Franziska Viviane Zobel

 4,7 Sterne bei 67 Bewertungen

Lebenslauf

Franziska Viviane Zobel studierte Kunst, Multimedia, Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign an der LMU München und an der Hochschule Augsburg und arbeitet neben ihrem Papeterie-Label franzizo als Illustratorin und Designerin für verschiedene Magazine und Verlage. In all ihren Arbeiten ist es ihr ein Herzensanliegen, ihre Kreativität mit einer bewussten und nachhaltigen Denk- und Lebensweise zu verbinden.  www.franziskavivianezobel.net

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Leni & Leon und die Flaschenpost, die keine sein wollte (ISBN: 9783987265389)

Leni & Leon und die Flaschenpost, die keine sein wollte

Neu erschienen am 03.09.2026 als Gebundenes Buch bei oekom verlag.

Alle Bücher von Franziska Viviane Zobel

Cover des Buches Flauschig mauschig (ISBN: 9783949239120)

Flauschig mauschig

(36)
Erschienen am 23.02.2023
Cover des Buches Taschenzauberei (ISBN: 9783772532047)

Taschenzauberei

(21)
Erschienen am 27.08.2025
Cover des Buches Glücksweisheiten aus aller Welt (ISBN: 9783848502257)

Glücksweisheiten aus aller Welt

(4)
Erschienen am 01.12.2023
Cover des Buches Leni & Leon und die kaputte Lok (ISBN: 9783987261411)

Leni & Leon und die kaputte Lok

(2)
Erschienen am 06.08.2025
Cover des Buches Papagei Pit (ISBN: 9783911528009)

Papagei Pit

(1)
Erschienen am 24.10.2024
Cover des Buches Tiere backen einen Kuchen (ISBN: 9783982385181)

Tiere backen einen Kuchen

(1)
Erschienen am 25.11.2021
Cover des Buches Was wir von Tieren lernen können (ISBN: 9783772532214)

Was wir von Tieren lernen können

(1)
Erschienen am 16.03.2022

Neue Rezensionen zu Franziska Viviane Zobel

Cover des Buches Flauschig mauschig (ISBN: 9783949239120)
silentstorms avatar

Rezension zu "Flauschig mauschig" von Nora Burgard-Arp

silentstorm
Spieglein, Spieglein an der Wand

1) Kurze Inhaltsbeschreibung

Lou kommt niedergeschlagen nach Hause. Den ganzen Tag versucht Papa herauszufinden, was Lou bedrückt. Erst am Abend erzählt Lou, dass ein anderes Kind Lous Körper als „dick“ bezeichnet hat und die anderen Kinder darüber gelacht haben.


Lou fühlt sich daraufhin im eigenen Körper nicht mehr wohl. Gemeinsam mit Mama und Papa beginnt Lou, den eigenen Körper neu und wertschätzend wahrzunehmen. Vor dem Spiegel suchen sie nach Worten, die den Körper beschreiben, ohne ihn abzuwerten.


Die Geschichte zeigt, wie verletzend Kommentare über Körper sein können und wie wichtig es ist, Kindern eine positive Selbstwahrnehmung und Respekt gegenüber der Vielfalt von Körpern zu vermitteln. Der Verlag gibt an, dass das Buch in enger Abstimmung mit psychologischem Fachpersonal entstanden ist.


2) Cover und Gestaltung

Auf dem Cover steht Lou vor einem Spiegel. Die geschlossenen Augen und die angedeutete Selbstumarmung vermitteln einen Moment des Innehaltens und der Selbstzuwendung.


Die Gestaltung ist in sanften Farben gehalten und strahlt Ruhe aus. Dazu bildet die verspielt-kindliche Titelschrift einen passenden Kontrast. Das Cover verweist bereits auf das zentrale Motiv der Geschichte: den Blick auf den eigenen Körper und die Frage, wie wir uns selbst sehen.


3) Illustrationen

Schon auf den ersten Seiten wird Lous Traurigkeit durch Körperhaltung und Gesichtsausdruck deutlich. Die gebeugte Haltung und der abwesende Blick erzählen viel, ohne dass die Gefühle ausführlich erklärt werden müssen.


Die Illustrationen kommen mit wenigen, klar gesetzten Elementen aus und sind dennoch sehr ausdrucksstark. Besonders gelungen ist die Szene vor dem Spiegel: Papa steht lebhaft und beinahe tänzerisch vor dem Spiegel, während Lou zunächst mit verschränkten Armen etwas abseits bleibt.


Dadurch wird sichtbar, dass Lous Unsicherheit nicht einfach verschwindet. Papa versucht nicht, sie zu übergehen, sondern schafft einen spielerischen und geschützten Raum, in dem Lou sich langsam beteiligen kann.


4) Thema und Umsetzung der Geschichte

Im Mittelpunkt stehen Körperwahrnehmung, Selbstakzeptanz und der Umgang mit verletzenden Kommentaren. Gleichzeitig geht es um die Angst vor Ausgrenzung und den Mut, sich selbst nicht über die abwertenden Worte anderer zu definieren.


Besonders realistisch ist, dass Lou nicht sofort auf Papas Vorschläge eingeht. Die Geschichte zeigt dadurch, dass Selbstakzeptanz nicht auf Knopfdruck entsteht. Kinder brauchen Zeit, Sicherheit und Erwachsene, die ihre Verletzung ernst nehmen.


Vor dem Spiegel beschreiben Lou und Papa Lous Bauch mit wertschätzenden Worten wie „zart“, „wölbig“, „flauschig“ und „mauschig“. Das kann dazu anregen, gemeinsam über Körper zu sprechen. Das macht man möglichst ohne neue Normen oder „richtige“ Beschreibungen vorzugeben. Nicht jeder Körper muss schön gefunden werden, um Respekt und Fürsorge zu verdienen.


Gut gefällt mir außerdem, dass die Geschichte den Fokus nicht auf die Kinder legt, die Lou verletzt haben. Im Mittelpunkt steht nicht die Bestrafung, sondern Lous Stärkung und die Entwicklung eines freundlicheren Blicks auf den eigenen Körper.


5) Sprache und Schreibstil

Der Text ist liebevoll und kindgerecht formuliert. Die spielerischen Beschreibungen von Lous Bauch eröffnen einen wertschätzenden Zugang zu einem sensiblen Thema, das für Kinder schnell beschämend oder belastend werden kann.


Auch wenn bereits vierjährige Kinder der Handlung gut folgen können, eignet sich das Buch besonders für das gemeinsame Vorlesen und anschließende Gespräche. Die offizielle Altersempfehlung ab sieben Jahren erscheint im Hinblick auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit Körperwahrnehmung, Ausgrenzung und verletzenden Kommentaren nachvollziehbar.


6) Figuren

Lou ist ein sensibles Kind, das durch die Worte anderer verletzt wurde. Kinder mit ähnlichen Erfahrungen können sich vermutlich gut in die Figur hineinversetzen. Gleichzeitig ermöglicht die Geschichte auch Kindern ohne solche Erlebnisse, die Wirkung von Körperkommentaren nachzuvollziehen.


Papa ist aufmerksam und einfühlsam. Er drängt Lou nicht, sofort zu erzählen, was passiert ist. Stattdessen beobachtet er, bleibt im Kontakt und findet schließlich einen spielerischen Weg, um mit Lou ins Gespräch zu kommen.


Sein selbstverständlicher Umgang mit dem eigenen Körper hilft dabei, die Situation zu entspannen. Besonders positiv ist, dass in dieser Geschichte ein Vater die zentrale Care-Arbeit übernimmt.


Auch Mama erweitert die Perspektive auf den eigenen Körper. Sie zeigt, dass sich Körper im Laufe des Lebens verändern können, zum Beispiel durch eine Schwangerschaft. Dabei geht es nicht darum, diese Veränderungen als automatisch schöner oder besser zu bewerten. Vielmehr wird deutlich, dass Körper lebendig sind und sich wandeln dürfen.


7) Vorleseerfahrung und Reaktion des Kindes

Meine Kinder im Alter von drei und sechs Jahren konnten der Geschichte gut folgen und stellten interessierte Fragen. Beide konnten nachvollziehen, warum Lou traurig war.


Beim Beschreiben des eigenen Bauchs dachten sie aufmerksam mit. Dabei entstanden Worte wie „babyweich“ und „muckelkuschelig“. Das Gespräch zeigte, wie leicht Kinder einen liebevollen und neugierigen Blick auf den Körper entwickeln können, wenn Erwachsene keine Bewertung vorgeben.


Gleichzeitig würde ich das Buch mit jüngeren Kindern nicht nur unter dem Aspekt „Du bist schön, so wie du bist“ lesen. Ebenso wichtig ist die Botschaft: Jeder Körper verdient Respekt, auch dann, wenn man sich gerade nicht schön, wohl oder sicher in ihm fühlt.


8) Fazit und Empfehlung

„Flauschig Mauschig“ ist ein stärkendes Bilderbuch über Körperwahrnehmung, verletzende Kommentare und Selbstakzeptanz. Es zeigt, wie sehr Worte über Körper Kinder treffen können und wie Erwachsene helfen können, einen wertschätzenden Zugang zum eigenen Körper zurückzugewinnen.


Besonders gelungen sind die spielerische Sprache, die zurückhaltenden Illustrationen und die einfühlsame Begleitung durch die Eltern. Die Geschichte bietet gute Gesprächsanlässe für Familien, Kindertagesstätten und Grundschulen.


Für die konkrete Prävention von Mobbing oder körperbezogener Abwertung reicht ein einzelnes Buch selbstverständlich nicht aus. Es kann aber ein wertvoller Einstieg sein, um über Körpervielfalt, Respekt, Gefühle und verletzende Sprache zu sprechen. In konkreten Situationen sollte zusätzlich das Verhalten der anderen Kinder ernst genommen und pädagogisch begleitet werden.


Die offizielle Altersempfehlung des Verlages lautet ab 7 Jahren. Für jüngere Kinder kann das Buch je nach Entwicklungsstand und Begleitung ebenfalls zugänglich sein. Einzelne Verlagsmaterialien nennen sogar eine Empfehlung ab 4 Jahren. Gerade wegen des sensiblen Themas sollte die Auswahl weniger am bloßen Lesealter als am Kind und an der konkreten Vorlesesituation orientiert werden.

Cover des Buches Taschenzauberei (ISBN: 9783772532047)
Ramgardias avatar

Rezension zu "Taschenzauberei" von Judith Mohr

Ramgardia
Wem gehört die Tasche mit den Hexenelexieren?

Das Buch unterscheidet sich schon durch sein ungewöhnliches Format von anderen Büchern. Auf dem Cover, des Buch, das quer gebunden ist, sehen wir die Tasche mit den kleinen Behältern, die in der Geschichte eine große Rolle spielen.

Ben ist elf und hatte sich für seine Ferien etwas Besseres vorstellen könne als im Hotel der Eltern aushelfen zu müssen. Seine Schwester übernimmt die zweite Woche und so muss Ben zusammen mit seiner langweiligen Mitschülerin Lea an der Rezeption die Gäste in empfang nehmen. Doch dann wir es eine sehr spannende Woche, denn die Anreisenden sind Hexen und Hexer. Sie manipulieren alle so, dass nur Ben und Lea wissen, dass sie kein Häkelverein sind. So erfahren die beiden Kinder eine ganze Menge über das Hexen, Poltergeister und magische Missgeschicke. Doch dann verbringen sie die zweite Ferienwoche damit den rechtmäßigen Besitzer einer vergessenen Tasche mit vielen Zauberessenzen zu finden.

Voller Fantasie und mit vielen verrückten Ideen ist dieses Buch geschrieben worden. Ich habe neugierig alle Erklärungen gelesen und war fasziniert vom Ideenreichtum. Ganz neue Einblicke in die Hexenwelt wurden da geboten und ich kann nur empfehlen sich hier neuen Eindrücke zu holen. Es lohn sich!

 

Cover des Buches Taschenzauberei (ISBN: 9783772532047)
mariesols avatar

Rezension zu "Taschenzauberei" von Judith Mohr

mariesol
entzückender Kinderroman, so richtig zum Wohlfühlen

Die Taschenzauberei ist – wie das Cover schon mutmaßen lässt – ein Buch, das so richtig gut geeignet ist zum Wohlfühlen. Ideal also für die Ferien!


Und es spielt ja auch in den Ferien. Ben ist ganz schön sauer, denn schon wieder muss seine Familie wegen des Hotels zu Hause blieben, und auch Ben und seine Schwester müssen mithelfen. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass die Praktikantin eine Klassenkollegin von Ben ist. Lea bringt im Unterricht kaum einen Satz heraus, der nicht geflüstert ist, und in den Pausen eifert sie den "Hyänen" nach – so nennt Ben die allzeit kichernden Mädchen, die obendrein ganz schön arrogant sind.


Als Gäste im Hotel hat sich für die erste Ferienwoche ein Häkelklub angemeldet. Und so sehen die Gäste auch aus: Alte schrullige Damen und Herren. Aber dann stellt sich heraus, dass der Häkelklub nur Tarnung für den Hexenzirkel Nord ist. Und bald schon verbringen Lea und Ben auch ihre gesamte Freizeit mit den Gästen!


Als es wieder ruhig wird im Hotel, stellen Ben und Lea fest, dass eine Tasche mit Zaubertränken zurückgelassen wurde. Um die Besitzerin zu finden, machen sich die beiden auf den Weg. Und es wird ein langer Weg, denn die Tasche hat zwar ihren eigenen Kopf, aber offensichtlich kein klares Ziel.


Judith Mohr lässt uns die beiden begleiten. Natürlich ahnen wir Lesenden, dass die Tasche ihre Besitzerin längst gewechselt hat – und dass es also gar nicht so sehr darum geht, sie wieder zurückzugeben, als  vielmehr darum, mit ihrem Inhalt vertraut zu werden. So probieren die beiden nicht nur sämtliche Zaubertränke aus (und stellen fest, dass man sich keinesfalls – wie Bens Schwester – damit schminken sollte!), sondern begegnen auch gierigen Zauberern in blauen Anzügen und unheimlichen weißen Katzen. Sogar einen Instant-Dog hält die Geschichte bereit!


Aber mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. 


Nur so viel: Das Buch eignet sich vor allem für jüngere Leser*innen (ca. 8-10). Es wird nämlich nicht allzu gruselig, sodass Eltern keine Angst haben müssen, dass nach dem Lesen schlecht geträumt wird.


Die schrulligen alten Damen und Herren, die so gern Kekse und Kuchen essen, machen die Geschichte  richtig heimelig, und der zum Leben erweckte Berner Sennhund ist so richtig zum Verlieben . Ob aus ihm am Ende wieder  Pulver wird? Das bleibt bis zum Schluss ganz schön spannend.

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