Wie bewertet man ein Buch, an dem man selbst mitgeschrieben hat? Mmh, schwierig! Letztendlich steht hier jede Geschichte in ihrer (sehr variablen!) "Qualität" und "Schreibstil" für sich. Manche Texte enttäuschen, andere überraschen. Eine bunte Mischung eben, die in der Gesamtbilanz die Lektüre nicht bereuen lässt.
Frauke Burkhardt
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Frauke Burkhardt
Jung, verliebt, im Rampenlicht
Der ganz normale Wahnsinn!
Pink Christmas 14
Pink Christmas 15
Rauschmord
Neue Rezensionen zu Frauke Burkhardt
Wie auch in den letzten Jahren, ist der Genuss von Pink Christmas auch in diesem durchaus wechselhafter Natur. Neben meiner eigenen Geschichte, die ich natürlich liebe:-) und die mit "Vally - Twenty Shades of Pink" zu einem richtigen Roman geworden ist, gefielen mir die Storys von Frauke Burkhardt und (wie schon im letzten Jahr) von Marc. M. Muelle richtig gut, auch wenn letztere etwas länglich geraten ist. Dass ich mit Manuel Sandrino und Marc Förster nichts anfangen kann, wusste ich schon vorher und habe ihre Beiträge deshalb geskippt. Während Matt Greys Geschichte wie stets vor allem Fans seiner "American Boy und sein Prinz"-Bücher Spaß machen mag, gibt Christian Kurz´ Story zu denken, ebenso wie Marc de Masis, der mich in der Hauptsache sprachlich überzeugt hat. Maike Johnke hingegen konnte mich nicht so recht abholen...
Fazit: vermutlich ist für jeden etwas dabei!
Die beiden Hundetrainerinnen Perdita Lübbe-Scheuermann und Frauke Burkhardt haben das Buch "Der ganz normale Wahnsinn!: Von Hunden und ihren Menschen" geschrieben.
Ich möchte ich etwas vorweg erklären.
Beide Hundetrainerinnen kenne ich persönlich. Das ist auf der einen Seite gut, da ich weiß wie sie "ticken" und arbeiten, auf der anderen Seite schlecht, da ich noch genauer hinschaue.
Ich nehme mir auch die Freiheit an manchen Stellen persönliche Erfahrungen einfliessen zu lassen.
Das Thema des Buches " Der ganz normale Wahnsinn!Von Hunden und ihren Menschen " ist keine leichte, seichte Kost.
Das würde aber auch nicht zu den Autorinnen passen.
Charakterisiert wird es ganz gut durch einen Satz von Dorit Feddersen-Petersen in deren Vorwort "Kurzweilige Lektüre mit massivem Hang zur Wahrheit."
Damit trifft sie den Nagel auf den Kopf.
Es steht ganz viel, auch unbequeme, Wahrheit im Buch.
Es gibt viele Gründe einen Hund zu halten.Ein zunehmendes "Problem" ist, dass Gebrauchshunde modern und chic sind.
Wie der Begriff aber sagt, ist es ein Gebrauchshund und kein Schoßhund.
Und das bedeutet ganz viel Arbeit, um dem Hund gerecht zu werden und ihn zu führen.
Ich weiß wovon ich spreche, wir haben den 2.Golden Retriever und es kostet Kraft und Zeit ihn zu erziehen und ihm als Jagdhund auch gerecht zu werden.
Mir gefällt sehr gut ein Statement der Autorinnen dazu im Buch "Trainer sind nicht dazu da, den Hund passend zu machen, sondern dem Menschen die Besonderheiten seines Hundes als Chance oder auch als Geschenk aufzuzeigen."
Im Buch geht es nicht darum was mit dem Hundebesitzer ist, im Gegenteil, der muss damit rechnen, dass er im Buch auch mit harten Tatsachen konfrontiert wird, die ihm möglicherweise nicht passen, nein es geht um den Hund und was unser - des Menschen - Zutun mit ihm macht.
Früher hatte man einen Hund, weil man ihn für den Job brauchte, zur Jagd, um Haus und Hof zu bewachen, als Herdenschutzhund... Kurzum der Hund hatte eine Aufgabe, einen Job.
Heute ist der Hund oft Sozialpartner, wird vermenschlicht, ist Accessoire, wenn ich an die armen Tea-Cup-Hunde denke.
Die Autorinnen geben auch im Buch Denkanstösse, z.B. ob es ein eigener Hund sein muss, ob nicht auch als Gassigeher im Tierheim helfen kann, wenn es nur um die eigene Bewegung geht, etc.
Ein grosses Thema ist Bindung und Beziehung. Der Hund mein Freund, ob das funtioniert? Ich bin Chef sonst klappt es nicht, das kann ich bei unserem Hund nur bestätigen.
Die Führungsrolle muss der Mensch übernehmen, im Buch wird beschrieben was Führung bedeutet.
Mir gefallen Sätze wie "Die Hunde sollen bitte nicht vor uns Menschen rumstehen, rumsitzen oder rumhampeln." und dazu die Frage, die man stellen muss "Wo denkt der Hund hin?".
Das Buch ist in einer deutlichen Sprache geschrieben, man wird aufgerüttelt und aufmerksam gemacht auf Fehler, die sich unbewusst einschleifen.
Oft kann man nur sagen oh ja, muss ich (mal wieder) dran denken oder man sieht den Nachbarshund vor sich, wenn es um den Bällchen-Junkie geht.
Ja wir als Halter sollen "das Klassenbuch und somit auch den Stundenplan unserer Hunde fest in der Hand halten.."
Mir gefällt die deutliche Sprache, die die beiden Damen sprechen sehr gut. Ich mag das, aber Achtung das Buch ist nichts für Leser,
die gleich beleidigt sind, wenn sie sich ertappt fühlen. und auch nicht für ganz empfindliche Menschen geeignet, die jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Es kommen auch Themen zur Sprache wie Hundeausstellungen zu denen man die Gedanken der Autorinnen findet, z.B. was sie davon halten, wenn der Hund den ganzen Tag im Kennel am Stand sein muss unter nicht hundegerechten Bedingungen, auch wird das Thema Tierheim und Pflegestellen kritisch beleuchtet, ebenso Züchter und der Umgang mancher Halter mit dem Hund, ich sage nur "Manny Schlauchschneider".
Und in mir kamen viele Erinnerungen hoch. Erinnerungen an deutliche Worte zur Züchterin unseres jetzigen Hundes beim Welpentest.
Unser Anjo war nicht für uns vorgesehen, Perdita hat aber erkannt welcher Chararkter in dem Mini steckte und hat deutlich darauf bestanden,
dass er nicht zu Anfängern darf sondern ihn für uns ausgesucht, da sie uns bereits vom ersten Hund kannte.
Ich war damals auch erst traurig hatten wir uns doch unseren Favoriten schon ausgesucht.
Bis heute bin ich sehr froh und dankbar, dass es so kam. Perdita hatte die sensible Seite und den Dickkopf von Anjo erkannt.
Er ist ein Traumhund aber er versucht auch heute mit seinen 8 Jahren seinen Kopf durchzusetzen, wenn man mal nicht konzentriert ist,
und doch ist er immer zur Stelle, wenn es einem von und mal nicht gut geht und muntert gleich auf einfach durch seine Art mal flott zu Kuscheln, etc.
Und noch eine Erinnerung kam hoch, das Wort, dass Hunde "Menschenbenutzer" sind. Das ist bei uns ein gefügeltes Wort geworden, denn das sind sie wirklich, wenn man sie lässt.
So genug geschrieben über den geschriebenen Inhalt.
Erwähnen möchte ich auch die wundervollen und stets passenden Zeichnungen (Karikaturen) von Fred Fuchs, die das Gesagte lebendig werden lassen und das Kopfkino anschalten.
Mein Fazit: Ich kann das Buch allen Hundebesitzern und auch denen, die planen einen Hund anzuschaffen, Hundeliebhabern .. empfehlen, die auch klare Worte nicht übelnehmen.
Diese werden vom Buch profitieren. Es hilft beim Reflektieren des eigenen Tuns.
Jemand, der sehr empfindlich ist, sich schnell angegriffen fühlt, die Mimosen, werden nicht glücklich mit dem Buch. Sie würden sich angefriffen fühlen.
Sorry, aber diesen rate ich von diesem Buch ab.
Gespräche aus der Community
Ticos Traum ist in Erfüllung gegangen, er ist ein angesagter Popstar und der Schwarm der Teenies, insbesondere der weiblichen. Entsprechend wird er vermarket, obwohl er schwul ist, worüber Tico Stillschweigen bewahrt. Die perfekte Inszenierung gerät ins Wanken, als Tico erfährt, dass er HIV-positiv ist, sich in den Krankenpfleger Tom verliebt und sich outen will. Sein Manager rät ihm ab, vertröstet ihn auf das Tourende. Tico, der sich darauf verlässt, vertraut sich der jungen Reporterin Sarah an, mit der er sich anfreundet. Er erzählt ihr seine Geschichte und von einer geplanten Aidskampagne, bittet sie um Unterstützung. Da sie zusagt und es bis Tourende nicht mehr lange dauert, will Tico sein Schweigen wahren.
Doch es kommt zu einer dramatischen Wendung. Ein Hotelangestellter beobachtet Tico beim Sex mit seinem Freund. Da Geldscheine auf dem Nachttisch liegen, unterstellt er Tico, es handele sich um käufliche Liebe. Tico ist geschockt, spricht mit seinem Manager, will sich auf der Stelle outen. Doch statt dem erwartenden Verständnis, rät der ihm wieder ganz ab, sagt, er solle sich nur auf die Tournee konzentrieren. Doch Tico hört nicht auf ihn, geht über soziale Netzwerke an die Öffentlichkeit. Die Reaktionen sind nicht alle positiv. Tico erlebt Anfeindungen und Ausgrenzung, ja sogar Abscheu. Es kommt noch dicker, er wird erpresst.
Der Hotelangestellte hat den Sex gefilmt, droht das zweideutige Video zu veröffentlichen. Tico fürchtet um die Kampagne und seinen Ruf, bezahlt den Erpresser, spricht mit niemandem darüber, konzentriert sich auf seine Tournee. Auch dort bleibt seine Offenheit über seine Homosexualität und seine Erkrankung nicht ohne Folgen, Russland will ihm die Einreise verweigern. Schließlich bekommt er sie doch bewilligt, landet aber nach einer kritischen Bemerkung im dortigen Gefängnis. Fatal, da er seine lebensnotwendigen Medikamente nicht nehmen kann. Zwar wird er nicht lange festgehalten, aber für seine Gesundheit hat das schwerwiegende Folgen. Damit nicht genug. Das Sexvideo taucht im Internet auf. Tico wird als Lügner an den Pranger gestellt und auch die Kampagne wird zur Farce. Der Sänger ist verzweifelt, sein Manager und sein Label distanzieren sich von ihm, seine Songs werden nicht mehr gespielt. Ticos Karriere scheint am Ende. Zudem bekommt er den Hass auf Schwule hautnah zu spüren, wird vor einem Klub durch die Gegend gehetzt, rennt in seiner Panik in ein fahrendes Auto und erleidet schwere Verletzungen. Während er um sein Überleben kämpft, tritt eine überraschende Wende ein.
10 Ebooks als Rezensionsexemplare
Der Himmelstürmer Verlag stellt drei Wochen vor dem offiziellen Erscheinungstermin des Prints 10 Ebooks für eine Leserunde zur Verfügung.
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