Franziska Moll Egal wohin

(52)

Lovelybooks Bewertung

  • 68 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 2 Leser
  • 22 Rezensionen
(6)
(18)
(19)
(8)
(1)

Inhaltsangabe zu „Egal wohin“ von Franziska Moll

Die berührende Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen, das vor ihrem Leben flieht, und einem Jungen, der für sein Leben kämpft. Jo zählt die Tage, bis sie nach Kreta auswandern kann - endlich 18 Jahre alt, endlich unabhängig, endlich frei. In Kreta möchte sie ein neues Leben anfangen, mit Koch, ihrem Kumpel aus dem Restaurant, in dem sie kellnert. Doch als dieser verschwindet, sieht Jo, dass Koch nicht der einzige Mensch ist, dem Jo am Herzen liegt. Der unscheinbare, geradezu unsichtbare Amar ist es, der sich nun um Jo kümmert, bei ihr bleibt, egal, wie sehr sie ihn von sich stößt. Der ihr die Schönheit des Lebens zeigt, wie nur er sie sehen kann. Sabine Both alias Franziska Moll trifft den Ton der Jugendlichen auf den Punkt und zeigt, dass Hoffnung und Lebensmut nicht nur aus Liebe, sondern auch aus Freundschaft erwachsen kann.

Ich hatte leichte Sommerlektüre erwartet, aber es ging in eine völlig andere Richtung, die ich aber auch sehr interessant fand!

— Melodycookie
Melodycookie

Kein 0815-Jugendbuch, aber für mich trotzdem nicht ganz stimmig...

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Melancholisch schön, aber nicht überragend. Mittlere 3 Sterne!

— Miia
Miia

Flüchtlinge, Liebe, Familienprobleme, Verlust, Neuanfang, skurille Freundschaften, Hoffnung, das wahre Leben.

— Tasmetu
Tasmetu

Positive Überraschung, ungewöhnlich, aber einfühlsam erzählt, toll!

— krissysch
krissysch

Ein außergewöhnlicher Roman mit einer Protagonistin, die nicht jedem gefallen wird, und einer Handlung, die zu überraschen weiß.

— dreadwolfdreams
dreadwolfdreams

Hat mich ganz schön überrascht! Definitiv eine neue Autorin für mich gewonnen und ich werde 'Egal wohin' bestimmt noch einmal lesen!

— Cara_Elea
Cara_Elea

extrem unsympathische Charaktere, flache Story

— ReginaMeissner
ReginaMeissner

Tolles Jugendbuch, etwas schwächer als der Vorgänger.

— wirbelwind
wirbelwind

Eine Geschichte die bei mir,und warscheinlich bei vielen anderen auch, definitiv Zeit gebraucht hat, um zu wirken. Einzigartig - lesenswert!

— BeautyBooks
BeautyBooks

Stöbern in Jugendbücher

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Einfach nur toll. Freue mich riesig auf Teil 2 =)

Brine

Ein Kuss aus Sternenstaub

Eine zauberhafte Geschichte <3

TuffyDrops

Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel

Das Buch hat alles was es braucht: Humor, Spannung, Freundschaft und Verrat. Eine klare Leseempfehlung!

luv_books

GötterFunke - Hasse mich nicht!

Suchtgefahr bleibt - Spannung steigt! Das Buch ist genauso hervorragend und doch ganz anders als der erste Teil - sehr ermpfehlenswert :-)

JolanthaMueller

Piper Perish

Hat mir Leider gar nicht gefallen

weinlachgummi

GötterFunke - Liebe mich nicht

Vorsicht Suchtgefahr! Dieses Buch ist spannend, lustig, voller feingezeichneter Charaktäre. Vielleicht das beste von Marah Woolf

JolanthaMueller

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Melancholisch schön, aber nicht überragend.

    Egal wohin
    Miia

    Miia

    21. August 2016 um 17:28

    Inhalt:  Die berührende Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen, das vor ihrem Leben flieht, und einem Jungen, der für sein Leben kämpft. Jo zählt die Tage, bis sie nach Kreta auswandern kann – endlich 18 Jahre alt, endlich unabhängig, endlich frei. In Kreta möchte sie ein neues Leben anfangen, mit Koch, ihrem Kumpel aus dem Restaurant, in dem sie kellnert. Doch als dieser verschwindet, sieht Jo, dass Koch nicht der einzige Mensch ist, dem Jo am Herzen liegt. Der unscheinbare, geradezu unsichtbare Amar ist es, der sich nun um Jo kümmert, bei ihr bleibt, egal, wie sehr sie ihn von sich stößt. Der ihr die Schönheit des Lebens zeigt, wie nur er sie sehen kann. Sabine Both alias Franziska Moll trifft den Ton der Jugendlichen auf den Punkt und zeigt, dass Hoffnung und Lebensmut nicht nur aus Liebe, sondern auch aus Freundschaft erwachsen kann. Meine Meinung:  Ich hatte schon einiges von Franziska Moll gehört und habe speziell erfahren, dass ihre Bücher sehr wortgewandt sind und sie tolle Messages überbringt. Ich kann diese Meinung nur bedingt teilen. In diesem Buch lernen wir Johanna kennen. Sie trauert seit 10 Jahren, hat sehr schwierige Eltern, die nicht wirklich mit ihr und ihren Gefühlen klar kommen. Sie leidet unter Depressionen und hat einen Selbstmordversuch hinter sich. Doch bald wird sie 18 und will mit Koch nach Kreta verschwinden. Doch dieser verschwindet plötzlich. Ich finde, dass es in dieser Geschichte darum geht, dass man sich selbst findet und selbst lernt, was man vom Leben erwartet. Dabei geht es um den Umgang mit Verlust. Die Geschichte ist dabei melancholisch schön, aber auch sehr bedrückend. Mir hat am Ende so ein bisschen der letzte Kick gefehlt - es bleibt bis zum Ende hin sehr bedrückend und ziemlich hoffnungslos. Vom überbrachten Gefühl hat es mich etwas an das Buch "Und auch so bitterkalt" erinnert - da habe ich nämlich ähnliches kritisiert, auch wenn das Thema da etwas anders war. Die Geschichte  war stellenweise irgendwie emotional, aber gleichzeitig hat mich Johanna auch sehr kalt gelassen. Ich denke das liegt insbesondere daran, dass sie selbst nie wirklich ihre Gefühle gezeigt hat. Mich hat das Buch einerseits zu wenig berührt, aber andererseits war es angenehm zu lesen. Ich lande bei soliden 3 Sternen - Es war gut, aber kein Meisterwerk. Fazit:  Melancholisch schön, aber kein Meisterwerk. Das Buch bringt tolle emotionale Schnippsel mit sich, aber bleibt immer auch irgendwie etwas bedrückend. Es war okay, aber es gibt definitiv bessere Bücher in der Art. Daher lande ich bei soliden 3 Sternen!

    Mehr
  • Manche Dinge müssen gehen, damit andere kommen können.

    Egal wohin
    dreadwolfdreams

    dreadwolfdreams

    07. May 2016 um 16:29

    „Egal wohin“ ist mit seinen 224 Seiten im Vergleich zu anderen Jugendromanen verhältnismäßig überschaubar und kann problemlos in einem Durchgang durchgelesen werden. Das würde ich jedoch selbst den Blitzlesern unter euch nicht raten, denn dieser Roman trumpft immer wieder mit kleinen Details auf, die man erst mal auf sich wirken lassen muss. Johanna, die sich selbst Jo nennt, präsentiert sich als Erzählerin der Handlung, die um sie gesponnen wird. Wenn Jo gerade nicht wie ein ganz normaler Teenager rebelliert und von einem besseren Leben in der Ferne träumt, bestimmt ihre bewegte Vergangenheit ihren Alltag und ihr Handeln. Aufgrund dieser ist Jo nämlich alles andere als zugänglich. Andere Charaktere werden von ihr schnell in eine Schublade gesteckt, aus der sie so schnell nicht wieder herauskommen. Andererseits sagt sie ihrem Gegenüber jederzeit, was sie von ihm denkt. Diese Eigenschaft ist zwar ehrlich, kann ihr aber gerade bei kritischen Lesern zum Verhängnis werden, denn auch ihre Eltern sind nicht sicher vor ihren Anklagen und Vorwürfen. Zwischen ihnen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, in denen Jo durch nicht nachvollziehbare, manchmal sogar unfaire Handlungen viele Sympathiepunkte verliert. Zudem bleibt der Leser oft in Unklarheit über ihre Gefühle, was die Identifikation mit ihr an mehreren Stellen merklich erschwert. Grundsätzlich kann man jedoch über die meisten anderen Charaktere sagen, dass sie gut gelungen sind. Zwar greift die Autorin immer wieder auf bekannte Stereotypen zurück, jedoch ist das angesichts der Kürze der Handlung und der Wahl des Erzählers verzeihlich. Die Handlung von „Egal wohin“ ließe sich eigentlich in wenigen Sätzen zusammenfassen, wären da nicht die kleinen Wendungen, die immer wieder geschickt für neuen Schwung sorgen. Die Autorin versteht es, die eigentlich überschaubare Anzahl der Charaktere im Verlauf der Geschichte immer wieder im anderen Licht erscheinen zu lassen. Erst nach und nach offenbaren sich Jo's Vergangenheit und der Grund für das plötzliche Verschwinden von Koch. Gerade das Ende, das für mich persönlich etwas zu früh kam, lässt den Leser mit gemischten Gefühlen zurück. Ich habe meine Zeit gebraucht, diese letzte Wendung zu verarbeiten, doch gerade dieses Nachwirken zeigt sich als große Stärke des Romans. Der Aufbau der Handlung selbst ist solide und an den meisten Stellen ohne große Längen geraten. Auch der flüssige und schnörkellose Schreibstil der Autorin beschleunigt den Lesefluss, ohne dabei plump oder gar einfältig zu wirken – eine Kunst, die nicht jeder Autor beherrscht und an dieser Stelle besondere Anerkennung verdient. Ihr gelingt es sogar, durch kleine lyrische Einlagen ganz eigene Akzente zu setzen, die auch nach dem Zuklappen des Buches noch immer wirken. Fazit: „Egal wohin“ hebt sich durch seine geschickte Handlung und den unkomplizierten Schreibstil, aber auch durch seine sperrige Protagonistin von der Konkurrenz der zeitgenössischen Jugendliteratur ab. Wenn ihr über einige nicht nachvollziehbare Handlungen der Protagonistin hinwegsehen könnt, werdet ihr mit einer Geschichte über Verlust und Neubeginn belohnt, die noch lange nachwirken wird.

    Mehr
  • durchschnittlich

    Egal wohin
    abendsternchen

    abendsternchen

    12. January 2016 um 21:19

    Kurzbeschreibung: Die berührende Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen, das vor ihrem Leben flieht, und einem Jungen, der für sein Leben kämpft. Jo zählt die Tage, bis sie nach Kreta auswandern kann – endlich 18 Jahre alt, endlich unabhängig, endlich frei. In Kreta möchte sie ein neues Leben anfangen, mit Koch, ihrem Kumpel aus dem Restaurant, in dem sie kellnert. Doch als dieser verschwindet, sieht Jo, dass Koch nicht der einzige Mensch ist, dem Jo am Herzen liegt. Der unscheinbare, geradezu unsichtbare Amar ist es, der sich nun um Jo kümmert, bei ihr bleibt, egal, wie sehr sie ihn von sich stößt. Der ihr die Schönheit des Lebens zeigt, wie nur er sie sehen kann. Sabine Both alias Franziska Moll trifft den Ton der Jugendlichen auf den Punkt und zeigt, dass Hoffnung und Lebensmut nicht nur aus Liebe, sondern auch aus Freundschaft erwachsen kann. Autor: Franziska Moll lebt mit ihren Zwillingsmädchen in einem kleinen idyllischen Dorf in der Nähe von Köln. Nachdem sie schon mit drogenabhängigen Jugendlichen gearbeitet hatte, entdeckte sie das Schreiben für sich, lernte an der Internationalen Filmschule alles, was sie für ein gutes Drehbuch wissen musste und entwickelte Sitcoms und Filmideen. Doch erst, als sie sich entschloss, nur noch Romane zu verfassen, hatte sie endlich ihren absoluten Traumberuf gefunden. Eigene Verluste inspirierten und bestärkten sie in der Hoffnung, dass aus jedem Schicksalsschlag auch etwas Gutes entstehen kann. Meine Meinung: Egal Wohin war für mich nicht wirklich eine berührende Liebesgeschichte wie die Kurzbeschreibung es hier aussagt. Kein leichtes Jugendbuch – sondern viel mehr. Wir lernen hier die 17 Jährige Johanna, zumeist genannt auch Jo, kennen. Sie möchte zu ihrem 18. Geburtstag mit Koch, der für sie ein Freund geworden ist, abhauen und sich mit ihm in Kreta ein eigenes Restaurant aufbauen. Sie hat genug von ihrer Familie, die nicht mehr das zu sein scheint was sie einmal war. Der Verlust des Sohnes und des Bruders ist so groß, das Jo sich versuchte das Leben zu nehmen. In dem Restaurant in dem sie aushilft, lernte sie Koch kennen. Doch dieser ist nach kurzer Zeit verschwunden und sie steht wieder alleine da. Doch da gibt es noch Amar der sich immer in Kochs Schatten gestellt hat. Nach und nach lernt sie ihn kennen und findet sowas wie einen weiteren Freund in ihn kennen. Viel mehr kann man auch nicht schreiben um nicht zu viel zu verraten. Ich gebe ehrlich zu das ich Probleme mit diesem Buch hatte. Der Schreibstil bzw. Erzählstil waren gut. Teilweise waren mir jedoch die Sätze zu abgehackt. Ich bin damit nicht so wirklich warm geworden. Dennoch wurden Jo hier gut von der Autorin beschrieben. Sie gab ihr etwas Tiefe. Amar fand ich auch gelungen. Lustig fand ich die Szenen als Jo immer bei ihrem Therapeuten war. Hier musste ich dann doch schmunzeln. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Der Himmel mit den Vögeln – symbolisiert für mich so etwas wie Freiheit. Freiheit um zu tun und lassen was man möchte. So wie es Jo in diesem Buch vorhat. Da mich das Buch nicht hundertprozentig angesprochen hat vergebe ich hier 3,5 Sterne

    Mehr
  • Eine etwas andere Geschichte!

    Egal wohin
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    06. August 2015 um 18:34

    Ewige Liebe ist eine Erfindung von besoffenen Schriftstellern und gelangweilten Filmemachern, ein Folterinstrument für all die armen Seelen, die sich wirklich auf die Suche danach machen. - Seite 35 Noch zehn Tage, dann ist Jo weg. Noch zehn Tage, dann wandert sie mit ihrem Kumpel Koch aus - raus aus dem alten Leben, wo alles eine unerträgliche Heile-Welt-Fassade ist und wo sie jeden Tag an ihren toten Zwillingsbruder erinnert wird. Doch dann verschwindet Koch spurlos, ohne Vorwarnung, ohne Nachricht. Jo bleibt nur die vage Hoffnung, dass er am verabredeten Treffpunkt auf sie warten wird, sonst... Alles andere scheint undenkbar. Beim Warten findet Jo einen neuen Freund, den unscheinbaren Amar, der so viele Narben auf seiner Haut hat wie Jo auf ihrer Seele. In all dem Chaos schenkt er Jo Ruhe und Zuversicht. Und eine Zukunft. Es macht keinen Sinn, den Kopf zu verlieren, am Ende des Tages musst du ihn doch wieder aufsetzen, mit dir rumschleppen, mit allem, was drin ist. - Seite 60 Meine persönliche Meinung: Egal wohin war mein erstes Buch der Autorin. Franziska Moll ist das Pseudonym der Jugendbuchautorin Sabine Both. Vielleicht kennt der ein oder andere von euch ihr Buch Was ich dich träumen lasse?! Ich kenne es noch nicht, möchte es definitiv aber noch lesen. Als ich Egal wohin zu lesen begann, konnte ich mir auf den ersten Seiten noch nicht recht viel vorstellen. Ich brauchte ein wenig um in die Geschichte hineinzukommen. Auch an den Schreibstil musste ich mich anfangs gewohnen. Sehr kurze und oftmals abgehackte Sätze, so kam es mir zumindest vor, die einem Drehbuch ähnelten. Man sieht der Visage nicht an, was dahinter los ist, es sei denn, man haut rein, dann fällt die Maske. - Seite 60 Jo nimmt den Leser ein wenig mit auf ihrem Weg. Ihr ganzes Leben erträgt sie gerade nur wegen Koch, ihrem Kumpel. Tagtäglich plagt sie sich mit den Kellnern vom Gasthaus Paradies ab. Auf den Job ist sie angewiesen, möchte sie doch mit Koch nach Kreta auswandern. Dann sind da noch ihre Therapiesitzungen und die tagtäglichen Auseinandersetzungen mit ihrer Vergangenheit. Jo hält sich an den Gedanken fest, schon bald in Kreta mit Koch ein Restaurant zu eröffnen und ihren Alltag in der Stadt, sowie ihre Eltern und all ihre Probleme, hinter sich zu lassen. Wenn du keine Lust drauf hast, dann ist es nicht das Richtige. - Seite 72 Eine Narbe erinnert immer an das, was war, egal ob auf der Haut oder der Seele. - Seite 84 Anfangs war es für mich unvorstellbar, dass mich diese Geschichte nur ein einziges mal berühren könnte. Jo ist kalt und will kein Mitgefühl, das lässt sie dem Leser auf jeder einzelnen Seite spüren. Die Geschichte nimmt jedoch eine unerwartete Wendung ein und von da an, hat mich Jo nicht mehr losgelassen. Eine Geschichte die definitiv im Kopf bleibt. Eine grandiose Atmosphäre die einem bis zum Schluss gefangen hält. Wer sich für das echte Leben zu fein ist, der lebt in einer Illusion. - Seite 93 Wenn man sein Leben lang auf das falsche Pferd gesetzt hat, wird es Zeit, die Taktik zu ändern. Meistens sind es die Außenseiter, die am Ende ins Ziel kommen. Wenn einer nur dein Bestes will, dann gib es ihm bloß nicht, sonst hast du am Ende nur das Schlechte übrig. - Seite 94 Eine Geschichte die bei mir, und warscheinlich bei vielen anderen auch, definitiv Zeit gebraucht hat, um zu wirken. Erscheinen dem Leser viele Passagen noch unlogisch, lösen sich diese im Laufe des Buches wie von selbst auf. Egal wohin ist kein Buch wie jedes andere und mit keines zu vergleichen. Eine einzigartige Geschichte die man sich definitiv näher anschauen muss. Man sollte niemals Energie verschwenden für etwas, was nicht nötig ist, meistens gibt es eine einfachere Lösung. - Seite 96 Jeder Mensch hat ein Geheimnis, wer das Gegenteil behauptet, der lügt. - Seite 115

    Mehr
  • interessant aber nicht fesselnd

    Egal wohin
    dorothea84

    dorothea84

    04. August 2015 um 08:08

    Jo arbeitet als Kellnerin und sie hat vor nach ihrem 18 Geburtstag mit Koch aus ihrem Restaurant nach Kreta abzuhauen. Ein neues Leben dort anzufangen, doch Koch verschwinden plötzlich und für sie verschwinden der einzige Mensch der ihr am Herzen liegt. Doch Amar der sonst immer recht unsichtbar ist, kümmert sich um sie. Die Geschichte war recht interessant doch irgendwie hat sie einen nicht wirklich gefesselt. Der Einstieg war super und da ich selbst als Kellnerin gearbeitet habe. Kann ich fast alles nachvollziehen. Jo / Johann ist nicht wie eine übliche Hauptfigur, macht sie aber recht sympathisch. Was mich immer wieder gestört hat waren die Brocken die einen zu geworfen worden und teilweise nicht vollständig waren und man selbst sie irgendwie zusammen setzen darf. Das gute war das Ende, dort wurde dann endlich etwas aufgelöst und man kann sagen es gibt ein Happy End.

    Mehr
  • Egal wohin - zu nüchtern, emotionslos und oberflächlich

    Egal wohin
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    28. July 2015 um 19:24

    Egal wohin wäre jetzt nicht unbedingt ein Buch, das ich mir selbst gekauft bzw. ausgesucht hätte, aber es war eines der Überraschungsbücher in der Lovelybooks Goodie Bag vom Leser- und Bloggertreffen auf der Leipziger Buchmesse und deswegen wollte ich es natürlich auch lesen. Die Thematik an sich ist relativ klassisch für ein Jugendbuch: rebellische Protagonistin entfernt sich nach dem Tod ihres Bruders immer weiter von ihren Eltern, die wie in einer Art Blase leben, und tut alles, um sie zu schikanieren. Sie plant, davonzulaufen und ihr altes Leben hinter sich zu lassen. In Egal wohin ist die 17-jährige Johanna, genannt Jo, diese Protagonistin. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt und setzt 11 Tage vor ihrem 18. Geburtstag ein, denn an diesem Tag will sie mit ihrem Kumpel Koch nach Kreta auswandern. Jo ist wohl der typische, schwierige Teenager: schwer zugänglich, bockig, zickig, stur, ignorant und dazu auch noch abgestumpft und völlig gleichgültig. Das Problem ist, dass sie nicht nur für die anderen Charaktere im Buch schwer zugänglich ist, sondern auch und vor allem für den Leser. So sehr ich auch nachvollziehen kann, dass der Verlust eines Bruders für immer Spuren hinterlässt und womöglich auch Familien auseinanderreißt, so wenig Verständnis bringe ich für Jo auf. Ich finde sie unglaublich anstrengend und nervig, viel zu zynisch und negativ eingestellt gegenüber allem. Das in Kombination mit dem viel zu nüchternen, emotionslosen Schreibstil (der sicher zu Jos Wesen passt, aber mir einfach viel zu übertrieben ist) hat mir das Lesen wirklich schwer gemacht. Dazu beigetragen haben außerdem die einfachen, kurzen Sätze und die viel zu knappen und in meinen Augen teilweise sehr leer wirkenden Dialoge. Nicht wirklich besser gemacht haben es die Einschübe auf Griechisch, denn Jo lernt Griechisch und so werden recht häufig Vokabeln in griechischer Sprache in den Text eingebunden, was den Lesefluss zusätzlich stört, denn wer die Sprache nicht kann, stolpert hier ein ums andere Mal.  Irgendwie zeichnet Moll ein graues Bild von der Welt, von den Charakteren und vor allem von Jo. Aber auf eine Weise, die nicht auch nur eines kleines bisschen berührt, sondern einfach nach einer Zeit anödet und stört. Man bekommt kaum Einsicht in Jos Gefühlswelt - sie scheint schlichtweg keine Gefühle zu haben und das wirkt doch irgendwie verstörend auf mich. Hin und wieder zeigt sich ins Jos Verhalten mal eine Gefühlsregung, aber das ist wirklich selten und wirkt dann auch alles andere als aufrichtig. Von den anderen Charakteren hat Amar mir am besten gefallen, denn er ist so ehrlich und gutmütig und trägt dazu bei, dass man sich beim Lesen ab und zu mal eine Verschnaufpause von Protagonistin Jo gönnen kann. Er ist ihr Gegenpol und funktioniert als dieser ganz gut. Es gelingt ihm sogar, Jos Herz ein kleines bisschen aufzutauen und doch - als Leser erfährt man aus Jos Sicht so gut wie gar nichts über ihre Gedanken zu Amar. Daher lässt sich nicht einschätzen, ob er Jo tatsächlich für sich gewinnen kann oder nicht. An für sich erzählt Egal wohin eigentlich eine schöne Geschichte, allerdings habe ich das Gefühl, dass die Autorin einfach unbedingt etwas anderes machen wollte und deshalb auf eine derartig nüchterne und emotionslose Erzählweise und eine zum Schreien unsympathische Protaginstin zurückgriff. Eigentlich gefallen mir Jos rebellische Seite und ihr Wunsch, auf Kreta ein eigenes Restaurant aufzumachen, aber ich habe den Eindruck, dass Moll es mit ihrem Charakter ein wenig zu weit getrieben hat. Sie wirkt unglaubwürdig und absolut wie ein Mensch, dem man nie begegnen möchte. Anders erzählt, hätten mich ihre Geschichte, der Tod ihres Bruders, ihr Selbstmordversuch und ihr Wunsch nach Aufmerksamkeit ganz sicher berührt. Dann hätte ich vielleicht auch verstanden, wieso sie sich dem brummigen und sehr eigentümlichen Koch zuwendet, von dem sie überhaupt nichts weiß, an dessen Seite sie aber nach Griechenland fahren will. Alles in allem hat es mir einfach an jeder Ecke an Tiefe und Substanz gefehlt, obwohl das Ende ganz schön war und den Roman ein wenig aufgewertet hat. Egal wohin ist kein Jugendbuch, das ich weiterempfehlen würde, denn - obgleich das Ende Mut macht und den Leser ein wenig zum Lächeln bringt - es ist einfach unheimlich trostlos, nüchtern und plätschert auf eine äußerst unangenehme Weise dahin. Am meisten gestört haben mich die unsympathische und durchweg negativ eingestellte Protagonistin Jo und der viel zu emotionslose Erzählstil. Anders erzählt hätte die Geschichte an sich mir bestimmt gefallen, aber so war das Buch für mich leider eine Enttäuschung.

    Mehr
  • Egal wohin

    Egal wohin
    sweetpiglet

    sweetpiglet

    13. July 2015 um 18:38

    Meine Meinung: Seit März habe ich darauf gewartet, dass endlich unser Urlaub beginnt, da wir nach Kreta geflogen sind dachte ich zunächst das dieses Buch wunderbar passen würde, es klingt ja schließlich so, als würde ein Teil der Handlung auf der Griechischen Insel spielen. Leider war dies dann nicht der Fall! Zunächst muss ich sagen, dass mir das Cover und die Aufmachung des Buches sehr gut gefallen haben. Die Kapitel stellen die Tage bis  zum Tag X dar, es wird also rückwärts gezählt. Innerhalb dieser letzten Tage passieren für Jo sehr viele Dinge gleichzeitig. Mit diesen ganzen Dingen kann Jo aber nicht wirklich umgehen, allgemein wirkte sie auf mich immer sehr unselbstständig und hilfesuchend, aber abweisend. Ich bin mit ihr als Protagonistin einfach nicht warm geworden, viel zu oft zitiert sie "Koch" anstatt selber zu denken, oder wirkt bockig und verantwortungslos. Koch erhält zwar viel Platz in dem Roman, aber wirklich viel erfährt man von ihm nicht, erst am Ende löst sich dann einiges auf. Das Ende ist dann auch das Einzige was dieses Buch redet, denn erst auf den letzten 2-3 Seiten hatte ich dann wirklich ein gutes Gefühl, und deshalb gibt es dann auch immer hin noch 3 Sternchen von mir. Besonders negativ fand ich die ganzen Bruchstücke die mir als Leser hingeworfen wurden, natürlich darf man um die Spannung zu erhalten ein paar Geheimnisse habe, aber in diesem Fall war es einfach zu viel an Informationen die man nicht verwerten konnte, und die auch am Ende überhaupt keine Rolle spielen. Ebenfalls schwierig fand ich die typischen Klischee's bei den Protagonisten, auch hier habe ich mit einem Hauch von Klischee kein Problem, wenn man aber den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, ist es einfach zu viel. Im übrigen hat die Autorin eine nette Idee eingebaut, so übersetzt Jo im Buch immer wieder Wörter oder Phrasen ins griechische, leider werden dazu die griechischen Buchstaben benutzt, so dass man nichts aussprechen konnte, und eigentlich nur kryptische Symbole sieht. Gute Idee, aber keine tolle Umsetzung. Fazit: Rückblickend muss ich sagen, dass ich mehr enttäuscht bin als glücklich. Eigentlich bietet die Idee sehr viel und ich hatte gehofft eine schöne Jugendstory über das Auswandern zu lesen, aber lange Zeit tappt man als Leser im Dunkeln und kann nichts mit dem Inhalt anfangen. Lediglich das Ende war dann ein Erfolg.

    Mehr
  • An vielen Stellen nervig und sehr langatmig

    Egal wohin
    126sternchen

    126sternchen

    28. June 2015 um 18:35

    Schreibstil: Mit dem Schreibstil hatte ich leider so meine Schwierigkeiten. Es gab viele Wiederholungen in den Sätzen, die zwar zur Geschichte gehörten, mich aber recht schnell gestört haben. Viele Sätze haben mit "Der Koch" begonnen oder es tauchte regelmäßig in einem Satz "Koch" auf. Hiermit ist zwar einer der Protagonist gemeint, trotzdem fand ich es auf Dauer sehr nervig. Auch hat Franziska Moll viele griechische Begriffe bzw. Übersetzungen verwendet, die zu dem auch in griechischer Schreibweise auftauchten. Hiermit konnte ich überhaupt nichts anfangen und sie haben einige Male meinen Lesefluss gestört. Fazit: Der Einstieg in die Geschichte war sehr gut und vielversprechend. Leider konnte mich diese erste Eindruck nicht halten. Mit den Protagonisten bin ich nicht wirklich warm geworden. Jo ist eine der Hauptprotagonisten. Sie hat mich recht schnell gestört, was wiederum daran liegt, dass gerade bei ihr die Wiederholungen auftauchten. Sie war sehr auf den Koch fixiert, auch was sein Handeln angeht und darum kam in Gesprächen mit Anderen sehr oft: Der Koch sagt, der Koch meint... Was ich gerade bei den Charakteren schade finde und auch vermisst habe, war die Authentizität und die Tiefe. Hier hätte viel mehr umgesetzt werden können, um diese dem Leser näher zu bringen. Vielleicht hätte ich mich dann auch an Jo gewöhnen können. Hintergründe, Emotionen und Gedanken werden hier immer leider nur kurz angerissen und kommen mir teilweise viel zu kurz. Die Grundidee der Geschichte finde ich aber sehr gut. Wer kennt es nicht, das Gefühl raus zu müssen und irgendwo ganz neu anzufangen. Doch die Umsetzung ist meiner Meinung nach nicht richtig gelungen, da es hier viel mehr Potenzial nach oben gibt, allein schon wenn man den Leser durch detailliertes Aufzeigen von Gedanken und Emotionen der Protagonisten mehr in deren Gefühlswelt einbezieht. So kann man viel besser einen emotionalen Bezug aufbauen und sich in die Situationen einfühlen Zwischen den Kapitel gab es manchmal kurze Texte, die ich eine ganze Zeit überhaupt nicht zuordnen konnte und die mich total verwirrt haben. Ich habe mich dann die ersten Male gefragt, ob ich irgendetwas überlesen habe und musste dann die letzten Zeilen aus dem vorherigen Kapitel nochmal lesen. Doch ich merkte schnell, das diese Texte in einem anderen Zusammenhang stehen mussten. Mich konnte die Geschichte leider überhaupt nicht packen, da ich gar keine Bindung zu den Personen aufbauen konnte. Ich empfand es an vielen Stellen nervig und sehr langatmig, da auch nicht wirklich ein Spannungsbogen aufgebaut wurde. Es erzählte sich eigentlich so dahin. Meine Gefühle zu dem Buch sind hin und her gerissen... Zum Einen fand ich die Geschichte an sich nicht schlecht, doch es gab auch einige Sachen, die mich beim Lesen gestört haben und ausbaufähig sind. Von daher gibt es von mir hier nur 3 von 5 Federn.

    Mehr
  • alles andere als 0815, aber faszinierend

    Egal wohin
    -Favola-

    -Favola-

    21. April 2015 um 13:27

    Franziksa Moll konnte mich letztes Jahr ja mit ihrem Debüt "Was ich dich träumen lasse" begeistern, so dass ich sogar die goldene Leseente verliehen habe. Kein Wunder also, dass ich mich schon lange auf ihr neues Werk "Egal wohin" gefreut habe. Jo zählt die Tage bis zu ihrem 18. Geburtstag, denn dann möchte sie mit Koch, ihrem Kumpel aus dem Biergarten, in dem sie kellnert, nach Kreta auswandern. Sie möchten ihr altes Leben zurücklassen und sich da mit einem eigenen kleinen Lokal einen Traum erfüllen. Jo ist eine sehr schwierige Protagonistin. Klar hat sie viele Gründe, warum sie so ist, doch sie ist extrem kratzbürstig und stösst jeden vor den Kopf. Und nicht einmal nur Leute, die sich ihr nähern möchten sondern (vor allem) auch Männer, die sie sich gezielt 'auswählt' und ausnimmt oder blamiert.  Koch spielt eine prägende Rolle in ihrem Leben. Er ist schon etwa 50 Jahre alt und nimmt sowas wie die Vaterrolle ein. Obwohl er nur ganz zu Beginn des Buches wirklich anwesend ist, ist er trotzdem die ganze Geschichte hindurch präsent, da Jo immer auf ihn wartet. Zudem streut sie immer mal wieder Lebensweisheiten von ihm ein, die richtige Perlen sind. Doch dann kommt Koch einfach nicht mehr zur Arbeit und der unscheinbare Spüler Amir übernimmt nach und nach seine Rolle und so muss sich Jo mit ihm auseinandersetzen, macht sich mit ihm auf die Suche nach Koch und manchmal fahren sie einfach egal wohin. So speziell und gewöhnungsbedürftig die Protagonistin ist, liest sich auch der Schreibstil. Die vielen kurzen, zum Teil regelrecht abgehackten Sätze spiegeln Jos Verhalten schön und üben schon nach kurzer Zeit eine enorme Faszination aus, der ich mich nicht mehr entziehen konnte. Zwischen den einzelnen Kapiteln, die aus der ich-Perspektive von Jo erzählt werden, finden sich kurze, gedichtähnliche Sequenzen ohne Satzzeichen. In diesen Abschnitten erfahren wir recht verschlüsselt, was in Jos Vergangenheit passiert ist, was der Grund ist, warum sie regelmässig zum Therapeuten muss. Je länger die Geschichte fortschreitet, je besser sie Amar kennenlernt, desto mehr macht sich Jo Gedanken, rückt etwas von ihren sturen Einstellungen ab und so vermag Franziska Moll mit dem Ende zu überraschen und bewegen.  Fazit: "Egal wohin" ist definitiv alles andere als 0815 und wird nicht nur Freunde finden. Doch mich konnte Franziska Molls Geschichte mit ihrer schwierigen Protagonistin und ihrem speziellen Schreibstil faszinieren und fesseln.

    Mehr
  • Hauptsache weg!

    Egal wohin
    Spatzi79

    Spatzi79

    07. April 2015 um 09:20

    Egal wohin – das beschreibt Jo ziemlich gut. Die junge Frau wartet auf ihren 18. Geburtstag, nach dem sie endlich ihr Elternhaus verlassen und ihr eigenes Leben führen kann. Gemeinsam mit dem namenlosen Koch der Gaststätte, in der sie arbeitet, will sie nach Kreta auswandern. Dafür spart sie alles Geld und scheut auch nicht davor zurück, unangenehme Gäste um deren Portemonnaies zu erleichtern. Warum es sie so dringend von ihren Eltern und aus ihrem wohlhabenden Zuhause wegzieht, erfährt der Leser erst nach und nach. Relativ bald kommt heraus, dass Johanna einen Selbstmordversuch hinter sich hat, doch die Gründe bleiben noch ziemlich lange im Dunkeln. Als Koch eines Tages nicht zur Arbeit kommt, denkt sie sich noch nichts, sie vertraut ihm. Doch hat sie sich vielleicht in ihm getäuscht? Zum Glück ist da noch Amar, der neue Küchenjunge. Obwohl Jo sich ihm gegenüber sehr abweisend verhält, lässt er nicht locker und ist für sie da. Einerseits hat mir das Buch sehr gefallen, es hat sich unglaublich schnell gelesen und einen ziemlichen Sog entwickelt. Andererseits mochte ich Johanna nicht sonderlich. Ihre Vorgeschichte und ihr Elternhaus erklären im Verlauf des Buches einiges, dennoch habe ich mich mit ihr sehr schwergetan. Nun muss ich eine Protagonistin nicht zwingend mögen, um ein Buch gut zu finden, aber ihr Verhalten und ihre ganze Art gingen mir ziemlich gegen den Strich. Die ganze Schuld den Eltern zuzuschieben, damit macht sie es sich meiner Meinung nach zu einfach. Was mich auch gestört hat, waren die ständigen Wiederholungen. Zum einen werden immer wieder griechische Wörter eingeflochten, da Jo in Vorbereitung auf Kreta gerade die Sprache lernt. Da ich griechisch weder verstehen noch lesen kann, ging mir das irgendwann ziemlich auf die Nerven. Dann verbessert sie Amar ständig bei seinen Sätzen. Und zum dritten gibt es ziemlich häufig recht abgedroschene Kalender-Weisheiten, die mit „Koch sagt,…“ eingeflochten werden. Diese drei Stilmittel hätten für mich auch etwas weniger großzügig verwendet werden dürfen. Insgesamt hat mir das Buch dennoch gefallen, es war eine interessante Geschichte, mal etwas anderes im Bereich Jugendbuch. Ich mag die einfühlsame Schreibweise der Autorin, die mir schon bei ihrem ersten Buch sehr positiv aufgefallen ist. Dementsprechend würde ich auch bei einem neuen Buch von ihr gerne wieder zugreifen!

    Mehr
  • So schön <3

    Egal wohin
    Dreams

    Dreams

    02. April 2015 um 18:40

    Das Buch "Egal wohin" geschrieben von Franzika Moll handelt von einem Mädchen dessen Leben sich auf eine gewisse Weise ändert als sie auf einem besonderen Menschen trifft.   Jo ist 17 Jahre alt und hat in 10 Tagen Geburtstag. Dann wird sie endlich 18 und möchte auswandern nach Kreta. Dieses möchte sie machen, da sie es in ihrer Familie nicht mehr aushält. Vor vielen Jahren ist in ihrer Familie etwas schrecklich passiert worauf sich viele Folgen ereignet haben. Dieses Ereignis hat ihre Eltern und Jo selbst sehr verändert.   Jo arbeitet als Kellnerin in einem Restaurant wo sie mit dem Koch befreundet ist. Mit ihm zusammen möchte sie nach Kreta auswandern. Doch dann verschwindet Koch und Jo hofft einfach, das er rechtzeitig zu ihrem Tag wieder da ist. Im Restaurant erscheint dann ein neuer Junge welcher Amar heißt. Er spricht nicht gut deutsch und aber kümmert sich ab dann um Jo. Er zeigt Jo aber auf eine Gewisse Weise die Schönheit des Lebens. An dieser Stelle kann und will ich nicht weiteres zu der Handlung erzählen. Da ihr das einfach selber lesen müsst.   Die Protagonistin Jo ist ein Mensch welcher immer sofort sagt was er denkt. Durch ihre Vergangenheit hat sie sich natürlich stark verändert.   Dieses Buch ist wirklich ein besonderes Werk. In diesem Buch wird der Leser immer stückchenweiße mit der Vergangenheit von Jo informiert. Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht von der Protagonistin erzählt. Dabei wird also immer die Ich - Form verwendet. In diesem Buch wird ein ganz besonderer Schreibstil verwendet, da alles in einem Poetry Slam Stil geschrieben wurde. Es werden auch sehr viele Sätze geschrieben welche einem zum Nachdenken bringen können. Ich könnte so viele Zitate aufzählen und es wäre immer noch nicht genug. Da jeder Satz in diesem Buch etwas besonderes ist.       Meine Meinung: Mir hat dieser Buch sehr gut gefallen. Wie bereits erwähnt ist es für mich wirklich etwas besonderes. Durch den besonderen Schreibstil und der Handlung macht es das zu einem wundervollen Buch. Das Cover finde ich auch sehr schön und wirklich passend. Von außen hin wirkt das Buch vielleicht nicht so besonders aber sobald man mit dem Lesen angefangen hat erkennt man wie schön es wirklich ist. Das ist zu mindestens meine Meinung. Das andere Buch "Was ich dich träumen lasse" von der Autorin fande ich auch ganz toll.  

    Mehr
  • Count down

    Egal wohin
    Lilli33

    Lilli33

    02. April 2015 um 18:21

    „Egal wohin“ ist der 2. veröffentlichte Roman von Franziska Moll. Bei ihrem Debüt „Was ich dich träumen lasse“ schieden sich die Geister. Ich fand’s einfach genial. Da auch das aktuelle Buch in ähnlichem Stil geschrieben ist wie das vorherige, dürften dieselben Leute es mögen oder eben nicht. Jo ist 17, in elf Tagen wird sie endlich 18, und dann nichts wie weg! Mit Koch nach Kreta, ein eigenes Restaurant aufmachen. Koch ist schon etwas älter und kocht in dem Lokal, wo Jo kellnert. Seinen Namen kennt keiner, und so nennt man ihn eben Koch. Er ist der Einzige, der mit Jo zurechtkommt und mit dem Jo zurechtkommt. Ihre Eltern nerven nur, Freunde hat sie nicht. Aber eine Vergangenheit, und die wird Stück für Stück entblößt. Man beginnt langsam zu begreifen, warum Jo so ist, wie sie ist. Warum sie es mit ihren Eltern nicht mehr aushält. Molls Schreibstil ist eigenwillig, aber sehr passend. In meist kurzen, abgehackten Sätzen, zum Teil Einwortsätzen, bringt sie uns Jos düstere Gedanken nahe. Dadurch wirkt das Geschriebene wie kurze, flüchtige Gedanken, Momentaufnahmen einer verletzten Seele. Natürlich kommt schließlich alles ganz anders als geplant, und auch wenn man schon vorher etwas ahnen konnte, gelingt der Autorin eine Überraschung, eine Wendung, von der auch Jo selbst überrascht sein dürfte. Fazit: Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, und ich werde sicher noch eine Zeit lang darüber nachdenken. Ich hätte mir lediglich ein paar Seiten mehr gewünscht, um der Geschichte noch mehr Tiefe einzuhauchen.

    Mehr
  • bewegend, anders!

    Egal wohin
    MagicAllyPrincess

    MagicAllyPrincess

    22. March 2015 um 13:50

    Er strahlt. Auch wenn ich nur seine Rückseite sehe, weiß ich, dass er strahlt. Dass aus seinen Augen Funken sprühen. (Seite 132) "Wir neigen alle dazu, blinde Flecken bei uns selbst zu haben. Wir sollten lernen, den Menschen, die uns nah sind, zu vertrauen. Ihrem Urteil zu vertrauen". (Seite 178) Jo fiebert ihrem 18. Geburtstag entgegen, denn das ist der Tag, an dem sie nach Kreta auswandern wird, der Tag an dem sie ihr so verhasstest Elternhaus für immer verlassen kann. Mit ihrem Kollegen, den alle nur Koch nennen, und mit dem Jo in einem Restaurant arbeitet, will sie sich in Kreta eine eigene Existenz in Form eines Lokals aufbauen. Doch plötzlich ist Koch spurlos verschwunden und so nimmt die junge Frau Amar, den Spüljungen auf einmal mehr, und auf ganz andere Weise wahr. Die Jugendlichen lernen sich näher kennen, trotzdem zählt Jo weiterhin die Tage, denn sie ist sich ganz sicher, dass Koch an ihrem Geburtstag zurück kommen wird. Da ich bisher noch kein Buch der Autorin Franziska Moll gelesen habe, war ich sehr gespannt darauf, und hatte so gar keine Vorstellung davon, was mich erwarten würde. Gleich zu Beginn der Geschichte lernte ich Jo (Johanna) kennen. Jo ist definitiv keine typisch sympathische Protagonistin, sie ist launisch, zynisch, ist von ihren Eltern extrem genervt, und muss ihren Platz in der Welt noch finden. Erst im weiteren Verlauf des Lesens erfuhr ich, warum Jo zum einen in Psychiatrischer Behandlung ist, und warum sie solche starken Hassgefühle gegen ihre Eltern hegt. Sie ist auch zu ihren Mitmenschen extrem patzig, stößt diese regelrecht von sich und lässt außer Koch auch niemanden an sich heran. Zunächst fand ich ihr Verhalten schon etwas extrem, mir wurde allerdings schnell klar, warum Jo so ist, wie sie ist, und ich konnte absolut nachvollziehen, weshalb sie nach Kreta auswandern will. Für Jo gibt es nichts wichtigeres, als endlich frei und vor allem unabhängig von ihren reichen Eltern zu sein, die mit Geld zwar vieles kaufen, Jo´s Gefühle aber nicht erzwingen können. Jo ist wahnsinnig authentisch und echt, hinter ihrer harten Schale steckt ein weicher und verletzlicher Kern. Da sie in ihrem Leben sehr oft verletzt wurde, und einen heftigen Schicksalsschlag hinnehmen musste, schützt sie ihr Innerstes mit allem Mitteln. Jo ist lieber einsam und alleine, als wieder und wieder verletzt zu werden. Koch, der bereits um die 50 ist, ist für die 17 - jährige Johanna eher eine Art Ersatzvater als ein Freund. Die Beziehung der Beiden ist sehr ungewöhnlich, aber im Verlauf der Geschichte doch absolut begreifbar. Als Koch so plötzlich verschwindet, klammert sich Jo an den Gedanken, dass dieser ganz sicher an ihrem 18. Geburtstag wieder auftauchen, und wie versprochen mit ihr nach auswandern wird. Amar der bisher beinahe unsichtbare Spüljunge nimmt eher aus der Not heraus Kochs Platz im Restaurant ein. Doch Amar tut noch so viel mehr, er fängt Jo auf, er spürt ihre Verzweiflung, er lässt nicht locker, bis Johanna sich ihm langsam und vorsichtig ein wenig öffnet. Trotz der Grundtraurigkeit, die in "Egal wohin" vorherrschend ist, kommt der Humor nicht zu kurz. Jo´s Sarkasmus und Amars nicht immer korrekte deutsche Sätze, ließen mich des Öfteren tatsächlich grinsen. Mir gefiel diese zarte und zerbrechliche Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden Protagonisten anbahnte richtig gut. Da auch diese unheimlich echt, und der Gesamtsituation angepasst ist. Ein "mehr" hätte sich auch überhaupt nicht richtig angefühlt. Und so ist es dem Leser letztendlich selbst überlassen, wie er die Zukunft der Beiden sieht. Koch trägt ein Geheimnis in sich, was erst zum Schluss des Buches vollkommen aufgeklärt wird, und mich doch überrascht hat. Das Ende finde ich absolut passend, und so konnte ich "Egal wohin" auch vollkommen zufrieden abschließen. Franziska Moll´s Schreibstil der zum Großteil mit sehr knappen Sätzen aufwartet, spiegelt Jo´s Veralten und ihre Gefühle, die auf den ersten Blick doch recht kalt wirken, absolut wieder. Erst wenn man beginnt zwischen den Zeilen zu lesen und über die Geschichte nach zu grübeln, begreift man, dass noch so viel mehr in "Egal wohin" steckt. "Egal wohin" von Franziska Moll ist ein sehr tiefgründiger Roman, der absolut zum Nachdenken anregt. Trotz der relativ schweren Kost, gibt es humorvolle Passagen, die die Geschichte auflockern. Amars und Jo´s zarte Beziehung fügt sich absolut passend in das Gesamtbild mit ein und verleiht dem Roman die Wärme und Geborgenheit, die in Johannas Leben so lange Zeit komplett gefehlt hat.

    Mehr
  • Kein Buch von der Stange!

    Egal wohin
    Damaris

    Damaris

    22. March 2015 um 13:46

    Franziska Moll ist das Pseudonym der Jugendbuchautorin Sabine Both. Ihr 2014 erschienenes Buch "Was ich dich träumen lasse", hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. Ich behaupte jetzt noch, dass ich selten etwas Vergleichbares gelesen habe. Auch "Egal wohin" spiegelt exakt den Stil und die Handschrift der Autorin, setzt sich aber mit einem völlig anderen Thema auseinander. Johanna, "Jo", nimmt den Leser ein Stück auf ihrem Weg mit. Es hat fast den Anschein, dass sie das nur widerwillig tut, dass es ihr eine Last ist, wie alles, womit sie sich gerade befassen muss. Die Sitzungen beim Therapeuten, die (nicht öffentliche) Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit und das Kellnern im Gasthaus Paradies - das alles erträgt sie nur wegen Koch, ihrem Kumpel. Mit ihm will sie in wenigen Tagen nach Kreta verschwinden, dort ein kleines Restaurant eröffnen und ein neues Leben beginnen. Weit weg von ihrem Zuhause, ihren Eltern, dem Stadtmief und den Problemen. Das ist der einzige Punkt in ihrem Leben, an dem sie festhält. Komme was wolle. Koch sagt, lass die Vergangenheit zu Hause, wenn du neu anfängst. - S. 140 Sperrig sind sie, die Charaktere in "Egal wohin". Allen voran Jo, die redet, wie ihr der Mund gewachsen ist und zu ihren Eltern und Mitmenschen spröde und unfreundlich ist. Ihr Charakter hat etwas Verzweifeltes, aber auch etwas sehr Bestimmtes. Verletzlichkeit erkennt man erst mit der Zeit (und nur zwischen den Zeilen). Freundschaften lehnt sie ab. Einzig Kumpel Koch sieht sie, wie sie wirklich ist und nimmt sie genau so an. Das macht ihn zu einer Art Galionsfigur in Jos Leben, vielleicht auch zu einem Vaterbild. Sein Wort ist Jos Gesetz. Für ihr neues Leben lernt sie Griechisch. Sonst zählt nichts. Koch sagt, das Beste am Leben ist, dass es nicht ewig dauert. - S. 193 Der Roman ist sehr ausdrucksstark. Kurze Sätze, die niedergeschrieben sind, wie sie gesagt werden, haben etwas von einem Drehbuch und sind wie gemacht für die kratzbürstige Natürlichkeit des Buches. Die Geschichte bleibt im Kopf. Gerade darum gefällt mir das Buch, und seine Atmosphäre hält gefangen. Ich konnte mich in die Personen und ihr Vorhaben komplett hineinversetzten, auch wenn fast keiner der Charaktere nach der Norm handelt und sie es dem Leser nicht leicht machen. Stereotypen findet man hier nicht. Es ist anfangs unvorstellbar, dass die Geschichte berührt. Jo will kein Mitleid, das lässt sie einen durch die Seiten spüren. Erst mit der Entwicklung von Jo und einer unerwarteten Richtung, die die Geschichte einschlägt, trifft sie am Ende mitten ins Herz. Fazit "Egal wohin" ist kein Buch von der Stange. Ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte bei vielen Lesern Zeit braucht, um zu wirken. Jos spröde und kratzbürstige Eigenheit muss man annehmen können, und einige Passagen werden erst im Laufe der Geschichte logisch. Die drehbuchhafte, atmosphärische Anmutung des Romans, die natürlichen Charaktere und der Storyverlauf sind genau meins. Diese Art von Büchern machen für mich das Lesen aus. Unbedingt anschauen!

    Mehr
  • Überzeugender Schreibstil und gute Ansätze. Aber leider in Gänze schwächer wie das Erstlingswerk

    Egal wohin
    Nightingale78

    Nightingale78

    19. March 2015 um 09:14

    Der Plot Jo zählt die Tage, bis sie nach Kreta auswandern kann – endlich 18 Jahre alt, endlich unabhängig, endlich frei. In Kreta möchte sie ein neues Leben anfangen, mit Koch, ihrem Kumpel aus dem Restaurant, in dem sie kellnert. Doch als dieser verschwindet, sieht Jo, dass Koch nicht der einzige Mensch ist, dem Jo am Herzen liegt. Der unscheinbare, geradezu unsichtbare Amar ist es, der sich nun um Jo kümmert, bei ihr bleibt, egal, wie sehr sie ihn von sich stößt. Der ihr die Schönheit des Lebens zeigt, wie nur er sie sehen kann.       Meine Meinung Nachdem mich das erste Buch von Franziska Moll im letzten Jahr sehr überzeugen konnte, stand es für mich außer Frage, EGAL WOHIN unbedingt lesen zu wollen. Mir gefiel der raue und realistische Erzählstil der Autorin, und dass sie die Gefühle der Figuren und Situationen so einfing, als wenn sie aus jemandes wahren Leben stammen. Diese Spur zieht sich auch ohne jeden Zweifel in Molls neuem Buch durch die Handlung. Der Fokus wird nach wie vor auf schwierige Persönlichkeiten in tragischen Situationen gesetzt, was mir an sich sehr gefällt. Jo, in elf Tagen volljährig, ist ohne jeden Zweifel so eine schwierige Person. Sich mit ihr in ein Gespräch vertiefen zu wollen, gleicht einem Spießrutenlauf bei welchem man schlussendlich mächtig auf die Nase fällt. Sie ist hart mit sich und ihren Mitmenschen. Engen Kontakt mit anderen lehnt sie grundsätzlich ab. Auch ihr Therapeut ist der Verzweiflung nahe. Einzig >Koch<, den sie durch ihren Job als Aushilfskellnerin kennengelernt hat, sieht sie als respektvolle Bezugsperson. Jo‘s Elternhaus scheint von außen sehr behütet. Doch schon bald erkennt man als Leser, dass ein schönes großes Anwesen und Geld halt doch kalter Rauch sein können, wenn es keine Liebe und zu viel Traurigkeit gibt. Das Mädchen beißt sich an der Hoffnung fest, bald das neue Leben in Kreta mit ihrem guten Freund >Koch< beginnen zu können. Doch der verschwindet kurz vor der Abreise spurlos. Jo versucht herauszufinden, was geschehen ist und muss dabei erkennen, dass sie über ihren Freund eigentlich nichts wusste. Auf der Suche nach Koch steht ihr Amar, die Küchenhilfe und ein Kollege, zur Seite. Es ist toll, wenn sich ein Autor im Jugendbuch Bereich ernsthaft sehr realistischen Problemen für Jugendliche/junge Erwachsene widmet. Und man merkt auch, dass Franziska Moll indirekt, Erfahrungen bzw. Beobachtungen die sie beruflich mit Jugendlichen gemacht hat, in ihre Bücher einfließen lässt. Der Schreibstil gefiel mir an sich gut, jedoch beschlich mich immer wieder durch absichtliche Wiederholungen – Erklärungen von Deutsch in Griechisch, oder Jo’s bewährtes Koch sagt – ein genervtes Gefühl beim lesen. Die Therapiesitzungen, verlangten nicht nur dem Therapeuten viele Nerven ab sondern auch mir. Denn dort tat sich Jo in der zwischenmenschlichen Kommunikation am schwersten. Geredet wird auch in ihrem Elternhaus längst nicht mehr. Da haust Jo lieber im Geräteschuppen des herrschaftlichen Anwesens. Einzig wenn sie auf Amar, den ausländischen Küchenjungen, trifft, taut das Mädchen etwas auf. Die beiden beginnen sich anzunähern. Amars unbeholfene Art unsere Sprache zu sprechen und sich gleichermaßen als Helfer anzubieten, gab der Handlung etwas mehr Süße. Er war für mich das kleine strahlende Licht in der Geschichte. Ich mochte Jo am liebsten, wenn sie bei ihm war. Als großes Liebespaar konnte ich beide jedoch nicht so recht sehen. Das gesamte Ausmaß des kaputten Verhältnisses kommt auch noch zum Vorschein und lies mich daher noch ein bisschen mehr Einsicht für das Verhalten Jo’s haben. Die Auflösung um Jo’s traurige Familienverhältnisse und das Geheimnis um Koch, kamen für mich aber nicht wie ein kompletter Paukenschlag. Ich hätte mir gewünscht, dass einfach ein paar Seiten mehr im Buch gewesen wären. So wirkte das Ende zu schnell und offen.     Fazit Franziska Molls zweites Buch ist von der Schreibe überzeugend. Schöne Formulierungen und lyrisch verpackte Erinnerungen regen zum Nachdenken und Hinterfragen an. Doch obwohl die familiäre Situation von Hauptfigur Jo alles andere als einfach ist und somit auch klar das Verhalten des Mädchens gerechtfertigt wird, wurde ich mit ihr irgendwie nicht warm. Nebenfiguren, die interessant angepackt wurden, bekamen für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum. Womöglich hätte mich ihr Einwirken auf die Protagonistin sonst noch mehr überzeugen können. Die Message der Geschichte ging mir persönlich daher auf dem Wege auch leider etwas verloren.

    Mehr
  • weitere