Franziska Schutzbach

 4,4 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor*in von Die Erschöpfung der Frauen, Revolution der Verbundenheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Franziska Schutzbach, geboren 1978, ist promovierte Geschlechterforscherin und Soziologin, Publizistin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. Im Jahr 2017 initiierte sie den #SchweizerAufschrei, seither ist sie eine bekannte und gefragte feministische Stimme auch über die Schweiz hinaus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterthemen wie Misogynie und Sexismus, darüber hinaus befasst sie sich mit den Kommunikationsstrategien von Rechtspopulisten. Franziska Schutzbach lebt in Basel.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Franziska Schutzbach

Cover des Buches Die Erschöpfung der Frauen (ISBN: 9783426303153)

Die Erschöpfung der Frauen

(19)
Erschienen am 01.07.2024
Cover des Buches Revolution der Verbundenheit (ISBN: 9783426279045)

Revolution der Verbundenheit

(7)
Erschienen am 01.10.2024
Cover des Buches Die Rhetorik der Rechten (ISBN: 9783905795608)

Die Rhetorik der Rechten

(1)
Erschienen am 10.12.2018
Cover des Buches Rhetorik der Rechten (ISBN: B08L412TKK)

Rhetorik der Rechten

(1)
Erschienen am 14.10.2019
Cover des Buches Die Erschöpfung der Frauen (ISBN: 9783732458660)

Die Erschöpfung der Frauen

(1)
Erschienen am 18.02.2022

Neue Rezensionen zu Franziska Schutzbach

Cover des Buches Die Erschöpfung der Frauen (ISBN: 9783426303153)
SinaAniss avatar

Rezension zu "Die Erschöpfung der Frauen" von Franziska Schutzbach

SinaAnis
Erschöpfte Frauen - aber warum?

Franziska Schutzbach ist bekannt für ihre super rechechierten Sachbücher und genau das hat man beim lesen gemerkt.


Die Autorin hat ihr Buch so aufgeteilt, dass man nur die Kapitel lesen konnte, die einem auch ansprechen- Pluspunkte!!


Mich hat das Buch sehr interessiert, auch wel ich sonst noch nie was von ihr gelesen habe.


Die behandelten Themen fand iuch alle sehr wichtig, einige waren für mich aber weniger spannend.


Insgesamt hätte ich mir aber etwas mehr abwechslung gewünscht und ein wenig mehr Beispiele, etwa so wie in "Jede_Frau" von Agota Lavoyer.




Ein Buch, welches ich aber sehr gerne weiterempfehle, da Feminismus und Gleichberechtigung heute wichtiger den jeh sind.

Cover des Buches Revolution der Verbundenheit (ISBN: 9783426279045)
SternchenBlaus avatar

Rezension zu "Revolution der Verbundenheit" von Franziska Schutzbach

SternchenBlau
Hoffnung durch Solidarität

Dieses Buch hüllte mich ein wie eine warme Decke – gerade, weil Franziska Schutzbach kein „wird schon alles gut“ betreibt, sondern Schwierigkeiten aufzeigt, Kritik benennt, die Komplexität schildert. Aber ja: Solidarität kann gelingen, auch, wenn sie in unserer patriarchalen Welt nicht einfach zu erreichen ist, und sie ist die Grundlage für die Freiheit aller.

„Wenn die Herrschaft über die Frauen nicht abgeschafft wird, wird auch die Abschaffung jeglicher anderer Herrschaftsverhältnisse scheitern.“

In fünf großen Abschnitten geht es um Freundschaft, Frauenbeziehungen in Familien, Revolution der Liebe, Sisterhood und weibliche Verweigerung. Jeden Abschnitt leitet Schutzbach mit einem Brief an eine Frau ein und erzählt hier stark auch von ihren persönlichen Erfahrungen. Ich mochte die Briefe, weil sie die scharfen Analysen um eine private Note ergänzen, manchmal waren sie mir aber etwas ausschweifend. Kleiner Hinweis: Im letzten Brief an Mareike Fallwickl kommen Spoiler zu deren Roman „Die Wut, die bleibt“ vor. Da ich den Roman leider immer noch auf dem SuB liegen habe, habe ich dort nur quergelesen.

Nach den Briefen vertieft Schutzbach des jeweilige Thema in mehreren Kapiteln und beleuchtet es von verschiedenen Seiten. Sie bildet hier Synthesen zu Gedanken, die im Feminismus an vielen Stellen immer wieder vorkommen, und ich habe mir so vieles angestrichen, weil ich diese Synthesen sehr mochte. Besonders begeistert hat mich, dass hier intersektionaler Queerfeminismus jederzeit mitgedacht wird, der eben auch rassistische oder transfeindliche Diskriminierung mitdenkt und die Solidarität genau dort besonders betont. Wie beim Kapitel zu den Familienbeziehungen Frauentraditionslinien aufgemacht werden, macht das Buch dies auch bei den Theorien und zeigt feministische Vordenker*innen aus der Geschichte. Schutzbach spart aber nicht an Kritik an historischen Vorbildern: Hier wird niemand auf ein Podest gestellt, sondern rassistische oder eugenische Konstrukte klar benannt und kritisiert.

Mein einziger Kritikpunkt: Form, Stil und Wortschatz geraten schon sehr akademisch. Gerade, weil Schutzbach ja sich als eine Verfechterin von Klassenübergreifender Solidarität zeigt, hätte ich es schön gefunden, wenn die Komplexität des Textes etwas zugänglicher gewesen wäre.

Ich muss jetzt unbedingt bald Schutzbachs „Die Erschöpfung der Frauen“ lesen, das schon viel, viel zu lange auf meinem SuB liegt. Vermutlich war ich zu erschöpft, um mich damit auseinander zu setzen. Nach diesem sehr mitmachendem habe ich jetzt total Lust.

Gerade jetzt, wo der antifeministische und antidemokratische Backlash an so vielen Stellen stärker wird, ist Solidarität umso wichtiger. Eine große Empfehlung für dieses Buch und 4,5 von 5 Sternen.

Cover des Buches Die Rhetorik der Rechten (ISBN: 9783905795608)
downey_jrs avatar

Rezension zu "Die Rhetorik der Rechten" von Franziska Schutzbach

downey_jr
Aus aktuellem Anlass: Handbuch gegen rechte Rhetorik – Dringend lesen!

 "Die Rhetorik der Rechten" von Franziska Schutzbach erschien bereits 2018 in der Reihe „Aus aktuellem Anlass“, ist aber jetzt 2025 immer noch bzw. leider wieder brandaktuell. Das Buch sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre für alle sein, ganz besonders vor der bevorstehenden Wahl!

 

Rechte Weltanschauungen haben Aufschwung, leider. Einer der vielen Gründe hierfür ist, dass rechtspopulistische Rhetorik versucht, extreme Positionen zu verschleiern und „gesellschaftsfähig“ zu machen. Zum Beispiel ist das Schüren von Ängsten und Kulturkonflikten zentrale Strategien der rechten Rhetorik. Es werden sogar demokratische Errungenschaften wie Antidiskriminierung, Gleichstellung oder gar Menschenrechte gezielt abgewertet und als angeblicher „Minderheitenterror“ verteufelt.  

Franziska Schutzbach zeigt, wie Rechtspopulist*innen rhetorisch vorgehen, welche stilistischen und inhaltlichen Mittel sie anwenden. Dieser Einblick ist differenziert und vor allem gut verständlich, zu jedem der rhetorischen Mittel gibt Franziska Schutzbach schlüssige Beispiele.

 

Im Buch geht es am Ende auch um die Frage, was wir gegen rechtspopulistische Rhetorik tun können: Welche Gegenstrategien gibt es?

 

Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig dieses Buch ist!

Bitte lest es alle und empfehlt es allen weiter, die sich Sorgen um die Demokratie machen!

Ganz dringende Leseempfehlung von mir!

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