Frederick Forsyth Die Akte Odessa

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Inhaltsangabe zu „Die Akte Odessa“ von Frederick Forsyth

Nach dem Selbstmord des alten Juden Taubers wird einem jungen Reporter dessen Tagebuch in die Hände gespielt. Minutiöse Aufzeichnungen lassen den Verdacht aufkommen, dass ein grausamer Lagerkommandant noch am Leben sei. Der Reporter recherchiert und gerät dabei in die Fänge ehemaliger SS-Angehöriger, der Geheimorganisation Odessa. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

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  • Rezension zu "Die Akte Odessa, 6 Audio-CDs" von Frederick Forsyth

    Die Akte Odessa
    I_love_books

    I_love_books

    31. December 2012 um 00:02

    Es ist das Jahr 1963, als Kennedy ermordet wurde. Der Jude Salomon Tauber – ein Überlebender des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald – sah für sich keinen anderen Ausweg, als den Freitod zu wählen. Tauber verknüpfte damit seine letzte Hoffnung: Dass die Hamburger Polizei seinen Peiniger, den “Schlächter von Riga” / KZ-Leiter Eduard Roschmann, anhand seiner Tagebucheinträge finden und zur Rechenschaft ziehen wird. Doch dem ist nicht so. Nur der Journalist Peter Miller befasst sich mit den Aufzeichnungen Taubers und somit mit den grauenhaften Taten Roschmanns. Er beginnt zu recherchieren, was aus den vielen Nazi-Verbrechern nach Beendigung des zweiten Weltkrieges geworden ist und stößt mehr oder minder auf Verschwiegenheit und Desinteresse seitens der deutschen Behörden. Nun hat Miller als Journalist natürlich erst recht Blut geleckt und beginnt eine Naziverbrecher-Jagd, die ihn das Leben kosten könnte. Mein Fazit Der Mythos der Akte Odessa – der Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen – ist seit der ersten Veröffentlichung von Forsyth’ Roman im Jahre 1972 immer noch nicht ad acta gelegt. Der Holocaust-Überlebende und allseits bekannte Nazi-Jäger Simon Wiesenthal (verstorben im Jahre 2005) war der festen Überzeugung, dass es eine globale Gruppierung gab, die den Nazi-Verbrechern zur Flucht verhalf. Andere Historiker sehen dieses “globale Netzwerk” als Übertreibung, kontrovers oder gar schlicht weg als nicht existent an. Wahrscheinlich werden wir wohl nie die ganze Wahrheit erfahren. Jedoch sind die Verbrechen in den Konzentrationslagern Tatsachen, ebenso wie die Fakten, dass diese Kriegsverbrecher – Eduard Roschmann alias F(r)ederico Wegener, Adolf Eichmann sowie Ludolf-Hermann von Alvensleben alias Carlos Lücke nach Argentinien; Josef Mengele nach Brasilien; Nikolaus Barbie alias Klaus Altmann nach Bolivien und Alois Brunner nach Syrien – fliehen und sich somit der Justiz (lange Zeit) entziehen konnten. An dem Forsyth Hörbuch berührte mich besonders die erste CD. Dort wird auf die Situation und das Zusammenleben in Deutschland vor Hitlers Hasstiraden aufmerksam gemacht: So kannte damals wohl jeder Deutsche einen Juden, man lebte Tür an Tür miteinander, arbeitete zusammen und war miteinander befreundet. Und dennoch glaubten die Deutschen irgendwann der Propaganda und schauten Weg als die größten Verbrechen vor ihrer eigenen Haustür geschahen… Ebenso bewegten mich die schrecklichen Eindrücke aus den Salomon-Tauber-Tagebuch über das KZ Riga. Auch wenn die Geschehnisse wohl nicht authentisch sind (dazu habe ich keine Quellen finden können), so stehen sie wohl stellvertretend für all die unsäglichen Gräultaten in den Konzentrationslagern.

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