Fred Vargas Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

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Inhaltsangabe zu „Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord“ von Fred Vargas

Auf Pariser Bürgersteigen erscheinen über Nacht mysteriöse blaue Kreidekreise, und darin stets ein verlorener oder weggeworfener Gegenstand: ein Ohrring, eine Bierdose, ein Brillenglas, ein Joghurtbecher. Keiner hat den Zeichner je gesehen, die Presse amüsiert sich, niemand nimmt die Sache ernst. Niemand, außer dem neuen Kommissar im 5. Arrondissement, Jean-Baptiste Adamsberg. Und eines Nachts geschieht, was er befürchtet hat: es liegt ein toter Mensch im Kreidekreis.

Genial, wie alles von Fred Vargas!

— Benedicta

Der Einstieg in den skurrilen Kosmos rund um Kommissar Adamsberg ist ein "Roman policier", wie er französischer nicht sein könnte.

— Nemo

Man mag sich wundern über diesen eigenartigen Kauz Adamsberg, aber man muß ihn lieben. Eine wirre und seltsame Krimihandlung die sich wie ein Strudel um die wunderbar gezeichneten Charaktere zieht. Lesenswert!

— wunderbar79

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    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Wortklauber

    01. December 2015 um 12:32

    Seltsame Dinge geschehen in Paris: Jemand zeichnet blaue Kreidekreise, in denen ganz banale Dinge zu finden sind, wie weggeworfen, oder doch bewusst platziert? Eigentlich wäre das wenig spannend, dennoch beunruhigen diese Kreise den neuen Kommissar Adamsberg zutiefst. Er ahnt, dass diese Kreise Unheil verheißen, und tatsächlich: irgendwann liegt eine Leiche in einem der Kreise. Die Charaktere sind originell, präzise ausgearbeitet: der etwas kauzige Adamsberg selbst, sein engster Mitarbeiter Danglard (alleinerziehender Vater von fünf Kindern, zwei Zwillingspärchen und einem "Kuckucksei", das seine Frau ihm ins Nest gelegt hat) ... - man wundert sich, dass es dann acht Jahre (?) gedauert hat, bis der zweite Krimi dieser Reihe erschien. Auch das übrige "Personal" ist so nicht in x-beliebigen 08/15-Krimis zu finden: die Meereskundlerin Mathilde Forestier, zu deren Eigenarten zählt, nachts fremden Leuten zu folgen - und so auf einem ihrer Streifzüge auch dem geheimnisvollen Urheber der Kreidekreise begegnet. In einem Lokal hat Mathilde zudem den blinden Zyniker Charles Reyer aufgegabelt, der nun eine Wohnung in ihrem Haus bezogen hat. Genauso wie Clémence Valmont, eine ältere Frau, deren liebste Beschäftigung zu sein scheint, Kontaktanzeigen zu beantworten. Leute sind das, die es so kaum gibt - aber ich freue mich, dass es sie gibt - wenigstens im Roman. Alles ist skurril bei Vargas, überzeichnet, intelligent versponnen, nicht nur der Fall und die handelnden Personen, auch die Dialoge, die 1 : 1 zu den Personen passen - das muss man mögen. Wenn nicht: Finger weg! Ich mag's, und deshalb hat mich auch dieser Vargas nicht enttäuscht. Kleinere Abstriche sind vielleicht dem Umstand geschuldet, dass ich lange gebraucht habe, den Roman auszulesen - so ist mir am Ende vielleicht doch etwas entgangen; was ich im Film (mit Charlotte Rampling in der Rolle der Mathilde) besser aufgelöst fand.

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  • Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. February 2014 um 21:58

    Aus der Lektüre dieses Buches nehme ich vorrangig eines mit: Kommissar Adamsberg sollte man nicht mittendrin kennen lernen. Wer ihn erstmals treffen möchte, sollte hier anfangen. Warum? Weil ich den Eindrcuk habe, hier bekommt man am besten mit, warum er so ist, wie er ist und wie sein Start in Paris verlaufen ist. Wie er Kollegen verblüfft hat und seine Arbeitsweise erst einmal Gewöhnungsssache war. In Paris stoßen zunächst seine Vorahnungen auf Verwunderung. Adamsberg ist der einzige Beamte, der den merkwürdigen blauen Kreisekreisen überhaupt eine Bedeutung zumisst. Dahinter mehr zu vermuten als bloß zwanghaftes Verhalten, gestattet sich kein Kollege - im Gegenteil, es wird als Spinnerei abgetan. Danglard kommt sich eher veräppelt vor, als Adamsberg von ihm verlangt, sich diese Kreise näher anzuschauen und gleich noch einen Fotografen mitzunehmen. Doch Adamsberg behält Recht: Die Kreise werden Ärger bereiten; eines Tages findet man einen Toten darin. Doch obwohl der Kreidemaler nun ganz Paris auf sich aufmerksam gemacht hat, ist er dennoch weiterhin unauffindbar. Vargas erzählt parallel dazu die Geschichte von Mathilde Forestier. Die bekannte Meeresforscherin hat in ihrer Freizeit Freude daran, Menschen zu verfolgen und sie ausgiebig zu beobachten. Sie notiert, ganz die Wissenschaftlerin, Beobachtungen in ein Notizbuch. In ihrem Haus nimmt sie mit Charles Reyer und Clémence Valmont zwei Menschen auf, die ebenso wie sie Unikate sind. Irgendwann kreuzen sich die Wege von Adamsberg und Mathilde, denn sie scheint der einzige Mensch zu sein, der den geheimnisvollen Kreidezeichner zu kennen scheint. Adamsberg taucht in Mathildes Universum ein und nimmt Charles und Clémence ebenfalls unter seine Lupe. Rasanz und Spannung sind Fehlanzeige. Aber aus gutem Grund: Die Charaktere bringen das Buch zum Leben, keineswegs glatt gebügelt, sondern mit Vorlieben und Macken, die aus dem Panoptikum zu stammen scheinen. Das ergibt einen überzeugenden und einzigartigen Stil. Während der französische Originaltitel "L'homme aux cercles bleus" ziemlich einleuchtend ist, ergibt der rätselhafte deutsche Titel erst nach 230 Seiten einen Sinn (das Buch hatte überhaupt nur 239 Seiten - und am Ende hat der Titel zwar mit Adamsberg zu tun, nicht aber mit der eigentlichen Geschichte).

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  • rezension

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. July 2013 um 15:07

    Kommissar Adamsberg ist einerseits ein komischer Kautz, wie seine Kollegen finden, und andererseits eine bekannte Koryphäe. Ein komischer Kautz, weil er sehr eigenbrötlerisch ist, aus den Bergen Frankreichs kommt und das Leben in Paris anders ist. Eine Koryphäe, weil er seiner Intuition folgend, schon den ein oder anderen Mord aufgedeckt hat, der als unlösbar galt. Er ahnt Dinge, die unglaublich erscheinen, sich aber oft als wahr herausstellen... Von seinem neuen Leben in Paris bekomme ich als Leser allerdings wenig mit. Mehr vom Privaten dann schon eher von seinem Kollegen Danglard, alleinerziehender Vater von fünf Kindern... Die Ausdrucksweise von Fred lässt mich immer wieder an den Film "Die Fabelhafte Welt der Amélie" denken: Schöne, kleinste Details aus dem Leben werden beobachtet und beschrieben. Andererseits ist der Krimi nicht wirklich spannend. Immer wieder sind die Dialoge und Gedanken der Protagonisten wirr und lassen mich den roten Faden verlieren. Das Ende hat eine Wendung, die von mir nicht erwartet und das Ganze wieder lesenswerter macht. Denn das Ende, sowie der Start der Geschichte sind es, die das Buch von mir drei Sterne bekommen lassen. Nicht mehr, nicht weniger. Mal sehen, wie Adamsberg und ich weiterhin miteinander auskommen...

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  • Rezension zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    HarryF

    21. January 2013 um 07:53

    Skuriller Einstieg in die Geschichten rund m Kommissar Adamsberg. Auch wenn der Fall an sich nebensächlich und unspektaktulär ist, so läßt die Sprache und vor allem die Schrägheit der Figuren den späteren Erfolg der Bücher erahnen.

  • Rezension zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    RobertPreis

    19. November 2012 um 11:44

    Faszinierend wie kraftvoll und mitreißend Fred Vargas Ihre beiden Hauptakteure Adamsberg und Danglard einführt. Großartiger Stil, herrlicher Erstauftritt. Doch der Plot leidet ein wenig darunter, dass Adamsberg in einem fast poetisch-schaurigen Fall lange Zeit im Dunkeln tappt. Die Handlung stagniert, die Auflösung am Schluß hat wenig Spannungspotential. Der Vargas-Auftakt ist eher etwas für Krimiasten, deshalb nur drei Sterne.

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  • Das Rätsel der blauen Kreise

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Stefan83

    27. November 2011 um 19:29

    Über gute drei Jahre lang hab ich dieses Buch mehrmals aus dem Regal gezogen, um es dann doch ein wenig unsicher wieder in selbiges zurückzustellen. Fred Vargas, eine französische Bestsellerautorin an der sich doch angeblich die Geister scheiden sollen. Soll ich mir das wirklich antun, zumal ich mit französischen Autoren bisher nicht so recht warm geworden bin? Nun hab ich es endlich doch gewagt und kann schon mal abschließend sagen: Gut, dass ich das getan habe. Keine Frage, Fred Vargas schreibt unvergleichlich und einzigartig, Parallelen zu anderen Autoren bzw. Autorinnen können meines Wissens nicht gezogen werden. Ihr Stil wird und kann nicht jedermanns Sache sein, so skurril ist ihre Schreibe, so poetisch-philosophisch ihre Wortwahl. Und trotz dieser offensichtlichen Andersartigkeit ist bereits ihr zweites Buch aus der Reihe um den Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg (das erste ist meines Wissens nach bislang unübersetzt), "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord", ein Krimi reinsten Wassers. Die Geschichte beginnt in Paris. Adamsberg ist aufgrund überdurchschnittlicher Leistungen aus seiner Heimat, den zerklüfteten, einsamen Bergen der Pyrenäen, in das 5. Arrondissement der Hauptstadt versetzt worden. Ein besonderer Ruf eilt ihm voraus, ist er doch dafür bekannt, sehr komplizierte Fälle auf äußerst unkonventionelle Art und Weise zu lösen. Oftmals reichen ihm mehrere Gespräche mit dem Verdächtigen, um dessen Grausamkeit zu "riechen" und ihn allein aufgrund reiner Intuition in die Mangel zu nehmen. Verständlich das diese Vorgehensweise nicht überall auf Begeisterung stößt. Besonders Capitaine Adrien Danglard, ein zielgerichteter und messerscharf logisch denkender Mensch und allein erziehender Vater von fünf Kindern, kann sich mit der sprunghaften Art seines Vorgesetzten anfangs so gar nicht anfreunden. Doch ein mysteriöser Fall schweißt die beiden so unterschiedlichen Ermittler zusammen. Über Nacht erscheinen immer wieder blaue, mit Kreide gemalte Kreise auf den Bürgersteigen von Paris, in deren Mitte sich jedes Mal ein alltäglicher, banaler Gegenstand befindet. Während die Öffentlichkeit dies eher amüsiert zur Kenntnis nimmt, beschleicht Adamsberg ein ungutes Gefühl. Und allzu bald scheinen sich seine Befürchtungen zu bestätigen: Eine Leiche mit durchgeschnittener Kehle liegt in einem der Kreise... Eine spannende Ausgangsposition, die Fred Vargas im weiteren Verlauf mit mehreren Winkelzügen geschickt weiterzuspinnen vermag und mit gleich einer ganzen Gruppe schrulliger Figuren belebt. Diese detailliert gezeichneten Charaktere, die ihre Krimiwelt beleben, sind es, welche den Reiz ihrer Bücher ausmachen. Ob man sie mag oder nicht: Durch ihre Andersartigkeit hebt sich dieses Werk wie wohl auch die Serie aus dem Mainstream heraus, schlägt es die Brücke zwischen der Spannungs- und der anspruchsvollen Unterhaltungsliteratur. Ganze Passagen muten poetisch an. Und auch wenn man sich bewusst ist, dass kein echter Mensch je so reden oder denken wird, lässt man sich von Vargas' Magie gefangen und an der Hand nehmen. Stets bleibt sie amüsant und spritzig, überrascht sie mit ungewöhnlichem Einfallsreichtum. Auch was die Lösung des kuriosen Falls angeht, die mich persönlich sehr begeistert hat. Einzige Kritikpunkt sind streckenweise ihre Ausschweifungen, die sich manchmal doch zu sehr von der eigentlichen Handlung entfernen und die Geduld des Lesers etwas auf die Probe stellen. Insgesamt ist "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" aber ein extravagantes Leseerlebnis und eine lohnende Erfahrung der besonderen Art, die bei mir Lust nach mehr geweckt hat.

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  • Rezension zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. May 2011 um 09:25

    Das war mein Einstiegsbuch für Fred Vargas, seitdem bin ich hängengeblieben. Wen schrullige, nicht immer realistische Charaktere und Ermittlungsmethoden in Krimis nicht stören, ist hier richtig. Leichte Kost zum Abschalten, nicht immer ganz schlüssig, aber schön geschrieben.

  • Rezension zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. August 2010 um 19:05

    Aus der Grundidee hätte man durchaus eine richtig spannende Geschichte machen können, wenn da nicht... ...ach, die Geschichte ist einfach zu durchgeknallt. Es kam mir vor, wie die französischen Version von "Kottan ermittelt". Daher nur 2 magere Sternchen von mir. Weitere Bücher von Fred Vargas erspare ich mir dann.

  • Rezension zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    wunderbar79

    23. June 2010 um 10:17

    Man mag sich wundern über diesen eigenartigen Kauz Adamsberg, aber man muß ihn lieben. Eine wirre und seltsame Krimihandlung, die sich wie ein Strudel um die wunderbar gezeichneten Charaktere zieht. Lesenswert!

  • Rezension zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Cerepra

    29. November 2009 um 16:00

    Sehr guter Auftakt für die Krimi-Reihe Adamsberg. Die Figuren und die Dialoge sind so genial und surreal, dass man den Eindruck hat man befindet sich in einer anderen Welt. Vargas hat einen derart poetischen Stil, dass man eigentlich nicht glauben kann, dass man einen Krimi liest und Mord und Totschlag an der Tagesordnung stehen. Die einzige Beschwerde bezieht auf die deutsche Übersetzung des Titels. Der hat mit der eigentliche Geschichte nichts zu tun. Warum kann man nicht einfach mal wörtlich übersetzen. Die Autorin wird sich bei dem Titel schon was gedacht haben.

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  • Rezension zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    rallus

    02. November 2009 um 13:57

    Sehr skurril aber nie überzeichnend, spannend und in der Auflösung doch wieder klassisch. Die Figuren sind liebevoll festgehalten, es fliesst viel Philosophie noch wirkt aber Adamsberg etwas verhuscht auch wenn sein Privatleben und seine Leidenschaft kurz aufblitzt. Bin auf die nächsten Romane sehr gespannt!

  • Rezension zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

    Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

    Jens65

    11. August 2008 um 15:49

    Großartiges Buch, voller skurriler Lebensweisheiten.
    Wort für Wort ein Genuß. Die sehr gut ausgedachte Kriminalstory gibt den Figuren Gelegenheit sich dem Leser vorzustellen, drängt sich aber an keiner Stelle in den Vordergrund.

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