Frederik Pohl Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute

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Inhaltsangabe zu „Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute“ von Frederik Pohl

Roman. 236 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.07.1989')
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  • Werbung regiert die Welt.

    Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute
    Hypokras

    Hypokras

    08. September 2015 um 11:23

    Die Station: Pluto - Randerscheinungen der Sci-Fi. Und so beginnt es: »Als ich mich an jenem Morgen anzog, ging ich im Geiste die lange Liste von Statistiken, Ausflüchten und Übertreibungen durch, die man in meinem Bericht erwartete. Meine Abteilung - Produktion - hatte sich mit einer Serie von Krankheitsfällen und Kündigungen herumschlagen müssen, und die Arbeit lässt sich nicht erledigen, wenn keine Leute da sind. Für die Direktion allerdings würde das kaum als Entschuldigung gelten.« Zusammenfassung Kurz: Mitch arbeitet in einer der grössten Werbeagenturen, welche im 21. Jahrhundert die Welt beherrschen, wird Abteilungsleiter für das Venusprojekt und lernt auf einmal die Welt aus den Augen eines "Verbrauchers" zu sehen. Etwas länger: Im 21. Jahrhundert wird die Welt von Werbeagenturen "regiert". Natürlich ohne, dass die Verbraucher das wirklich bewusst wahrnehmen. Werbung ist allgegenwärtig und eines der schlimmsten Verbrechen sind Handelsvergehen im Allgemeinen und Vertragsbruch im Speziellen. Nachdem Mitch Courtenay zum Projektleiter für eine der gigantischsten Lügenkampagnen der Werbegeschichte befördert wird gerät er unversehens in einen Strudel aus Macht, Verrat, Intrigen und Ränkespielen. Sowohl in privater als auch in geschäftlicher Hinsicht. Kurz nachdem er in die "Starklasse" aufsteigt beginnt auch schon sein Fall in die untersten Tiefen der "Verbraucherschicht", also den 15/16 der Menschheit die es auszubeuten gilt. Zuerst weigert er sich standhaft und sucht verzweifelt nach einem Ausweg, zurück in die Bequemlichkeit der Oberschicht. Bis er ... Meine Meinung Dafür, dass der Roman schon beinhane 60 Jahre (im Original) auf dem Buckel hat ist er - etwas pessimistisch betrachtet - nicht so weit von der Realität heute entfernt wie man meinen könnte. Es ist eine Satire auf das Konsumverhalten in den USA von damals, was jedoch nicht heisst, dass er an Aktualität verloren hätte. Im Gegenteil. Kleiner Wermuthstropfen ist die Hauptfigur, deren Wandlung für mich nicht ganz nachvollziehbar ist. Zuerst fast nicht und dann sehr plötzlich. Trotzdem und vor allem wegen der Geschichte selber ist das Buch lesenswert. Die Handlung ist nämlich nicht vorhersehbar, jedenfalls bin ich mehr als ein Mal in die Irre geführt worden, allerdings ohne der inneren Logik der Geschichte Gewalt antun zu müssen. Fazit Witzig und leicht zu lesen und dank seines Umfangs eine gute Lektüre für unterwegs. Empfehlung. Gesamteindruck Sprache / Stil: 7/10 Figuren: 7/10 Handlung: 8/10 Schlusswertung: 7/10 Punkte

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