Fred Pearce

 4,8 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Fallout, Die neuen Wilden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Fred Pearce

Fred Pearce, geboren 1951, ist der Umweltberater des »New Scientist« Magazins und schreibt u.a. für den »Guardian« und »Yale e360«. Er ist Autor von fünfzehn Büchern und hat für seine internationalen Reportagen zu Umwelt- und Entwicklungsfragen in den vergangenen dreißig Jahren zahlreiche Preise erhalten; 2001 wurde er zum britischen Umweltjournalisten des Jahres gekürt und 2011 von der Association of British Science Writers für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Fred Pearce lebt in London.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fred Pearce

Cover des Buches Fallout (ISBN: 9783956143595)

Fallout

 (2)
Erschienen am 11.02.2020
Cover des Buches Die neuen Wilden (ISBN: 9783865817686)

Die neuen Wilden

 (2)
Erschienen am 14.03.2016
Cover des Buches Land Grabbing (ISBN: 9783888977831)

Land Grabbing

 (2)
Erschienen am 05.09.2012
Cover des Buches Das Wetter von Morgen (ISBN: 9783888974908)

Das Wetter von Morgen

 (1)
Erschienen am 08.09.2007
Cover des Buches Die Erde früher und heute (ISBN: 9783771643492)

Die Erde früher und heute

 (1)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Wenn die Flüsse versiegen (ISBN: 9783888974717)

Wenn die Flüsse versiegen

 (0)
Erschienen am 08.03.2007
Cover des Buches Confessions of an Eco-Sinner (ISBN: 080708588X)

Confessions of an Eco-Sinner

 (1)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches The Coming Population Crash (ISBN: 9780807001226)

The Coming Population Crash

 (0)
Erschienen am 05.04.2011

Neue Rezensionen zu Fred Pearce

Cover des Buches Fallout (ISBN: 9783956143595)Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Fallout" von Fred Pearce

Atomenergie und die Folgen ...
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Für alle, die sich an "Fallout" nicht so recht herantrauen, weil sie einen ebenso trockenen wie lieblos aneinandergereihten Faktenberg erwarten, kann Entwarnung gegeben werden. Fred Pearce, Umweltberater des New Scientist-Magazins, bringt das Kunststück fertig, seinen durchaus sachlich orientierten Überblick zum Thema fast wie einen spannenden Roman aussehen zu lassen. Gleichwohl kann diese äußere Hülle keineswegs leicht verdauliche Inhalte versprechen.

Von den Atomunfällen in Tschernobyl oder Fukushima hat jeder schon einmal gehört. Was und wie genau es passierte dann schon eher weniger. Noch weniger oder gar nichts weiß man beispielsweise über den sibirischen Fluss Tetscha, und doch war er jahrelang "der am stärksten radioaktiv belastete Wasserlauf der Welt", verseucht durch radioaktive Abfälle aus der kerntechnischen Anlage Majak im heutigen Osjorsk. Erst 1976 kam heraus, dass sich dort bereits 1957 ein schwerer Unfall ereignete.

Oder wer kann sich noch oder überhaupt an das ehemalige Kernwaffentestgelände der Sowjetunion in Kasachstan "Semipalatinsk" erinnern, sowie amerikanische Pendants in New Mexico, Nevada oder verschiedenen Inseln des pazifischen Ozeans?

Fred Pearce erinnert auch an Kuriositäten wie der alljährlichen Wahl einer "Miss Atomic Bomb" in Las Vegas von 1952 bis 1957. Die Atomtests in Nevada waren eine Touristenattraktion. Wollte man Zimmer mit Blick zum Testgelände mieten, war ein Aufpreis zu entrichten! Und er reist weiter in der Zeit zurück, zu einem kurzen Besuch bei Marie Curie. Der Strahlung des von ihr entdeckten Metalls Radium schrieb man damals eine heilende Wirkung zu ...

Fallout leistet sich einen umfassenden Überblick über 70 Jahre Atomwirtschaft, wobei der Autor auch widersprüchlichen Aussagen Raum gibt. Fast befremdlich wirkt die Feststellung, moderne Kraftwerke für die zivile Nutzung seien "sicher - oder zumindest weit weniger gefährlich als häufig angenommen". Deshalb sieht er das sich abzeichnende Ende des Atomzeitalters weniger aus sicherheitstechnischen Bedenken notwendig, sondern als Resultat eines jahrzehntelangen Vertrauensverlustes durch katastrophale Fehl- und Desinformation bei durchweg durch menschliches Versagen entstandenen Unfällen.

Dem gegenüber stehen gewaltige Entsorgungsprobleme, die nicht nur immense Kosten verursachen, sondern auch und vor allem Zeit erfordern. In Fukushima werden die Aufräumarbeiten mindestens weitere 40 Jahre dauern, in Tschernobyl (und anderswo) werden es 100 Jahre sein. Dann wäre da das immer noch nicht gelöste Problem der Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen, allen voran die sichere Verwahrung von Plutonium, jenes Bombenmaterials, das (hoffentlich) nicht mehr gebraucht wird.

Eine Spitzenposition nimmt, man höre und staune, Großbritannien ein, dort oben im Norden, wo ein "nuklearer Alptraum" lagert. In Sellafield werden bis zur vollständigen Räumung des Geländes weitere 100 Jahre veranschlagt sowie 153 Milliarden Dollar Kosten. Doch wohin mit 240 strahlenverseuchten Gebäuden und vor allem wohin mit dem zitierten Plutonium?

Die weiteren Zahlenspiele und Hochrechnungen, welche die Atomindustrie zu Fall bringen werden, sind alles andere als beruhigend, ob man nun der Kernenergie grundsätzlich positiv gegenübersteht oder nicht. Information und lückenlose Aufklärung sind ein Weg. Die Übersicht dazu liefert Fred Pearce und belegt seine jahrelangen Recherchen mit einem knapp 40seitigen Glossar, Quellen- und Stichwortverzeichnis.

 

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Land Grabbing (ISBN: 9783888977831)Martina_Lesebergs avatar

Rezension zu "Land Grabbing" von Fred Pearce

Landraub ein weltweites Übel
Martina_Lesebergvor 3 Jahren

Der Autor Fred Pearce ist ein britischer Journalist, der sich seit vielen Jahren mit Problemen der Umweltzerstörung beschäftigt. In diesem Buch beschreibt er das aktuellen Phämomen Landraub. Er beschreibt anschaulich Fälle auf der ganzen Welt. Er erklärt die Motive, die Unternehmen oder Staaten dazu veranlassen in anderen Ländern großen Landbesitz unter ihre Kontrolle zu bringen und er beschreibt die Wrikungen, die solches Vorgehen auf die betroffene Landbevölkerung und die Umwelt hat.
Der Autor lässt den Leser an seine Recherchereisen teilhaben und schildert seine Erfahrungen mit Landbesitzern und Bauern. Wobei es ihm nicht immer gelingt die manchmal recht verworrenen Besitzverhältnisse dem Leser verständlich zu machen. Was aber der Grundaussage nicht schadet. Besonders beeindruckend sind die Vielzahl verschiedener Organisationen, die laut Autor an Landgrabbing beteiligt sind. Wobei ich nicht sicher bin ob man Organisationen wie den WWF tatsächlich des Langrabbings beschuldigen kann.
Der Autor ist einer der wenigen, die sich mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen, dass jeden Verbraucher betrifft und über das jeder Verbraucher Bescheid wissen sollte. Schon aus diesem Grund ist das Buch absolut lesenswert.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks