Franziska Wilhelm

 4.2 Sterne bei 18 Bewertungen

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Die schönsten Abgründe des Alltags

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Erschienen am 01.09.2018
Die Fischschwester

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Erschienen am 01.10.2012

Neue Rezensionen zu Franziska Wilhelm

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Rezension zu "Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen" von Franziska Wilhelm

leicht schräges Buch
Gruenentevor 5 Jahren

Milla betreibt mit ihrer Mutter, der Großmutter und ihrem drei  Jahre älterem Onkel  Janos die Sportplatzkneipe in Strottenheim. Der Fußballverein verliert immer und auch viele Kunden gehören eher auf die Verliererseite des Lebens. Auch die Kneipe hält die Familie gerade mal so am Leben.

Die Mutter ist ätherisch schön und schwebt durchs Leben. Die „Großmutter Lucia war so fest im Boden verankert, dass sich ihre Füße beim Gehen nur wenige Millimeter von Der Erde lösten.“ Ihre Fußabdrücke glichen deshalb Furchen. Soweit zum Buchtitel.

Das besondere an der Kneipe ist die Nähe zur Bahnstrecke und zu einem Punkt, an dem sich Menschen gerne vor den Zug warfen. Die Familie setzt viel Ehrgeiz in die Rettung der Lebensmüden die vor dem Zug, mit dem sie ihr Leben beenden wollen, gerne noch ein Bier in der nahen Kneipe trinken.

Soweit zu den skurilen Lebensumständen von Milla. Einer jungen Erwachsenen, die viel träumt, aber sich auch nicht zu einer Veränderung entschließen kann.

Bis zu dem Tag, an dem sich Kalle nicht vor den Zug warf. Das ist auch der Tag, an dem Janos ohne Abschied nach Bratislava aufbricht. Ihrer Hauptbezugsperson beraubt, fährt sie mit Kalle und dessen schrottreifen Bulli hinterher.

Zum Teil lustig, sarkastisch, traurig, froh, dramatisch und spannend. Ein Buch über viele ziellose Menschen, die sich treiben lassen um vielleicht mal per Zufall den eigenen Weg zu finden.

Mit offenem Ende, das eine Fortsetzung möglich macht. Leicht schräges Buch, dass zum herausgebenden Verlag passt.

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Rezension zu "Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen" von Franziska Wilhelm

Die Protagonistin fährt weg und nimmt einen lebensmüden Typen mit
KerstinnIvor 5 Jahren

"Hier oben", sagte er und blickte Richtung Ufer, "Hier oben erkenne ich nichts mehr. Kein Baum, kein Hügel steht mehr dort, wo er früher war. Doch seltsamerweise habe ich bis heute das Gefühl, dass da unten am Grund des Sees noch ein bisschen Beesdorf übriggelblieben ist". Er lächelte Schief.

Ich fuhr mit der Hand über seine Schulter, nur ganz langsam und vorsichtig, damit ich nicht wieder abtrieb.

"Und hast du schon mal nachgeschaut, am Grund des Sees?" fragte ich und spürte, wie sich unsere Beine in ihren Schwimmbewegungen berührten. "Ziemlich oft" flüsterte Kalle, griff meine Hand und zog mich wieder unter Wasser.  (S. 73)

 

Millas Leben findet in einer Sportplatzkneipe statt, in der sich Selbstmörder ihr letztes Bier genehmigen. Ihre Mutter versucht diese Männer zu retten. Ihre Oma führt Diszipliniert aber Still diese Kneipe. Milla ist dazwischen. Sie hat ein inniges Verhältnis zu ihrem Onkel Jano. Als er abhaut möchte sie ihn wiederfinden und verfolgt ihn mit dem lebensmüden Kalle und seinem Bulli. Dabei stellt Milla fest, dass nicht nur Jano einen Grund hat, zu verschwinden.

Dieses Buch ist auf interessante Weise sehr tiefgründig, amüsant und traurig. Der Schreibstil ist einfach und direkt, die Protagonisten zu gleichen Teilen oberflächlich und tiefsinnig. Ich habe kein Bild vor Augen, wie Milla aussieht, aber ein Gefühl dafür bekommen, wie es ihr geht. Ich sehe zwei Menschen in einem Bulli auf der Suche nach sich selbst, aber sie haben kein Gesicht...

Ich bin daher sehr hin und her gerissen, wie ich dieses Buch finde. Was mich dazu verleitet, "nur" drei Sterne zu geben ist das Ende. Das hat mir leider nicht gefallen. Ich kann nicht mal genau sagen, was ich mir da gewünscht hätte, insbesondere, ohne zu viel zu verraten. Ich empfehle dieses Buch, weil ich gern wissen möchte, wie andere darüber denken. :-)

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Rezension zu "Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen" von Franziska Wilhelm

Anfangs heiter, verdichten sich nach und nach die Wolken
Bagirabaluvor 5 Jahren

Milla betreibt zusammen mit ihrer Mutter sowie ihrer Großmutter das "Cafe Enders", die im Ort die einzige Sportplatzkneipe ist. Da die Kneipe nahe an den örtlichen Gleisen ist, kommt es immer wieder zu unerwartetem Besuch von Menschen, die sich hier offensichtlich das Leben nehmen wollen. Für Milla ist jeder Tag der gleiche. In ihrer Freizeit umgibt sie sich gern mit ihrem Onkel Jano, mit dem es zu Intimitäten kommt. Von einem Tag auf den anderen ist Jano dann verschwunden und Milla versteht die Welt nicht mehr. So macht sie sich mit Kalle auf die Suche nach ihrem Onkel, der in Bratislava weilen soll....

 

Mein Fazit:

 

Ich hatte unter Geschichten in der Sportplatzkneipe etwas komplett anderes erwartet. Die Geschichte nimmt eine ernste Seite an, als Milla Kalle kennen lernt. Ich erwartete Geschichten aus dem Kneipenleben wie die, die wir bei der Bewerbung geschrieben haben.

 

Trotz allem lies sich das Buch gut lesen, es war nur nicht ganz so mein Fall!

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Gespräche aus der Community

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Hallo zusammen,

gerade ist mein erster Roman "Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen" bei Klett-Cotta erschienen. Er ist Roadmovie, Familiengeschichte und Sportplatzkneipenstory in einem. Erzählt wird er aus der Sicht der 23-jährigen Milla Enders, die mit ihrer Familie eben jene Sportplatzkneipe betreibt, in die sich einsame Lederjackenträger, bockwurstmampfende Vereinssportler, dick geschminkte Alt-Herren-Spieler-Frauen oder auch mal ein Paketfahrer in der Lebenskrise verirren.

Hier auf LovelyBooks könnt ihr vom 06. bis zum 16. März 2014 eins von insgesamt zehn Büchern gewinnen. Dafür müsst ihr mir nur eure seltsamste, schrägste, schönste oder lustigste Kneipenbegegnung kurz schildern.

Ich bin gespannt, was ihr so erlebt habt.

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