Franzobel , Rolf-Dieter Heuer LHC

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Inhaltsangabe zu „LHC“ von Franzobel

LHC - Large Hadron Collider heißt jene Maschine, die der Wissenschaft den Blick auf den Beginn unseres Universums ermöglichen wird. Einer der besten Fotografen der Welt, Peter Ginter, und der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller Franzobel setzen sich gemeinsam mit Rolf-Dieter Heuer, dem Generaldirektor des CERN, mit der größten und komplexesten Maschine auseinander, die Menschen je erdacht haben, der "Weltmaschine": ein riesiges, unterirdisches Experiment der Teilchenphysik, unvorstellbar präzise und gigantisch groß. Das aufregendste wissenschaftliche Abenteuer der Menschheit.

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  • Rezension zu "LHC" von Peter Ginter

    LHC
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    25. October 2011 um 15:05

    Bilderrausch der (technischen) Sinne Da ist dieses Bild, relativ weit zu Anfang dieses voluminösen, schon in der äußeren Form ganz anders daherkommenden Buches. Der Mönch, der inmitten kühlen Metalls meditativ sitzt. Nur eine dieser atemberaubenden Bildkompositionen des Buches. Hier die am weitest fortgeschrittene Technik des Menschen, der „Large Hadron Collider“ des CERN, dort der Mensch an sich, versunken in der innern Suche nach Transzendenz. Beide verbunden in eben dieser Transzendenz. Wesenselement des Menschen, „über sich hinaus“ zu gehen, geistig wie technisch. „Was wissen wir von der Wirklichkeit“? Was verbirgt sich hinter den Kulissen des Anscheins? Das ist die Grundfrage allen künstlerischen Handelns, aller Spiritualität und aller intensiver technischer Forschung, die der Erkenntnis dienen will. Elemente, die in diesem Bildband in besonderer Form auf allen Ebenen zusammenfließen. Peter Ginter hat das LHC begleitet, 15 Jahre lang und exklusiv seine Fotografien für diesen Band freigegeben. Bilder von Technik, von Bauten, von elementaren Einzelteilen der Technik (und damit Hinweise auf das Bestehen von allem aus Einzelteilen), Bilder, die immer eine große Aussagekraft auch im Hintergrund in sich tragen. Wie jenes der Kabelverlegung, bei der im Untergrund fast die hellen Lichter aus einem Bugauge den Arbeiter in Licht tauchen. Symbol des Zwecks der gesamten Anlage, „Licht ins Dunkel“ noch bruchstückhaften Wissens zu leiten. Künstliche Bilder als Kunst ebenso, die grafisch aufzeichnen, was im LHC vor sich gehen soll. Realbilder auch dazu, die fast verfremdet im Buch daherkommen. Wie Schemen beugen sich Wissenschaftler und Techniker über einen transparenten Tisch mit Schaltkreisen, von unten, durch den Tisch hindurch fotografiert. Die erläuternden Texte der Mitauoren bieten ebenso die (gewollte) Verflechtung von Kunst und Information. Beileibe keine rein technisch formulierten, trockenen Texte finden sich im Buch, sondern fast poetisch wenden sich die Autoren der Textbeiträge der Verbindung von Mensch und Technik, Natur und Atom, Individuum und Universum zu. Ein Erlebnis, das man übrigens nicht nur im Buch erfassen kann. Ein Teil des Buches zum Ende beschäftigt sich auch mit „dem Besuch“, zeigt das Öffentlichkeitszentrum des CERN auf, fasziniert auch hier durch Farbgebung und dem fotografischen Spiel mit dem Licht. LHC ist ein intensives Erlebnis, weniger ein „Bildband“ oder „Lesebuch“. Wie das CERN selbst trägt auch dieses epische „Bildwerk“ vor allem das Ziel in sich, „Inspiration“ zu sein. Inspiration für den Geist der Wissenschaft, die Neugierde, für Fähigkeit und Wissen. Dass der Mensch eben nicht ein „von allem getrenntes“ Wesen ist, sondern ein „Teil des Ganzen“ (Einstein). Dies zu vermitteln ist der Versuch Peter Ginters und der Autoren des Buches mit dieser Collage aus eindrucksvollen Bildern, Entstehungsgeschichte, Erläuterungen und visuellen Eindrücken der Arbeit. Ein höchst erfolgreicher Versuch mit einem herausragenden, in dieser Form wohl bis dato einmaligem „Bucherlebnis“.

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