Franziska Steinhauer

 3,8 Sterne bei 121 Bewertungen
Autor*in von Racheakt, Der Werwolf von Hannover - Fritz Haarmann und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Franziska Steinhauer legte bei ihrem Pädagogikstudium Schwerpunkte auf Psychologie und Philosophie. Diese Kenntnisse ermöglichen es der Autorin den Lesern tiefe Einblicke in pathologisches Denken und Agieren zu gewähren. Ihr breites Wissen im Bereich der Kriminaltechnik erwarb sie im Rahmen eines Master-Studiums in Forensic Sciences and Engineering. Mit besonderem Geschick werden mörderisches Handeln, Lokalkolorit und Kritik an aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen verknüpft. Franziska Steinhauers Romane zeichnen sich durch gut recherchierte Details und eine besonders lebendige Darstellung der Figuren aus. Ihre Begeisterung für das Schreiben gibt sie als Dozentin an der BTU Cottbus weiter.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Franziska Steinhauer

Cover des Buches Racheakt (ISBN: 9783839232439)

Racheakt

(15)
Erschienen am 13.08.2009
Cover des Buches Der Werwolf von Hannover - Fritz Haarmann (ISBN: 9783839206645)

Der Werwolf von Hannover - Fritz Haarmann

(12)
Erschienen am 14.02.2024
Cover des Buches Gurkensaat (ISBN: 9783839211007)

Gurkensaat

(9)
Erschienen am 12.07.2010
Cover des Buches Seelenqual (ISBN: 9783899776973)

Seelenqual

(9)
Erschienen am 01.07.2006
Cover des Buches Fluch über Rungholt (ISBN: 9783839220160)

Fluch über Rungholt

(7)
Erschienen am 08.02.2017
Cover des Buches Die Stunde des Medicus (ISBN: 9783839215012)

Die Stunde des Medicus

(6)
Erschienen am 05.03.2014
Cover des Buches Narrenspiel (ISBN: 9783839233184)

Narrenspiel

(6)
Erschienen am 13.08.2009
Cover des Buches Ferienhaus für eine Leiche (ISBN: 9783941895676)

Ferienhaus für eine Leiche

(8)
Erschienen am 23.07.2012

Neue Rezensionen zu Franziska Steinhauer

Cover des Buches Der Werwolf von Hannover - Fritz Haarmann (ISBN: 9783839206645)
P
Gelungene Krimi-Erzählung

Dieses Werk entspricht wahren Begebenheiten und ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Die Taten des berühmten Massenmörders Fritz Haarmann werden detailgetreu geschildert, was teilweise verstörende Szenen darlegt.

Besonders gut gelungen finde ich, dass nicht nur Haarmanns Sicht der Situationen geschildert wird, sondern auch andere Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zu den Taten Stellung nehmen und schildern, wie sie in die Situationen verwickelt wurden.

Auch wenn einige Szenen in diesem Werk ekelerregend sind, so kann man sich in die Geschichte gut hinein finden und zudem auch einen Einblick über die Tathergänge sowie über die Hintergründe der Morde erhalten.

Da Haarmann einer der bekanntesten Serienmörder Deutschlands war, macht diese Schilderung ihn ein Stück weit unvergessen und rüttelt zugleich auch auf, dass ähnliche Fälle so schnell nicht wieder passieren und die Gesellschaft wachsamer werden sollte.

Ein durchweg gut gemachtes Buch, dass leicht verständlich geschrieben wurde.

Cover des Buches Fluch über Rungholt (ISBN: 9783839220160)
R

Rezension zu "Fluch über Rungholt" von Franziska Steinhauer

Reisefreundin
Krimi mit Legenden-Hintergrund

Die Legende über den Untergang von Rungholt fasziniert mich schon seit einigen Jahren. Deshalb hatte ich mich auf die Lektüre dieses Buches gefreut. Sehr gut gelungen finde ich die Beschreibungen der Gegend und der Menschen, auch der Kriminalfall ist spannend. Überflüssig fand ich jedoch das Einfügen einer Zeitreise. Der Fall hätte auch durch jemanden "vor Ort" gelöst werden können. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass das Buch länger ist. Kaum war man richtig in der Geschichte drin, war sie auch schon vorbei.

Cover des Buches Katzmann und das verschwundene Kind (ISBN: 9783955520502)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Katzmann und das verschwundene Kind" von Franziska Steinhauer

Bellis-Perennis
Auftakt zu einer neuen historischen Krimi-Reihe

Dieser Krimi, der im November 1918 in Dresden spielt, ist der erste einer Reihe rund um den sympathischen Reporter Konrad Katzmann. Ein wenig ungewöhnlich ist, dass mehrere Autorinnen und Autoren abwechselnd Kriminalfälle für Katzmann erfinden. 

Das Deutsche Kaiserreich liegt im kalten November 1918 in den letzten Zügen. Die Menschen hungern und frieren, die Spanische Grippe fordert täglich ihre Opfer unabhängig ihres sozialen Standes, die Gewerkschaften rufen zu einem Generalstreik auf und Tausende Kriegsversehrte fristen ein Leben ohne Unterstützung. 

Da verschwindet Trude, ein kleines Mädchen, dessen Vater Invalide ist, weshalb die Mutter einer Arbeit nachgehen muss, auf dem Weg in die Schule. Die am Rande der Stadt lagernde Roma-Familie gerät sofort in den Fokus diverser Gerüchte und Vorurteile. 

Obwohl die Polizei ermittelt, kann zunächst niemand etwas zum Verbleib des Mädchens sagen. Erst als Kommissar Fritz Ganter seinen Freund Konrad Katzmann um Hilfe ersucht, stellt sich heraus, dass in den letzten zwei Jahren mehrere Mädchen verschwunden sind. Da die Vermisstenanzeigen in jeweils einer anderen Wachstube gemacht worden ist und man von einem Davonlaufen ausgegangen wird, kennt die Mordkommission diese Fälle nicht. Nun ist klar, dass es sich um einen Serientäter handeln muss.  

Gemeinsam mit seinem Hund Harry macht sich Katzmann, der den Sozialisten nahe steht, auf die Suche nach dem Täter, immer im Einvernehmen mit Kommissar Ganter. 

Meine Meinung: 

Franziska Steinhauer ist hier ein interessanter historischer Krimi gelungen. Auch wenn ich recht bald den Täter ausfindig gemacht habe, sind die Ermittlungen sehr gut beschrieben. Die Polizei muss, bis auf die Daktyloskopie ganz ohne technische Hilfsmittel auskommen. Lediglich die drahtlose Kommunikation kann eingesetzt werden.  

Die Autorin beschreibt die aufgebrachte Stimmung kurz vor dem Friedensschluss und dem Ende der Monarchie in Dresden. Das Alte ist schon fast weg und was das Neue sein wird, ist völlig unklar. Jeder ist sich selbst am nächsten.

Der Krimi ist auch eine gute Milieustudie dieser Zeit. Das Elend der Bevölkerung und da vor allem der kriegsversehrten Soldaten ist greifbar. Besonders schlecht werden jene behandelt, die auf Grund der Erlebnisse schwer traumatisiert sind, die sogenannten Kriegszitterer. Man hält sie für Simulanten und verweigert ihnen und ihren Familien jegliche Unterstützung.  

Die beiden Hauptcharaktere Kommissar Fritz Ganter und Journalist Konrad Katzmann sind sehr sympathisch beschrieben.  

Fazit:

Obwohl der Krimi mehr eine Milieustudie ist, hat er mir gut gefallen. Ich bin auf die Weiterentwicklung von Ganter & Katzmann gespannt und gebe hier 4 Sterne.

 

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