Frederick Forsyth Der Schakal: Thriller

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Inhaltsangabe zu „Der Schakal: Thriller“ von Frederick Forsyth

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  • Höchste Spannung

    Der Schakal: Thriller
    BeaMilana

    BeaMilana

    Die Story dieses weltberühmten Thrillers dürfte den meisten durch die Verfilmungen bekannt sein. Die französische Untergundorgansiation OAS engagiert einen eiskalten Auftragskiller, um den verhassten Präsidenten Charles de Gaulle endlich aus dem Weg zu räumen. Der Leser wird nicht nur Zeuge eines atemberaubenden Kopf an Kopf Rennens zwischen dem Schakal und seinem Jäger, Kommissar Claude Lebel, sondern erfährt auch authentische Hintergrundinformationen zur Arbeit europäischer Geheimdienstorgansiationen und den politischen Gegnern Frankreichs im Kontext der Historie. Auch wenn die Sprache manchmal etwas umständlich und gestelzt klingt, beeindruckt die Story durch Glaubwürdigkeit, Detailgenauigkeit und ein hohes Erzähltempo, das nie durchhängt. Aufgrund eines ersten Exposés wurde Forsyths Erstlingsroman von zwanzig Verlegern abgelehnt, weil er von einem Attentat an dem höchsten französischen Politiker handelte, der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lebte. Als er jedoch den fertigen Roman vorlegte, brachte er es fertig, den Leser permanent in einem Zustand negativer Spannung zu halten, und wurde ein Millionenbestseller. Zu Recht: DER SCHAKAL ist ein handwerklich erstklassiger Pageturner – es lohnt sich ihn zu lesen!

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    • 4
  • Mythos unter den Thrillern

    Der Schakal: Thriller
    JulianSkupin

    JulianSkupin

    „Der Schakal“ ist ein erstmals 1972 in deutscher Übersetzung im Piper-Verlag erschienener Thriller, geschrieben von Frederick Forsyth, in dem die französische Untergrundorganisation OAS (Organisation de l´armée de secrète) einen Profikiller, genannt der Schakal, anheuert, um den französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle zu töten. Die fiktive Geschichte ist inspiriert von dem fehlgeschlagenen Attentat auf Charles de Gaulles in Petit-Clamart 1962. Nach Anheuerung des Profikillers durch die OAS beginnt ein klassisches Katz- und Mausspiel zwischen dem französischen Kommissar Lebel und dem Schakal, der nichts dem Zufall überlässt und sein Attentat penibel vorbereitet. Lebel kommt trotz seiner akribischen Recherchen, seinen internationalen Beziehungen und des hohen Arbeitspensums, das ihn dazu zwingt, in seiner Einsatzzentrale zu schlafen, immer einen Schritt zu spät. Der Schakal reist quer durch Europa, um sich auf gerissene Weise mehrere Identitäten zu besorgen und sich das beste Scharfschützengewehr anfertigen zu lassen. Der Anschlag soll am Tag der Befreiung von Paris am 25. August stattfinden. Der Schakal ist mittlerweile zu einem Mythos im Thriller-Genre geworden. Das liegt zu einem Großteil an dem exzellent herausgearbeiteten Antagonisten, der gerissen, clever und skrupellos agiert, und den gesamten französischen Staatsapparat lange an der Nase herumführt. Der Schakal ist ein Verwandlungskünstler, er kann innerhalb von Sekunden eine andere Rolle verkörpern, wenn es die Umstände erfordern; und er schreckt vor keiner Tat zurück: er tötet Homosexuelle, Frauen und andere Zeugen, die ihn verraten können. Er dient nur seinem Auftrag und handelt, wie man es von einem Profi erwartet: zielstrebig und ohne Emotionen. Forsyths Thriller zeichnet sich darüber hinaus durch ein hohes literarisches Sprachniveau aus, was für einen Thriller außergewöhnlich ist. Seine Sprache ist sehr bildlich, man kann sich die Schauplätze lebhaft vorstellen. Er erzeugt dadurch eine einzigartige Atmosphäre, die vor allem am Ende des Romans bei dem Treffen mit der Baronin de la Chalonnière in der sommerlichen französischen Provinz beim Leser fast romantische Gefühle hervorruft, die in krassem Gegensatz zu der Handlung stehen. Trotz teilweise langer Sätze, bildlicher Beschreibungen und geschicktem Aufbau der Schauplätze besticht der Thriller durch eine unerträgliche Spannung. Dass man den Ausgang des Attentats als Leser erahnen kann, tut der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil; vielleicht ist das gerade das Mittel, das „Suspense“ im Sinne des Altmeisters Hitchcock erzeugt. Der Schakal hat vom Aufbau her sicherlich eine Reihe von Autoren inspiriert, die Handlung zu einem großen Teil aus der Sicht des Antagonisten zu verfassen. Beispielsweise erzählt Ken Follett die Handlung seines Thrillers „Die Nadel“ sehr lange aus der Sicht des Antagonisten. Man könnte noch so viel über den Schakal schreiben. Fazit bleibt, dass es sich bei Forsyths Werk um einen kompletten und reifen Thriller mit hohem Sprachniveau, unerträglicher Spannung und komplexen Charakteren handelt. Das Buch sticht eindeutig aus dem Genre Thriller heraus und es wäre keinesfalls übertrieben, den Roman aufgrund seiner tiefgründigen Struktur und der penibel ausgearbeiteten Charaktere als Klassiker zu bezeichnen. Empfehlenswert ist die Verfilmung von Fred Zinnemann aus dem Jahr 1973, die wahrscheinlich zu den besten Adaptationen eines Buches überhaupt zählt.

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    • 2
  • Der Schakal

    Der Schakal: Thriller
    Angel10

    Angel10

    Der Roman spielt 1962 / 1963 in Europa. Charles de Gaulle ist Präsident Frankreichs. Als Gegenbewegung zu seiner Regierung wurde 1960 / 61 die OAS (Organisation der geheimen Armee) von Generälen gegründet, die Algerien als französische Kolonie halten wollten. Mehrere Attentate auf de Gaulle, von fanatischen Anhängern ausgeführt, scheiterten. Die drei führenden Köpfe der OAS verschanzen sich in einem Hotel und hecken einen teuflischen Plan aus: ein Profikiller, der autonom arbeitet, soll die Tat endlich vollbringen. Damit erhofft man sich eine hohe Chance des Erfolges und die Geheimdienste wurden weitgehend ausgeschaltet. Der Roman konnte mich nach so vielen Jahren immer noch in seinen Bann ziehen. Zwischen dem Killer "Schakal" und dem französischen Kommissar Lebel entbrennt ein erbitterter Wettkampf. Der Schakal reist mit mehreren Pässen und färbt sich die Haare, der Geheimdienst arbeitet mit Karteikarten, heute erscheint das unvorstellbar.

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    • 2
    Arun

    Arun

    18. November 2014 um 08:53
  • Rezension zu "Der Schakal: Thriller" von Frederick Forsyth

    Der Schakal: Thriller
    Vinschen

    Vinschen

    15. February 2013 um 16:19

    Drei mal wurde das Buch, das 1971 erscheinen ist und auf historischen Hintergrundtatsachen beruht, verfilmt - alle Filme sind mir bekannt. Wer kennt nicht mindestens eine dieser Verfilmungen, zumindest die von 97´mit Bruce Willis. Auf einem Trödelmarkt für 50 Cent erbeutet, habe ich das Buch in diesen Wochen in die Hand genommen und konnte es nicht mehr weglegen. Es ist die Geschichte eines raffinierten Berufkillers, der den Auftrag erhält den französischen Präsidenten (Charles de Gaulle) zu ermorden - und die Geschichte des Kommissars Lebel, der dies verhindern soll. Die Geschichte ist bekannt, eigentlich eine klassische Räuber- und Gendarm-Geschichte - dennoch...! Forsyth versteht es, seinen Leser in den Bann zu ziehen. Unglaublich realistisch und spannend geschrieben. Ich bin kein großer Freund von Thrillern, aber aus reinem Interesse an dem Erfolgsroman von 1971 (!!!) habe ich es gelesen und kann jedem versprechen - es lohnt sich, diesen "alten" Klassiker einmal selbst "neu" zu entdecken

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