Nördlingen hat so viel zu bieten und schon alleine der Rundlauf um die Stadt auf der Stadtmauer ist eine Sensation! Aber es gibt noch so viel zu sehen, erleben, bestaunen und entdecken. Mit dem Buch Nördlingen an einem Tag kann man sich perfekt vorbereiten und taucht in diese tolle Stadt ein. Tradition und Geschichte, aber eben auch Moderne und aktuelles Leben. Zwischen alten Bauten und neuen Häusern, gibts natürlich auch tolle Einkehrmöglichkeiten. Auf gehts nach Nördlingen.
Franziska Reif
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A wie Asozial
Nördlingen an einem Tag
Neue Rezensionen zu Franziska Reif
In „A wie Asozial“ befassen sich die Autoren Franziska Reif und Tobias Prüwer mit den Auswirkungen der Hartz-IV-Reform. Schon die Kurzbeschreibung deutet darauf hin, dass sie die Reform negativ sehen: „Die Hartz-IV-Reform markiert eine sozialpolitische Zeitenwende. An die Stelle staatlicher Fürsorge traten Suppenküchenstaat und Sanktionsregime. Menschen wurden angewiesen auf Almosen und unter Druck gezwungen, für Dumpinglöhne zu arbeiten. Tobias Prüwer und Franziska Reif berichten von unfassbaren und unwürdigen Vorkommnissen, die Hartz IV als umfassend-radikalem Regierungsprogramm zu verdanken sind. Hartz IV wird dabei als Komplex mit eigener Logik und Mechanik sichtbar, der über Inkompetenz in den Jobcentern und fehlerhafte Einzelfälle weit hinausgeht. Zusammen mit dem Autorenteam schreiten wir durch schmucklose Schalterhallen und ein bürokratisches Absurdistan. Zu lesen ist von hundert Dingen, die gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen, aber trotzdem Teil von Hartz IV sind. Es ist die Rede von Controlling statt Vermittlung, von Überwachung, von Ressentiments in der öffentlichen Wahrnehmung und den vielen Märchen rund ums angebliche Schmarotzertum der Arbeitslosen. Denn es sind nicht die Langzeitarbeitlosen, sondern es ist der Hartz-IV-Komplex, der die Bezeichnung asozial verdient.“
Sicher sind an den Ausführungen der Autoren viele Beobachtungen wahr. Mir ist der Inhalt für ein Sachbuch aber zu polemisch und zu wenig differenziert. Was mir gut gefällt, ist der Ausblick auf eine mögliche Gesellschaft, in der die Erwerbsarbeit nicht das alleinige Maß aller Dinge ist.
Hartz IV - das sind faule, arbeitsscheue Leute, die den ganzen Tag auf dem Sofa liegen und sich auf Kosten des Staates ein schönes Leben machen. So weit das gängige und abwertende Klischee. Doch darum geht es in diesem Buch nicht.
Vielmehr werden Mängel im System aufgezeigt, die beweisen, dass Hartz IV-Bezieher nicht immer selber schuld sind. In interessanten Fallbeispielen wird anschaulich beschrieben, was diese Leute über sich ergehen lassen müssen. Die erschütterndsten Beispiele sind solche, bei denen einer Kellnerin ein Job als Prostituierte angeboten wird und Leistungen schon aufgrund von Nichtigkeiten gekürzt werden.
Die Schrift ist leider sehr klein. Also für Leser mit schlechten Augen ist es nur bedingt etwas.
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