhinein seine ganz spezielle Art und Weise wieder. Es wirkte persönlicher und ich konnte mich nach und nach besser in ihn hineinversetzen. Nachdem ich mich auf diesen anderen Schreibstil eingelassen habe, konnte ich die Seiten förmlich durch meine Hand durch fliegen sehen. Zu erleben wie die Geschichte voran schritt und die Charaktere mit einander agierten, ist anders, aber definitiv anders besonders. Und die Assoziation eines Aquariums perfekt gewählt. Das einzige das mich tatsächlich irgendwie nervte, waren die ständigen Vergleiche mit Hitler und der Nazizeit im Allgemeinen. Ich denke, da hätte man andere passende Vergleiche finden können. Aber hey, das ist meckern auf hohem Niveau. Irgendwas ist eben immer.Das Ende ist traurig und irgendwie krass, rundet aber die Geschichte perfekt ab. Zumindest aus meiner Sicht. Alles in Allem eine tolle Geschichte in einem perfekten Rahmen mit wundervollen authentisch wirkenden Charakteren, die anders, aber eben auch besonders ist.Fazit:"Das Aquarium" ist einfach nur GENIAL. Auch wenn ich anfänglich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil hatte, ging dieser im Laufe der Geschichte quasi in mein Blut über. Die liebevoll gestalteten Charaktere hauchen der Geschichte Leben ein. Ein Buch zum Nachdenken, Schmunzeln und auch einfach mal Abschalten. Ein "Lesemuss" für jeden, der gern auch mal skurrile Geschichten liest oder sich einfach mal auf etwas Neues einlassen möchte.

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  • Alleine ist nicht genug...

    Das Aquarium

    Queenelyza

    06. February 2017 um 20:43

    George wohnt in einer Wohnung im 22. Stock eines Hochhauses, zusammen mit seiner Katze Van Helsing. George arbeitet von zu Hause, das geht gut, wenn man Webdesigner ist. Und er bestellt alle Dinge, die er und Van Helsing brauchen, online. Auch noch nicht allzu ungewöhnlich, denn auch das tun heutzutage viele Menschen, sei es aus Zeitgründen oder aus Bequemlichkeit. Dann allerdings schlüpft Van Helsing durchs Nachbarfenster, und Georges größte Schwäche wird offenbar: Er KANN seine Wohnung nicht verlassen. Panikattacken befallen ihn, wenn er nur die Wohnungstür öffnen muss. Er kann nur in seiner Wohnung, seinem Aquarium überleben. Dann aber denkt sich die Welt wohl "wenn George nicht rausgeht, kommt ich eben zu ihm" . Zuerst in Form einer sehr netten Pizzabotin, die sich einfach selbst einlädt, nach Feierabend auf einen Absacker vorbeizukommen. Skurril? Irgendwie schon, aber es wird noch skurriler. Freund Z. kommt vorbei, um seine Beziehungsprobleme bei George abzuladen und einige Nächte zu bleiben. Und er bringt eine Idee mit - George soll einen Mitbewohner bekommen. Keine Widerrede - und so zieht Patrick ein. Unkompliziert, easy going, zahlt Miete und kann kochen. Pro: George ist nicht mehr allein. Contra: George ist nicht mehr allein. Wie George sich mit dem Mitbewohner arrangiert, ist wirklich witzig, und man merkt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis George merkt, dass das Leben eigentlich zu schade ist, um Dinge zu verdrängen, andere Menschen auszuschließen und sich wegzusperren, Ängste hin oder her. Ganz langsam öffnet er sich der Welt, was ihm mal besser, mal schlechter gelingt. Die Geschichte dieses Buches zu beschreiben, ist gar nicht so einfach, denn darum geht es eigentlich gar nicht wirklich. Viel interessanter sind die Menschen, die in Georges Wohnung stolpern, ihn an ihrem Leben teilhaben lassen und ihn somit ganz langsam aus seiner Erstarrung locken. Dabei gibt es gewaltig viel Situationskomik, wenn beispielsweise die Papageien Dick und Doof auf den Kater Van Helsing treffen und lauthals "Wurstbrot! Wurstbrot" durch die Wohnung rufen. Es gibt Romantik, Verzweiflung und jede Menge tiefe Gedanken und kluge Sprüche. Über die Liebe, über das Leben, und mit jeder Seite sind mir Buch und die vielen Gestalten darin mehr ans Herz gewachsen. Es ist wie ein Märchen, in dem zum Schluss wie durch Zauberhand alles gut wird. Ich muss zugeben, das Ende war mir tatsächlich ein wenig zu unwahrscheinlich, aber das ist der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Das Buch war für mich perfekte Unterhaltung mit der genau richtigen Dosis Tiefgang, ein wunderbares Großstadtmärchen mit lebendigen Charakteren, farbiger Sprache, fantasievollen Einfällen und einer wunderbaren Botschaft. Mein erstes Lesehighlight des Jahres 2017!

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  • Das Aquarium

    Das Aquarium

    schildkroete2306

    29. January 2017 um 19:39

    Inhalt:George, 32, leidet unter Agoraphobie und hat seit 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen. Essen, Unterhaltung, Katzenfutter für Dr. Van Helsing - alles wird online bestellt. Durch seinen neuen Mitbewohner Paddy fängt George langsam an aufzutauen - und aufzutauchen.Cover:Auf das Buch aufmerksam wurde ich durch das Cover, welches mich zunächst an ein Fantasy-Buch denken ließ.Schreibstil:Der Schreibstil ist sehr flüssig, daher habe ich das Buch innerhalb von 2 Tagen beenden können. Die Sätze sind anfangs sehr abgehackt, was allerdings zu George passt. Später werden die Sätze enorm lang und verschachtelt, teilweise auch sinnfrei zusammengesetzt. Meine Meinung:Ich bin sehr schwer in das Buch hereingekommen, da es mich anfangs absolut nicht angesprochen hat. Durch die ersten Kapitel habe ich mich geschleppt, einzig deshalb, da ich das Buch in einer Leserunde gewonnen hatte und es daher auch rezensieren wollte. Nachdem Paddy aufgetaucht ist, wurde es definitiv besser. George hat immer öfter Träume, die nicht wirklich Sinn machen. Dadurch wurde das Buch, das ohnehin nur 220 Seiten enthält, einfach nur gefüllt. Besser hätte ich es gefunden, wenn viele dieser Träume weggelassen worden wären und dafür mehr auf seine Schwester und seine Ex-Freundin eingegangen worden wäre. So wurde generell einiges angeschnitten, was danach offen geblieben ist.Rund wurde das Buch dann durch das erstmalige und letztmalige Auftauchen von Vivian, dem Pizzamädchen.Insgesamt hat mir "Das Aquarium" nicht sehr zugesagt.

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  • Rezension zu "Das Aquarium"

    Das Aquarium

    Fauchi2206

    29. January 2017 um 00:49

    Klappentext: Man könnte sagen, George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per Whats App. Aber George ist ein Einsiedler. Er lebt und arbeitet in einem Hamburger Loft in selbstgewählter Isolation. Er hat seit 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen, da er unter Panikattacken leidet. Nur sein Kater Dr. Van Helsing teilt sein Leben mit ihm. Alles was er braucht bekommt er online. eines Tages platzen mehrere Menschen in sein Leben. Vivian die Pizzabotin, Paddy ein ewiger Student, der sein Untermieter wird, Emma Paddys Schwester und Carla eine Freundin von George kommt aus Afrika zurück. Das Buch ist eine Geschichte über Nähe, Isolation, Anoymität, Freundschaft und Selbstfindung. Meine Meinung: Das Buch von Franziska Lange ist in einem sehr erfrischenden, neuen Schreibstil verfasst, mit teilweise sehr kurzen Sätzen, manchmal nur einzelnen Wörtern und später wieder in längeren, ausführlicheren Sätzen, ganz dem Zustand von George angepasst. Die Autorin lässt George seine Geschichte selbst in der Ich-Form erzählen und somit hat man den Eindruck Teil der Geschichte zu sein. Ich fand es flüssig zu lesen und die aktuelle Thematik ist in den ersten und letzten Kapiteln sehr gut beschrieben. Zwischendurch war es für mich als ehemalige Erkrankte teilweise schwer nachvollziehbar wie George agierte, aber ich wurde auch in einigen Abschnitten ganz in diese Zeit der Panikattacken zurückgeführt so realistisch waren sie beschrieben. Ich fand es gut, dass wir einiges aus Georges Vergangenheit erfahren durften, gerne hätte dieser Teil noch ausführlicher sein können, wobei manche Ereignisse zu seiner Erkrankung geführt haben dürften. George überwindet manches Hindernis, gewinnt neue Freunde und bekommt langsam wieder ein verändertes Lebensgefühl. Auch im Verlauf des Buches erleidet George erneut Verluste, allerdings geht er diesmal nach einer Trauerphase gestärkt daraus hervor und versucht sein Leben wieder zu normalisieren. Ob und wie ihm das gelingt müsst ihr selber lesen. Ich bin sehr froh, dass durch das Buch Einblicke in den Alltag eines an Panikattacken Erkrankten gegeben werden und der Leser sieht, dass es sich um eine reale Erkrankung handelt und nicht wie leider viele noch immer denken, man sich die Symptome einfach nur einbildet. Das Buch war für mich spannend und fesselnd geschrieben, und ich habe es in zwei Tagen ausgelesen. Wenn man nicht nur 08/15 Geschichten sondern auch bücher mit einer etwas schwierigeren Thematik lesen will, kann ich "Das Aquarium" wirklich empfehlen. Von mir gibt es für das Buch 4 ****

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  • Leserunde zu "Das Aquarium" von Franziska Lange

    Das Aquarium

    SadWolf_Verlag

    Hallo Ihr Lieben,wir verlosen 5 x die Print-Ausgabe von »Das Aquarium« von Franziska Lange in der Neuausgabe und 10 x das E-Book in dem gewünschten Format (Epub & Mobi) Um teilzunehmen, reicht ein Kommentar mit einer kurzen Begründung, wieso Ihr das Buch lesen möchtet. :)Worum geht es im Buch? Um Agoraphobie im Jahre 2016: George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing. Eigentlich nichts Besonderes.Aber George sitzt nicht im Büro, er telefoniert nicht im Auto mit dem Handy, die Monitore stehen nicht in einer Agentur – seit zwei Jahren spielt sich sein Leben ausschließlich in seiner eigenen Wohnung ab.In dieses abgekapselte Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; der Lebenskünstler Paddy. Georges Welt wird von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Ebenso von dem trinkfreudigen Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert.Eine bittersüße Geschichte im Schatten der Großstadt über Nähe und Isolation, Anonymität und Freundschaft, Selbstentfremdung und Selbstfindung.Mehr auf https://sadwolf-verlag.de/buch_das_aquarium.htmlDie Verlosung läuft bis zum 01.01.2017Ab dem 02.01.2017 werden wir dann die Leserunde starten! * Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.Euer SadWolf Verlag

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  • Rezension zu "Das Aquarium" von Franziska Lange

    Das Aquarium

    dorli

    23. January 2017 um 21:47

    Der 32-jährige George leidet an einer ausgeprägten Agoraphobie, das heißt, der Webdesigner kann seine Wohnung nicht verlassen, er bekommt außerhalb seiner eigenen vier Wände Angstzustände und Panikattacken. George hat seinen Alltag entsprechend angepasst. Er arbeitet von zuhause aus, kommuniziert via Internet und Telefon mit Freunden und Bekannten und nimmt Lieferdienste in Anspruch. George scheint sich in seinem abgeschotteten Universum wohlzufühlen, bis Lebenskünstler Paddy bei ihm einzieht…Franziska Lange lässt George seine Geschichte selbst erzählen. Man bekommt dadurch einen guten Einblick in seinen Alltag und erlebt alles, was ihn bewegt, antreibt und ausbremst direkt mit.Mit Paddy ziehen auch große Veränderungen bei George ein. Nicht nur die Wohnsituation ändert sich, auch sein Leben bekommt einen ganz neuen Schwung. George wird jetzt auch mit den Problemen seiner Mitmenschen konfrontiert. Während er seine neuen Freunde und deren Umgang mit ihren Schwierigkeiten beobachtet, setzt er sich immer mehr mit sich selbst und seiner Vergangenheit auseinander und unternimmt schließlich den Versuch, sich seinen Ängsten entgegenzustellen und den verlorenen Lebensraum zurückzuerobern.Um deutlich zu machen, wie schwierig dieser Prozess der Angstbewältigung ist, hat Franziska Lange Georges Sprechweise an seine Entwicklung gekoppelt.Georges Gedankengänge werden nach und nach immer holperiger, driften ständig in unterschiedliche Richtungen ab und springen zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Entsprechend werden die Sätze im Verlauf der Handlung immer länger, verschachtelter und verworrener. Das hat mir einerseits sehr gut gefallen, weil man genau spürt, wie stark die Veränderungen George mitnehmen – andererseits machen die sehr langen Sätze jedoch das Lesen schwieriger und man muss sich konzentrieren, um dem folgen zu können, was George durch den Kopf geht.Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Auch wenn es nicht immer leicht war, Georges Selbstgesprächen und Gedankensprüngen zu folgen, waren die Einblicke in seine Welt interessant.

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  • Ein Einsiedler-Leben in einer schicken Wohnung, mit allem was man braucht ist doch gar nicht schlech

    Das Aquarium

    SarahDenise

    22. January 2017 um 12:06

    George führt so ein Leben, er ist erst Anfang 30 und ein erfolgreicher Web-Designer. Allerdings hat er seid 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen. Sobald er auch nur ans rausgehen denkt, fängt er an zu schwitzen und bekommt regelrecht Panik. Eigentlich ist es auch gar nicht nötig rauszugehen, er kann alles via Internet bestellen. Sein einziger Gefährte in dieser Isolation ist sein Kater Dr. Van Helsing, bis auf einmal Vivian, das Pizzagirl auftaucht und Paddy, sein neuer Mitbewohner. Schneller als George gucken kann, hat er nicht nur plötzlich einen Mitbewohner, sondern auch dessen Schwester und eine Freundin von George als Gäste in seiner Wohnung. Nicht zu vergessen, die beiden Papageien Dick und Doof. Die plötzliche Unruhe in seiner Wohnung gefällt ihm immer mehr, bis diese auf einmal wieder verschwunden ist. Wird er es je schaffen, aus seiner Wohnung raus zukommen? Ich muss gestehen, am Anfang dieses Buches war ich eher skeptisch. Ich habe etwas Zeit gebraucht um in dieses Buch „rein zu kommen“. Der Schreibstil ist am Anfang eher abgehackt. Sehr kurze Sätze, die den Gemütszustand von George wieder spiegeln. Nach ein paar Seiten war ich allerdings schnell drin und konnte das Buch nicht mehr beiseite legen, denn das Buch entwickelt sich mit George mit. Der Schreibstil dementsprechend auch. Ich war gespannt wie George mit der neuen Situation umgeht und durch seine Rückblicke, in denen man immer erfährt, warum er so ist wie er ist, sind sehr interessant und teilweise schockierend. Am Ende des Buches erfährt der Leser noch kurz etwas über die Autorin Franziska Lange, teilweise enthält das Buch autobiografische Erlebnisse, da überlege ich jetzt nun was davon es wohl ist. Hoffentlich nicht allzu viele schlechte Erfahrungen. Die einzelnen Kapitel sind teilweise mit Illustrationen abgegrenzt, was ich als sehr nette Abwechslung empfunden habe. Sie passen einfach :-) Mein Fazit: „Das Aquarium“ ist ein Buch, dass nicht ganz so einfach zu lesen ist, aber wenn man sich voll darauf einlässt, lohnt es sich wirklich!!! Es ist mal was anderes, zu den üblichen Liebesromanen oder Komödien :-)

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  • Das Aquarium

    Das Aquarium

    Ayda

    19. January 2017 um 18:58

    Inhalt: In "Das Aquarium" lernen wir George kennen, der seit 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlässt,er leidet unter Agoraphobie-eine Angststörung. Sein bester Freund ist sein Kater Van Helsing. Von Beruf ist Georgs Webdesigner,so dass er ohne Probleme von zuhause arbeiten kann und auch seine Einkäufe online regelt. Auch Kontakte zur Außenwelt belaufen sich über das Netzwerk bis eines Tages Paddy bei ihm einzieht... Meine Meinung: Obwohl ich etwas anderes erwartet hatte,hat mir das Buch gut gefallen. Von der ersten Seite war ich in der Geschichte und auch die Perspektive aus der Sichtweise von George hat mir gut gefallen. Er war mir sehr sympathisch,vor allem die Selbstironie und die Emotionalität die er trotz seiner Lage nicht verloren hat,fand ich berührend. Wir erleben auch andere Protagonisten,die in seinen Alltag trudel und einer davon ist Paddy,der bei ihm einzieht! Ob Paddy es schafft George aus seiner Welt zu holen oder nicht und welches Erlebnis George aus der Vergangenheit in sich trägt und es ihn zu zermürben scheint,müsst Ihr selber lesen...Der einzige Kritikpunk,warum ich auch geschreiben habe,dass ich etwas anderes erwartet habe, war die Thematik mit der Agoraphobie. Sie erschien mir eher nebensächlich,obwohl die Erkrankung ja der Hauptgrund ist,warum er nicht das Haus verlässt. Da hätte ich mehr Tiefe in die Thematik gewünscht. Ansonsten habe ich das Buch sehr gerne gelesen und vergebe 4 Sternchen! Autorin: Franziska Lange wurde 1972 geboren. Sie arbeitete als Journalistin bei Welt am Sonntag, TV TODAY & TV SPIELFILM. Außerdem war sie als Grafikerin für diverse Agenturen tätig. Im Jahr 1999 begann Sie ihr Schaffen als freie Autorin. Das erste Kapitel ihres Buches »Das Aquarium« wurde mit dem Literaturpreis des Hamburger Lion’s Club 2003 ausgezeichnet. (Quelle: https://www.sadwolf-verlag.de/buch_das_aquarium.html)

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  • Interessante Thematik, anstrengende Umsetzung!

    Das Aquarium

    leseratte_lovelybooks

    14. January 2017 um 16:00

    Leider konnte ich mich nicht so recht mit den Figuren und der Handlung anfreunden. Man erlebt die Geschichte aus Sicht von George, die unter Agoarphobie leidet, sich also seit Jahren nicht mehr aus seiner Wohnung traut. Der Schreibstil, der Georges Gedankengänge (oft nur wirre Geistesblitze und -sprünge) widergibt, ist durchaus anstrengend, zu Beginn sehr abgehackt und kurz, am Schluss in verworrenden Schachtelsätzen. Das macht es nicht einfach, sich auf die Geschichte einzulassen. Dazu die verschiedenen Charaktere: George selbst, 32jähriger Computerfreak in der Werbebranche, sein Mitbewohner Paddy, Student Ende 20, der den ganzen Tag fernsieht und kocht, Paddys Schwester Emma, die in einer Beziehung zu einem äußerst miesen Kerl steckt, Carla, Entwicklungshelferin und gute Freundin von George. Irgendwie ein Irrenhaus, man findet zu keiner Figur so richtig den Zugang. Am sympathischsten fand ich Paddy. Ich vergebe 3 Sterne, da die Thematik sehr aktuell ist, aber leider das Potenzial nicht ausgeschöpft wurde.

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  • Leider konnte mich das Aquarium nicht vollständig überzeugen

    Das Aquarium

    RDooDoo

    14. January 2017 um 15:08

    Das Aquarium George lebt zurückgezogen in seinem Apartment und verlässt die Wohnung unter keinen Umständen. Doch mit dem Einzug seines Mitbewohners Paddy verändert sich sein ganzes Leben .. Gleich zu Anfang fällt der gewöhnungsbedürftige Schreibstil der Autorin auf. Kurze und prägnante Sätze reihen sich aneinander und vermitteln das authentische Bild von George, der sich nicht wirklich von den Farben des Lebens und der Freude außerhalb mitziehen lässt. Der Schreibstil ist gerade im Mittelteil doch sehr anstrengend und lässt das Buch zu einem werden, das nicht nebenbei gelesen werden kann. Man muss sich erst einmal auf das Buch einlassen - auf George an sich und seine teils wirren Gedanken, die immer mal wieder zurück in die Vergangenheit schwelgen. Hat man diese Barriere jedoch überwunden, steht dem Entdecken von Georges Welt nichts mehr im Wege. Jedoch fällt das Buch besonders durch eben diese Sprache positiv auf. Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass es mir im Mittelteil irgendwann doch zu viel wurde und ich etwas gekämpft habe, schafft die Autorin Georges Gedanken sprachlich mit seinem Charakter zu verwandeln. Als er sich verändert, veränderten sich auch seine Worte. Auch die Charaktere sind schön rund, jeder hat seine eigene Last zu tragen bekommen und wirklich jeder Charakter war individuell und einzigartig.Leider war mir besonders Georges Entwicklung nicht so ganz schlüssig. Besonders die einzelne Ereignisse, wie z.B. dass er die Pizzabotin Vivian in seine Wohnung lässt, sind einfach zu abrupt und zu unverständlich. Die Überleitungen fehlen einfach und damit geht die Logik an manchen Stellen flöten ..Auch der Beweggrund warum George jetzt nicht mehr die Wohnung verlässt ist ein bisschen blass geblieben. Ich kann es mir zwar so halb denken, aber wissen tue ich es nicht. Das Ende war tragisch-schön und hat mir wirklich gut gefallen. Insgesamt war das Buch ganz okay. Die Sprache war gut, aber teilweise sehr anstrengend. Die Charaktere waren ebenfalls schön, aber dennoch hat besonders George geschwächelt. Für mich befindet sich das Buch also im Mittelfeld.

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  • Das Aquarium - Franziska Lange

    Das Aquarium

    Ripper_books

    14. January 2017 um 14:42

    George leidet an Agoraphobie. Das bedeutet er kann seine Wohnung nicht verlassen und das schon seit zwei Jahren. Doch das muss er auch nicht. Er arbeitet als Webdesigner von zuhause aus, Lebensmittel bestellt er Online sowie andere Dinge die er braucht oder auch nicht braucht. Sein einziger Weggefährte ist sein Kater Dr. Van Helsing. George hat sein Leben in seinem eigens geschaffenen Universum im Griff, ihm fehlt an nichts da man durch die heutigen Möglichkeiten rein Theoretisch seine Komfortzone, sprich seine Wohnung nicht verlassen muss. Alles wird bis an die eigene Tür geliefert. So auch die bestellte Pizza. Und damit beginnt George's Leben sich zu verändern, sein "Aquarium" bekommt Risse. Vivian ist das Pizzagirl was ihm sein Essen an diesem Tag zukommen lässt. Sie weiß natürlich nichts von der Krankheit von George, lädt sich selbst auf eine Flasche Wein nach der Arbeit bei ihm ein. Vivian ist die erste Person seit langem die George in seine Wohnung lässt. Sie kommen ins Gespräch und schnell stellt sich heraus das George nicht nur Agoraphobie hat, sondern auch trockener Alkoholiker ist. Nach diesem Treffen überschlagen sich die Ereignisse, ein Alter Freund zieht bei ihm ein (Stress mit der Freundin) und zieht auch genauso schnell wieder aus (Friede, Freude, Eierkuchen mit der Freundin). So kommt man auf die Idee das ein Mitbewohner George gut tut, also zieht Paddy ein. Paddy ist ein Esoterikfreak, legt Tarot-Karten, zündelt Räucherstäbchen, Meditiert etc. Ebenso ist er ein Künstler: auf der einen Seite sprichwörtlich und auf der anderen einer am Herd. George und Paddy verstehen sich auf anhieb recht gut und so entwickelt sich eine Freundschaft die viel Verändert. Auf das Buch bin ich durch eine Leserunde aufmerksam geworden, aber auch durch das Cover. Das Cover wirkt wie ein Bild, die Farben sind eher gedeckt doch im gesamten ist dieses Bild sehr ausdrucksstark. Man sieht einen Mann unter Wasser, vermutlich George in seinem Aquarium, und eine rothaarige Frau die ihm die Hand reicht um ihn aus dem Nass zu holen. Sehr treffend für die Thematik in diesem Buch. Das Thema Agoraphobie an sich fand ich sehr interessant, wie ein so ein Mensch denkt, wie er seinen Lebensalltag gestalten kann. Dies ist der Autorin sehr gut gelungen. Auf den ersten Seiten bekommt man direkt einen Einblick in die Struktur und in den Alltag von George: wie er sein Geld verdient, wie er sich und seinen Kater versorgt, wie er unterschiedliche Hürden überbrückt, zum Beispiel bekommt er seine Post einmal die Woche vom Hausmeister in seine Wohnung gebracht, so dass er sich nicht zum Briefkasten begeben muss. Die Zeit die George alleine verbringt ist geprägt von verschachtelten und teilweise unvollständigen Sätzen. Man merkt dass er nur mit sich beschäftigt ist, keine sozialen Kontakte pflegt. Sobald aber eine Änderung auftritt werden die Sätzen kürzer, knapper und die Gedanken überschlagen sich. Das macht das Buch etwas verwirrend und man muss vielleicht ein, zweimal genauer hinlesen um genauer zu verstehen was jetzt gemein ist, aber ich finde das dadurch seine Krankheit greifbar gemacht wird. Mit dem Einzug von Paddy als Mitbewohner verändert sich "das Aquarium" und somit auch George. Er wird offener und sieht nicht mehr nur sich. Eine wichtige Freundschaft entwickelt sich. Zu Beginn sieht George natürlich die Vorteile darin, dass Paddy für ihn Besorgungen machen kann und er nicht mehr auf die Onlinedienste zurück greifen muss. Doch je weiter die Beziehung der beiden sich entwickelt, desto eher verändert sich George. Er beschäftigt sich mit seiner Krankheit, fängt an seiner Situation an zu zweifeln und überlegt ob er es schafft sich zu ändern. Viele Personen treten in diesem Buch auf, welche alle Maßgeblich zu Georges Situation beigetragen haben aber auch seine Veränderung begünstigen. Auf der einen Seite ist die Vergangenheit mit seiner Schwester Betty, seinen Eltern und seiner Ex-Freundin. Durch alle Vorkommnisse dieser Personen ist George so geworden wie er ist. Auf der anderen Seite haben wie Vivian, Paddy, Charli und sein alter Kumpel Z.. Sie sind alle wichtig für die Veränderung die George mitmacht. Ich fand das Buch nicht leicht zu lesen. Durch die Art wie es geschrieben ist hat es mich sehr verwirrt und ich konnte dem Handlungsstrang nicht richtig folgen. Viele Gedankensprünge und Sätze die nicht flüssig zu lesen sind, über die man stolpert weil von einem Thema zum anderen gesprungen wird, alles innerhalb eines Satzes. Doch fand ich die Thematik an sich sehr spannend. Auch fand ich es schön die Wandlung von George mit zu erleben. Jedoch ist mir vieles nicht schlüssig und irgendwie sehr an den Haaren herbei gezogen. Zum Beispiel kann George seinen Kater, der durch einen dummen Zufall in die Nachbarwohnung gelangt ist, nicht dort abholen hat jedoch weniger ein Problem damit einen wild fremden Menschen in sein Reich zu lassen. Auch find ich es eher unwahrscheinlich wie schnell die Veränderung von George von statten geht. Zwei Jahre lebt er Eremit und innerhalb eines halben Jahres soll sich sein ganzen Leben auf den Kopf gestellt haben? Eher unwahrscheinlich. Leider gibt es von diesen Unstimmigkeiten sehr viele, weshalb ich keine Leseempfehlung aussprechen kann.

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  • Toller, fesselnder Schreibstil

    Das Aquarium

    Kugeni

    09. January 2017 um 18:42

    Das Buch Aquarium“ von Franziska Lange gewann ich im Rahmen einer Leserunde. Aufmrksam auf das Buch wurde ich zunächst durch das ansprechende Coverbild welches ich sehr schön gestaltet finde. Bei „Aquarium“ handelt es sich um einen zeitgenössischen Roman über der 32jährigen Webdesigner George, der unter einer Angst- und Panikstörung leidet und seit zwei Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen hat. Der Webdesigner erledigt Beruf, Alltag sowie soziale Kontakte ausschließlich über das Internet bewältigt. Mich hat das Buch von der ersten Seite an wegen seines außergewöhnlichen Schreibstils gefesselt. In der ich-Perspektive in Gegenwartsform begleitet man als Leser George in seinem Alltag. Dies scheint soweit nicht ungewöhnlich, doch erzählt George seine Geschichte nicht hübsch verpackt in klar strukturierten Sätzen bzw Gedankengängen, sondern man scheint direkt in Georges Kopf zu sitzen und seinen Gedanken zu lauschen. Zu Beginn des Buches sind die Sätze sehr knapp gehalten, die Gedanken springen hin und her und wirken dadurch besonders authentisch. Im Laufe des Buches verändert sich zusammen mit George auch die Sprache etwas, die Sätze werden länger, noch später als man George in einer Panikattacke erlebt überschlagen sich die Gedanken, Sätze und Wörter, auch hier wirkt die Situation dadurch wieder besonders glaubhaft. Das einzige Stilmittel das mir nicht gefallen und mit zunehmendem Gebrauch wirklich irritiert und genervt hat war der häufige Gebrauch von Vergleichen und Anspielungen auf das Dritte Reich, wie „Hitler“, „Nazi“ oder „KZ-Häftling“. Dies passt weder zum Inhalt noch zur Hauptfigur. Inhaltlich war ich stellenweise nicht so begeistert.  im Mittelteil hat die Autorin oft über das Ziel hinausgeschossen und die Geschehnisse sowie den familiären Hintergrund Georges besonders dramatisch gestaltet, wahrscheinlich um seine Krankheit als auch seine im Buch stattfindende Wandlung glaubhaft erklären zu können. Dadurch wurde es teilweise etwas absurd und hat auch unabsichtlich Nebenhandlungen erschlossen die gar nicht zum Buch gehören (sollen). Die Auflösung von Georges Situation fand ich zunächst unerwartet und überraschend, in sich jedoch schlüssig und glaubhaft. Auch schafft es Franziska Lange das Ende glaubhaft, befriedigend und rund wirken zu lassen indem sie wieder an den Anfang anknüpft. Dies hat mir besonders gefallen. Dennoch war es eben genau der Schreibstil der dazu führte, das mich das Buch gefesselt hat, so das ich es an nicht mal einem Wochenende durchgelesen habe und gespannt auf ein weiteres Werk der Autorin bin. Abschließend kann ich sagen dass mir das Buch trotz der Handlungsschwächen gut gefallen hat, eben wegen dem Schreibstil, Dieser führte dazu das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte und an nicht mal einem Wochenende durchgelesen habe. Wenn das Thema interessant klingt würde ich auch ein weiteres Werk der Autorin lesen.

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  • Erstklassig

    Das Aquarium

    Blacksally

    08. January 2017 um 11:20

    Obwohl man bei dem Cover eher einen Fantasy-Roman erwartet, hat  mich die Geschichte unglaublich berührt.Es geht um George, er ist seit 2 Jahren mehr oder weniger nicht mehr aus seiner Wohnung gegangen. Essen bekommt er über einen Lieferdienst, die Post nimmt der Hausmeister mit bis zu seiner Tür und auch sonstiges lässt sich über das Internet regeln. George ist Krank - er hat ein psychisches Problem. Doch um das behandeln lassen zu können, müsste er eigentlich nach draußen gehen. Eine Zwickmühle aus der es kein Entkommen gibt. Oder doch?Ich mochte George sehr gerne, abgesehen von seinem Problem nach draußen zu gehen ist er ein sehr sympathischer Kerl mit viel Humor und großer Intelligenz. Auch sein mitbewohner Paddy war mir auf anhieb sympathisch. Der doch eher esoterisch-angehauchte Mitbewohner schafft es George aus der Reserve zu locken und ihm das Leben angenehmer zu machen. Auch wenn er etwas schrullig rüberkommt, konnte ich mich doch ganz gut mit ihm identifizieren.Der Schreibstil des Buches ist wirklich große Klasse. Es geht an sich ja eher um ein trauriges Thema, doch es war mit viel (schwarzem) Humor bespickt, das mich öfters zum Lachen brachte. Allein die Idee des Katers mit dem Namen Dr. Van Helsing ist der Hit. Auch der Aufbau der Charaktere war erstklassig, es gab niemanden den ich nicht mochte (außer den Vater von George, aber dieser hat hier keine eigene Rolle gespielt) und man konnte die Personen super auseinander halten. Ich hätte am liebsten noch weitere 200 Seiten gelesen und hoffe deswegen das die Autorin noch weitere Bücher schreiben wird, denn diese muss ich dann auf jeden Fall ebenfalls haben.Die Autorin:Franziska Jennifer Lange wurde 1972 geborgen. Sie arbeitete als Journalistin, Malerin und Grafikerin. Heute lebt und schreibt sie mit vier Katzen in Hamburg-Winterhude.Mein Fazit:Eine wunderbare Geschichte, die einem zum Lachen und zum Nachdenken bringt. 

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  • Georges Aquarium.

    Das Aquarium

    ClaraOswald

    07. January 2017 um 17:30

    Worum geht es im Buch? Um Agoraphobie im Jahre 2016: George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per WhatsApp. Seine besten Freunde sind Amazon Prime und sein Kater Dr. Van Helsing. Eigentlich nichts Besonderes. Aber George sitzt nicht im Büro, er telefoniert nicht im Auto mit dem Handy, die Monitore stehen nicht in einer Agentur – seit zwei Jahren spielt sich sein Leben ausschließlich in seiner eigenen Wohnung ab. In dieses abgekapselte Dasein platzt ein schrulliger Mitbewohner; der Lebenskünstler Paddy. Georges Welt wird von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Ebenso von dem trinkfreudigen Pizzagirl Vivian, das ihn, den trockenen Alkoholiker, schmerzlich an seine Schwester Betty erinnert. Dieses Buch gewann ich im Rahmen einer Leserunde. Angesprochen hatte mich vor allem dieser Klappentext.Der Schreibstil ist sehr einfach, doch treffend. Schnell kommt man in die Geschichte und sie liest sich leicht weg. Aus Georges Sicht lernt man ihn und seine Freunde kennen. Seine Welt ist ganz eigen, doch nicht unbedingt besonders. Durch seine Agoraphobie ist George sehr eingeschränkt – im wahrsten Sinne, denn er kann seine Wohnung nicht verlassen. Doch er hat Freunde und die geben ihn nicht auf. Seinen Zustand, der bereits seit 2 Jahren anhält, möchte er ändern, doch schafft es nicht aus eigener Kraft. Erst durch einen weiteren Schock ist es ihm möglich eine seiner Grenzen zu überschreiten. Im Verlauf des Buches macht George eine erstaunliche Entwicklung durch. Den Auslöser seiner Krankheit erfährt man nicht explizit. Dennoch; das Buch hat so wenige Seiten, es hätte etwas ausführlicher sein können. Viel bleibt offen, da hätte man detaillierter schreiben können bzw mehr Informationen und so Tiefe geben können, so hat der Leser viel Spielraum für eigene Gedanken und Interpretationen. Leider wirken einige Stellen sehr gestellt, die Mutter von George wirkt nicht sehr glaubwürdig. Doch gab es eine Perle, die mir besonders gut gefallen hatte, zum Ende des Buches hin, als George über einen Therapieplatz nachdenkt. Das war absolut authentisch und toll geschrieben. Ausbaufähig, würde ich sagen, das Potenzial war da, die Idee gut, der Schreibstil passte. Doch meines Erachtens nach gab es zu viele Lücken und zu wenig Tiefe. Wie erwähnt, das Buch hat nur knapp 150 Seiten, ich hätte sehr gerne noch mehr gelesen. Denn so blieben einige Fragen offen, welche die Autorin leicht hätte klären können. Das Cover und den Titel fand ich ebenfalls sehr zutreffend und schön. 3,5 Sterne.

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  • Freundschaft ist stärker als Angst

    Das Aquarium

    Rabentochter

    06. January 2017 um 13:39

    George verdient sein Geld als Webdesigner und regelt seinen Tagesablauf auch sonst über das Internet. Essen, Katzenfutter, Bücher, Wohnungseinrichtung – alles bestellt er online. Kontakt zu seinen Freunden hält er ebenfalls über PC und Telefon. Seine Wohnung hat er schon seit Monaten nicht mehr verlassen. Doch dann zieht Paddy bei ihm ein und George beginnt über seine Phobie nachzudenken... Der Stil ist sehr einprägsam. George erzählt aus seiner Sicht und sofortige Eindrücke mischen sich mit Erinnerungen und Erzählungen aus der Vergangenheit. George ist kein typischer Romanheld. Im Gegenteil – er tritt eher als Antiheld auf, ist dabei aber auch sehr menschlich. Er schmiedet Pläne, verwirft diese dann aber wieder aus Angst und Bequemlichkeit. Er versucht mit seinem Leben klar zu kommen, mit seinen Problemen leben zu lernen. Als neue Menschen, bald schon Freunde, in sein Leben treten, stellt sich heraus, dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Sie durchleben zusammen Hoch- und Tiefphasen, große und kleine Katastrophen und versuchen sich daran, ihre eigenen Probleme mit Hilfe der anderen zu lösen. Das Buch zeigt, dass Freundschaft Ängste besiegen kann und Freunde manchmal auch die bessere Familie sein können. Fazit: Lesen! Unbedingt! Schon jetzt ein Highlight 2017!

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