Franziska van Almsick

 4 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Aufgetaucht, Paul Planschnase lernt schwimmen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Franziska van Almsick

Paul Planschnase lernt schwimmen

Paul Planschnase lernt schwimmen

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Erschienen am 20.02.2017
Paul Plantschnase am Meer

Paul Plantschnase am Meer

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Erschienen am 05.03.2009
Paul Plantschnase im Schwimmkurs

Paul Plantschnase im Schwimmkurs

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Erschienen am 04.03.2010
Paul Planschnase lernt schwimmen

Paul Planschnase lernt schwimmen

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Erschienen am 15.07.2017

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Rezension zu "Paul Planschnase lernt schwimmen" von Franziska van Almsick

Eine wunderbare fantasievolle Geschichte die auf das Schwimmenlernen vorbereitet
Kinderbuchkistevor 2 Jahren

In den Medien wird von Zeit zu Zeit, immer mal wieder darüber berichtet, dass immer weniger Kinder schwimmen können.
Jedes Mal erschrecke ich über diese Nachrichten, denn die meisten Kinder sind fasziniert vom Element Wasser und planschen, vor allem im Sommer, gern darin. Um so wichtiger ist es Aufklärungsarbeit über die Gefahren und die Wichtigkeit vom Schwimmen lernen zu leisten.
Bilderbücher zu diesem Thema gibt es wenig. Umso erfreuter bin ich über das vorliegende Buch "Paul Planschnase im schwimmen"
Franziska van Almsik, vielen noch als Leistungsschwimmerin bekannt, hat diese Geschichte sehr bewusst erarbeitet.
So schreibt sie auf der Buchrückseite /Waschzettel über ihre Motivation folgendes:
"Dieses Buch ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Ertrinken gehört bei Kindern nach wie vor zu den häufigsten Unfallursachen. Nur wer frühzeitig Kinder dazu anhält, schwimmen zu lernen, kann ihnen einen Schutz anbieten. Die Geschichte von Paul Planschnase soll Kindern die Angst vor dem Wasser nehmen und gleichzeitig Ansporn geben, richtig schwimmen zu lernen."
Franziska van Almsick (Herder/Kerle Verlag)


Betina Gotzen-Beek  hat dieses Buch illustriert.
Sie hat  bereits unzählige Bilderbücher gestaltet. In ihrer eigenen Art schafft sie es immer wieder die Geschichte mit ihren Bildern erst so richtig lebendig werden zu lassen.
Grade bei dieser Thematik ist es sehr wichtig, dass die Kinder konkrete Bilder vor sich sehen um die Wichtigkeit auch optisch zu realisieren. Was nützt es wenn der Verstand begreift aber man es sich so richtig nicht vorstellen kann.
Ein herausnehmbares Poster zeigt zum Ende noch einmal die wichtigsten Regeln in Bildern auf.

Die Geschichte ist in zwei Kapitel aufgeteilt.
Es beginnt mit
Paul Planschnase am Meer

Es beginnt mit
Paul Planschnase am Meer

Gemeinsam mit seinen Eltern fährt Paul ans Meer.
Am liebsten würde er sofort ins Wasser gehen. Da er noch nicht schwimmen kann muss er zunächst einmal seine Schwimmflügel anziehen.
Als er dann endlich am Wasser steht hat er doch etwas Angst. Viele Kinder planschen schon im Wasser, spielen mit einem Ball oder im Sand. Zu gern würde Paul auch mitspielen doch er traut sich einfach nicht. Als er den anderen Kindern erzählt, dass er noch nicht schwimmen kann wird er von denen ausgelacht.
Traurig steht  er mit den Beinen im Wasser als plötzlich etwas an seinem Bein ziept.
Es ist Anton, der Seestern der sich Paul annimmt und sich bereit erklärt ihm das Schwimmen beizubringen. Doch bevor es mit den eigentlichen Übungen losgehen kann muss Paul einige wichtige Regeln lernen.

Dann beginnt die Übungsstunde.
Paul lernt richtig zu atmen,
die Nase zu zuhalten ,
Luft anzuhalten,
Wasser in den Mund zu saugen und auszupusten.
Er traut sich sogar das Gesicht ins Wasser zu tauchen.
Das kennt Paul schon aus der Badewanne und macht ihm richtig Spaß.
Jetzt sind Beinübungen und andere Schwimmübungen angesagt. Seestern Anton organisiert sogar noch einen Freund, an dem sich Paul festhalten kann.
Paul wird immer sicherer und gewinnt nach und nach mehr Vertrauen in die neue Situation.
Als sie eine Pause machen kommt ein kleines Mädchen auf Paul zu, die ihm ihre Schwimmbrille anbietet, damit er Unterwasser etwas sehen kann.
Paul lernt, dass schwimmen Spaß und übermütig macht, deshalb ist es wichtig einen Schwimmkurs zu besuchen. Erst wenn man schwimmen kann wie ein Frosch, braucht man keine Schwimmflügel mehr.
Gemeinsam mit seinen neuen Freunden  dem Seestern Anton, dem Treibholz Karl, der Krabbe Frida und Anne, dem Mädchen erlebt Paul noch so einiges  schönes im Wasser, doch  auch der schönste Tag endet irgendwann  und dann ist es Zeit nach Hause zu fahren.

Es folgt:
Paul Planschnase im Schwimmbad
Die Eltern haben Paul zum Schwimmkurs im Schwimmbad angemeldet.
Dort lernt er seinen Schwimmtrainer Franz kennen. Ein großer, freundlicher Mann den Paul gleich sympathisch findet.

Franz erklärt ihm ganz genau was er zum Schwimmkurs alles mitbringen soll und Paul erzählt von seinem Abenteuer am Meer mit seinen neuen Freunden.
Paul darf sogar ein Spieltier mitbringen.
Am nächsten Tag beginnt er Kurs.
Als er im Schwimmbad seine Tasche auspackt staunt er nicht schlecht, da klettern doch Anton und Karl heraus, die ihrem Freund beim Schwimmenlernen unterstützen möchten.
Doch bevor man ins Wasser gehen kann muss man sich abduschen und noch so allerlei wichtige Dinge beachten, die Franz den Kindern erst einmal erklärt bevor er endlich mit ihnen ins Wasser geht.
Die Geschichte über mehrere Übungsstunden erzählt genau von den Übungen und Schwimmersuchen bis hin zu dem großen Tag, an dem Paul das Schwimmabzeichen machen darf. Etwas mulmig ist ihm schon, denn  er möchte seine Freunde, die ihm so sehr geholfen haben ja nicht enttäuschen. Doch die Eltern machen ihm Mut.
Klar, dass bei soviel Unterstützung auch das gelingt.
Paul bekommt das Schwimmabzeichen und muss nun immer weiter üben um richtig sicher zu werden und vielleicht noch ein weiteres Abzeichen zu machen.

Eine wunderbare Geschichte, sehr fantasievoll und gleichzeitig realistisch, die Kindern Mut macht und erklärt wie wichtig es ist schwimmen zu können.
Die wichtigsten Regeln und worauf  man achten muss heben sich optisch aus dem Text heraus.
In anderer Schrifttype, fett gedruckt und  leichter Bogenform, ähnlich einer Welle sind diese deutlich zu erkennen.
Auch wenn das Buch nur die,  fast üblichen, 32 Seiten umfasst vermittelt es unglaublich viel Geschichte, ähnlich eines Vorlesebuches.
Man sollte die Kinder nicht mit zu viel an Geschichte überfordern. Daher ist es ratsam das Vorlesen der zwei Kapitel auch auf zwei Vorleseeinheiten zu unterteilen.
Bim Vorlesen der einzelnen Geschichten bieten sich immer wieder Gelegenheiten, mit den kindern die Illustrationen näher zu betrachten und über die jeweilige Situation zu sprechen. Die Bilder liefern zahlreiche zusätzlich Informationen über das Geschehen.
Auf Grund der Thematik ist es ein Buch, das wunderbar als Vorbereitung genutzt werden kann, um so den Kindern ein Bild zu vermitteln, wie in etwa was auf sie zu kommen wird.
Es ist kein Buch, dass man einfach vorliest und dann in die Ecke legt sondern Anlass für weiterführende intensive Gespräche über all das, was einem Kind nach dem Vorlesen an Fragen einfällt,

Ein wunderbares Buch, dass ich jedem nur empfehlen kann. Ich persönlich kenne kein besseres, denn es vermittelt nicht nur Wissen sondern auch eine liebenswerte Geschichte drum rum!!


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Arbutuss avatar

Rezension zu "Aufgetaucht" von Franziska van Almsick

Franzi - ein offenes Buch
Arbutusvor 3 Jahren

Warum schreibt eine junge Sportlerin ihre eigene Biographie? Franziska von Almsick beginnt bei ihrer Leidenschaft für Bücher und das Schreiben, möchte aber auch zur Korrektur eines verzerrten Medienbildes ihrer Person beitragen. Dabei vermeidet sie klug jeden Anflug von Verbitterung. Das ist erfreulich. Man darf gespannt sein, was diese Frau schriftstellerisch auf dem Kasten hat. Im ersten Kapitel, überschrieben "Wer bin ich?", schreibt sie: "es ist wirklich nicht einfach, herauszufinden, wer man ist, wenn man ständig in Zeitungen liest, wie man scheinbar ist."

Ihre Analyse ihrer familiären Beziehungen ist offen und ehrlich und doch immer behutsam und liebevoll. Von der Mutter lernte Franzi das taff-sein, beim Vater fand sie Geborgenheit, und mit dem Bruder trainierte sie das Problemlösen. Hin und wieder fehlt der sprachliche Feinschliff, obwohl Die Autorin es durchaus versteht, zu schreiben. Mit einer gelungenen Mischung aus Offenheit und Diskretion findet sie genau die richtigen Worte zu den Stasi-Vorwürfen, mit denen sich ihre Mutter nach der Wende konfrontiert sah. Herrlich ist Franzis Schilderung, wie sie als Achtjährige, ohne es zu wissen, über die Schulhofmauer hinweg mit einem Grenzsoldaten Fußball spielte.

Nur vereinzelt wirkt der schlichte Erzählstil schonmal etwas holprig, andererseits verleiht er dem Buch viel Authentizität und Direktheit und wirkt sympathisch. Auf jeden Fall ist es kein Lamentierbuch, und das ist sehr angenehm. Ein Kapitel ist dem Element Wasser gewidmet, und man begreift, dass es für die Schwimmerin ein Gefährte ist, dessen Sprache sie verstehen kann. Man erfährt viel über den Umgang mit dem eigenen Körper, über Tattoos, über Schönheitsideale und Vorurteile... Und hinten im Buch gibt es auch etwas zu sehen, Franzi und ihr schöner tätowierter Freund mit viel Haut und Sex-Appeal. Für meinen Geschmack ein bisschen viel, aber gut, wenn eine Tätowierung eine Geschichte erzählt, muss man sie natürlich auch angucken können.

In knappen, kurzen Sätzen analysiert sie stets genau ihre Gefühlslage zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer frühen Wettkampfkarriere. Sie berichtet von der jugendlichen Unbekümmertheit, die sich irgendwann nach den ersten großen Erfolgen verflüchtigt hat. Das ist mir wieder sehr nah, denn als Pianistin habe ich ganz Ähnliches erlebt. Lange genussvolle Beschreibungen ihrer frühen Erfolgswettkämpfe sucht man vergebens. Kurz und knapp wird vom Medaillensegen berichtet, und Punkt. Genauso unbekümmert, wie sie in ihre Goldrennen hineinstolperte, schildert sie sie auch. Mehr Raum nehmen die Misserfolge ein, weil sie viel intensiver erlebt wurden.

Und dann gab es da dieses Interview kurz vor den Europameisterschaften in Wien, siebzehn war Franzi inzwischen und sagte unbefangen, dass sie sich gerne mit Geschichte beschäftige, der Zweite Weltkrieg interessiere sie, die Person Adolph Hitler - und über Nacht wurde sie von der Boulevardpresse zur Nazibraut erklärt. Ihre differenzierte Sichtweise interessierte dabei keinen. Das junge Mädchen ist diesem Psychoterror nicht gewachsen und versagt im darauffolgenden Wettschwimmen. Ein Jahr später holt sie in Atlanta die Silbermedaille. "Die Freude währte nicht lange, dann begriff ich, dass ich in den Augen der Öffentlichkeit nicht Silber gewonnen, sondern Gold verloren hatte. Man war enttäuscht von mir, und dieses altbekannte Gefühl, versagt zu haben, kam wieder in mir hoch. Glück und Enttäuschung wechselten sich nun laufend ab, sie schienen miteinander zu ringen, und mein Kopf drohte davon zu platzen. Beide Empfindungen waren so flüchtig, dass ich sie nicht greifen konnte. Bald wusste ich nicht mehr, was eigentlich noch zu mir gehörte." Sie sammelt verschiedene Goldmedaillen, die sie meint, nicht verdient zu haben. Erst viel später wird sie lernen, sich von dem ständigen schlechten Gewissen zu verabschieden.

Ein Kapitel ist der Abrechnung mit gewissen Journalisten gewidmet. Ich galube, es ist befreiend, sich so etwas von der Seele zu schreiben. Und absolut legitim, weil es die Dinge etwas ins Normale zurechtrückt. Zurecht fragt die Sportlerin: "...ist eine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen ein Zeichen von Erfolglosigkeit? Meine Mam fragte damals einen Journalisten, der mit ihr über meinen mangelnden Erfolg sprechen wollte, wieviele Pulitzer-Preise er bereits sein eigen nennen würde." Ich muss gestehen, dass mir dieses Kapitel Spaß macht, denn Franzi kontert geistreich und mit feiner Ironie.

Es folgt ein kluges Kapitel über den Umgang mit Geld, über das schlechte Gewissen, Geld zu besitzen, und die Fähigkeit, sich selbst schätzen zu lernen. Im Kapitel "Prominenz" zählt sie die Licht- und Schattenseiten des Berühmtseins auf. In kurzen, knappen Sätzen erklärt sie, warum sie sich in der Öffentlichkeit mal so und mal so verhält, was sie an der Prominenz freut, was sie nervt, aber alles in einem angenehm unaufgeregten Stil.

Dass das Buch über weite Strecken eher thematisch als chronologisch vorgeht, macht Sinn. Punkt für Punkt stellt Franziska von Almsick die einzelnen Facetten ihres Werdegangs nebeneinander. Allerdings gibt es so hin und wieder Wiederholungen bestimmter Ereignisse, ganz so, wie wenn man einen Fortsetzungsroman liest und am Anfang nochmal alle Charaktere vorgestellt bekommt.

Kurz und knapp und doch treffend auf den Punkt gebracht, wie es ihre Art ist, ist wiederum Franzis Analyse ihrer zeitweiligen Essstörungen. Ein wichtiges Kapitel. Die Sportlerin gibt hier einen tiefen und klaren Einblick in ihre Psyche.

Am Ende des Buches stehen drei Kapitel über ihr sagenhaftes Comeback bei der Europameisterschaft 2002 und über die hart erkämpfte zweifache Staffelbronze bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Sehr spannend zu lesen. Noch im selben Jahr veröffentlicht Franziska von Almsick ihr Buch. Das Ende ist abgerundet, mir gefällt das schöne Schlussstatement. Es markiert einen Neuanfang nach der Aufarbeitung, dem Ins-Reine-kommen mit sich selbst: "Ich bin jetzt aufgetaucht, die Zeit ist gekommen, um an Land weiterzuleben."

Kommentare: 5
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Georgs avatar

Rezension zu "Aufgetaucht" von Franziska van Almsick

Rezension zu "Aufgetaucht" von Franziska van Almsick
Georgvor 11 Jahren

Das Buch habe ich ziemlich schnell ausgelesen. Es war nicht wirklich interessant. Neuigkeiten hat man auch nicht erfahren. Es war eine Aneinanderreihung von sportlichen Ereignissen. Es zeigt sich mal wieder , dass der Zeitpunkt für die eigene Lebensgeschichte nicht zu früh gewählt werden darf. Es ist nicht weiter zu empfehlen.

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