Frederick Marryat Sigismund Rüstig

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Inhaltsangabe zu „Sigismund Rüstig“ von Frederick Marryat

Rüstiger Seemann erzählt auf einsamer Insel gestrandeten Leidensgenossen seine Lebensgeschichte

— RobinBook

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  • Sigismund Rüstig

    Sigismund Rüstig

    RobinBook

    03. September 2015 um 16:33

    "Sigismund Rüstig" wurde von seinem Verfasser Frederick Marryat in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts unter dem Titel "Masterman Ready, or the Wreck of the Pacific"  als Jugendroman geschrieben und gehörte mit zu meinen Lieblingsbüchern. Ich habe es schon lange nicht mehr gelesen, aber die Geschichte ging in etwa so: Ein alter Seebär will, als bei einem Sturm in der Nähe Australiens das Schiff "Gazelle" manövrierunfähig geschädigt und der ehrbare Kapitän vom zerstörten Mast bewusstlos geschlagen wird, nicht mit der Mannschaft ins Rettungsboot steigen, da diese sich aus Platzgründen weigert, die Passagiere, eine Familie mit mehreren Kindern und einer farbigen Bediensteten, mitzunehmen. Er will bei eben dieser Familie ausharren. Glücklicherweise gelingt es bald nach der Abfahrt der ungetreuen Seeleute allen Zurückgelassenen, sich auf eine bewohnbare Insel mit Trinkwasser und sogar einem gewissen Wildbestand - von früheren Gestrandeten für spätere Leidensgenossen zurückgelassen und verwildert - zu retten. Auch die Hunde und wichtige Gegenstände können gerettet werden. Es werden Unterkünfte und Lagerräume gebaut, wobei klar ist, dass die Familie ohne Rüstig wohl nicht zurechtgekommen wäre. Dieser freundet sich mit dem ältesten Sohn, Wilhelm, an. Wilhelm erzählt ihm während der Arbeit von dem ja ebenfalls schiffbrüchig gewesenen Robinson Crusoe, von dem Rüstig noch nie etwas gehört hat. Rüstig verspricht auf Wilhelms Bitte im Gegenzug, wenn die nötigsten Arbeiten verrichtet wären, der Familie auch seine eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Der Vater ist ein Gentleman, die Mutter von sehr angegriffener Gesundheit, die Bedienstete sanft und fügsam, dann ist da noch ein Kleinkind und ein halbwüchsiger Junge, der sie immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Rüstig ist sich ganz sicher, dass sein ehrenwerter Kapitän ihn niemals im Stich und sofort nach seiner Rettung nach ihm suchen lassen würde. Er hat zu diesem Zweck die Schiffsflagge der "Gazelle" geborgen und auf der höchsten Stelle der Insel anbringen lassen, damit man sie auf der Insel auch finden würde. Zunächst aber erhalten sie ganz anderen "Besuch": Eingeborene entdecken sie... Natürlich ist das Buch nicht in der heute üblichen, einen manchmal zu den absurdesten verbalen Verrenkungen zwingenden, aber der political correctnes entsprechenden Sprache verfasst. Inwieweit eine Anpassung den Gesamteindruck zerstören würde, weiß ich nicht. An Karl Mays Büchern wird ja seit Jahrzehnten herumgewurstelt. Andere Stimmen beklagen die unzeitgemäßen Passagen in typischen Frauenromanen, die zwar Klassiker genannt werden (Marlitt, Courths-Mahler, Serien wie "Trotzkopf", "Goldköpfchen" und "Nesthäkchen"), aber total die Emanzipation verschlafen haben. Meines Erachtens reicht es, wenn man in einem Geleitwort erklärt, was warum heute anders gesehen oder ausgedrückt werden sollte. Dann bleibt der Vergleich zwischen damals und heute möglich.

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  • Steuermann

    Sigismund Rüstig

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    Ein Buch aus einem Bereich der normalerweise nicht zu meinen bevorzugten gehört, würde mal sagen ein Jugendbuch. Sigismund Rüstig oder Der Schiffbruch des ''Pacific'' Die Idee dieses Buch zu lesen kam durch eine Literatursendung in der die Neuveröffentlichung "Der schweizerische Robinson" Nacherzählt von Peter Stamm besprochen wurde und "Sigismund Rüstig" als ein ähnliches Werk genannt wurde, welches bei mir noch ungelesen auf dem Dachboden lagerte. Auch passend zur Überprüfung der kürzlichen Diskussion betreffend Umbenennungen gewisser Wörter zwecks Political Correctness. Sigimund Rüstig - ist die Geschichte einer mehrköpfigen Familie mit Dienstmädchen die nach Schiffsbruch zusammen mit dem Steuermann auf einer tropischen Insel strandet. Leben und Alltag werden auf eine recht harmlose Art und Weise beschrieben wobei das antiquierte Weltbild auf mich doch sehr störend wirkte. Auch die "Überfigur" des Steuermanns hat mir weniger gefallen. Dürfte wahrscheinlich dem Datum des Erscheinens 1841 geschuldet sein, meine Ausgabe ist von 1966 inwieweit diese vom Original abweicht vermag ich nicht zu sagen, eher nicht denn das Buch enthält einen Passus über australische Ureinwohner und Bewohner der Andamanen der total daneben ist. Da nimmt sich die Bezeichnung "Neger" harmlos dagegen aus. Wenn Kinder oder Jugendliche solche Werke lesen sollte man schon einige Worte der Erklärung bereithalten.

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    NiWa

    10. July 2014 um 08:33
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