Fred Vargas

 4 Sterne bei 1.790 Bewertungen
Autorin von Fliehe weit und schnell, Die dritte Jungfrau und weiteren Büchern.
Fred Vargas

Lebenslauf von Fred Vargas

Mit neuem Namen in die Bestsellerlisten: Fred Vargas, geboren am 7. Juni 1957 in Paris, heißt in Wirklichkeit Frédérique Audoin-Rouzeau. Die französische Schriftstellerin ist eigentlich Historikerin und Archäologin und verwendet ein Pseudonym. Sie bildet es aus der Kurzform ihres Vornamens und des Nachnamens der Filmfigur „Maria Vargas“, die in dem Film „Die barfüßige Gräfin“ von Ava Gardner gespielt wird. Ihre Zwillingsschwester Joëlle Audoin-Rouzeau, eine Malerin, benutzte den gleichen Nachnamen für ihr Pseudonym Jo Vargas. Fred Vargas lebt mit ihrem Sohn im Pariser Stadtteil Montparnasse und arbeitet als Archäologin beim CNRS. Ihr Spezialgebiet ist die Archäozoologie des Mittelalters. Seit 1986 schreibt sie in ihrer Freizeit Kriminalromane. Von ihrem Erstlingswerk, „Les Jeux de l'amour et de la mort“, distanzierte sie sich später, um mit ihrem zweiten Roman, „L'homme aux cercles bleus“ (dt. „Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord“), 1991 ihren eigenen Stil zu kreieren. Ihre Romanfiguren zeichnen sich durch Skurrilität und Liebenswürdigkeit aus. Die Handlung der Romane ist oft etwas grotesk, wobei auch Bezüge zum Surrealismus zu finden sind, obgleich die Geschichten stets logisch bleiben. Im Jahr 2004 engagiert Fred Vargas sich politisch, indem sie für den ehemaligen Terroristen und heutigen Schriftsteller Cesare Battisti eintritt. Sie tat dies vor dem Hintergrund, dass zahlreichen Ex-Politstraftätern, die heute vor allem als Kulturschaffende in Frankreich leben, an Italien ausgeliefert werden sollten. Sie waren bislang für viele Jahre aufgrund eines Erlasses von François Mitterrand in Frankreich geduldet. Fred Vargas wurde schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie 2004 den "deutschen Krimipreis". 2009 wurde sie mit dem Corine (Internationaler Buchpreis) ausgezeichnet.

Neue Bücher

Der Zorn der Einsiedlerin

 (61)
Neu erschienen am 29.10.2018 als Hardcover bei Limes. Es ist der 11. Band der Reihe "Adamsberg".

Der Zorn der Einsiedlerin

 (2)
Neu erschienen am 29.10.2018 als Hörbuch bei Random House Audio.

Alle Bücher von Fred Vargas

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Fliehe weit und schnell

Fliehe weit und schnell

 (189)
Erschienen am 01.07.2008
Der vierzehnte Stein

Der vierzehnte Stein

 (163)
Erschienen am 21.09.2006
Die dritte Jungfrau

Die dritte Jungfrau

 (170)
Erschienen am 17.12.2010
Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

 (152)
Erschienen am 01.12.1999
Die schöne Diva von Saint-Jacques

Die schöne Diva von Saint-Jacques

 (135)
Erschienen am 01.02.1999
Der verbotene Ort

Der verbotene Ort

 (130)
Erschienen am 26.07.2010
Bei Einbruch der Nacht

Bei Einbruch der Nacht

 (109)
Erschienen am 01.04.2002
Die Nacht des Zorns

Die Nacht des Zorns

 (90)
Erschienen am 15.04.2013

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Neue Rezensionen zu Fred Vargas

Neu
W

Rezension zu "Der vierzehnte Stein" von Fred Vargas

Plötzlich blind?
WJ050vor einem Tag

Ein bislang genialer Falllöser, der plötzlich die  - fast vor die Füße gelegten  -  Lösungsdetails nicht mehr erkennt?  Das hätte fast zum Abzug von 1 Stern geführt.  Sie schreibt aber einfach zu gut. 

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Rezension zu "Der Zorn der Einsiedlerin" von Fred Vargas

Von Spinnen und Bissen
Kerstin_KeJasBlogvor 7 Tagen

Dies ist bereits der 12. Band um den recht seltsamen und eigenwilligen Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg, wobei ich beiden Beschreibungen eher etwas positives abgewinnen kann. Manchmal, während der Lektüre (ich kenne alle vorhergehenden Bände) denke ich immer mal wieder “dieser Mann ist nicht von dieser Welt”.
Dabei empfinde ich ihn schon als geerdet. Er verfügt über ein Gespür alles um ihn herum betreffend, egal ob Mensch, Tier oder Begebenheit. Adamsberg sieht und hört alles irgendwie anders und so kommt es, dass er gerade bei den Ermittlungen in den Mordfällen ganz viel intuitiv vorgeht. Alles aus dem Bauch heraus betrachtet und doch auch mit Köpfchen an die Sache geht.

In diesem Buch beginnt die Story wieder typisch unscheinbar. Adamsberg weilte in Island und wird zurückbeordert, da seine Truppe an dem gewaltsamen Tod einer Frau verzweifelt. 2 Tatverdächtige und beide beschuldigen sich gegenseitig. So war es nur eine Frage der (kurzen) Zeit bis Adamsberg den Täter überführt und dabei so ganz nebenbei wieder die gesamte Truppe um ihn herum stärkt.
Das ist nämlich auch ein ganz wichtiger Teil in den Büchern der Autorin. Adamsberg agiert zwar oft genug alleine – er liebt Spaziergänge – aber seine Truppe im 13. Arrondissement, die “Brigade Criminelle”, liegt im so am Herzen, dass man unweigerlich alle immer wieder neu kennenlernt und aus der Sicht Adamsberg all deren Macken und Schrullen, aber eben auch das Können und Herausragende derer erfährt.

An erster Stelle, sein Vertreter: Adrien Danglard
Er weiß alles! Das ist so und das wissen auch alle um ihn herum. Er ist der stilsichere, der elegante wenn auch nicht schöne Mann. Selbstzweifel treibt ihm Adamsberg gerne aus.
Commandant Mordent ist der zweite Stellvertreter und eher der ruhige in der illustren Gesellschaft.
Die Computerexpertin im Team ist Lieutenant Froissy. Diese Frau hat es drauf in Sachen Recherche und kann richtig hartnäckig werden.
Lieutenant Louis Veyrenc de Bilhc ist eine Art Seelenverwandter von Adamsberg, da er dessen Gedankengänge oftmals sehr nachvollziehen kann.
Dann haben wir da noch Lieutenant Violette Retancourt. Sie ist eine Frau mit Statur, unbeugsam, stark und für das Team oftmals voller Rätsel.
Und als letztes gibt es noch “Kugel”. Der dicke Kater lebt inmitten der Brigade und liegt gerne mal auf dem Kopierer herum.

Schon während des Einstieges in die Story um diese ermordete Frau kommt es zu der ersten Begegnung mit der Einsiedlerspinne. Nicht leibhaftig, auch eher durch einen Zufall, aber Adamsberg hat da sofort dieses Jucken und Kratzen, das sich einstellt wenn er etwas wittert. Seine Intuition lässt wieder nichts zu wünschen übrig und so beginnen die ersten Recherchen in Sachen der Spinnenbisse und warum die Opfer ausschließlich alte Männer waren.

Bei allen Büchern der Autorin liebe ich diese Skurrilität. Diese seltsamen Fälle können durchaus auch mal etwas mystisches haben, sind aber nie abgedreht.
Die Charaktere trifft dies genauso, skurril und besonders. Herrlich die regelmäßigen Dialoge, deren Wortwitz mich immer wieder zum Grinsen bringt. Aber es kann auch mal traurig werden. Viel Poesie findet sich und auch so manches Zitat. Mich faszinieren auch die Zusammenhänge von den Fällen und Sätzen, die sich ganz tief eingraben. Hier, in dieser Story war es das Kratzen. Nach einem (Spinnen) Biss juckt es und man muss unweigerlich kratzen. Kratzt man nicht zu Ende, wird es immer wieder, auch später, jucken. Das sind so die verborgenen Dinge die einen beschäftigen und an die Oberfläche wollen. Auch Adamsberg hat dieses Kratzen und Kucken. Der Fall wirft ihn wieder zurück in seine Kindheit (das hatten wir schon mal bei “der 14. Stein) und lässt so wieder viel persönliches in die Story einfließen.

Dieser Fall um “Der Zorn der Einsiedlerin” ist von der Thematik her schon sehr heftig. Es geht um sexuellen Missbrauch und die Autorin scheut sich auch nicht Details anzusprechen. Ein Waisenhaus, die damals dort lebenden Kinder und so manche der Erwachsenen werden ein wichtiger Teil des Inhaltes. Es wirft viele Fragen auf, denen Adamsberg und sein Team nachgeht. Fred Vargas geht weit in diesem Buch. Eine Vergewaltigung und sexuelle Belästigung werden ebenfalls dargestellt. Was (mir) aber fast noch schlimmer vorkam waren die eingebundenen Schilderungen vom Wegsehen. Wieder etwas das ein ungemeines Jucken und Kratzen nach sich zieht, bei allen im Buch beteiligten und mit Sicherheit auch so manchem aus der Leserschaft.

Adamsberg ist und bleibt einer meiner favorisierten Ermittler. Der “Wolkenschaufler” hat es einfach drauf und besticht mit seiner herrlich furchtbaren Langsamkeit. Somit ist dieser Kriminalroman keine rasante Jagd nach irgendwelchen Mördern, sondern ein wunderschön gewobenes Netz, in dem sich die Vergangenheit verfangen hat. Es bedarf keiner zerstörerischen Kraft um das feine Gebilde aufzulösen. Geduld und Gefühl sind dafür nötig, beides hat Adamsberg zur genüge.

Fred Vargas (Frédérique Audoin-Rouzeau) hat einen unnachahmlichen Stil. Durch ihr Studium der Geschichte des Mittelalters und ihre Arbeit als Archäologin, bindet sie oftmals historisches mit ein, was mit besonders gut gefällt. Kleine Geschichten, Anekdoten, Legenden und Sagen finden immer einen Weg hinein und bringen dieses Besondere an ihren Büchern zu Tage.

Kennen und schätzen gelernt habe ich die Autorin durch das Buch “Die drei Evangelisten”. Wer damit beginnt und den Stil liebt, wird auch alle 12 Bände um Adamsberg genießen können.

Wunderschön miteinander verwobene Sätze und Begebenheiten. Oftmals ein scheinbar unlogisches Handel, dessen Sinn sich erst später offenbart und das Beste, es wird immer alles aufgeklärt. Vielleicht bleibt das ein oder andere Geheimnis, aber auch das macht diese Bücher eben aus.


Rezension verfasst von © Kerstin
★★★★★


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Rezension zu "Die schöne Diva von Saint-Jacques" von Fred Vargas

Eine Diva verschwindet
Günter-ChristianMöllervor 15 Tagen

 Die Opernsängerin Sophia lebt im Pariser Vorort Saint-Jaques.

Als sie eines Tages in ihren Garten blickt, steht dort ein Baum, der über Nacht offenbar von irgendjemandem gepflanzt wurde. Sie fühlt sich bedroht und bittet drei neue Bewohner aus der ‚Baracke‘, einem alten herunter gekommenen Nachbarhaus um Hilfe. Sie bietet den drei eine erstaunliche Menge Geld, wenn sie diesen ‚Fall‘ aufklären. ‚Am Donnerstag drauf, sechzehn Tage später, war Sophia verschwunden.'

Die Charakterisierung der Darsteller ist faszinierend in diesem Buch. Da gibt es die drei gescheiterten Historiker, die von ihrem hohen Turm der Wissenschaft ins Leben der gescheiterten Existenzen hinunter steigen müssen und versuchen in der sozialen Unterwelt Fuß zu fassen . Da ist zunächst der kluge, jähzornige und agile Marc, der sich im Mittelalter verlaufen hatte. Dann der schwerfällige natürliche Matthias, der den Ausweg aus der Steinzeit nicht finden kann. Und der verschrobene Lucien, Spezialist für historische Probleme des Weltkrieg 1914-1918, mit einem halben Gehalt an einer kirchlichen Privatschule. Der einzige in der Wohngemeinschaft der gescheiterten Existenzen mit einem festen, aber kleinen Einkommen. Die drei Protagonisten muten an, wie drei gescheiterte geistige Musketiere, Athos, Portos und Aramis, denen nur noch ein vierter Kamerad fehlt.
Es gibt diesen Kamerad auch tatsächlich. Doch er ist nicht jugendlich wie bei Dumas, sondern alt. Der Patenonkel von Marc trägt den Namen Vandoosler. Ebenfalls gescheitert, denn er ist ein Ex-Bulle, entlassen und degradiert. Kein bißchen leichtsinnig, sondern berechnend und clever.

Die Spannung  wird in diesem Buch  durch die Unberechenbarkeit der Charaktere erzeugt. Dauernd habe ich gebibbert, was für einen Unsinn werden sie jetzt wohl noch anstellen. Und so blieb es denn spannend bis zum bitteren Ende.

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Giftige Spuren im Crime Club ... 

Fans der aufregenden Unterhaltung und des ganz besonderen Nervenkitzels: Herzlich willkommen im brandneuen   Crime Club.   

Entdeckt mit uns gemeinsam atemberaubende Werke der Spannungsliteratur in den exklusiven  Crime Club-Aktionen, tauscht euch mit Gleichgesinnten über eure Krimi- und Thriller-Lieblingsthemen aus und sammelt wertvolle Punkte, mit denen ihr euch vom einfachen Taschendieb bis zum mächtigen Mafiaboss hocharbeiten könnt!  

Ist es Zufall, dass mehrere Männer sterben und als einzige verbindende Spur ein Spinnenbiss an den Leichen zu finden ist? Wie realistisch ist es, dass die Männer alle dem Gift einer Spinne zum Opfer gefallen sind?

Krimiautorin Fred Vargas lässt seinen Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg in seinem elften Fall "Der Zorn der Einsiedlerin"  eine Todesserie untersuchen, die sich erst nach und nach als Mord herausstellt. Doch was verbindet die Männer überhaupt? Und wer könnte das nächste Opfer der Spinne werden? 

Das erfahrt ihr in unserer Leserunde zu "Der Zorn der Einsiedlerin", für die wir 30 interessierte Krimileserinnen und -leser suchen! 

Mehr zum Buch 
Im Süden Frankreichs sterben mehrere Männer – angeblich sind sie dem Biss der Einsiedlerspinne zum Opfer gefallen. Allerdings reicht das Gift einer einzigen Spinne nicht aus, um einen Menschen zu töten. Adamsberg und sein Team von der Brigade Criminelle des 13. Pariser Arrondissements ermitteln. Seine Nachforschungen führen den eigenwilligen Kommissar zu einem Waisenhaus bei Nîmes und zu einer Gruppe von Jungen, die dort in den 1940er-Jahren lebte. Und plötzlich erscheinen die Todesfälle, die bislang nicht als Morde betrachtet wurden, in einem anderen Licht …

Was ihr tun müsst, um eines der 30 Exemplare für diese Leserunde zu erhalten? Bewerbt euch bis einschließlich 28.10.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:  

Spinnen lösen bei vielen Menschen Angst aus. Wie sieht es bei euch aus? Vor welchem Tier habt ihr wirklich Angst? 

Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich schon auf die Leserunde mit euch!  

Bitte beachte vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunde! 
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Fred Vargas wurde am 07. Juni 1957 in Paris (Frankreich) geboren.

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