Fred Sellin

 4.1 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Notaufnahme, Ich brech' die Herzen . . . und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Fred Sellin

Fred Sellin arbeitete als Reporter bei verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen. Heute lebt er als Journalist und Buchautor in Hamburg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fred Sellin

Cover des Buches Notaufnahme (ISBN:9783442155415)

Notaufnahme

 (15)
Erschienen am 16.01.2009
Cover des Buches Wenn der Vater mit dem Sohn (ISBN:9783492258500)

Wenn der Vater mit dem Sohn

 (3)
Erschienen am 11.03.2010
Cover des Buches Notaufnahme: Alltag zwischen Leben und Tod (ISBN:B004OL29AK)

Notaufnahme: Alltag zwischen Leben und Tod

 (2)
Erschienen am 11.03.2009
Cover des Buches Riss (ISBN:9783426277683)

Riss

 (1)
Erschienen am 03.09.2018

Neue Rezensionen zu Fred Sellin

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Rezension zu "Riss" von Fred Sellin

Über die DDR, den Sport und was das mit einem Menschen machte …
SagMalvor 5 Monaten

Christian Schenks Leben grenzt an eine schwindelerregende Achterbahnfahrt – mit vielen himmelhochjauchzenden Höhen, aber genauso vielen nach unten rasenden, schmerzvollen Tiefen. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR, kam Schenk mit elf Jahren durch den Vater zur Leichtathletik, kämpfte sich hier bis zur Weltspitze hoch und krönte seinen eingeschlagenen Weg schließlich 1988 in Seoul mit dem Olympiasieg im Zehnkampf. Dreißig Jahre später ist vom einstigen Triumph jedoch nicht mehr viel übriggeblieben. Die heutige Realität stattdessen: Dopingbeichte und die Diagnose bipolare Störung sowie mehrere Klinikaufenthalte, als Folge der psychischen Erkrankung. 

Mit Unterstützung des freien Autors Fred Sellin hat der heute 54-Jährige sein bewegtes Leben nun niedergeschrieben. Herausgekommen ist dabei ein wahnsinnig berührendes, mutiges Buch, das tiefe Einblicke in die Biografie des Menschen und Sportlers Christian Schenk gewährt, das schonungslos offen und ehrlich mit der eigenen Geschichte umgeht und nichts beschönigt – weder damals noch heute.

Einsichten in ein turbulentes Leben
In „Riss – Mein Leben zwischen Hymne und Hölle“ taucht Schenk noch mal in sein gelebtes Leben ein, spürt dem nach, wie alles begann und an welchen Punkten die Krankheit vielleicht schon damals sichtbar wurde oder gar Einzug hielt. Er erzählt beispielsweise, wie er in der DDR mit vier Jahren zunächst zum Turnen kam und dann mit elf aber zur Leichtathletik, berichtet von der Beziehung zu den Eltern, in der mehr geschwiegen als geredet wurde, lässt den Leser am harten, unmenschlichen Training teilhaben, an den Strapazen eines Leistungssportlers, die von klein auf, auf der Tagesordnung standen, blickt zurück auf seinen sensationellen Olympiasieg, lässt aber auch das Thema Doping nicht unbeantwortet und schaut auf die schwierige Zeit nach der Wende zurück, in der es neben Höhenflügen, ebenso katastrophale Abstürze gab, bis schließlich die Diagnose „Bipolare Störung“ seine Beachtung einforderte. 

Aufgebaut ist das Buch so, dass der Leser zunächst häppchenweise eng an Christian Schenk heranrückt und eine Idee davon bekommt, wie sich eine depressive Phase bzw. Psychose anfühlt. Man erfährt, welche Gedanken da im Kopf des Autors auftauchten und mehr noch, herumgeisterten. Vor allem aber auch, was das alles mit ihm machte. Dass war beim Lesen schon sehr bedrückend. Ich war jedes Mal froh, wenn es vorbei war, wenn ich einmal tief durchatmen konnte. Daran anschließend erzählt Schenk abschnittsweise aus seinem erlebnisreichen Leben (wie oben beschrieben).

Mein Fazit: 
Für mich, die Ausläufer des leistungssportlichen Systems der DDR noch als Nachwirkung nach der Wende zu spüren bekommen hat, ist dieses Buch ein absolutes Lesehighlight. Es macht die Zeit vor 1989 für mich persönlich greifbarer und liefert wertvolle Hinweise darauf, welchen Stellenwert der Sport in der DDR hatte, welches Denken vorherrschte und welche grenzwertigen Trainingsmethoden man sich noch so einfallen ließ. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für diese Einblicke und die schonungslose Offenheit des Autors. Davon aber einmal abgesehen ist dieses Buch für jeden interessant und empfehlenswert, der sich für Sport interessiert, Biografien gerne mag und mehr über ein Leben vor bzw. nach einem großen sportlichen Höhepunkt erfahren möchte. 

5 von 5 Sterne!

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Rezension zu "Ich brech' die Herzen . . ." von Fred Sellin

Rezension zu "Ich brech' die Herzen . . ." von Fred Sellin
Sarastravor 7 Jahren

Wie war der "grosse Kleine" wirklich? mit dieser Frage beschäftigt sich der Autor. Er zeichnet das Leben des Schauspielers nach, der auch seine Schattenseiten hatte, wie jeder Mensch. Heinz Rühmann verstand es sein Privatleben zu schützen und unangenehme Episoden seines Lebens vor der Öffentlichkeit weitestgehend fern zu halten.
Durch offenbar umfangreiche Recherchen ist es dem Autor jedoch gelungen ebensolche aufzuspüren. Er schreibt kritisch über Rühmann ohne seine Person vom Denkmal zu stoßen. In seiner Biografie führt er Umgereimtheiten auf oder Aussageverweigerungen von Personen, die den Schauspieler kannten, sodass sich der Leser selbst ein Bild machen kann.
Heinz Rühmann war nicht unfehlbar oder stets lustig, wie er sich in seinen Filmen oftmals präsentierte. Er soll Affairen gehabt haben und auch seine Rolle im 3. Reich bleibt kritisch und unklar.
Interessantes Buch, dass sanft hinter die Kulissen blicken lässt.

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Rezension zu "Notaufnahme" von Fred Sellin

Rezension zu "Notaufnahme" von Fred Sellin
chaosbaerchenvor 8 Jahren

Das Buch gewährt einem einen ehrlichen und schonungslosen Einblick in den Alltag einer Zentralen Notaufnahme eines deutschen Krankenhauses.
Fred Sellin ist in die Rolle eines (nicht immer nur unbeteiligten) Zuschauers geschlüpft und hat seine dreimonatigen Erfahrungen in eine Woche gepackt. Als Leser schaut man hinter die Kulissen, wechselt die Perspektive und muss leider feststellen, dass unser Gesundheitssystem an so mancher Stelle Schwachpunkte aufweist.

Mich hat das Buch schwer beeindruckt, muss ich ganz offen zugeben!

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