Fredrik Brounéus

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Fredrik BrounéusReinkarnation ist nichts für Feiglinge
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Reinkarnation ist nichts für Feiglinge
Reinkarnation ist nichts für Feiglinge
 (16)
Erschienen am 13.10.2014

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Rezension zu "Reinkarnation ist nichts für Feiglinge" von Fredrik Brounéus

Nichts für Feiglinge aber lustig
Ajanivor 3 Jahren

„Als hätten der Dalai Lama und Douglas Adams gemeinsame Sache gemacht“, steht im Klappentext. Nachdem ich das Buch gelesen habe, muss ich zugeben, dass es wohl eines der wenigen Male ist, in denen nicht zu viel versprochen wurde. Denn was als seichter Roadtrip eines hormongesteuerten Teenagers beginnt, gewinnt mit der Zeit immer mehr an Tiefe. Den Leser erwarten fantastische Abenteuer und absolut absurde Szenen. Kein Wunder, schließlich treffen hier unter anderem amerikanische Regierungsagenten, schriftkundige Insekten, ein Geisterauto samt Fahrer, ein buddhistischer Mönch mit miserablen Englischkenntnissen und die Reinkarnation von Adolf Hitler aufeinander.
Es ist ganz klar, dass diese Art von Humor nicht für jedermann funktioniert. Wer die überaus mitteilsamen Naturerscheinungen noch mit einem Schulterzucken hinnimmt, wird spätestens beim inneren Monolog des Protagonisten, der in diesem Fall sehr schnell zum Dialog wurde, die Stirn runzeln. Ganz richtig, das Gehirn des Protagonisten unterhält sich mit Herz, Mund, Ohren, Nieren und so weiter. Wer jetzt an Otto Waalkes‘ „Milz an Großhirn, Milz an Großhirn: Soll ich mich auch ballen?“ denken muss, der hat eine recht gute Vorstellung davon, wie das abläuft. Mich hat das zu Beginn sehr gestört, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und mochte es zum Schluss sogar.
Mit den Charakteren bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Dazu waren sie auf der einen Seite viel zu oberflächlich, auf der anderen auch viel zu abgeklärt. Und wenn ein Charakter selbst sich nur als Teil einer Reihe von Inkarnationen sieht, weshalb sollte es mich dann mehr kümmern als ihn selbst, wenn ihm etwas geschieht? Zudem vertragen sich Humor und Charakter-Drama bekanntlich nicht so gut, und in diesem Buch überwiegt der Humor.
Das Buch ist äußerst unterhaltsam und deshalb schnell gelesen. Am Ende war ich weder traurig noch glücklich, sondern hatte das gute Gefühl zuversichtlicher Gelassenheit. Und alleine dafür schon möchte ich es mit ganz vielen Menschen teilen.


Aufmachung
Das Taschenbuch überzeugt mit angenehmer Haptik und gefälligem Layout und Satz. Das Cover hat bei mir leider sehr schnell Stöße an den Ecken und Knicke am Rücken bekommen. Der dezent eingesetzte Spotlack gefällt mir super.
Der wahre Hingucker sind jedoch die Illustrationen im Inneren, die aussehen, als hätte der Zeichner direkt mit dem Bleistift in mein Buch gemalt. Ein bisschen schade fand ich, dass diese Bilder in ein paar Fällen mehrfach verwendet wurden, in einem Fall drei Mal, im anderen mit nur einer Seite dazwischen.

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thursdaynexts avatar

Rezension zu "Reinkarnation ist nichts für Feiglinge" von Fredrik Brounéus

Mir ist fad, ... man bringe mir den Hofnarren!
thursdaynextvor 4 Jahren

 

 "Reinkarnation ist (definitiv!) nichts für Feiglinge."

Nein ein Feigling ist der gutgläubige George, der sich wünscht als Pinguin zur Welt gekommen zu sein:

 

 „Ja Pinguine hatte ich immer gemocht. ich war mir nicht sicher warum. Wahrscheinlich deshalb, weil das Leben eines Pinguins so einfach ist- ein Pinguin zu sein und damit hat sich der Fall. Pinguine wünschen sich nicht Soulstars oder Kinderärzte zu werden. Die wollen einfach nur Pinguine werden, was super ist, weil sie es schließlich schon sind. Mit einer solchen Lebensphilosophie kann man nichts falsch machen.“

 

nicht.

 

Wie auch, ist er doch im vermeintlich unsterblichen Alter, niedliche achtzehn, altersgemäß hormongesteuert. Begünstigt wird diese ihm eigene Gemütslage von der „Königin des Soul“:  Austauschstudentin Kaisa, mit der Songs schreibt, statt sich der Erforschung ihres Korpus zu widmen was ihm deutlich näher liegen würde.

Mamis Liebling hingegen, ja da arbeitet er dran. Kurz vorm Abi , sehr, sehr  braves Mittelschichtkind, beginnt er sich zu fragen ob er nicht völlig plemplem wird als er mit seltsamen Zeichen und dem lästigen Geist seines kürzlich verstorbenen und wenig betrauerten Großvaters konfrontiert wird. 

Wäre die kurze Vorgeschichte mit den drei hardcorebuddhistischen Mönchen nicht gewesen, die so vielversprechend verschmitzte Dialoge führten, hätte ich nach Erstkontakt mit dem naiven George das Buch beiseite gelegt.

Doch dann wurde es unvermittelt kurzweilig, rätselhaft, absurd und zunehmend humoriger, George soll die Welt retten, ziert sich, kann aber nicht nein sagen, denn er zweifelt an seinem Geisteszustand.

Tenzin der buddhistische Mönch mit seiner Vorliebe für „Highfives“ und Ausdrücken wie „Obergeil“ der plötzlich in der vertrauten heimischen Küche sitzt trägt erheblich zu seiner Verblüffung und letztendlich Überrumpelung  bei, als er ihm eröffnet er solle den „Leuchtturm finden und das Licht ausmachen“. Tenzin eröffnet ihm auch, dass er den richtigen Leuchtturm ausmachen soll, denn versucht er es beim falschen:  „Dann ich dich töten bevor du machst. Also kein Grund zur Sorge Win -Win Situation für dich.“

So begibt  sich George auf eine seltsame Reise um wiedergutzumachen, was er getan hat wovon er keine Ahnung wie und was es ist – ein Karma Roadmovie geführt seltsamen Kompass Erscheinungen wie Schafen, Regenbogen und  Formationsvogelschwärmen.....

Fredrik Brounéus schreibt so rasant, witzig und absurd komisch dass einem kaum Zeit bleibt Luft zu holen und Gehirnstretching unabdingbar ist um George auf seiner wunderbar komisch karmischen Odysse zu begleiten. George wird vom überrumpelten „Irgendwie –Mitläufer“ zum Macher. Diese Wandlung ist  dem Stretching zu verdanken. Plemplem heißt nur, dass man sich geistig nicht weit genug gedehnt hat.

 

Es ist eine derart absurde Geschichte in und von der man sich einfach treiben lassen sollte. Und sie pusht ohne Verschnaufpause sowohl den sympathisch praktischen Protagonisten als auch den Leser. Durch die Zeit und durch buddhistische Weisheiten die wie immer sehr naiv offensichtlich, allgemeingültig und dennoch nicht zu unterschätzen sind.

Der furztrockene schwarze Humor ist Grundtenor des Romans und wem es peinlich ist in der Öffentlichkeit laute Gefühlsäßerungen wie anhaltendes Lachen und Kichern von sich zu geben der lese besser daheim für sich.

Ein Buch für Menschen die, open minded, brainstretched, einfach nur im Kontext von ein wenig Absurdität, skurrilen Protagonisten und ausschweifender Autorenfantasie eine fantastisch, spassige Reise mit Zwischenstationen in der Ernsthaftigkeit, fernab handelsüblicher Fantasyschinken antreten wollen. Womit wir wieder bei der Überschrift sind

(Mir ist fad, ... man bringe mir den Hofnarren!)

 

Mir hat Fredrik Brounéus „Reinkarnation ist nichts für Feiglinge“ einen herrlich auschweifenden Hofnarren gegeben. Mehr solcher Bücher die unterhalten, die Lebensfreude wecken und dabei nicht unterfordern dürfen gerne den Weg zu mir finden.

 

Also ran an die Story wenn ihr dehnfähig seid.

 

5 Dodos

Kommentare: 3
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Samy86s avatar

Rezension zu "Reinkarnation ist nichts für Feiglinge" von Fredrik Brounéus

Kam so gar nicht an mich ran! :(
Samy86vor 4 Jahren


Inhalt:

 

Was passiert wirklich, wenn wir tot sind? Wo geht die Reise hin? Und warum vergesse ich ständig meine Passwörter?

Der 18 Jährige George Larsson lebt an der neuseeländischen Südküste und verbringt viel Zeit mit Kaisa. Doch die Ruhe und der Frieden werden ordentlich gestört, als George´s Großvater vor der Tür steht. Prinzipiell ja nichts schlimmes, doch der Haken an der Sache ist, dass sein Großvater vor langer Zeit verstorben ist! Dann versucht auch noch diese merkwürdige Erscheinung ihm weis zu machen, dass er als Retter der Welt erkoren wurde, was auch leider Gottes einige Feinde mit ins Leben gerufen hat. Als dann noch der tibetische Mönch Tenzin erscheint und ihm die gleiche Hiobsbotschaft verkündet, bleibt George nichts anderes übrig als sich auf die Reise zu machen, den Gefahren zu trotzen und sich auf die Mission zu begeben die Welt zu retten...

 

Meine Meinung:

Der Klapptext des Buches verspricht wirklich viel Witz und Humor in Verbindung mit einem eigentlich recht tollen und spannenden Thema " Reinkarnation". Aber was mich dann erwartet hat war eine Geschichte, die paradoxer und unwahrscheinlicher gar nicht verlaufen kann. 

Mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Der einzige von dem es mir Spaß bereitet hat zu lesen war " Tenzin, der tibetische Mönch". Die anderen sind eher fast unscheinbar oder sie gehen einem manchmal arg auf den Nerv. :( 

Die Dialoge unter den Organen sprengten manchmal echt den Rahmen und man hat das Gefühl, dass es nie enden würde. Dennoch muss man sagen, dass es auch Momente gab, die wirklich Spaß gemacht haben über sie zu lesen und auch ein Lächeln erzeugt haben. 

Ein kleiner, aber gelungener Akzent sind die Aufzeichnungen zu darin vorkommende Gegenstände etc. Aber auch die Kapitel-Anfänge sind sehr schön hervorgehoben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt trotz der abstrusen Handlung sehr schnell voran. Die bildhafte und recht authentische Darstellung der Charaktere und Schauorte ist auch gut gelungen, so dass man sich während des Lesens dort hin versetzen konnte. 

 

Fazit:

Leider konnte dieses Buch mit seinem paradoxen und abstrusen Handlungsverlauf  gar nicht bei mir punkten. Der Plot klingt sehr viel versprechend, konnte aber jedoch nicht in die Realität umgesetzt werden. Das Buch kann man lesen, muss man aber nicht! 

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