Schwesterlein muss sterben

von Freda Wolff 
4,0 Sterne bei87 Bewertungen
Schwesterlein muss sterben
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Positiv (62):
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Eine Psychologin und ihr ex lösen den Fall ...

Kritisch (7):
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Selten so gelangweilt....

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Inhaltsangabe zu "Schwesterlein muss sterben"

Du musst schwimmen – sonst stirbst du

Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin – bis sie an Aksel gerät, ihren schwierigsten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch ihrer Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet, gerät Merette beinahe in Panik – und sie findet heraus, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen. Die Opfer waren immer junge Mädchen – wie Julia und Marie.

„Ich bin Profi. Ich dachte, mich könnte so leicht nicht mehr erschüttern. Aber
dieser Thriller hat mich voll erwischt.“ Dietmar Bär

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746631516
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:21.09.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 18.03.2014 bei audio media verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Irvevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nur phasenweise spannend, dafür hat das Ende eine dicke Überraschung! http://irveliest.wordpress.com
    *+* Schwimm oder stirb! *+*



    .
    Merette Schulman ist Psychologin und übernimmt den Fall „Aksel“. Bereits bei der ersten Sitzung gesteht er ihr den Mord an seiner damals 14-jährigen Stiefschwester und setzt hinzu, diesem seien noch weitere gefolgt. Recherchen offenbaren Merette, dass es an allen Orten, an denen Aksel sich in der Vergangenheit aufgehalten hat, Todesfälle gab – die jungen Frauen waren jeweils so alt, wie seine Stiefschwester es zu diesem Zeitpunkt gewesen wäre.
    Zufall – oder nicht?

    Merettes Tochter Julia hat einen neuen Freund, der ein Zusammentreffen mit der Psychologien meidet wie der Teufel das Weihwasser. Zudem gibt es einige Ungereimtheiten in Bezug auf den jungen Mann und er weist einige der Merkmale Aksels auf.
    Zufall – oder nicht?

    Marie plant, ihre Freundin Julia zu besuchen. Die beiden Frauen ähneln sich sehr stark. Marie kommt wider Erwarten nicht bei Julia an.
    Zufall – oder nicht?

    Der Schreibstil hängt von der Erzählperspektive ab. Es gibt Kapitel, die Julia bzw. Merette gewidmet sind. Hier werden die Geschehnisse aus Sicht der jeweiligen Frau erzählt – Hintergrundinfos vielfältigster Art inklusive, was dem Thriller phasenweise eine etwas romanhafte, langwierige Stimmung verlieh - Die Rezension ist meinem LiBlog entnommen: https://irveliest.wordpress.com/2016/06/02/freda-wolff-schwesterlein-muss-sterben/ - Erst zum Schluss hin, als sich die Auflösung nähert, bricht in diesen Phasen mehr und mehr die Spannung durch. Als durchweg interessant und fesselnd habe ich hingegen die Kapitel empfunden, die den Leser in die Gedankenwelt des Täters eintauchen lassen – hier war die Spannung viel greifbarer und deutlich spürbar.

    Der Showdown ist grandios gelungen, vieles klärt sich auf und das Ende überrascht mit vielen Wendungen, was mir sehr gut gefiel.

    Die Charaktere sind je nach Stellenwert für den Thriller unterschiedlich stark ausgearbeitet. Am überzeugendsten waren für mich die Nebenfiguren gelungen, denn die weiblichen Hauptcharaktere verhielten sich stellenweise überraschend einfältig für ihre eigentliche Klugheit. Der Charakter des Täters ist leider nicht wirklich transparent konstruiert. Mich hätte sehr die Motivation für seine Taten interessiert. Diese blieb derart erklärungslos ebenso unnachvollziehbar wie Aksels immer wieder erwähnte Aversion.

    Als mein Fazit kann ich zusammenfassen, dass mich „Schwesterlein muss sterben“ eher unterhalten als gefesselt hat. Seine kleinen logischen Flexibilitäten irritierten hin und wieder. Dafür ist das Ende vom Feinsten und sehr gut gelungen. Auch wenn es kein spannungsgeladener Thriller war, gelesen habe ich ihn gerne.

    Inhalt
    „Du wirst jetzt schwimmen lernen“, sagt er. „Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie.“

    Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin – bis sie an Aksel gerät, einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, bereits als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch Merettes Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet und Merette herausfindet, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen, gerät sie in Panik. Die Opfer waren immer junge Mädchen – wie Julia und Marie.

    Ein Thriller, der jede Mutter um ihre Tochter bangen lässt – und alle Töchter um ihre Mütter!

    Zum ersten Mal in ihrem Beruf wird die aus Hamburg stammende Psychologin Merette Schulman mit einem Fall konfrontiert, der sie an ihre Grenzen führt. Aksel, ein eindeutig soziopathisch veranlagter Patient, erzählt ihr bereits in der ersten Sitzung von dem Mord an seiner Stiefschwester. Er will ihr offenkundig Angst einjagen – und er erkennt schnell Merettes Schwachstelle: ihre Tochter Julia, die gerade alleine ihre erste Wohnung bezogen hat.
    Als Julia dann kurz darauf von einem netten jungen Mann erzählt, den sie kennengelernt hat, schrillen bei Merette alle Alarmglocken: Sind der Patient und der neue Freund ihrer Tochter womöglich ein und dieselbe Person?

    Autor
    Freda Wolff ist das Pseudonym des Schriftstellerpaares Ulrike Gerold und Wolfram Hänel. Ulrike Gerold und Wolfram Hänel (beide Jahrgang 1956) haben Germanistik in Berlin studiert und an verschiedenen Theatern gearbeitet, bevor sie gemeinsam zu schreiben begannen. Heute leben und arbeiten sie meistens in Hannover – und schreiben seit über zwanzig Jahren im selben Raum und am selben Tisch, ohne sich dabei mehr zu streiten als unbedingt nötig. „Schwesterlein muss sterben“, der erste Roman mit der Psychologin Merette Schulman, ist bei Rütten & Loening lieferbar. Im 2015 erschien ihr neuer Roman „Töte ihn, dann darf sie leben“.
    Quelle: Aufbau Verlag

    Kommentare: 2
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    trollchens avatar
    trollchenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, einfach toll die Natur Norwegens beschrieben.
    Spannungsgeladener Thriller aus Norwegen

    Schwesterlein muss sterben
    Herausgeber ist Rütten & Loening; Auflage: 1 (10. März 2014) und hat 400 Seiten.
    Kurzinhalt: „Du wirst jetzt schwimmen lernen“, sagt er. „Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie.“ Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin – bis sie an Aksel gerät, einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, bereits als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch Merettes Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet und Merette herausfindet, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen, gerät sie in Panik. Die Opfer waren immer junge Mädchen – wie Julia und Marie. Ein Thriller, der jede Mutter um ihre Tochter bangen lässt – und alle Töchter um ihre Mütter! Zum ersten Mal in ihrem Beruf wird die aus Hamburg stammende Psychologin Merette Schulman mit einem Fall konfrontiert, der sie an ihre Grenzen führt. Aksel, ein eindeutig soziopathisch veranlagter Patient, erzählt ihr bereits in der ersten Sitzung von dem Mord an seiner Stiefschwester. Er will ihr offenkundig Angst einjagen – und er erkennt schnell Merettes Schwachstelle: ihre Tochter Julia, die gerade alleine ihre erste Wohnung bezogen hat. Als Julia dann kurz darauf von einem netten jungen Mann erzählt, den sie kennengelernt hat, schrillen bei Merette alle Alarmglocken: Sind der Patient und der neue Freund ihrer Tochter womöglich ein und dieselbe Person? Gleichzeitig verschwindet auch noch Julias beste Freundin Marie spurlos – und Aksel erscheint nicht mehr zu den anberaumten Terminen. Merette macht sich auf die Suche nach ihrem Patienten und findet heraus, dass an allen Orten, an denen er sich aufhielt, mysteriöse Badeunfälle geschahen. Die Opfer waren immer Mädchen, deren Alter exakt dem Alter entsprach, das seine Stiefschwester haben würde, wäre sie noch am Leben. Mittlerweile wäre sie 24 Jahre alt – genauso alt wie ihre Tochter Julia. Der Roman spielt in der norwegischen Hafenstadt Bergen und an der zerklüfteten Schärenküste.
    Meine Meinung: Ich liebe ja alle Bücher, die in Norwegen spielen und wo ich ein wenig von der Landschaft mitbekomme und dieses Buch hat mir sehr viel erzählt über dieses Land. Diesmal ist es auch nicht so eine überdurchschnittliche Psychologin, die auch noch trinkt oder viele Männer hat, sondern eine ganz normale Mutter, die mit ihrer Tochter zusammenlebt und einen Ex- Mann, der Polizist ist und noch Musiker, das passt ja super zusammen.
    Der Schreibstil ist locker fluffig, es gibt auch manchmal etwas zum schmunzeln und es ist sehr spannend geschrieben. Es werden die Protagonisten sehr sympathisch dargestellt und auch die Natur kommt nicht zu kurz. Rundweg alles schlüssig, ich fand das Buch einfach nur super spannend und warte auf das nächste Buch der beiden Autoren. Denn es ist ein Pseudonym, unter dem zwei Autoren (Ulrike Gerold und Wolfram Hänel.) schreiben.
    Mein Fazit: Ein spannungsgeladener Thriller, den ich von der ersten Seite bis zur letzen voll genossen habe und ich vergebe 5 tolle  Sterne.

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 3 Jahren
    "Schwesterlein muss sterben" von Freda Wolff


    MEINE MEINUNG

    Die norwegische Psychologin Merette Schulman bekommt durch einen Krankheitsfall einen Fall zugewiesen, bei dem sie schon während des ersten Gespräches merkt, dass er ihr entgleiten wird. Denn der junge Mann, der zur Begutachtung bei ihr ist, erzählt ihr, er habe mit 14 das erste Mal getötet. Nach seiner Erzählung hat er seine kleine Schwester ertränkt. Als Merette Nachforschungen anstellt, merkt sie, dass Aksel hinter jungen blonden Frauen her ist. Und Merettes Tochter Julia ist genau das - jung, schön, blond. Als Julia dann plötzlich von einem neuen Freund erzählt, muss Merette befürchten, dass Aksel sich langsam, aber sich an ihre Tochter heranschleicht, um auch sie umzubringen. Doch dann verschwindet nicht Julia, sondern deren ehemalige beste Freundin Marie, die nach Bergen kommen wollte, um sich mit Julia auszusöhnen.

    Freda Wolff war mir bisher noch kein Begriff. Nachdem die Geschichte in Norwegen spielt bin ich irgendwie automatisch davon ausgegangen, dass es sich auch um eine norwegische Autorin handelt, wobei mir der Name schon arg un-norwegisch vorkam. Also mal kurz meine Lieblingssuchmaschine mit dem großen "G" vorne bemüht und siehe da: hinter Freda Wolff steckt ein Autorenehepaar, das aus Deutschland kommt. Ungewöhnlich, dass ein deutsches Ehepaar ein norwegisches Setting wählt, daher war ich ein wenig skeptisch. Doch abgesehen von den ab und an auftauchenden norwegischen Namen, spielt der Schauplatz für die Geschichte nur eine unbedeutende Rolle.

    Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Erzählperspektiven geschildert, mal aus Merettes Sicht, dann kommt ihre Tochter Julia mal zu Wort, aber auch Aksels Sichtweise wird dargestellt. Das hat die ganze Story abwechslungsreich gehalten. Außerdem hat es dem Spannungsbogen unheimlich gut getan, da man als Leser immer am aktuellsten Geschehen dran ist. An sich gefiel mir auch der Schreibstil der Autoren, allerdings hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit der Kapitelaufteilung. Durch die Aufteilung der Erzählweise springt man als Leser in der Zeit vor und zurück. Das heißt: wenn Merette erzählt hat, konnte es sein, dass sie bereits am Abend handelt, während das darauffolgende Kapitel dann von Julia erzählt wird. Sie erzählt vom gleichen Tag, nur springt sie wieder 12 Stunden zurück, was schon sehr verwirrend sein konnte.

    Die Charaktere waren eigentlich ganz gut ausgebaut. Alles haben durch die Bank ganz eigene Charaktermerkmale und ich hatte auch keine Probleme dabei, mir alle bildlich vorzustellen. Nur mit ihrem Verhaltensweise hatte ich ab und an mal zu kämpfen. Ich meine, wenn sich in meiner Umgebung ein Typ rumtreiben würde, vor dem ich Angst habe, dann würde ich das jemanden sagen. Oder wenn ich befüchten müsste, dass einer meiner Psycho-Patienten es auf meine Tochter abgesehen hat, dann sag ich das doch irgendjemanden. Aber nein.... diese Damen sind wohl Superwomen, die meinen, im Alleingang alles hinzubekommen. Ich verstehe zwar, warum die Autoren so vorgegangen sind, da die Geschichte andernfalls gerade mal halb so lang wäre, aber irgendwie hätte ich mir da eine differenzierte Herangehensweise gewünscht.

    Der Geschichte liegt ein ganz anständiger Spannungsbogen zugrunde. Je weiter man voranschreitet, desto rasanter wird das Tempo. Dabei war die Handlung in den meisten Teilen auch schlüssig und gut nachvollziehbar. Nur die eine oder andere Schlussfolgerung kam mir doch ein wenig konstruiert vor, um beim Leser Spannung zu erzeugen. Da aber dem ja von Anfang an klar ist, in welche Richtung die Geschichte geht und es kein Geheimnis gibt, das den Leser am Schluss noch überraschen kann, kann man darüber eigentlich sehr gut hinweg sehen.


    FAZIT

    Schwesterlein muss sterben ist ein solider Auftakt zu einer neuen Krimi-/Thriller-Reihe. Man lernt die Protagnostin Merette kennen und stürzt mit ihr gleich in ein Abenteuer. Zwar hatte das Buch auch seine Schwächen, doch im Großen und Ganzen hab ich mich die ganze Zeit ganz gut unterhalten gefühlt. Bei einer solchen Buchreihe muss meiner Meinung nach auch immer beachtet werden, dass Teil 1 immer ein wenig der Heranführung dient. Daher bin ich schon sehr gespannt auf Teil 2 und hoffe, dass ich meine Nase bald in Töte ihn, dann darf sie leben stecken darf.

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    Natalie77s avatar
    Natalie77vor 4 Jahren
    Solider Thriller mit kleiner Schwäche bei den Figuren

    Inhalt:
    Merette Schulman ist Psychologin und hat einen neuen Klienten. Dieser Mann, Aksel erzählt ihr das sein erster Mord der an seiner Schwester war. Merette bekommt Angst nicht nur um sich sondern auch um ihre Tochter Julia. Diese ist gerade wieder aus Oslo zurück nach Bergen gekommen und freut sich auf den Besuch ihrer Freundin Marie, doch diese taucht nicht auf und verschwindet spurlos. Hat Aksel sie entführt?

    Meine Meinung:

    Freda Wolff ist ein deutsches Autorenduo das die Krimireihe, die mit Schwesterlein soll sterben beginnt, in Norwegen ansiedelt.

    Hätte ich es im Nachwort nicht gelesen wäre mir an keiner Stelle aufgefallen das zwei Autoren an diesem Buch schreiben.
    Schwesterlein soll sterben ist der Beginn einer Reihe rund um die Psychologin Merette Schulman. Sie ist eine Frau die im Leben steht und in ihrem Berif gefestigt scheint. Neben ihr spielt hier ihr Ex-Mann und Ex-Polizist Jan-Ole eine Rolle und auch ihre Tochter Julia, die als potenzielles Opfer fungiert.

    Obwohl Merette laut Beschreibung die Hauptperson ist, hatte ich das Gefühl das Julia viel öfter begleitet wurde und sie wesentlich präsenter war. Nur Jan-Ole ist bis zum Schluss recht unwichtig.

    Wie so oft bei nordischen Krimis musste ich mich erstmal dran gewöhnen das sich alles duzt. Das ist dort so und hier fiel es mir aber recht leicht. Ansonsten war der Schreibstil wirklich flüssig und leicht zu lesen. Ortsangaben kamen aber die dienen mehr der ungefähren Orientierung, als das sie wirklich real wären. Freda Wolff haben sich das Recht raus genommen hier und da Orte zu verändern. Mich hat das nicht gestört kenne ich Norwegen ja sowieso nicht.
    Anfangs empfand ich es etwas als Geplänkel, dabei war die Vorgeschichte schon nicht ganz uninteressant, war mir aber ein wenig zu langatmig. Dann baute sich aber Spannung auf und erst gegen Ende flaute das wieder etwas ab.

    Die Figuren werden in Abschnitten begleitet. Julia, Merette und X als der Täter werden dem Leser hier Nahe gebracht. Hier erlebt man mit was sie erleben und kann, gerade in Bezug auf X Gedankengänge mitgehen und versuchen zu verstehen.
    Julia ist 24 Jahre alt und versucht sich von ihrer Mutter abzunabeln. Sie reagiert manchmal etwas zu bissig, was sie aber auch selber merkt. Ich hatte stellenweise das Gefühl sie wäre eher vierzehn als vierundzwanzig. So meinte sie auch alles alleine meistern zu müssen. Egal wie gefährlich es auch werden konnte. Von einer jungen Frau die schon alleine in Oslo war erwartete ich ein anderes Verhalten, besonnener und vor allem bewusster für Gefahren.
    Merette ähnelt Julia doch sehr, oder umgekehrt. Sie ist die Mutter die sich Sorgen macht und vielleicht auch ein wenig überbehütet. Auch sie scheint mir manchmal etwas unbedarft und wirkt abgesehen von den Sorgen die sie sich um Julia macht nicht unbedingt wie ihre Mutter.
    Aksel erlebt man von Beginn an in verschiedenen Situationen. Er hat schlimmes erlebt und doch ist das kein Grund zum Mörder zu werden. Er hat einen Plan den er verfolgt.
    Obwohl Aksel von Beginn an als Person X beschrieben wird gab es Situationen wo Freda Wolff es schaffte den Leser zu verwirren. Zumindest bei mir gelang das.

    Am Ende empfinde ich Schwesterlein muss sterben als guten soliden Thriller, der höchsten eine Schwäche bei den Figuren hat

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    Flohvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: hochgradig fesselnd. Ein packender Thriller in Skandinavien aus deutscher Feder...
    Fesselnder Nervenkitzel, der unter die Haut geht....WOW

    Ein Skandinavien-Thriller aus deutscher Feder eines Autorenduos. Das klingt spannend und nach einer Herausforderung. Ich habe schon viel gelesen, und auch schon viele Themenbereiche des Thriller oder Psychothriller beschritten, aber hier im Norwegen-Thriller des Autorenduo Freda Wolff mit "Schwesterlein muss sterben" hat mich nicht nur der Titel angesprochen, sondern auch die gesamte Konstellation des Buches. Das war mal wieder ein hochgradig packender Thriller, der mich überrascht und begeistert hat. Meine Erwartungen wurden übertroffen, meine Zweifel und Skepsis weggeblasen.
    Erschienen im Aufbau Verlag (http://www.aufbau-verlag.de/)

    Zum Inhalt:
    "„Du wirst jetzt schwimmen lernen“, sagt er. „Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie.“

    Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin – bis sie an Aksel gerät, einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, bereits als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch Merettes Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet und Merette herausfindet, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen, gerät sie in Panik. Die Opfer waren immer junge Mädchen – wie Julia und Marie.

    Ein Thriller, der jede Mutter um ihre Tochter bangen lässt – und alle Töchter um ihre Mütter!

    Zum ersten Mal in ihrem Beruf wird die aus Hamburg stammende Psychologin Merette Schulman mit einem Fall konfrontiert, der sie an ihre Grenzen führt. Aksel, ein eindeutig soziopathisch veranlagter Patient, erzählt ihr bereits in der ersten Sitzung von dem Mord an seiner Stiefschwester. Er will ihr offenkundig Angst einjagen – und er erkennt schnell Merettes Schwachstelle: ihre Tochter Julia, die gerade alleine ihre erste Wohnung bezogen hat.
    Als Julia dann kurz darauf von einem netten jungen Mann erzählt, den sie kennengelernt hat, schrillen bei Merette alle Alarmglocken: Sind der Patient und der neue Freund ihrer Tochter womöglich ein und dieselbe Person?
    Gleichzeitig verschwindet auch noch Julias beste Freundin Marie spurlos – und Aksel erscheint nicht mehr zu den anberaumten Terminen. Merette macht sich auf die Suche nach ihrem Patienten und findet heraus, dass an allen Orten, an denen er sich aufhielt, mysteriöse Badeunfälle geschahen. Die Opfer waren immer Mädchen, deren Alter exakt dem Alter entsprach, das seine Stiefschwester haben würde, wäre sie noch am Leben. Mittlerweile wäre sie 24 Jahre alt – genauso alt wie ihre Tochter Julia.
    Der Roman spielt in der norwegischen Hafenstadt Bergen und an der zerklüfteten Schärenküste."

    Handlung:
    Merettes Leben gerät aus den Fugen, als sie eines Tages einen einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten zugewiesen bekommt. Merette nimmt ihre Arbeit sehr ernst, sie ist Psychologin mit Herz und Seelen, doch Patient Aksel fordert nicht nur beruflich all Meretts Aufmerksamkeit, nein, schnell lässt Soziopath auch Meretts Privatleben nicht mehr los. Aksel breitet gleich in ihrer ersten Sitzung seine ganzen Taten und Gedanken aus. Er gesteht, nein er berichtet ihr regelrecht, dass er schon als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester umgebracht haben will... Aksel ist eindeutig krank, er will in die Urangst von Merette vordringen, sie manipulieren und ihre Schwächen ausloten. Schnell hat er einen Schwachpunkt in Meretts sonst so stabiler Fassade auserkoren: Julia, ihre Tochter, die gerade beginnt allein auf eigenen Beinen zu stehen und kürzlich ihre erste Wohnung bezogen hat. Eine Verkettung von Zufällen, Schicksalen und Vermissten nimmt seinen Lauf. Julia berichtet plötzlich von einem netten jungen Mann den sie kennengelernt hat. Merette ist alarmiert, ihr schrillen alle Alarmglocken: Hat sich Soziopath Aksel wirklich an ihre Tochter geschlichen, sind ihr Patient und der neue Freund von Julia womöglich ein und dieselbe Person? Dann verschwindet plötzlich Julias beste Freundin Marie, und Aksel nimmt seine Therapiestunden nicht mehr war. Aksel steht immer häufiger in Verbindung mit tragischen und unerklärlichen Unfällen, es gibt einfach zu viele Parallelen zu Aksels Berichten seiner Schandtat. Wird sich alles nocheinmal wiederholen? Was ist damals mit seiner Stiefschwester geschehen? Wer wäre sie heute? Ein Wettlauf gegen die Zeit, ein Wettlauf gegen die perfiden Wahnvorstellungen eines Soziopathen...


    Schreibstil:
    Ungern ziehe ich Vergleiche, aber hier könnte ich glatt meinen, einen Adler-Olsen oder Mankell zu lesen. Ich bin beeindruckt, genau dass, was ich mag und suche. Klasse.
    Wer zu diesen schreiberischen Werkzeugen greift, wie es unser Autorenteam Freda Wolff in "Schwesterlein muss sterben" tut, beweist eindeutig Mut und sind sich ihrem Genre Norwegen-Thriller absolut sicher. Das was die Autoren hier auftischen, ist nichts für zarte Gemüter und Leser. Hier wird auf psychologischer Ebene mit den Urängsten der Menschheit und den Abgründen der menschlichen Seele und Psyche gespielt. Gut strukturiert, bis ind kleinste Detail geplant streuen die beiden Autorin Handlungsstränge aus Damals und Heute, die lange nicht zueinander finden wollen, und so den Anschein erwecken, zwei oder gar drei unterschiedliche Storys zu verfolgen. Die Story wird aus drei unterschiedlichen Sichten und Perspektiven geschildert. Psychologin Merette, Tochter Julia und Soziopath stellen ihre Gedanken unverschleiert und ungefiltert dar. Derb, unverschönt und gnadenlos nennen die Freda Wolff die Dinge beim Namen und sorgen somit für ungefiltertes Entsetzen und Sprachlosigkeit. Hier wird kein Blatt vor dem Mund genommen. Meiner Meinung naben die Autoren positive Parallelen zu großen Größen, und müssen sich mit "Schwesterlein muss sterben" im Genre Thriller keinesfalls verstecken. Zumindes wenn es um die detaillierte Ausformung der kranken Seele und den Mordhergängen geht... Die Autoren wissen es, die Leser gleich zu Beginn an die Seiten zu fesseln. Unfreiwillig gerät man hier durch ihren Schreibstil direkt in das Geschehen und kann sich nicht mehr von den Seiten lösen. Kaum zu glauben, dass sich hier zwei verschiedene Federn ein Meisterwerk in Sachen Buch teilen, sie besitzen einen sehr durchdringenden, aufeinander eingespielten und harmonischen Schreibstil, denn sie schaffen es problemlos und ohne störende Längen die Handlung spannend zu beginnen und diese bis zum Schluß aufrecht zu erhalten und dem Leser kaum Zeit zum Luftholen und kaum Möglichkeiten für eigene Mutmaßungen zu lassen. Ihr Wiedererkennungswert ist hier zweifellos der gnadenlose und direkte Ton, die detaillierte Recherche und Kenntnis, und der Blick in die perfiden Denkstrukturen eines waschechten Psychopathen/ Soziopathen. Sie bedienen das Genre Psychothriller perfekt. Zudem Zudem würzen sie ihren Thriller mit bildhaften und erlebbaren Norwegen-Appetithäppchen. So muss Skandinavien-Thriller sein. "Schwesterlein muss sterben" beeindruckt mit gekonnten und höchst verstörenden Wortschatz, bildhaften Darstellungen, tiefen Emotionen aus Gefühl, Angst und Entsetzen, authentischen Charakteren, brutalen Wendungen und einem Wechselspiel der Perspektiven und reichlich Landcharakter des Nordens. Dieser Schreibstil bringt die Handlungen, die Gedanken und die Protagonisten sehr nahe an den Leser und fesselt ihn an die Seiten.

    Charaktere:
    Dieses Buch besteht eigentlich aus drei Hauptprotagonisten und mehreren Handlungssträngen. Aus diesen drei Perspektiven in den jeweiligen Sequenzen wird ein großer Teil der Geschichte erzählt. Dadurch ergeben sich ungeahnte Einblicke ins Damals und Heute, Puzzelteile, die sich erst spät aneinanderfügen wollen.
    Merette: Psychologin mit Leib und Seele. Bis zu einem bestimmten Tag, einem bestimmten Patienten, der sie nicht nur beruflich sondern auch privat an ihre Grenzen bringt und schier wahnsinnig werden lässt.
    Julia: Metetts Tochter, die mit ihren 24 Jahren langsam erwachsen und selbstständig wird. Sie beziht ihre eigene Wohnung und lern schon bald einen netten jungen Mann kennen, dem sie ihr Herz schenkt.
    Aksel: Gestört und schwer therapierbar. Er hat ein perfides Hirngespinnst und kriecht schon bald in Meretts Leben ein. Krank, beängstigend und perfide. Will einen Mord an seiner Stiefschwester begangen haben.
    Das Autorenduo Freda Wolff verblüfft in ihrem Thriller mit einer angenehm überschaubaren Anzahl an Charakteren, die nach und nach dem Leser nahe gebracht werden. Die beiden Autoren haben hier wirklich aus den Vollen geschöpft und sagenhaft beklemmende Psychogramme einzelner erschaffen und diese bis ins Detail an die Leser widergegeben. Es entsteht ein komplettes Bild aus Gut und Böse. Ganz besonders die Einblicke in die gestörte Welt und in die Faszination des Psychopathen und Mörders ist den Autoren erschreckend gut gelungen.

    Meinung:
    Das ganz besondere an diesem Thriller ist, dass er mich mit Hochspannung, Entsetzen und Gänsehaut versorgt hat. Bis zum Schluß war ich fast absolut ratlos, wie all diese verschiedenen Puzzleteile ein Ganzes ergeben sollen. Kaum zu glauben, dass dieser Thriller aus der Feder zweier Schreiberlinge stammt, die in Deutschland beheimatet sind, und dennoch das Genre Skandinavienthriller aus dem ff beherrschen. Diese Autoren trauen sich wirklich was, sie entsetzen, beweisen Mut und bringen eine komplexe Story und einen undurchschaubaren Fall. Dieser Thriller ist hart und gnadenlos, dennoch regt der Fall zum Nachdenken an.

    Schauplätze:
    Bergen in Norwegen an der atemberaubenden Schärenküste. Kann dieses Idyll Grausamkeit bergen? Ich libe den hohen Norden, und ich liebe die tollen Details, mit denen die Autoren ganz besonderes Norwegenflair erschaffen. Die wahre Story jedoch findet in den Gehirnwindungen des Psychopathen Aksel, der Opfer und der gebeutelten Psychologin Merette statt. Die Autoren Freda Wolff geben erschreckende Einblicke in die gestörte Gedankenwelt eines wahnsinnigen "Engels". Grandiose Umsetzung, bildhafte Darstellung, großes Kopfkino! Wir erleben viele nordische Einflüsse, die heimelige und gemütliche Welt aus privaten und beruflichen Umfeld, die langsam zu brökeln beginnt. Namenhafte Orte, Straßenzüge und Schauplätze des norwegischen Alltags. Sehr gelungen gezeichnet und authentisch dargelegt.

    Cover:
    Dieses Cover ist ein Blickfang, grandios, weckt Neugierde und läd zu Interpätationen ein. Der Titel hat einen scharfen Bezug zur Handlung, das finde ich sehr gelungen. Der Klapptext verspricht eigendlich zu wenig, denn der Inhalt ist deutlich erschreckender, als man zunächst annimmt. Hochwertige Verarbeitung, tolles Schriftbild, lockere Aufteilung.

    Das Autorenduo Freda Wolff:
    "Freda Wolff ist das Pseudonym des Schriftsteller-Paares Ulrike Gerold und Wolfram Hänel. Ulrike Gerold und Wolfram Hänel (beide Jahrgang 1956) haben Germanistik in Berlin studiert und an verschiedenen Theatern gearbeitet, bevor sie gemeinsam zu schreiben begannen. Heute leben und arbeiten sie meistens in Hannover - und schreiben seit über 20 Jahren im selben Raum und am selben Tisch, ohne sich dabei mehr zu streiten als unbedingt nötig. Im Frühjahr 2014 erscheint ihr Thriller „Schwesterlein muss sterben“ bei Rütten & Loening. "

    Ein Wort der Autoren:
    "„Mehr als jedes andere Genre bietet der Kriminalroman die Möglichkeit, gesellschaftliche Zustände aufzugreifen und abzubilden. Wir versuchen in unseren Romanen, die Welt, in der wir leben, durch Schreiben ein wenig verständlicher zu machen, Zusammenhänge zu erkennen und Handlungen nach ihren Ursachen und Motiven zu durchleuchten. Wir benutzen dabei alle gängigen Stilmittel des Thrillers und folgen einer sehr genau gearbeiteten Dramaturgie, um die notwendige Spannung zu gewährleisten,  die eine Geschichte erst wirklich zum ‚Pageturner‘ wer-den lässt. Natürlich bedienen wir uns beim Schreiben aller Freiheiten, die in der Welt der Fiktion möglich sind. Was wir beschreiben, ist niemals so passiert - aber es könnte genau so oder zumindest so ähnlich passiert sein: Die Übergänge zwischen dem, was nie geschehen ist, und dem, was möglich gewesen wäre, sind fließend. Und die fiktive Wahrheit, die dabei entsteht, mag der Realität durchaus sehr nahe kommen.“"

    Fazit:
    Ja, es gibt sie noch: Die einzigartigen verstörten Thriller, die wirklich nahe gehen und schockieren. Glasklare Leseempfehlung!

    Kommentare: 11
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    eskimo81s avatar
    eskimo81vor 4 Jahren
    "Du wirst jetzt schwimmen lernen..."

    sagt er. Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie."

    Merette Schulmann, geschieden, Psychologin aus Leidenschaft, eine 24-jährige Tochter Julia. Merette liebt ihren Beruf wirklich, bis sie an Askel gerät. Eindeutig soziopathisch veranlagt gesteht er ihr seinen ersten Mord. Mit 14 soll er seine Stiefschwester umgebracht haben. Fantasy eines Kranken oder brutale Wahrheit?

    Ein Thriller der besonderen Art. Eine Mutter die wegen ihrem Beruf ihr Kind in Gefahr bringt... 

    Freda Wolff, das Autorenpaar hat einen fesselnden, packenden und sehr intensiven Thriller geschrieben. Aus mehreren Perspektiven erfährt man die Täter- und Opferseite. Man leidet automatisch mit und möchte einfach in das Buch springen und helfen. 

    Fazit: Ein sehr lohnenswerter Thriller, nichts für schwache Nerven und nichts für ängstliche Mütter :-) 

    Kommentare: 1
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    MelEs avatar
    MelEvor 4 Jahren
    Wer nicht schwimmen kann, muss sterben

    "Schwesterlein muss sterben", ist ein Thriller, der mich nicht wirklich überzeugen konnte, denn die Handlung ist eher verwirrend und kommt auch nicht wirklich in Fahrt. Ein netter seichter Roman, dessen Grundidee wirklich gut ist, aber die Ausführung mich nicht begeistern konnte. Normalerweise finde ich an einem Buch immer irgendetwas was mich letztendlich doch mitreißen kann, aber hier habe ich vergeblich gewartet. Schon als Merette in der Nähe des Bootshauses anzutreffen ist, waren es mir doch einige Zufälle zuviel und ich hätte das Buch am liebsten zur Seite gelegt. Ein Buch abzubrechen kommt für mich in den seltensten Fällen in Frage, daher hielt ich durch in der Hoffnung doch noch etwas geboten zu bekommen, was meine Meinung der ersten 150 Seiten niederreißen kann. Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen. es liest sich quasi von alleine, das ist immer positiv und auch hier nicht anders, dennoch waren hier zu vieles an Geschehnissen, zu viele Gedanken, zu viele Zufalle, von allem ein klein wenig zu viel um mich zu überzeugen. Schade, denn der Klappentext klang toll und auch das Cover hat etwas sehr Bedrohliches. Im Thriller fehlt dieses allerdings und ich, die ich ja auch Mutter bin kann die Gefühle die Merette hegt schon nachvollziehen, aber letztendlich fand ich es doch recht oberflächlich abgehandelt. Die Personen erscheinen eher blass und werden uns nur in Auszügen präsentiert. Letztendlich ist mir keine der Personen so beschrieben worden, das ich mich in sie hätte hineinversetzen könnte. Mitunter hatte ich den Eindruck, das die Geschehnisse holter die polter abgehandelt werden um uns als Lesern einen Thriller zu präsentieren und die Romanidee noch nicht ganz ausgereift war.  Nett für zwischendurch, aber nichts was im Kopf bleibt oder so beängstigend ist, wie ich es erwartet hätte. Schade!

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    dieFlos avatar
    dieFlovor 4 Jahren
    Wasser gibt ihm Macht

    Er will, dass seine Schwester schwimmen lernt und zwingt sie damit doch in die Knie. Sie wird nicht zurück ins Boot kommen,... sie wird ertrinken und er wird sich keiner Schuld bewusst sein.

    Jahre später verschwindet Marie, sie ist 25 und wollte nach langen streit ihre Freundin besuchen, die Vergangenheit begraben und wieder mit ihr lachen. Während Marie geschlagen und verlassen in einer Hütte liegt, bemerkt er den Fehler. Marie ist die Falsche, sie ist gar nicht die Tochter der Psychologin. Also muss er noch einmal in ihre Wohnung, er braucht doch sie ... Warum?

    Freda Wolf entführt ihren Leser in einer Reise durch kranke Gedanken, fehlende Liebe und lässt die Hoffnungslosigkeit fühlen, ... Doch Mütter sind stark, sie haben Instinkte und so weiß sie, wo sie suchen muss. 

    Ihre Suche wird grausame Türen öffnen und du lernst einen kranken Menschen kennen .... 
    Fazit: ein gelungenes Debüt - ich freu mich auf mehr!

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    Gospelsingervor 4 Jahren
    Mütter, passt auf eure Töchter auf!

    Um 23:06 hat meine Tochter angerufen, dass sie den Bus um 23:13 nimmt. Um 23:30 hätte sie zuhause ankommen müssen. Um 23:35 bin ich panisch geworden - wegen weniger Minuten Verspätung in einem ruhigen bürgerlichen Stadtbezirk, die mich normalerweise nicht beunruhigen. Was ist nur mit mir los?

    Ganz einfach: Ich habe gerade dieses Buch gelesen, in dem das Gefühl einer wachsenden Bedrohung aufgebaut wird, das sich auf mich übertragen hat. Jede Mutter hat Angst um ihre Tochter, und was die Mutter in diesem Krimi durchmacht, ist etwas, wovor alle Mütter sich fürchten.

    Merette Schulman ist Psychologin in Bergen, Norwegen. Normalerweise kommt sie gut mit ihren Patientinnen und Patienten zurecht, aber nun wurde sie gebeten, ein Gutachten über den soziopatischen Aksel zu erstellen. Gleich in der ersten Sitzung erzählt Aksel, dass er seine kleine Schwester umgebracht hat. Sein Ziel, Merette damit Angst einzujagen, hat er erreicht. Denn Merettes Tochter Julia hat einen neuen Freund – ist es Aksel? Ist Julia in Gefahr?

    Als Julias Freundin Marie verschwindet und sich gleichzeitig herausstellt, dass in Aksels Umfeld mehrere tödliche Badeunfälle (oder Morde?) geschehen sind, macht Merette sich auf die Suche nach dem Mann, der es wahrscheinlich auf das Leben ihrer Tochter abgesehen hat.

    In diesem Krimi wird ganz langsam aus einem normalen Alltag der Albtraum jeder Mutter. Das eigene Kind wird bedroht, ist in Gefahr, ermordet zu werden, und das Gefühl der eigenen Ohnmacht wird immer stärker. Als Mutter leidet man mit Merette mit und würde am liebsten ins Buch springen, um selbst nach dem Mörder zu suchen.

    Zwar lässt die Spannung zwischendurch etwas nach, das wird aber durch den Showdown wieder wett gemacht. Ich habe das Buch jedenfalls förmlich verschlungen und hoffe auf weitere Bücher dieses Autorenpaares.

    Tipp für Töchter: Wundert euch nicht, wenn eure Mütter sich plötzlich mehr um euch sorgen als sonst. Das ist einfach nur ein Zeichen dafür, dass sie gerade dieses Buch lesen.



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    JamieRosevor 4 Jahren
    Schwesterlein muss sterben - Rezension


    „Du wirst jetzt schwimmen lernen“, sagt er. „Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie.“

    Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin – bis sie an Aksel gerät, einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, bereits als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch Merettes Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet und Merette herausfindet, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen, gerät sie in Panik. Die Opfer waren immer junge Mädchen – wie Julia und Marie. (Quelle: www.aufbau-verlag.de)


    Meine Meinung:


    Das Cover

    Der erste Eindruck des Buches ist das Cover und dies ist bei „Schwesterlein muss Sterben“ ein richtiger Hingucker. Es zeigt ein, an den Handgelenken gefesseltes, Mädchen, welches bis zur Taille unter Wasser ist. Der Hintergrund ist schwarz bis dunkelblau, davon hebt sich das Kleid oder Nachthemd des Mädchens in kaltem weiß und ihre bleiche Haut stark ab. Das Mädchen verschwindet im Dunkeln des Wassers. Der Titel wiederum sticht in grellem gelb hervor. Ich finde das Cover ist sehr schön gestaltet und wirft viele Fragen auf. Übrigens wirkt das Cover wenn man es in der Hand hält noch mal viel stärker als digital.

    Handlung und Stil


    Der Roman beginnt aus der Perspektive eines Mädchens, welches gefesselt und mit starken Kopfschmerzen aufwacht. Sie ist orientierungslos und weiß nicht wo sie ist, sie wurde entführt und ihr Peiniger trägt eine Maske und befiehlt ihr schwimmen zu gehen. 
    Der Anfang wirft sofort viele Fragen auf: Wer ist das Mädchen? Was geschieht mit ihr? Warum wurde sie entführt? Und warum will er, dass sie schwimmen geht? Der Auftakt des Buches versetzt einen sofort in die Handlung und Spannung hinein. 
    Die Handlung ist so aufgebaut, dass die Entführung des Mädchens den Punkt Null darstellt, und die Zeit dann Tage vorher beginnt, diesen Aufbau wie eine Zeitachse fand ich gut gemacht und hat die Spannung gesteigert, weil man wusste gleich ist es soweit, es spitzt sich zu. Außerdem wird die Handlung aus drei Perspektiven erzählt. Zum einen sind da Julia, die Tochter von Merette und die Psychologin Merette selber und zum anderen der unbekannte Täter.  
    Die Handlungsstränge sind immer wieder miteinander Verknüpft wie ein geflochtener Zopf, immer wieder wird der Leser mit offenen Fragen konfrontiert. Dies hat bei mir ungeheure Spannung aufgebaut. Der Schreibstil ist flüssig, jedoch ist mir aufgefallen, dass einige Stellen im Buch zu wenig beschrieben wurden um es sich gut vorstellen zu können. Ein Beispiel dafür ist der „Balkon“ vor Julias Wohnung mit der Feuerleiter. Das fand ich alles ein wenig dürftig beschrieben, dafür dass er immer wieder auftaucht. 
    Durch den Perspektivenwechsel und die Überschneidung der Handlungen wird der Spannungsbogen immer weiter aufgebaut und mir als Leser ist eine Frage nach der anderen durch den Kopf geschossen. Ist der mysteriöse Patient von Merette der Entführer, oder blufft er nur? Welche Rolle spielen die beiden Gärtner die bei Julia im Hinterhof arbeiten? Wer ist dieser Mikke, der aus dem nichts auftaucht den strahlenden Retter für Julia spielt und doch einige Geheimnisse zu haben scheint? Ist Mikke und Aksel die gleiche Person? Aber ich will ja hier nichts verraten. Das Buch hat mich bis zum Ende gefesselt. Erst ganz am Ende haben sich die Fragen geklärt. 
    Der Roman ist mit einem Spannenden Kapitel eingestiegen, hat dann immer mehr Spannung aufgebaut und hat zum Ende hin zügig an Tempo gewonnen. Das Ende war dann etwas schnell da und es blieben viele Fragen ungeklärt. Das kann man negativ sehen, aber mich hat es nach dem Lesen immer noch nachdenklich gestimmt.
    Die Charaktere sind bodenständig und einfach, sie haben ihre Macken und Marotten. Julia beispielsweise trinkt ihren Espresso gerne kalt und Merette ist privat ziemlich chaotisch. Solche Details machen die Charaktere menschlicher und der ein oder andere kann sich mit ihnen identifizieren. Schade fand ich, dass an manchen Stellen die Charaktere zu konstruiert erschienen. Es schien als seien sie so geformt, dass sie in die Handlung passen und nicht die Handlung nach den Charakteren. So kam es mir vor, als Julia beispielsweise naiv und vertrauensselig Mikke mit nimmt oder Merette den verletzten Aksel ins Krankenhaus fährt anstatt endlich die Polizei zu rufen. Diese Naivität fand ich schon schmerzlich dumm, aber auch solche soll es geben. 

    Fazit


    „Schwesterlein muss sterben“ ist ein Skandinavien Thriller, der einen fesselt und frösteln, der einen mitfiebern und der einen nicht mehr los lässt. Sehr gelungen! Ich hoffe auf weitere spannende Thriller von Freda Wolff.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    FredaWolffs avatar
    Liebe LovelyBooks-Gemeinde,

    wir möchten euch herzlich zu einer Leserunde zu unserem eben erschienenen Skandinavien-Thriller »Schwesterlein muss sterben« einladen.

    Wer sind wir? »Freda Wolff« ist das Pseudonym des Schriftsteller-Paares Ulrike Gerold und Wolfram Hänel – und wir möchten uns gerne kurz vorstellen: Wir sind beide 1956 geboren, haben Germanistik in Berlin studiert und lange Zeit an verschiedenen Theatern gearbeitet, bevor wir gemeinsam zu schreiben begannen.
    Inzwischen gibt es mehr als hundert Bücher von uns, die in insgesamt 25 Sprachen übersetzt sind. Wir leben und arbeiten meistens in Hannover – und schreiben seit über 20 Jahren im selben Raum und am selben Tisch, ohne uns dabei mehr zu streiten als unbedingt notwendig.

    Worum geht’s im Buch? Zum ersten Mal in ihrem Berufsleben wird die aus Hamburg stammende Psychologin Merette Schulman mit einem Fall konfrontiert, der sie beruflich und privat an ihre Grenzen führt. Aksel, ein eindeutig soziopathisch veranlagter Patient, erzählt ihr bereits in der ersten Sitzung von dem Mord an seiner Stiefschwester, den er angeblich schon mit 14 Jahren begangen hat. Er will Merette offenkundig Angst einjagen – und er erkennt schnell Merettes Schwachstelle: ihre Tochter Julia, die gerade allein ihre erste Wohnung bezogen hat.
    Als Julia dann kurz darauf von einem netten jungen Mann erzählt, den sie kennengelernt hat, schrillen bei Merette alle Alarmglocken: Sind der Patient und der neue Freund ihrer Tochter womöglich ein und dieselbe Person?

    Gleichzeitig verschwindet auch noch Julias beste Freundin Marie spurlos – und Aksel erscheint nicht mehr zu den anberaumten Terminen. Merette macht sich auf die Suche nach ihrem Patienten und findet heraus, dass an allen Orten, an denen er sich aufhielt, mysteriöse Badeunfälle geschahen. Die Opfer waren immer Mädchen, deren Alter exakt dem Alter entsprach, das seine Stiefschwester haben würde, wäre sie noch am Leben. Mittlerweile wäre sie 24 Jahre alt – genauso alt wie ihre Tochter Julia!

    Der Roman spielt in der norwegischen Hafenstadt Bergen und an der zerklüfteten Schärenküste. »Schwesterlein muss sterben« ist ein Thriller, der jede Mutter um ihre Tochter bangen lässt – und alle Töchter um ihre Mütter!

    Hier geht’s zur Leseprobe

    Dies sagt Dietmar Bär (»Tatort«) über unseren Thriller: »Ich bin Profi. Ich dachte, mich könnte so leicht nichts mehr erschüttern. Aber dieser Thriller hat mich voll erwischt.« (Übrigens liest Dietmar Bär auch das gleichnamige Hörbuch zum Roman!)

    Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich bis einschließlich 16.03. für die Leserunde bewerben. Der Aufbau Verlag stellt 25 Bücher zur Verfügung. Solltet ihr zu den Mitlesenden gehören, würden wir uns eine Teilnahme am Austausch über die Leseabschnitte und eine abschließende Rezension sehr wünschen. 

    Das ist unsere erste Leserunde bei LovelyBooks und wir sind gespannt, mit welchen Fragen ihr uns hoffentlich bald löchern werdet.

    Sehr herzlich, eure Freda (Ulrike Gerold und Wolfram Hänel)

    Mehr Informationen über uns und unseren Roman findet ihr auf der Homepage und bei Facebook.
    FredaWolffs avatar
    Letzter Beitrag von  FredaWolffvor 4 Jahren
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