Fred Vargas

 4 Sterne bei 1,728 Bewertungen
Autorin von Fliehe weit und schnell, Die dritte Jungfrau und weiteren Büchern.
Fred Vargas

Lebenslauf von Fred Vargas

Mit neuem Namen in die Bestsellerlisten: Fred Vargas, geboren am 7. Juni 1957 in Paris, heißt in Wirklichkeit Frédérique Audoin-Rouzeau. Die französische Schriftstellerin ist eigentlich Historikerin und Archäologin und verwendet ein Pseudonym. Sie bildet es aus der Kurzform ihres Vornamens und des Nachnamens der Filmfigur „Maria Vargas“, die in dem Film „Die barfüßige Gräfin“ von Ava Gardner gespielt wird. Ihre Zwillingsschwester Joëlle Audoin-Rouzeau, eine Malerin, benutzte den gleichen Nachnamen für ihr Pseudonym Jo Vargas. Fred Vargas lebt mit ihrem Sohn im Pariser Stadtteil Montparnasse und arbeitet als Archäologin beim CNRS. Ihr Spezialgebiet ist die Archäozoologie des Mittelalters. Seit 1986 schreibt sie in ihrer Freizeit Kriminalromane. Von ihrem Erstlingswerk, „Les Jeux de l'amour et de la mort“, distanzierte sie sich später, um mit ihrem zweiten Roman, „L'homme aux cercles bleus“ (dt. „Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord“), 1991 ihren eigenen Stil zu kreieren. Ihre Romanfiguren zeichnen sich durch Skurrilität und Liebenswürdigkeit aus. Die Handlung der Romane ist oft etwas grotesk, wobei auch Bezüge zum Surrealismus zu finden sind, obgleich die Geschichten stets logisch bleiben. Im Jahr 2004 engagiert Fred Vargas sich politisch, indem sie für den ehemaligen Terroristen und heutigen Schriftsteller Cesare Battisti eintritt. Sie tat dies vor dem Hintergrund, dass zahlreichen Ex-Politstraftätern, die heute vor allem als Kulturschaffende in Frankreich leben, an Italien ausgeliefert werden sollten. Sie waren bislang für viele Jahre aufgrund eines Erlasses von François Mitterrand in Frankreich geduldet. Fred Vargas wurde schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie 2004 den "deutschen Krimipreis". 2009 wurde sie mit dem Corine (Internationaler Buchpreis) ausgezeichnet.

Neue Bücher

Der Zorn der Einsiedlerin

 (21)
Neu erschienen am 29.10.2018 als Hardcover bei Limes. Es ist der 11. Band der Reihe "Adamsberg".

Der Zorn der Einsiedlerin

Neu erschienen am 29.10.2018 als Hörbuch bei Random House Audio.

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Fliehe weit und schnell

Fliehe weit und schnell

 (188)
Erschienen am 01.07.2008
Der vierzehnte Stein

Der vierzehnte Stein

 (161)
Erschienen am 21.09.2006
Die dritte Jungfrau

Die dritte Jungfrau

 (170)
Erschienen am 17.12.2010
Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

 (149)
Erschienen am 01.12.1999
Die schöne Diva von Saint-Jacques

Die schöne Diva von Saint-Jacques

 (133)
Erschienen am 01.02.1999
Der verbotene Ort

Der verbotene Ort

 (129)
Erschienen am 26.07.2010
Bei Einbruch der Nacht

Bei Einbruch der Nacht

 (108)
Erschienen am 01.04.2002
Die Nacht des Zorns

Die Nacht des Zorns

 (89)
Erschienen am 15.04.2013

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Neue Rezensionen zu Fred Vargas

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Der Zorn der Einsiedlerin" von Fred Vargas

Adamsberg auf Abwegen
Giselle74vor 14 Stunden

Um damit gleich zu beginnen, ich liebe die Krimis von Fred Vargas und sie stehen ausnahmslos alle in meiner Bibliothek. Ich mag die Art, wie Kommissar Adamsbergs mäandernde Gedanken mich zwingen mein Lesetempo herunterzufahren, damit ich nichts Entscheidendes verpasse; ich mag es, wie die Realität an den Rändern verschwimmt, um dem Unwahrscheinlichen Raum zu geben; ich mag Vargas' ungewöhnliche Ideen, den häufigen geschichtlichen Bezug, bei dem ich immer auch etwas lerne. Daher musste der neue Roman auch am Tag des Erscheinens bei mir einziehen.
Doch ich muss gestehen, ich bin enttäuscht. So wie Adamsberg kurz vor einem Burn-out zu stehen scheint, scheint auch seiner Autorin die Luft auszugehen. Gerade das Privatleben des Kommissars, sein Sohn, seine verlorene Liebe waren der Gegenpol zu den bizarren Fällen, machten Adamsberg menschlich. Das Alles fehlt in diesem Band zur Gänze. Nun ist er nur noch unfehlbarer Ermittler, der seine Kollegen in den Wahnsinn treibt, Kollegen, die übrigens auch von lebendigen Charakteren zu Schablonen erstarrt zu sein scheinen. Man verstehe mich nicht falsch, Vargas komponiert und formuliert nach wie vor fabelhaft, aber es wirkt eher mühselig als leichtfüssig. Ich glaube, eine etwas weniger außergewöhnliche Ermittlung und etwas mehr Konzentration auf die Entwicklung der Charaktere könnte dem Ganzen gut tun.
Der Hauptfall ist so ungewöhnlich, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Es geht um Spinnenbisse und Einsiedlerinnen, um Vergeltung und Missbrauch. Und auch, wenn ich diesen Band deutlich schlechter im Vergleich zu den anderen fand, habe ich ihn an einem Tag gelesen. 506 Seiten. Unansprechbar für die Aussenwelt. Was nur zeigt, dass auch ein mittelprächtiger Vargas immer noch deutlich besser ist als neunzig Prozent aller anderen Krimis. Und nun bleibt mir nur zu hoffen, dass der nächste Band wieder besser gelingt und Fred Vargas wieder zurückfindet zu ihrer wunderbaren Truppe, die sich ja dadurch ausgezeichnet hat, dass sie eben nicht nur Stereotypen abgebildet hat, formelhaft erstarrte Gestalten, sondern aus lebendigen Charakteren besteht.
Für Ersttäter empfiehlt es sich übrigens tatsächlich mit Band 1 zu beginnen und nicht mittendrin, finde ich. Auch wenn die Fälle abgeschlossen sind, baut das Zwischenmenschliche aufeinander auf, versteht man die Menschen besser mit ihrem Hintergrund. Wer also mit den Vargas-Krimis beginnen möchte, der greife zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord".

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R

Rezension zu "Der Zorn der Einsiedlerin" von Fred Vargas

Gelungener Krimi der unter die Haut geht.
roxfourvor 20 Stunden

Ich bin im Rahmen einer Buchverlosung in eine Leserunde reingerutscht, herzlichen Dank für dieses Leseexemplar!

Von der Autorin hatte ich zwar schon gehört, aber bisher noch kein Buch gelesen. Auch ohne diese Vorkenntnisse konnte man diesen Krimi sehr gut lesen.

Die Protagonisten sind mit all ihren Eigenheiten gut rübergekommen, sie haben mir mit all ihren Ecken und Kanten sehr gut gefallen. Mit der Story hatte ich die ersten 8 Kapitel meine Probleme, hier wurde ein Fall behandelt der mit der eigentlichen Story nichts zu tun hatte. Mangels Vorkenntnisse aus anderen Büchern der Autorin gehe ich davon aus, dass dies der Einführung aller Brigademitglieder gedient hat. Als mit Kapitel 9 von 49 der eigentliche Fall eingeführt wurde, nahm das Buch an Fahrt und Spannung auf, was in der Fortführung immer wieder mal gesteigert werden konnte. Der Fall selbst hat mir mit all seinen Wendungen und Problemen innerhalb der Brigade sehr gut gefallen. Ich habe die ganze Zeit immer wieder mitgerätselt und dann kam doch noch ein neues Detail ins Spiel. Der Schreibstil der Autorin ist sehr anspruchsvoll und mir viel Lesefreude bereitet.

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guybrushs avatar

Rezension zu "Der Zorn der Einsiedlerin" von Fred Vargas

Von Spinnen, Käfern, Tauben und so manch anderem Getier
guybrushvor 6 Tagen

Kann man mit Spinnengift morden?  Das ist die große Frage und wird nicht die einzige bleiben. Fakt ist, dass auffällig viele alte Männer am Biss einer Einsiedlerspinne sterben, was eigentlich unmöglich ist. Fast zufällig stolpert Kommissar Adamsberg über diese Merkwürdigkeit und wir ahnen es schon, das lässt ihn nicht mehr los. Er forscht auf eigene Faust, denn alle halten ihn für verrückt, auch seine Brigade. Vor allem sein Freund und Stellvertreter Danglard stellt sich gegen ihn.

Gerade erst aus Island zurückbeordert, scheinen die Nebelbänke der Insel den Kommissar nicht frei zu geben.  „ Sie hielten ihn oft für einen Träumer und eigensinnigen Fantasten, im Guten wie im Schlechten … ohne zu ahnen, dass er im Nebel einfach gut sah.“ Und so findet er die Spur zu einem Waisenhaus und zu einer Clique von grausamen Kindern, der „Einsiedlerspinnen-Bande“, die dort vor vielen Jahren ihr Unwesen getrieben haben. Handelt es sich um die Rache der gequälten Kinder?

Es dauert lange, bis Adamsberg dieses Rätsel lösen kann. Wie so oft verirrt er sich auf Abwege, folgt falschen Spuren, verheddert sich in scheinbar Nebensächlichem. Vargas vergleicht ihn mit Magellan auf der Suche nach der Passage zum Pazifik, allzeit der Gefahr des Schiffbruchs ausgeliefert. Mir macht es immer wieder Spaß, ihn auf diesen Irrfahrten zu begleiten und nach und nach folgt ihm auch sein Team. Erst nur wenige, dann immer mehr. Manch einer mag das als langweilig empfinden. Ich finde es wunderbar. Hier gibt es keinen thrilligen Mainstream. Wenn die Ermittlung  stockt, gehen sie erst mal essen oder kümmern sich um ihre Amselfamilie, deren Überleb im Asphaltdschungel von Paris gesichert werden muss. Das ist herrlich entschleunigend. Das ist französische Lebensart vom feinsten.

Die Figuren von Fred Vargas haben etwas Surreales. Adamsberg ist ein sensibler Träumer, zwar ein feiner Beobachter, doch als Kommissar eine unrealistische Fehlbesetzung. Sein Team besteht aus Typen, die so mit Sicherheit in keiner Dienststelle eine Chance hätten. Einer hat das absolute Gedächtnis, trinkt zu viel. Eine andere hortet krankhaft Lebensmittel, wieder ein anderer fällt alle 3 Stunden in Tiefschlaf. Trotzdem funktionieren sie auf der fiktionalen Ebene hervorragend. Jeder ist auf seine spezielle Art liebenswürdig und authentisch. Das passt, das funktioniert hervorragend.

Der Humor ist zum niederknien. Wer schon mal was mit absurdem Theater in Berührung gekommen ist, dem werden solche Dialoge bekannt vorkommen.
„Ist Voisnet Raucher?“
„Nein. Vielleicht hat er seinem Sohn eine geklaut.“
„Er hat keinen Sohn.“
„Dann weiß ich auch nicht.“
„Kennst Du Balzac?“
„Nein, Louis. Die Gelegenheit hat sich nie ergeben.“
„Nun sieh dir Voisnet an, und du siehst Balzac. Er hat zwar nicht seine Finsteren Augenbrauen und er ist noch nicht so dick, aber denk dir einen schwarzen Schnauzer hinzu, und du siehst Balzac.“
„Also ist Balzac letztendlich gar nicht tot.“
„Letztendlich nein.“
„Wie tröstlich.“

Nein, natürlich redet im wirklichen Leben niemand so. Außer vielleicht mein Mann mit mir, aber das ist eine andere Geschichte.


Der Kriminalfall wirkt stark konstruiert. Aber wen kümmert das, wenn er beim Lesen so viel Unterhaltungswert hat. Wenn ich Realität will, schau ich Nachrichten. Wenn ich einen außergewöhnlichen Krimi lesen will, greife ich zu Vargas. Dabei ist das Thema, das in diesem Buch aufgegriffen wird, so real, dass es, wenn mal wieder so ein entsetzlicher Fall bekannt wird, durchaus in der Presse große Aufmerksamkeit findet.
„Unsere Zeit, Kommissar? Von welcher Zeit reden Sie? Einer zivilisierten? Einer vernunftbestimmten Zeit? Einer friedlichen Zeit? Unsere Zeit ist unsere Urgeschichte, unser Mittelalter. Der Mensch hat sich doch um keinen Deut geändert. Schon gar nicht in seinen tiefsten Gedanken.“ Das ist leider allzu wahr und genauso erschreckend.
Wie es trotzdem gelingt, aus einem so abstoßenden Thema einen Unterhaltungsroman zu machen, der sogar mit einer gewissen Leichtigkeit aufwartet, das ist das die Kunst von Fred Vargas. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch, das hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.

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Gespräche aus der Community

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Marina_Nordbrezes avatar

Crime Club

Giftige Spuren im Crime Club ... 

Fans der aufregenden Unterhaltung und des ganz besonderen Nervenkitzels: Herzlich willkommen im brandneuen   Crime Club.   

Entdeckt mit uns gemeinsam atemberaubende Werke der Spannungsliteratur in den exklusiven  Crime Club-Aktionen, tauscht euch mit Gleichgesinnten über eure Krimi- und Thriller-Lieblingsthemen aus und sammelt wertvolle Punkte, mit denen ihr euch vom einfachen Taschendieb bis zum mächtigen Mafiaboss hocharbeiten könnt!  

Ist es Zufall, dass mehrere Männer sterben und als einzige verbindende Spur ein Spinnenbiss an den Leichen zu finden ist? Wie realistisch ist es, dass die Männer alle dem Gift einer Spinne zum Opfer gefallen sind?

Krimiautorin Fred Vargas lässt seinen Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg in seinem elften Fall "Der Zorn der Einsiedlerin"  eine Todesserie untersuchen, die sich erst nach und nach als Mord herausstellt. Doch was verbindet die Männer überhaupt? Und wer könnte das nächste Opfer der Spinne werden? 

Das erfahrt ihr in unserer Leserunde zu "Der Zorn der Einsiedlerin", für die wir 30 interessierte Krimileserinnen und -leser suchen! 

Mehr zum Buch 
Im Süden Frankreichs sterben mehrere Männer – angeblich sind sie dem Biss der Einsiedlerspinne zum Opfer gefallen. Allerdings reicht das Gift einer einzigen Spinne nicht aus, um einen Menschen zu töten. Adamsberg und sein Team von der Brigade Criminelle des 13. Pariser Arrondissements ermitteln. Seine Nachforschungen führen den eigenwilligen Kommissar zu einem Waisenhaus bei Nîmes und zu einer Gruppe von Jungen, die dort in den 1940er-Jahren lebte. Und plötzlich erscheinen die Todesfälle, die bislang nicht als Morde betrachtet wurden, in einem anderen Licht …

Was ihr tun müsst, um eines der 30 Exemplare für diese Leserunde zu erhalten? Bewerbt euch bis einschließlich 28.10.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:  

Spinnen lösen bei vielen Menschen Angst aus. Wie sieht es bei euch aus? Vor welchem Tier habt ihr wirklich Angst? 

Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich schon auf die Leserunde mit euch!  

Bitte beachte vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunde! 
R
Letzter Beitrag von  Rolchenvor 2 Stunden
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Fred Vargas wurde am 07. Juni 1957 in Paris (Frankreich) geboren.

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