Freddy Derwahl Anselm Grün

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Inhaltsangabe zu „Anselm Grün“ von Freddy Derwahl

Am 14. Januar 2010 wird Pater Anselm Grün 65 Jahre alt. Aus diesem Anlass erscheint seine erste umfassende Biografie. Sie erzählt auf bewegende Weise das Leben des Benediktinermönchs aus Münsterschwarzach, von seiner Kindheit in einem Münchner Vorort bis zu seinem Wirken als weltbekannter Autor. Mehr jedoch als um die "Erfolgsstory" geht es in diesem Buch um die Geschichte seines Lebens, um Berufung, Durchhalten und um eienn außergewöhnlichen Menschen.

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  • Biografie eines sympathischen Benediktinermönchs

    Anselm Grün
    olli2308

    olli2308

    12. February 2014 um 13:07

    Verschwiegen sei er, scheu und schüchtern – so beschreibt Freddy Derwahl, der belgische Journalist und Autor der Biografie über Papst Johannes XXIII, in diesem Buch den katholischen Benediktinermönch Anselm Grün. Trotzdem erfährt der Leser hier viel über den Menschen hinter der Mönchskutte, der sich für ein Leben gegen die Ehe und für Gott entschieden hat. Er kommt mit 300 Euro im Jahr aus, fährt einen alten Golf und lebt in einer 20 Quadratmeter großen Zelle mit Bad und Dusche auf dem Flur. Niemand in Deutschland ist als Lebenshilfe-Autor erfolgreicher als er. Mehr als 15 Millionen Mal verkauften sich seine Bücher, viele davon über den Vier Türme Verlag in der Abtei Münsterschwarzach in Franken. 300 Schriften tragen seinen Namen als Autor. Wie schafft er das? Durch Disziplin. Jeden Dienstag und Donnerstag von sechs bis acht Uhr schreibt er an seinen Büchern. Aber das ist noch nicht alles. Über sein geregeltes Klosterleben hinaus hält Pater Anselm im Jahr um die 200 Vorträge über Glück, Gott und Partnerschaft, hält Seminare vor Führungskräften, und er beantwortet jeden Brief persönlich. In der Abtei lebt er als Mönch und so genannter Cellerar, das heißt, er ist als Chef der Verwaltung für die 160 Mönche und viele weitere Mitarbeiter in den 20 Betrieben der Abtei verantwortlich. Mit 19 Jahren, direkt nach dem Abitur, trat Wilhelm »Willi« Grün, geboren am 14. Januar 1945 in Junkershausen, in die Abtei Münsterschwarzach ein und wählte für sich den Klostername »Anselm«. Eine Entscheidung für Gott und »um nicht zu verbürgerlichen«. Von 1965 bis 1971 studierte er Philosophie und Theologie in St. Ottilien und Rom. 1974 promovierte er zum Doktor der Theologie, wobei er sich in seiner Dissertation mit Karl Rahner beschäftigte. 1974 bis 1976 studierte er Betriebswirtschaftslehre in Nürnberg, um das Amt des Cellerars ausüben zu können. Ähnlich wie Neale Donald Walsch bewegt auch Anselm Grün die Frage, wie wir die Gegenwart Gottes täglich in uns wachrufen können, um Kraft und Mut für die vielen Aufgaben zu schöpfen, die der Alltag uns abverlangt. Er findet seine Antworten in der Stille, in der Meditation und im Gebet, und diese Botschaft gibt er gerne an Menschen weiter, die in existenzielle Lebenskrisen, die »immer auch spirituelle Krisen sind«, geraten. Nirgends kommt seine Berufung stärker zum Ausdruck als in seinem Engagement für das 1991 ins Leben gerufene Recollectio-Haus, wo er zusammen mit anderen Seelsorgern und Therapeuten andere Geistliche betreut, die in eine Krise geraten sind. Gegen anfänglichen Widerstand der Kirchenoberen etablierte er dort ein neues Modell zeitgemäßer Seelsorge, die sich als Quelle nicht nur auf die Bibel bezieht, sondern auch auf die mystischen Weisheiten des Wüstenvaters Evagrios Pontikos (er rang sein Leben lang zwischen den Anfechtungen des sinnlichen Lebens und seiner asketischen Suche nach Gott), die analytische Psychologie C. G. Jungs und die transpersonale Psychologie Graf Dürckheims – alles Richtungen, mit denen sich Anselm Grün intensiv beschäftigt hat, was ihm nicht nur Beifall, sondern auch Skepsis innerhalb der Kirche einbrachte. Die wichtigste Erfahrung im Umgang mit den Hilfe suchenden Menschen ist für Anselm Grün die Demut: »Auch ich muss jeden Tag in die Tiefe der eigenen Menschlichkeit hinabsteigen und alles, was in der menschlichen Seele auftaucht, ansehen. Da geht es um Sehnsüchte, Bedürfnisse, Gier, Aggressionen, Sexualität und die dahinter versteckte Trauer, Angst, Schmerz und Verzweiflung. Nur wenn wir alles, was in uns ist, wirklich wahrnehmen, können wir es im Gebet Gott hinhalten.«

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