Henry Smart. Im Auftrag des Götterchefs

von Frauke Scheunemann und John Kelly
4,8 Sterne bei24 Bewertungen
Henry Smart. Im Auftrag des Götterchefs
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S

Ein witziges Abenteuer, mal mit den germanischen Göttern. Tolles Kinderbuch

Melli910s avatar

Spannend, smart, unterhaltsam

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Inhaltsangabe zu "Henry Smart. Im Auftrag des Götterchefs"

Die Götter müssen verrückt geworden sein! Henry steht vor den langweiligsten Sommerferien seines Lebens: Er muss mit seinem Vater nach Bayreuth. Schlimmer geht es echt nicht. Doch dann ändert eine Pizzabestellung alles. Statt der Pizza steht nämlich ein schlecht gelaunter Riese vor der Tür. Kurz darauf liegt Henry auch schon vor Wotans Füßen, ja, dem Götterchef höchstpersönlich. Der hat noch ein Hühnchen mit seinem alten Zwergenfeind Alberich zu rupfen und kann Henry dafür ganz gut gebrauchen. Und ehe er sich‘s versieht, jagt er mit Wotans Tochter Hilda durch die Weltgeschichte. Erster Band einer neuen Reihe, mit viel viel Humor und einem cleveren Helden.
Rasant, actionreich und ein Riesenspaß: Erfolgsautorin Frauke Scheunemann gibt dem klassischen Thema einen völlig neuen Dreh!
www.henrysmart.de

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783789104237
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Oetinger
Erscheinungsdatum:25.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Tanzmauss avatar
    Tanzmausvor 7 Monaten
    Einmal Agent - immer Agent

    Als Henry mit seinem Vater seine Sommerferien in Bayreuth verbringen muss, ist er alles andere als begeistert. Von San Francisco in die Pampa? Und das nur, weil sein Vater dort einen Auftrag als Maskenbildner hat?

    Henry kann die drohende Langeweile regelrecht greifen. Doch als er dann bei einer Pizzabestellung durch die Mangel gedreht wird, hat er zunächst noch die Hoffnung, dass seine Ferien doch ein klein wenig spannender werden könnten als gedacht. Wie spannend allerdings, das hätte auch er nicht zu träumen gewagt. Oder wer kann schon behaupten, dass er bei einer waschechten Walküre wohnt und plötzlich für den göttlichen Wotan arbeitet?

     

    Frauke Scheunemann hat mit Henry Smart einen ganz besonderen Helden geschaffen. Ein Junge, der nichtsahnend mit der gesamten Götterschar konfrontiert wird und dann auch noch helfen muss, die Welt zu retten. Viel zu viel für einen kleinen Jungen mag man meinen. Doch Henry ist glücklicherweise nicht alleine. Ihm zur Seite stehen die Norne Urs, die leicht zickige Walküre (Brun-) Hilda und der selbstverliebte Held Siegfried.

    Gemeinsam erleben sie ein Abenteuer, das sich gewaschen hat. Mit viel Witz, schlagfertigen Dialogen und absurden Situationen wird der Leser, ob groß ob klein, regelrecht in das Geschehen hineingezogen. Mit einem farbenprächtigen Kopfkino macht man sich zusammen mit Henry auf den Weg in die Vergangenheit und trifft dabei Leute, von denen man irgendwann bestimmt schon mal gehört hat.

    Skurrile, aber sehr plastische Charaktere, Mystik, Spannung, Wortwitz und eine Menge Situationskomik ließen mich kaum das Buch aus der Hand legen. Schnell war das Abenteuer beendet und das offene Ende verlangte nach einer Fortsetzung, die hoffentlich bald schon erscheinen wird.

    Fazit:

    Auch wenn das Buch eher für Kinder oder junge Leser gedacht ist, hat es mich wunderbar unterhalten. Die Sprache ist für Kinder angepasst, aber auch als Erwachsener sehr gut lesbar und spannend. Ich freue mich schon auf Henrys nächsten Einsatz im Auftrag des Götterchefs, denn eines ist klar: Einmal Agent – Immer Agent!

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    _Vanessa_s avatar
    _Vanessa_vor 7 Monaten
    Gelungener Auftakt

    Henrys Vater hat einen Job in Deutschland angenommen und so kommt es, dass der 12-jährige seine Sommerferien in Bayreuth verbringen muss - nicht gerade das, was Henry sich für seine Ferien vorgestellt hat. Langweiliger geht es kaum!
    Ein Anruf bei "Papas Pizza" ändert dies allerdings schlagartig. Mit seiner Bestellung - Pizza Salami mit Champignons, extra dünn und ohne Rand - löst er Alarmstufe rot aus und kurz darauf hängt er kopfüber in den Pranken eines übel gelaunten Riesen. Dieser lässt ihn erst wieder los als Hilda, das gleichaltrige Mädchen, dessen Tanten die Pension leiten, dazu kommt. Sie gibt vor, nichts über den Schlägertrupp zu wissen, doch Henry ahnt, dass da etwas faul sein muss. Bei seinen Nachforschungen fliegt er auf, landet in der Zentrale des Götterchefs Wotan, die sich hinter "Papas Pizza" verbirgt, und findet sich in einem riesigen göttlichen Abenteuer wieder.


    Meine Meinung:
    "Henry Smart: Im Auftrag des Götterchefs" schien wie für mich gemacht. Ich liebe Bücher in denen Mythologie und Götter, egal welcher Herkunft, eine große Rolle spielen und so sprach mich der Auftakt dieser Kinderbuchreihe gleich sehr an. Henrys langweiliger Deutschlandurlaub, der sich durch eine Pizzabestellung schlagartig in ein riesiges Abenteuer verwandelt, klang sehr spannend und humorvoll.

    Als mich dann vor Kurzem kein Buch so wirklich packen konnte, habe ich spontan zu diesem hier gegriffen, welches in meiner Planung eigentlich erst viel später dran gekommen wäre.

    Frauke Scheunemanns Schreibstil las sich wunderbar angenehm, sehr flüssig und flott, sodass ich das Buch schon nach kurzer Zeit beendet hatte. Sie erzählt die Geschichte im Ich-Erzähler aus der Sicht von Protagonist Henry, was mir sehr gefiel.

    Henry ist eine sympathische Hauptfigur, in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Er ist glaubwürdig und gut dargestellt, ebenso die vielen anderen Figuren, auf die ich jetzt nicht genauer eingehen möchte.
    Gemeinsam mit seinem Vater lebt Henry in San Francisco, seine Mutter kommt ursprünglich aus Deutschland und gemeinsam wollten die drei irgendwann in ihre Heimat reisen, doch leider lebt sie nicht mehr. Sein Vater hat sich nun für den Sommer einen Job in Deutschland besorgt und so muss der 12-jährige seine Ferien in Bayreuth verbringen. Öde!

    Doch das ändert sich schlagartig, als er sich nach seiner Pizzabestellung in den Pranken eines Riesen wiederfindet und genau an dieser Stelle beginnt das Buch. Schnell konnte ich in die Geschichte eintauchen und wollte, so wie Henry auch, unbedingt wissen, was es damit auf sich hat, warum plötzlich ein Schlägertrupp bei der Pension vorbeikam und was das Ganze mit seiner Pizza zu tun hat. Es dauert nicht lange, bis Henry vor den Füßen des Götterchefs Wotan landet, der ihn prompt als Agent auf die Suche nach dem Nibelungengold schickt. Frauke Scheunemann erzählt Henrys Abenteuer voller Humor und Spannung und es gab nicht einen Moment, an dem die Geschichte langweilig war. Es ist durchweg interessant, der Verlauf der Handlung konnte mich überzeugen und war die meiste Zeit über unvorhersehbar, nur an wenigen Stellen konnte ich mir denken, was als Nächstes passiert.
    Das Ende schließt die Geschichte dieses Bandes gut ab, macht aber trotzdem neugierig darauf, wie es im zweiten Band, "Henry Smart: Götteragent im Einsatz", der im März 2018 erscheinen soll, weitergeht.

    Fazit:
    "Henry Smart: Im Auftrag des Götterchefs" ist ein gelungener Auftakt für diese Kinderbuchreihe (empfohlen ab 10 Jahren), in dem sich alles rund um das Nibelungengold, Götter und Mythologie dreht. Voll Spannung und Humor erzählt Frauke Scheunemann Henrys Abenteuer und konnte mich von Anfang bis Ende damit überzeugen. Ich kann das Buch nur empfehlen und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.


    Die Rezension ist zuerst auf meinem Blog "Vanessas Bücherecke" erschienen.

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    Lesemamas avatar
    Lesemamavor 9 Monaten
    Henry und die Götter

    Bewertet mit 5 Sternen

    Zum Buch:
    Henry wollte nur eine Pizza bestellen. Er konnte ja nicht ahnen, dass Pizza Salami, extradünn und ohne Rand ein Codewort ist und die Götter auf den Plan ruft. So macht der völlig normale Henry Bekanntschaft mit Wotan, Wotans Tochter Brunhild, Siegfried und noch einigen anderen Göttern.
    Zusammen sollen sie die Welt vor dem Zwergenkönig Alberich retten

    Meine Meinung:
    Eine wundervolle, abenteuerliche Geschichte. Frauke Scheunemann war mir jetzt eher von ihren Dackelbüchern ein Begriff, aber sie kann definitiv auch Kinderbücher schreiben.
    Die Story ist sowohl lehrreich, denn man erfährt doch einiges über die Götter und Könige und andere Adlige aus der Vergangenheit, wie auch witzig und kurzweilig.
    Henry und Hilda (Brunhilde) sind vom Alter her passend für die Zielgruppe, so dass es Jungs und Mädchen anspricht.

    Mir gefiel das Geschichtliche gepaart mit einigen lustigen Abenteuern, die Spannung und der Aha-Effekt sehr gut. Eine großartige Reihe scheint hier ihren Anfang zu nehmen. Ich freue mich schon auf Nachschub und kann dieses tolle Buch nur empfehlen.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 10 Monaten
    Henry Smart. Im Auftrag des Götterchefs

    Henrys Sommerferien klingen alles andere als spannend. Er muss mit seinen Vater nach Bayreuth, soll dort die Heimat seiner verstorbenen Mutter kennenlernen, während der Vater als Maskenbilder bei den Bayreuther Festspielen tätig sein wird. Er langweilt sich zu Tode in der Pension der drei alten Damen und deren uncoole Nichte. Als er sich eine Pizza bestellt, nimmt das Blatt allerdings eine Wende, denn Götterchef Wotan steht vor seiner Tür und nimmt ihn in Beschlag, und so reist er durch die Zeit von einer zur nächsten wichtigen Person verschiedener Sagen.
    „Im Auftrag des Götterchefs“ ist der Beginn einer Serie um Henry Smart und die Götter und Sagen. Mit der Nibelungensaga beginnt alles, und die magischen Gestalten werden recht spitz und witzig dargestellt. So kann man sich köstlich amüsieren. Henry ist clever und sehr sympathisch, und seine aufregende Geschichte wird spannend erzählt. Der Sprachstil ist dem Alter entsprechend und gut verständlich. Es liest sich flott und gelernt wird aus der Geschichte auch etwas.

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    Shadowboys avatar
    Shadowboyvor 10 Monaten
    Henry Smart. Im Auftrag des Götterchefs

    Inhalt:

    Die Götter müssen verrückt geworden sein! Henry steht vor den langweiligsten Sommerferien seines Lebens: Er muss mit seinem Vater nach Bayreuth. Schlimmer geht es echt nicht. Doch dann ändert eine Pizzabestellung alles. Statt der Pizza steht nämlich ein schlecht gelaunter Riese vor der Tür. Kurz darauf liegt Henry auch schon vor Wotans Füßen, ja, dem Götterchef höchstpersönlich. Der hat noch ein Hühnchen mit seinem alten Zwergenfeind Alberich zu rupfen und kann Henry dafür ganz gut gebrauchen. Und ehe er sich‘s versieht, jagt er mit Wotans Tochter Hilda durch die Weltgeschichte. 


    Unsere Meinung:

    Da ich erst 11 Jahre alt bin, hilft mir meine Mama ein bisschen beim Schreiben der Rezi. Wir haben das Buch auch zusammen gelesen.

    Der Schreibstil ist altersgerecht, leicht verständlich und sehr gut zu lesen. Ich hatte keine Verständnisprobleme und wollte das Buch gar nicht mehr weglegen. Ich konnte mir alles gut vorstellen und hatte viel Spaß beim Lesen.

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie war spannend und auch sehr witzig, ab und zu etwas chaotisch und hat mich einfach total gefesselt. Vor allem die Gespräche waren oft lustig und ich musste immer wieder lachen.

    Die Götter und Sagengestalten waren einfach klasse, schräg und witzig. Henry mochte ich sofort, ein toller Junge, der spannende Abenteuer in seinen Ferien erlebt. Ich fand es toll, dass so viele bekannte Figuren eine Rolle gespielt haben.


    Mit Hilda, Siegfried und Urd sucht Henry das Nibelungengold um die Welt zu retten. Die Zeitreise fand ich toll, vor allem, da wir Robin Hood und King John besucht haben. 


    Wir freuenuns schon auf den nächsten Teil!

    Fazit:


    Eine spannende und witzige Göttergeschichte. Absolute Leseempfehlung!

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    nickypaulas avatar
    nickypaulavor einem Jahr
    Kurzmeinung: gut konzipiert und interessant zusammengestellt, sodass bestimmt jeder schnell einen Charakter findet, den er besonders gern mag
    gut konzipiert und interessant zusammengestellt, sodass bestimmt jeder schnell einen Charakter finde

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

    „Henry Smart – Im Auftrag des Götterchefs“ ist der Auftakt zu einer Fantasy-Abenteuerreihe von SPIEGEL-Bestsellerautorin Frauke Scheunemann und erschien am 25. September beim Oetinger Verlag. Das Buch verbindet die Sagenwelt der nordischen Götter mit Agentenfeeling und einer Brise Humor, und richtet sich an Leser ab 10 Jahren.

     

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

    Sommerferien können so schön sein – wenn man sie nicht gerade in einer kleinen Pension im deutschen „Kaff“ Bayreuth verbringen muss. Dorthin hat es den 12-Jährigen Amerikaner Henry Smart verschlagen, da sein Vater einen Job bei den Wagner-Festspielen angenommen hat.

    Als sich Henry jedoch eine Pizza bestellt, löst er damit nichtsahnend eine Kette von Ereignissen aus, die ihn direkt vor das richtende Auge des Gottes Wotan bringt. Und ehe sich Henry versieht, ist er im Auftrag des Götterchefs unterwegs, um einen machtgierigen Zwerg daran zu hindern, die Weltherrschaft an sich zu reißen.

    In Begleitung von Walküre Hilda und dem strahlenden Helden Siegfried rutscht Henry von einem Abenteuer ins nächste und bekommt dabei mehr Geschichtsunterricht als ihm lieb ist.

     

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

    Das Cover des ersten Bandes der „Henry Smart“-Reihe ziert ein von oben, in einen Kreis aus drei etwas düster wirkenden Gestalten, herabfallender Junge und symbolisiert damit sehr gut den „Sturz“ des Helden ins ungewollte Abenteuer. Die untere Hälfte wird von einem Mann hünenhafter Statur vereinnahmt, der einen etwas skeptischen Blick auf den Herabfallenden wirft. Sowohl in Farbgebung, als auch Haltung, stellt er seine Dominanz zur Schau, sodass recht schnell klar ist, wer hier der „Chef“ ist.

    Das Cover spiegelt damit den Buchinhalt gut wieder und gibt auch durch einen leicht comichaften Touch, Hinweise auf den witzigen Grundtenor der Geschichte.

    Durch die herausstehende Prägung des Buchtitels und einiger Bildabschnitte ist das Cover hier nicht etwas fürs Auge, sondern auch für die Hände.   

    Auch wenn der Zeichenstil nicht unbedingt meinen Geschmack trifft, ist es auf jeden Fall ein echter Blickfang und wird bei der Zielgruppe mit Sicherheit gut ankommen.

     

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

     

    Schreibstil:

    Die Geschichte ist im Präsens geschrieben und wird vom Protagonisten aus der Ich-Perspektive erzählt.

    Obwohl beides in Kombination nicht gerade meine Lieblingsperspektive ist, war der Schreibstil angenehm und flüssig. Die 280 Seiten ließen sich recht schnell lesen und es dürfte auch jüngeren Lesern nicht schwer fallen, der Geschichte zu folgen. Durch humorvolle Szenen und Kommentare wurde versucht, der Story noch mehr Dynamik zu verleihen. Während die anvisierte Altersgruppe sicher ihre Freude an den kleinen Wortduellen der Charaktere haben wird, trafen diese leider nur sehr selten meinen Humor. Ich konnte zwar durchaus ab und an schmunzeln, fand aber viele auf witzig getrimmte Dialoge zu übertrieben oder einfach an die falsche Stelle gesetzt, sodass sie die Handlung eher in die Länge zogen, als sie in der Dynamik zu unterstützen.

    Obwohl der Schreibstil im Allgemeinen gut zur Sicht eines 12-Jährigen passte und man als Leser damit schnell Bezug zum Protagonisten Henry bekam, waren für mich manche Beschreibungsparts nicht ganz stimmig, da öfters Begriffe benutzt wurden, die garantiert nicht zum Wortschatz eines Jungen dieses Alters gehören, auch wenn Henry ein cleveres Bürschchen ist.

    Ich bin der Autorin allerdings sehr dankbar, dass sie trotz der jungen Zielgruppe und eines locker-witzigen Stils, nicht zu sehr in die heute vorherrschende Jungendsprache verfallen ist und damit ein gutes Sprachvorbild gibt.  

    Story:

    Witzige Geschichten rund um die verschiedenen Götterwelten gibt es zur Zeit einige. Frauke Scheunemann hat versucht mit ihrer Geschichte um Henry Smart der germanischen Mythologie und ihrer Sagenwelt neues Leben einzuhauchen. Dies ist zum Teil auch gut gelungen, denn die Autorin verpasst dem bisher weniger relevanten Themenkomplex der Nibelungensaga ein neues Gewand und bindet dabei auch gleich andere Mythen und deren Gestalten in einer Neuinterpretation ein. Das Grundkonzept birgt also jede Menge Potenzial für eine längerfristig interessante und abwechslungsreiche Geschichte.

    Leider war die Mischung aus Göttergeschichten und Agentendasein nicht ganz mein Geschmack. Auch wenn die Probleme eines solchen Abenteuers gut bedacht und mit verschiedenen Gimmicks gelöst wurden, war es mir an mancher Stelle fast schon ein wenig zu viel Technik, auf dass ich mich fragte, warum es überhaupt die Verknüpfung mit der Götterwelt sein musste. Es ist durchaus eine interessante Kombination, nur traf es nicht ganz meinen Nerv und ich hätte mir an manchen Stellen noch ein wenig mehr Kreativität gewünscht.

    Außerdem blieben an manchen Stellen einige Logikfragen für mich offen, die doch das Lesevergnügen etwas beeinträchtigten. Das jüngere Publikum wird davon vielleicht nicht so viel mitbekommen, sodass dieser Punkt nicht weiter ins Gewicht fallen soll.

    Ein wenig hadere ich auch mit dem Spannungsbogen, denn für mich nahm es doch erst im hinteren Drittel richtig Fahrt auf.

    Lobenswert ist allerdings die Einbindung vieler geschichtlicher Ereignisse, die im neuen Licht präsentiert werden und neben der beiläufigen Vermittlung von Fakten, vielleicht auch weiterführendes Interesse bei den Lesern wecken können.     

     

    Charaktere:

    Im Großen und Ganzen ist Frauke Scheunemanns Heldentruppe gut konzipiert und interessant zusammengestellt, sodass bestimmt jeder schnell einen Charakter findet, den er besonders gern mag.

    Die Konstellation des cleveren Menschenjungens Henry, der taffen Hilda und des viel zu sehr von sich überzeugten Heldens Siegfried, verspricht auch jede Menge Spannung auf zwischenmenschlicher Ebene. Die witzigen Plänkeleien frischen die Handlung auf, für meinen Geschmack kamen sie aber öfter an der falschen Stelle und trugen dazu bei, dass sich in meinen Augen nicht immer ein klares und stimmiges Charakterbild ergab.   

    Oft hatte ich deshalb das Gefühl, dass die Protagonisten mit ihren Charaktereigenschaften nicht die Initiatoren des Handlungsverlaufes waren, sondern sich in ihren Reaktionen dem geplanten Geschehen beugen mussten.

    Gerade bei Henry fiel es mir zunehmend schwerer ihn einzuschätzen, da sein Verhalten in manchen Situationen in meinen Augen absolut unpassend war. Obwohl er am Anfang durch seine nette Art und lockere Haltung ein sehr angenehmer Held zu werden schien, kam er mir gegen Ende viel, viel zickiger vor, als die als Zicke verschriene Hilda. Leider konnte ich mit Henry bis zum Schluss nicht wirklich warm werden, was ein wenig das Lesevergnügen minderte.

    Ich denke trotzdem, dass die angestrebte Zielgruppe einen guten Bezug zu Henry finden und ihn gern durch sein Abenteuer begleiten wird.      

     

    Fazit:

    Obwohl ich auch im Bereich der Jugendbücher sehr gerne diejenigen mit Götter/Sagenthematik lese, vor allem wenn sie mit Humor gewürzt sind, konnte mich der erste Band der „Henry Smart“-Reihe nicht vollends überzeugen, was zum einen am Protagonisten selber und zum anderen daran lag, dass mich Schreibstil und Handlungsverlauf nicht so sehr fesseln konnten, dass ich nicht begonnen hätte, Dinge zu hinterfragen, auf die es dann nicht immer eine ganz schlüssige Antwort gab.

    Es gibt trotzdem sehr viele gute Aspekte im Buch und für Kinder ist es sicher ein unterhaltsames Abenteuer. Mich als erwachsenen Leser konnte es, vor allem im Vergleich zu anderen Werken dieser Thematik, leider weniger abholen. Daher kann ich nur 3,5 von 5 Sternen vergeben.

    Zum Weiterlesen würde mich allein die Neugier auf die Umsetzung weiterer Sagen bewegen.

     

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

    Für junge Leser ab 10 (vielleicht sogar schon etwas eher), die gerne in humorvolle und actionreiche Geschichten mit mythologischem Hintergrund eintauchen, ist „Henry Smart“ durchaus empfehlenswert. Ob es einer älteren Leserschaft ab 16 Jahren genauso Freude bereitet, wage ich allerdings nicht zu verallgemeinern.   

     

    Taja

    von den Librellis (ehemals Nickypaulas Bücherwelt)

     

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Göttlich! Herrlich schräge Mischung aus Humor, Sagen des Altertums und Agentenaction. Bitte mehr davon!
    Einfach göttlich

    Der deutschstämmige 12 jährige Amerikaner Henry Smart hat Schulferien und bekommt von seinem verwitweten Vater eröffnet, daß sie die Sommerferien in Bayreuth verbringen, weil er während dort ein Engagement als Maskebildner bei den Wagner Festspielen hat. Henry ist völlig entgeistert und erwartet die langweiligsten Ferien seines Lebens. Die 3 alten Damen, die ihre Pension in Bayreuth betreiben, sind etwas merkwürdig aber nett, anders als deren Nichte Hilda, die in Henrys Alter ist. Die findet er eigentlich ziemlich zickig. Als Henry abends alleine eine Pizza bestellen will, ändert sich sein Leben schlagartig. Er löst den geheimen Notfall-Code des Götterchefs Wotan aus, dessen Sondereinsatzkommando stürmt die Pension, und Hilda, die eigentlich Wotans Tochter ist, muß die Wogen irgendwie glätten, ohne das Henry zu Schaden kommt. Der ist völlig verblüfft und zweifelt an seinem Verstand. Als er Nachforschungen anstellt, fliegt er natürlich auf und wird von Wotan als Agent gegen den bösen Zwergenkönig Alberich verpflichtet. Dieser versucht das Nibelungengold zu vereinigen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Um das zu verhindern reisen Henry, Hilda, Siegfried (ja, DER Siegfried mit dem Drachen) und Tante Urd mit einigen Gadgets des genialsten Erfinders der Götterwelt nach London, um dort aus dem Tower das in den Kronjuwelen versteckte Nibelungengold zu sichern.
    Meine 10 Jährige Tochter brummelte erst mal, als sie sah, daß das Buch frei von Illustrationen und sogar Vignetten ist. Das arme Kind bekam daher zwangsvorgelesen, aber schon nach 3 Kapiteln las sie freiwillig selbst mit und wollte unbedingt mehr! Denn die Geschichte ist herrlich schräg! Das Tempo so rasant, das man nicht mehr aufhören kann. Ich war sehr froh, daß die Kapitel so kurz sind, sonst hätte ich mir wohl die Zunge franselig lesen müssen. Die Kürze der Kapitel ist super, so werden auch Kinder die noch nicht so gut lesen können, von diesem doch schon recht dickem Buch, nicht so schnell entmutigt. Ein weiteres Plus ist: es gibt mehr Kapitel mit witzigen Untertiteln, auf die wir uns immer gefreut haben. Da wir in unmittelbarer Nähe zu Siegfrieds Drachenhöhle gewohnt haben, war für uns Siegfried als Held mit Hybris und wenig Hirn besonders witzig, wobei ich seinen verbalen Schlagabtausch mit Hilda auch immer urkomisch fand. Hilda (= Brunhild) ist nämlich ganz schön modern und lässt sich von den göttlichen Helden um sich herum kein X für ein U vormachen und gibt mächtig contra. Eine prima Identitätsfigur für Mädchen, wenn auch bisweilen etwas zickig, aber sind wir das nicht bisweilen alle mal?
    Richtig klasse war auch die Erklärung der Zusammenhänge der verschiedenen Götterwelten, denn die Nibelungen bleiben nicht unter sich, bzw. alleine mit dem fiesen Alberich auf weiter Flur. Nein, nach und nach tauchen immer mehr Sagengestalten aus verschiedenen Kulturkreisen und Epochen auf. In einem Fall dachten wir uns: „Moment, die ist garantiert kein normaler Mensch, die muß auch einer Sage entsprungen sein!“ Tatsächlich, dem war auch so, aber alles Rätseln hat uns nicht weitergebracht (nein, es war nicht die Loreley!), obwohl die Anzeichen im Nachhinein schon recht deutlich waren (hüstel, schäm). Es ist einfach richtig witzig, wie die traditionellen Geschichten einmal durcheinander gewirbelt und auf den Kopf gestellt werden, nachdem zuvor die heute Kindern unbekannteren Geschichten gut zusammengefasst wurden. So entpuppt sich hier der böse Bruder des legendären Richard Löwenherz als gar nicht so grausam und der Rächer der Armen und Entrechteten als gar nicht so tugendhaft. Das Ganze ist dann noch eine actiongeladene Agentengeschichte, die so haarsträubend und schräg ist, daß man sie nur lieben kann! Am Ende wird dieses Abenteuer abgeschlossen und Henry kehrt wohl ohne weitere Komplikationen in die Staaten zurück, aber „einmal Agent, immer Agent!“, wird er schon bald für seinen zweiten Einsatz rekrutiert werden. Leider müssen wir uns bis zum zweiten Band noch etwas gedulden, denn es ist aktuell das neue Lieblingsbuch meiner Tochter Johanna (10 Jahre).
    Da kann ich nur einstimmig mit ihr 5 Sterne geben, denn wir fanden es beide super!

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    merle88s avatar
    merle88vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geniale Mischung aus James Bond und Percy Jackson
    Geniale Mischung aus James Bond und Percy Jackson

    Inhalt:
    Die Götter müssen verrückt geworden sein! Henry steht vor den langweiligsten Sommerferien seines Lebens: Er muss mit seinem Vater nach Bayreuth. Schlimmer geht es echt nicht. Doch dann ändert eine Pizzabestellung alles. Statt der Pizza steht nämlich ein schlecht gelaunter Riese vor der Tür. Kurz darauf liegt Henry auch schon vor Wotans Füßen, ja, dem Götterchef höchstpersönlich. Der hat noch ein Hühnchen mit seinem alten Zwergenfeind Alberich zu rupfen und kann Henry dafür ganz gut gebrauchen. Und ehe er sich‘s versieht, jagt er mit Wotans Tochter Hilda durch die Weltgeschichte.

    Meinung:
    Der junge Henry Smart verbringt zusammen mit seinem Vater die Sommerferien in Deutschland. Henry stellt sich auf furchtbar langweilige Ferien ein, da sein Vater beruflich in Bayreuth zu tun hat, während Henry seine Zeit gelangweilt in der Pension verbringt. Es ändert sich jedoch alles, als Henry eine ganz bestimmte Pizza bei einer Pizzeria in der Gegend bestellt. Denn statt einer Salami Pizza bekommt er einen äußerst schlecht gelaunten Riesen vor die Nase gesetzt. Schnell steckt Henry in einem turbulenten Abenteuer, denn der germanische Gott Wotan holt ihn in sein Agententeam. Höchste Priorität ist es, dass der Zwerg Alberich nicht an das überall auf der Welt verstreute Nibelungengold herankommt.

    Für dieses Buch war ich sofort Feuer und Flamme nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Ich liebe Göttergeschichten, auch wenn ich finde, dass sich die griechischen Götter mittlerweile schon ein wenig abgenutzt haben. Daher war ich ganz begeistert von der Idee, endlich einmal eine Geschichte über germanische Götter zu lesen. Neben verschiedenen Göttern lernt der Leser jedoch auch den ein oder anderen Helden kennen. Neben dem Helden Siegfried spielen auch Robin Hood und King John eine Rolle. Zudem reisen die Charaktere auch in der Zeit. All diese Komponenten haben dieses Buch zu etwas ganz Besonderem gemacht. Denn langweilig wird die Geschichte zu keiner Zeit. Immer passiert etwas. Auch auf kleinere Actionszenen dürfen sich die jungen Leser freuen. Ich finde jedoch, dass das Buch immer dem Alter entsprechend angepasst war, aber dennoch ohne Probleme auch von Erwachsenen gelesen werden kann.

    Besonders hervorheben möchte ich die teilweise sehr lustigen Dialoge. Stellenweise musste ich wirklich laut lachen. Ich fühlte mich immer sehr gut unterhalten. Dies liegt natürlich auch an den zauberhaften Charakteren.
    Allen voran der liebe Henry. Schnell findet er sich in der neuen Rolle zurecht. Er ist für sein Alter wirklich sehr mutig und tapfer. Zudem ist er nicht auf den Mund gefallen und geht einer Diskussion mit Wotans Tochter Hilda nicht aus dem Weg.
    Apropos Hilda, diese hat schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel und kann es oft nicht lassen, Henry dies spüren zu lassen. Henry bezeichnet Hilda oftmals als Zicke, allerdings nur in seinen Gedanken. Dennoch streiten die beiden sich oftmals auf sehr unterhaltsame Art und Weise.
    Auch der Held Siegfried spielt eine wichtige Rolle. Allerdings ist Siegfried sehr von sich eingenommen. Jeder der es wissen oder auch nicht wissen möchte, bekommt seine Heldengeschichten erzählt. Dabei ist er oftmals ein Klotz am Bein und sorgt oft für unnötige Unruhe. Außerdem ist Siegfried der Meinung ein absoluter Frauenschwarm zu sein.
    Auch die restlichen Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme und machen das Buch so unverwechselbar.

    Wie bereits oben erwähnt, hat es mir sehr gut gefallen, dass nicht nur in der Gegenwart durch die Gegend gereist wird, sondern unsere Helden auch in die Vergangenheit reisen. Dabei lernen wir wahnsinnig viele interessante Menschen kennen. Zudem erfährt der Leser nebenbei auch noch ein paar geschichtliche Hintergründe. Schon jetzt freue ich mich wahnsinnig auf den zweiten Band der Reihe. Ich hoffe, es wird noch so einige Abenteuer von Henry und seinen Freunden geben.

    Fazit:
    Schon nach den ersten Seiten war ich hin und weg von dieser Geschichte. Ich mochte das Setting, die Idee (endlich mal germanische Götter), die Charaktere, das Cover…einfach alles. Ihr merkt ich gerate jetzt ein wenig in den Schwärmmodus, aber bei dem Buch bleibt mir keine andere Wahl. Der bunte Mix zwischen den verschiedenen Welten und Charakteren hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die einzige Frage dich mich momentan brennend interessiert ist: Wo bleibt Band 2?
    5 von 5 Hörnchen

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    Siraelias avatar
    Siraeliavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer Plot, der einen in die verschiedensten Städte und Epochen entführt. Mit viel situativen Witz.
    Ein kurzweiliges Leseabenteuer inkl. Wissenstransfer

    „Henry Smart – Im Auftrag des Götterchefs“ von Frauke Scheunemann entführt uns mal nicht zu den griechischen bzw. römischen Göttern, sondern in nördlichere Gefilde, zu Wotan persönlich.

     

    Henry Smart verbringt seine Ferien in Bayreuth, da sein Vater bei den Bayreuther Festspielen über den Sommer einen Job als Maskenbilder angenommen hat. Wie langweilig und nervig denkt sich Henry. All seine Freunde aus San Francisco verbringen coole Ferien und er übernachtet in einer Pension, die von drei alten Frauen geführt wird und langweilt sich zu Tode. Als er Hunger bekommt bestellt er eine Pizza und damit geht das große Abenteuer los. Er wird Agent für Wotan, dem nordischen Gottvater und muss so einige Schwierigkeiten überwinden. Sei es innerhalb seines Teams (wer genau dabei ist, wird hier nicht verraten) oder im Kampf gegen die Bösen. Er reist durch die Zeit und trifft auf weitere Größen der unterschiedlichsten Sagen. Im ersten Band verschlägt es ihn nach England. Sowohl ein Besuch im Tower als auch in der Nähe des Sherwood Forest stehen an.

     

    Das Buch ist einfach genial zu lesen. Für die verschiedensten Altersstufen sind witzige Szenen, Wortspielereien und Situationskomik en Masse eingeflochten. Auch geschichtliches Wissen wird gut verpackt an den/die Leser/in gebracht. Und genau das macht den Charme dieses Buches aus. Dazu lernen wir die verschiedensten Helden kennen und erleben sie von ihrer menschlichen Seite. Ein Frauenheld, der sich mit seiner Tante streitet, die jünger rüber kommt als er selbst. Und mitten drin steckt Henry, der sich häufiger fragt, wie er da nur hineingeraten ist.


    Es wird definitiv eine Fortsetzung geben, auf die wir schon ganz gespannt sind. Wie viele Bände die Reihe insgesamt umfasst, ist hier allerdings nicht bekannt.

    Für dieses kurzweilige Leseabenteuer vergeben wir gerne 5 von 5 Sterne.

     

     

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    connychaoss avatar
    connychaosvor einem Jahr
    Einfach toll

    Henry erwartet die langweiligsten Sommerferien seines Lebens in Bayreuth. Sein Vater und er verbringen diese in einer kleinen Pension, die von drei alten und seltsamen Damen geführt wird. Deren Nichte, die zwar etwa im gleichen Alter wie Henry ist, benimmt sich auch zickig und unfreundlich. Eine Pizzabestellung beseitigt die Langeweile dann aber schlagartig. Henry lernt Götterchef Wotan und sein Gefolge kennen und muss für sie als Agent arbeiten. Meine Tochter (12) interessiert sich sehr für Götter und Mythologie. Vor allem griechische und römische Götter sagen ihr etwas. Die Germanen waren für sie noch Neuland. Die Geschichte liest sich sehr leicht und flüssig, die Handlung ist witzig, turbulent und spannend. In Rekordzeit hat meine Tochter das Buch ausgelesen und sich gleich Band 2 auf ihre Wunschliste gesetzt. Das sagt doch eigentlich schon alles! Henry war uns auf Anhieb sympathisch, ein normaler Junge mit guter Auffassungsgabe. Die Götter und mystischen Figuren wurden herrlich schräg und witzig dargestellt. Über Siegfried und die drei Wirtinnen haben wir uns sehr amüsieren können. Auch Robin Hood kommt in der Geschichte vor und wird einmal ganz anders dargestellt. Wir sind beim Lesen förmlich in Henrys rasantes Abenteuer eingetaucht und haben mitgefiebert, ob ihm seine Mission gelingen wird. Meine Tochter hat anfangs gehofft, dass die Story vielleicht mit Percy Jackson vergleichbar wäre. Ist sie auch irgendwie und irgendwie auch wieder nicht. Henry Smart muss auch nicht verglichen werden, Autorin Frauke Scheunemann hat mit ihm eine neue Buchreihe geschaffen, die mit viel Witz, Aktion und Skurrilität punktet. Sehr empfehlenswert für Jungen und Mädchen ab etwa 10 Jahren.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Die Götter müssen verrückt geworden sein!

    Herzlich willkommen zu einer neuen Kinderbuch-Leserunde.
    Lernt das neue Buch "Henry Smart - Im Auftrag des Götterchefs" von Frauke Scheunemann in einer gemeinsamen Leserunde kennen.

    Kinderbuch ab ca. 10 Jahren

    Die Götter müssen verrückt geworden sein! Henry steht vor den langweiligsten Sommerferien seines Lebens: Er muss mit seinem Vater nach Bayreuth. Schlimmer geht es echt nicht. Doch dann ändert eine Pizzabestellung alles. Statt der Pizza steht nämlich ein schlecht gelaunter Riese vor der Tür. Kurz darauf liegt Henry auch schon vor Wotans Füßen, ja, dem Götterchef höchstpersönlich. Der hat noch ein Hühnchen mit seinem alten Zwergenfeind Alberich zu rupfen und kann Henry dafür ganz gut gebrauchen. Und ehe er sich‘s versieht, jagt er mit Wotans Tochter Hilda durch die Weltgeschichte. Erster Band einer neuen Reihe, mit viel viel Humor und einem cleveren Helden.

    Leseprobe via Blick ins Buch

    Passend dazu: www.henrysmart.de

    Frauke Scheunemann, geboren 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie arbeitete als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin und schreibt zusammen mit ihrer Schwester Wiebke Lorenz unter dem Pseudonym »Anne Hertz« sehr erfolgreich Romane. 2010 erschien ihr erster Solo-Roman Dackelblick, der auf Anhieb zum Bestseller und zum Startschuss einer beliebten Romanreihe wurde. Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihren vier Kindern und dem kleinen Hund Elmo in Hamburg.

    Wir suchen 20 Leser, die bei spannenden Kinderbüchern nicht "Nein" sagen können und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten. 

    Bewerbungsaufgabe: Welchen Eindruck hast du von der Leseprobe?

    *** Wichtig ***

    Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplars ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches. 
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