Fred Vargas

 4 Sterne bei 2.139 Bewertungen
Autorenbild von Fred Vargas (© Louise Oligny, 2004 )

Lebenslauf

Mit neuem Namen in die Bestsellerlisten: Fred Vargas, geboren am 7. Juni 1957 in Paris, heißt in Wirklichkeit Frédérique Audoin-Rouzeau. Die französische Schriftstellerin ist eigentlich Historikerin und Archäologin und verwendet ein Pseudonym. Sie bildet es aus der Kurzform ihres Vornamens und des Nachnamens der Filmfigur „Maria Vargas“, die in dem Film „Die barfüßige Gräfin“ von Ava Gardner gespielt wird. Ihre Zwillingsschwester Joëlle Audoin-Rouzeau, eine Malerin, benutzte den gleichen Nachnamen für ihr Pseudonym Jo Vargas. Fred Vargas lebt mit ihrem Sohn im Pariser Stadtteil Montparnasse und arbeitet als Archäologin beim CNRS. Ihr Spezialgebiet ist die Archäozoologie des Mittelalters. Seit 1986 schreibt sie in ihrer Freizeit Kriminalromane. Von ihrem Erstlingswerk, „Les Jeux de l'amour et de la mort“, distanzierte sie sich später, um mit ihrem zweiten Roman, „L'homme aux cercles bleus“ (dt. „Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord“), 1991 ihren eigenen Stil zu kreieren. Ihre Romanfiguren zeichnen sich durch Skurrilität und Liebenswürdigkeit aus. Die Handlung der Romane ist oft etwas grotesk, wobei auch Bezüge zum Surrealismus zu finden sind, obgleich die Geschichten stets logisch bleiben. Im Jahr 2004 engagiert Fred Vargas sich politisch, indem sie für den ehemaligen Terroristen und heutigen Schriftsteller Cesare Battisti eintritt. Sie tat dies vor dem Hintergrund, dass zahlreichen Ex-Politstraftätern, die heute vor allem als Kulturschaffende in Frankreich leben, an Italien ausgeliefert werden sollten. Sie waren bislang für viele Jahre aufgrund eines Erlasses von François Mitterrand in Frankreich geduldet. Fred Vargas wurde schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie 2004 den "deutschen Krimipreis". 2009 wurde sie mit dem Corine (Internationaler Buchpreis) ausgezeichnet.

Alle Bücher von Fred Vargas

Cover des Buches Fliehe weit und schnell (ISBN: 9783841201089)

Fliehe weit und schnell

(205)
Erschienen am 03.12.2012
Cover des Buches Die dritte Jungfrau: Kriminalroman (ISBN: 9783841201102)

Die dritte Jungfrau: Kriminalroman

(186)
Erschienen am 03.12.2012
Cover des Buches Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord (ISBN: 9783746636535)

Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

(181)
Erschienen am 27.02.2019
Cover des Buches Die schöne Diva von Saint-Jacques (ISBN: 9783734111440)

Die schöne Diva von Saint-Jacques

(150)
Erschienen am 19.07.2023
Cover des Buches Der verbotene Ort (ISBN: 9783746626444)

Der verbotene Ort

(144)
Erschienen am 26.07.2010
Cover des Buches Bei Einbruch der Nacht (ISBN: 9783746636313)

Bei Einbruch der Nacht

(122)
Erschienen am 11.10.2019
Cover des Buches Die Nacht des Zorns (ISBN: 9783734107078)

Die Nacht des Zorns

(111)
Erschienen am 21.12.2020

Neue Rezensionen zu Fred Vargas

Cover des Buches Bei Einbruch der Nacht (ISBN: 9783734111464)
RobertLeFaouets avatar

Rezension zu "Bei Einbruch der Nacht" von Fred Vargas

RobertLeFaouet
Wölfe im Mercantour

Diesmal ist Adamsberg aus Furcht vor einem Attentat zuerst abgetaucht und erscheint erst zur zweiten Hälfte des Buches. Vorher geht es um die Wölfe im Mercantour, tote Schafe und Menschen. Die Figuren sind Vargas-typisch skurril, ihre Dialoge auch. Die Beschreibungen des Nationalparks Mercantour weckten bei mir trotz der Wolfsgefahr Reiselust.
Wer Fred Vargas mag, findet hier eine unterhaltsame Lektüre.

Cover des Buches Klimawandel - ein Appell (ISBN: 9783809027256)
Hubertus_Feldmanns avatar

Rezension zu "Klimawandel - ein Appell" von Fred Vargas

Hubertus_Feldmann
Eher abschreckend als mitreißend

Auch wenn man nicht an dem wohlmeinenden Ziel der bekannten französischen Krimiautorin und Archäozoologin zweifeln mag, so ist doch die Umsetzung dieses Ziels alles andere als gelungen.

Mit Bravour und großem Getöse wirft sie sich in die Schlacht um die Rettung des Planeten Erde. Auch wenn der „Klimawandel“ die treibende Kraft ist, so werden auch die übrigen umweltrelevanten Themen „mitverwurstet“. Anders kann man es nicht ausdrücken.

Auch wenn man von der schieren Zahl der Literaturangaben (403; „Anmerkungen“) zunächst geplättet ist, so erscheinen diese im Lichte genauer Betrachtung doch vorzugsweise um ein Sammelsurium von Daten aus dem Internet – und bekanntlich ist die Auswahl dort schier grenzenlos und die Verführbarkeit, sich die für seine Argumentation passenden Daten herauszufischen, zumindest gegeben. 

In ermüdenden Wiederholungen und Aufzählungen wird hier das Destillat der sicher zeitraubenden Recherche auf sehr niedrigem Niveau angeboten und manchmal schlägts einen nieder, so wie in der folgenden Passage: „Eine andere Strategie erwägt die Speicherung im Schwungrad eines Betonzylinders (ein technisch sehr komplexes Verfahren, dass ich kaum verstehe, deshalb fasse ich das Prinzip so einfach wie möglich zusammen: Es handelt sich um ein rotierendes System, das in einem Betonzylinder installiert ist).“ Na, denn!

Erschwerend kommt hinzu, dass sich eine Vielzahl von Daten und Bezügen auf Frankreich kaprizieren und das Buch bereits 2019 dort erschienen ist (in Deutschland 2021). Dies ist hinnehmbar. Ärgerlich allerdings sind die Übersetzungsfehler, die bei manchen Themen, wie zum Beispiel der Geothermie, kuriose Beschreibungen liefern: „Und dann muss man regelmäßig dafür sorgen, dass das für die Energieerzeugung im Boden benutzte Wasser in eine sehr genau bemessene Tiefe zurückgeführt wird.“ Die Energieerzeugung findet nicht im Boden statt, dort wird nur das in einem Kreislauf geführte Wasser erwärmt (Temperaturgefälle ca. 3 °C/100 m). Für den eigentlichen Vorgang der Energiegewinnung ist eine Wärmepumpe notwendig.

Auch wenn dieses Buch das Ziel hat, mit drastischen Worten und apokalyptischen Szenarien Politiker aller Couleur aufzuwecken und den eigenen Hintern hochzubekommen, um dem „Klimakollaps“ noch aufzuhalten, so sollte man nicht vergessen, dass ein wenig Hoffnung schon übrigbleiben sollte, um ins Handeln zu kommen. Diese gibt es hier auch, allerdings in homöopathischen Mengen. Dabei ist es allerdings nicht hilfreich, wenn man zwei Klassen von Menschen bildet: „SIE“, „DIE DA OBEN“, „IHNEN“, „DENEN“ und „WIR“, „UNS“, „DIE LEUTE“. 

Zwar wird versucht, die drastischen Szenen gelegentlich durch einen „mitlaufenden“ sogenannten Integrierten Schreibzensor (ISZ) aufzulockern, allerdings nicht immer mit Erfolg: „Erbarmungslos, mein Zensor. Und da dachte ich, er hält gerade ein Nickerchen. Aber nein, so was tut der nicht.“

Alles in allem bleiben nach der Lektüre dieses „Aufschreis“ ein großes Fragezeichen zurück: Fast alles schon mal irgendwo gehört – allerdings noch nie in solch wutgeleiteten und indoktrinierenden Worten. Da lobe ich mir Frank Schätzing, der aus ähnlicher Profession heraus, ein sehr viel besseres Buch über diese Thematik geschrieben hat: „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“

(26.11.2021)

Cover des Buches Der untröstliche Witwer von Montparnasse (ISBN: 9783734111457)
Hubertus_Feldmanns avatar

Rezension zu "Der untröstliche Witwer von Montparnasse" von Fred Vargas

Hubertus_Feldmann
Eine Ansammlung liebenswerter Menschen stellt sich dem Verbrechen entgegen

Es gibt Krimis, da weiß man schon nach den ersten Sätzen, dass sie einen gefangen nehmen und begeistern werden. Dieser gehört sicher dazu.

Elegant erzählt, spannend aufgebaut und mit Menschen besetzt, die allesamt eine mehr oder weniger große Schramme haben (aber wer hätte ein solche nicht?). Das sind die Kennzeichen dieses Vargas-Krimis. Dass darüber hinaus eine Reihe brutaler Morde verübt werden, gehört zu einem Krimi, sind in diesem Fall allerdings nur ein notwendiger Rahmen, der die Handelnden in ein menschlich-sympathisches Licht rücken. Die dahinterstehende Botschaft: Trotz aller Verbrechen und Ungerechtigkeiten auf dieser Welt, braucht es nur ein paar mutige und verlässliche Freund*innen, um ein verlässliches Gegengewicht in dieser von Menschen zerrupften Welt zu bilden. 

„Der Deutsche“, ein pensionierter Ermittler, der sich zwischenzeitlich zum Entwickler von „Behältnissen zum Schuhe-Aufräumen“ und Bismarck-Übersetzer gewandelt hat, wird in einen Fall hineingezogen, in dem ein „Trottel“ und vermuteter Täter eine zentrale Rolle einnimmt. Monster oder Trottel ist die alles entscheidende Frage.

Es ist erstaunlich, wie es der Autorin gelingt, aus einem äußerlich abschreckenden von Marotten gelenkten Menschen, die Würde zurückzugeben, die jeder Mensch verdient – wie „daneben“ auch immer jemand sein mag (Stichwort: Annäherung durch Kontakte). Und da passt es ganz gut, dass auch die Mitspieler der „guten Seite“, ihre jeweiligen Marotten auf verschiedenen Etagen ihres Hauses nachgehen können: „[…], in der die drei Historiker sich sorgfältig chronologisch übereinandergeschichtet hatten.“ 

Natürlich werden auch hier falsche Fährten gelegt, wird auch hier Sympathie und Antipathie so verteilt, dass für Spannung und gute Unterhaltung gesorgt ist. Darüber hinaus gibt es allerdings so manche sprachliche Schmankerl (schöne und zugleich passende Metaphern, „eine Fliege im Helm haben“ für eine „Macke“ haben) und lebenskluge Äußerungen: „Er hat es nie geschafft, seine Stärken zu zeigen.“

(28.3.2021)

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Der Zorn der Einsiedlerin
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Marina_Nordbreze

Crime Club

Giftige Spuren im Crime Club ... 

Fans der aufregenden Unterhaltung und des ganz besonderen Nervenkitzels: Herzlich willkommen im brandneuen   Crime Club.   

Entdeckt mit uns gemeinsam atemberaubende Werke der Spannungsliteratur in den exklusiven  Crime Club-Aktionen, tauscht euch mit Gleichgesinnten über eure Krimi- und Thriller-Lieblingsthemen aus und sammelt wertvolle Punkte, mit denen ihr euch vom einfachen Taschendieb bis zum mächtigen Mafiaboss hocharbeiten könnt!  

Ist es Zufall, dass mehrere Männer sterben und als einzige verbindende Spur ein Spinnenbiss an den Leichen zu finden ist? Wie realistisch ist es, dass die Männer alle dem Gift einer Spinne zum Opfer gefallen sind?

Krimiautorin Fred Vargas lässt seinen Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg in seinem elften Fall "Der Zorn der Einsiedlerin"  eine Todesserie untersuchen, die sich erst nach und nach als Mord herausstellt. Doch was verbindet die Männer überhaupt? Und wer könnte das nächste Opfer der Spinne werden? 

Das erfahrt ihr in unserer Leserunde zu "Der Zorn der Einsiedlerin", für die wir 30 interessierte Krimileserinnen und -leser suchen! 

Mehr zum Buch 
Im Süden Frankreichs sterben mehrere Männer – angeblich sind sie dem Biss der Einsiedlerspinne zum Opfer gefallen. Allerdings reicht das Gift einer einzigen Spinne nicht aus, um einen Menschen zu töten. Adamsberg und sein Team von der Brigade Criminelle des 13. Pariser Arrondissements ermitteln. Seine Nachforschungen führen den eigenwilligen Kommissar zu einem Waisenhaus bei Nîmes und zu einer Gruppe von Jungen, die dort in den 1940er-Jahren lebte. Und plötzlich erscheinen die Todesfälle, die bislang nicht als Morde betrachtet wurden, in einem anderen Licht …

Was ihr tun müsst, um eines der 30 Exemplare für diese Leserunde zu erhalten? Bewerbt euch bis einschließlich 28.10.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:  

Spinnen lösen bei vielen Menschen Angst aus. Wie sieht es bei euch aus? Vor welchem Tier habt ihr wirklich Angst? 

Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich schon auf die Leserunde mit euch!  

Bitte beachte vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunde! 
727 BeiträgeVerlosung beendet
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Alina-K
Es ist wieder Zeit für eine Buchverlosung - diesmal zu dem fesselnden neuen Kriminalroman 'Die Nacht des Zorns' von Fred Vargas, erschienen im Aufbau Verlag. Die französische Autorin begeistert mit ihren manchmal etwas grotesken Büchern regelmäßig ein internationales Publikum und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Mehr zum Inhalt von 'Die Nacht des Zorns': Ein jahrhundertealter Mythos führt Kommissar Adamsberg in die dunklen Wälder der Normandie. Ein Heer aus Schattengestalten soll dort wüten und ungesühnte Verbrechen strafen. Lina, eine junge Frau aus der Normandie, hat es jüngst in der Nacht über den Waldweg reiten sehen. Und nicht nur das: Die Reiter hatten vier Menschen in ihrer Gewalt, deren Tage – der Legende nach – gezählt sind. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis das erste Opfer des Wütenden Heeres stirbt. Adamsberg ist überzeugt, dass sich jemand der mittelalterlichen Sage bedient, um ungestört zu morden. Hier findet ihr einen Auszug aus dem Buch als Leseprobe: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/reihen-und-serien/kommissar-adamsberg-ermittelt/die-nacht-des-zorns.html Den Buchtrailer könnt ihr euch hier anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=riom4XpJ-RA Wenn ihr den spannenden Krimi lesen und euch in den Bann von Fred Vargas ziehen lassen möchtet, dann nehmt an unserer Buchverlosung teil! Unter allen Teilnehmern verlosen wir 10 Exemplare von 'Die Nacht des Zorns'. Beantwortet dazu einfach bis einschließlich 20. März 2012 folgende Frage: Im neuen Krimi von Fred Vargas deutet für Kommissar Adamsberg alles darauf hin, dass hier ein Verbrechen auf Grundlage einer alten Legende geschieht. Wie gefällt euch die Idee, einen Krimi so aufzubauen? Was findet ihr daran spannend?
Zum Thema
194 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Fred Vargas wurde am 07. Juni 1957 in Paris (Frankreich) geboren.

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