König der Hobos

von Fredy Gareis 
4,7 Sterne bei15 Bewertungen
König der Hobos
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Frei ist, wer nichts zu verlieren hat.

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Das Buch zeigt eindrucksvoll Glanz- und Schattenseiten einer Art zu leben auf. Macht nachdenklich und wirkt nach.

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Inhaltsangabe zu "König der Hobos"

Als blinder Passagier auf Güterzügen durch die USA

Sie pfeifen auf den amerikanischen Traum und führen ein Leben außerhalb der Gesellschaft. Getrieben vom Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung fahren die Hobos illegal auf Güterzügen durch das Land. Eine verschworene Subkultur mit eigener Sprache, moralischem Kodex und Liedern, die sich mit dem Bau der transkontinentalen Eisenbahn entwickelte und bis heute im Schatten des neon-grellen Amerika weiterlebt.

Dreieinhalb Monate reiste Fredy Gareis mit diesen Überlebenskünstlern, Landstreichern und Vagabunden durch ein Amerika, das die wenigsten kennen, und lernte von einem Hobo-König, wie man sich als blinder Passagier durchschlägt. Er erlebte Zusammenhalt und Großzügigkeit, die Weite aus Licht und Wind, Einsamkeit, Gewalt und Drogen. Geschichten, die tiefe Einblicke in die raue Seele der USA gewähren: über die Kraft des Individuums, über Enttäuschung, Wut und über das Glück, arm, aber frei zu sein.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783890294827
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:MALIK
Erscheinungsdatum:03.04.2018

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 2 Monaten
    König der Hobos

    Es macht wieder Freude, Fredy Gareis bei seinen Reisen zu folgen. "König der Hobos" ist sein neuestes Buch. Schon seine Radreise von Israel nach Deutschland und seine Durchquerung Russlands waren wirklich lesenswerte Reportagen. Aber als blinder Passagier durch die USA, versteckt in Güterzügen...Wahnsinn. Ich finde es ist ein fesselndes Buch, mit vielen gesellschaftlichen und geschichtlichen Infos über das Loslassen und fortgehen speziell auf Schienen quer durch Amerika. Ein absolut neuer Einblick in eine mir bis dato fremde Lebenswelt hat sich mir beim Lesen eröffnet und ich war wirklich neugierig Seite für Seite mehr über die Hobos zu erfahren.
    Eine äußerst lesenswerte Reportage, die ich gerne weiter empfehle. 

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    Revontulets avatar
    Revontuletvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Frei ist, wer nichts zu verlieren hat.
    Frei ist, wer nichts zu verlieren hat.

    Ganz nach den Liedzeilen von Janis Joplin „Freedom's just another word for nothin' left to lose” kann das Leben der Hobos in den USA zusammengefasst werden. Rastlos leben sie einen Traum von Freiheit, der so ganz anders als der amerikanische Traum ist. Die Hobos fahren illegal auf Güterzügen durch die USA und Fredy Gareis hat ein paar von ihnen für ein paar Monate begleitet.
    Das Buch hat mich unheimlich gefesselt, Garais hat ein Talent dafür, Erlebnisse, Dinge und Menschen zu beschreiben; ich hatte nicht nur das Gefühl, dabei zu sein, sondern wollte für den Moment tatsächlich meine Sachen packen und all die unwichtigen materiellen Dinge hinter mir lassen.
    Doch Garais beschreibt nicht nur ein romantisches Leben auf den Schienen, sondern fängt auch ein anderes Bild ein. Hunger, Betteln, Alkohol und Drogen oder das Leben von Kriegsveteranen, die es in diese Parallelgesellschaft verschlagen hat, gehören ebenso zum Alltag und sind der Preis, den diese Freiheit mit sich bringt. Zwischendurch gibt uns Garais ein paar Infos und Fakten zur Geschichte von Amerika und dem Ausbau des Zugnetzes. Außerdem gibt es in der Mitte des Buches eine Bildstrecke, die Orte und Personen zeigt, die im Buch vorkommen.
    Dieses Buch ist mehr als nur ein Reisebericht – es zeigt eine ganz eigene Art zu leben und zu reisen, wenn man es denn überhaupt so nennen mag.

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    berkas avatar
    berkavor 5 Monaten
    Züge ohne Bahnhof

    Eine besondere Reise hat Fredy Gareis da gemacht, die kaum ein Leser selbst antreten wird. Ein Abenteuer mit skurrilen Hauptdarstellern. Sie sind als Hobos in amerikanischen Güterzügen unterwegs, oder leben in deren Umfeld.


    Der Autor ist mitgereist und hat dabei beobachtet, er nimmt so wenig Einfluß auf die Abläufe wie möglich und beschreibt die Ereignisse und Lebensumstände. Drogen, Bettelei, Kälte, die Polizei und das Zugpersonal kommen immer wieder vor, die Suche nach der nächsten passenden Verbindung und der Blickwinkel aus dem fahrenden Zug oder am Gleis, auf gelegentlich grandiose Landschaften. Die hat er auch im Foto festgehalten, im

    Mittelpunkt stehen dort ebenfalls die Menschen. Zur Hauptperson entwickelt sich immer mehr Shoestring und seine Geschichte, der man auch über seine Facebook-Seite folgen kann.


    Das Buch eignet sich nicht als Anleitung zum Mitreisen. Der Blickwinkel aus dem Güterzug ist auch ein ganz anderer als auf herkömmlichen Wegen - und die durchreisten Landschaften sind nicht gerade die touristischen Hotspots der USA. Viel mittlerer Westen und eher die West- als die Ostküste.


    Ein Abenteuer das ebenso beeindruckt wie es betroffen macht. Ich bin gern mitgereist.

    Für die Verfilmung empfehle ich Jürgen Vogel als Shoestring und Joachim Krol in der Rolle des Autors.


    Kommentare: 1
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    Saphir610s avatar
    Saphir610vor 5 Monaten
    Alles hat seinen Preis

    Hobos, bis zu diesem Buch wusste ich nichts über sie. Ja, dass es gerade in den USA Leute gibt, die illegal auf Güterzügen fahren, davon hatte ich mal gehört, aber nichts näheres gewusst und schon gar nicht den Ausdruck Hobo gekannt.

    Fredy Gareis war einige Monate mit Hobos unterwegs auf Güterzügen. Wobei es erst gar nicht mal so einfach war so einen Kontakt aufzubauen, dass der Autor auch mitgenommen wurde. Der Ritt auf den Zügen ist gefährlich, es droht Entdeckung durch die Polizei. Es ist ein Leben ohne Vorschriften und Zwänge, eine Abwendung vom Konsum und toller landschaftlicher Eindrücke. Andererseits ist es die tägliche Sorge um eine sicheren Ort, Essen, Drogen. Eine völlig andere Welt, doch auch dort gibt es Zusammenhalt und jeder hat seine Geschichte, wie überall.

    Fredy Gareis erzählt von seiner Zeit unter den Hobos. Von den verschiedenen Menschen und deren Eigenheiten. Den Erlebnissen in der Nähe der Bahngleise, von hilfsbereiten Menschen und dem Verstecken vor der Polizei. Dem Wetter, das wirklich nicht immer angenehm ist und dem grenzenlosen Freiheitsgefühl mit dem Zug durch menschenleere Landschaften zu fahren. Hier wird einem ein ganz anderes Leben gezeigt.

    Dazu die Fotos, die einige Hobos und Eindrücke zeigen. Dadurch konnte ich mir vieles besser vorstellen. Eine ganz andere Seite des Landes, die natürlich auch Frage aufwirft zu den einzelnen Lebensstilen. Die Frage, wer braucht all das Zeug, hat sich nachhaltig bei mir festgesetzt. Die Landschaft, das Gefühl der Freiheit, wer möchte das nicht mal erleben? Doch auch für mich wäre die Lebensweise der Hobos nichts.

    Der Autor schreibt in einem guten Stil über seine Erfahrungen. Dabei werden zwangsläufig auch Probleme der Leute, des Landes angerissen.

    Mal ein anderer Reisebericht und empfehlenswert.

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    stefanbs avatar
    stefanbvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Per Frachtzug durch die Vereinigten Staaten. Sehr unterhaltsam geschrieben. Zeigt ein ganz anderes Amerika.
    Per Frachtzug durch die Vereinigten Staaten

    Was macht man, um ein anderes Amerika zu erleben? Richtig: Man reist 3 Monate per Güterzug durch die Vereinigten Staaten.

    Diese Unternehmung ist der Autor Fredy Gareis eingegangen und erlebte mit den Hobos bleibende Eindrücke, und nicht nur landschaftliche. Heraus kam ein unterhaltsames Buch, welches auch Einblicke in die amerikanische Seele verschafft. Es lässt sich wunderbar lesen.

    Zu den letzten Vagabunden Amerikas zählt auch Shoestring, ein waschechter Hobo. Mit ihm und nur dem nötigsten ausgerüstet begann die Reise.
    Eigentlich braucht ein Hobo nicht viel. Sie pfeifen ja schließlich auf den amerikanischen Traum und führen ein Leben außerhalb der Gesellschaft. Aber ein Smartphone und GoogleMaps dürfen es schon sein. Dies hilft natürlich beim Zugreiten, obwohl man auch den Crew Change Guide (CCG) von Traindoc nehmen könnte, so etwas wie dem Lonely Planet- Reiseführer für die verschworene Gemeinschaft. Ohne den CCG kommt man nicht weit. Wahrscheinlich aber genauso wenig wie ohne einen erfahrenen Hobo, welcher gerne auch mal Drogen, Alkohol und Co konsumiert. Obwohl der Zusammenhalt unter den freiheitsliebenden Bürgern groß ist, sind es meist Einzelgänger mit einer klaren Vorstellung. Eine Hobo ist quasi immer auf der Flucht oder zumindest auf Achse. Gareis stellt treffend fest, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch ein Land der extreme ist. Manchmal werden sie als „Fucking home bums“ beschimpft und ein andermal bekommen sie genügende Dollars und Gutscheine, um es sich gut gehen zu lassen.

    Fazit
    Sehr gut haben mir die geschichtlichen Fakten gefallen, die der Autor Gareis immer wieder einfließen lässt. Aber auch die englischen Zitate fand ich treffend. Sie geben dem Buch das gewisse etwas. In der Mitte von „König der Hobos“ findet sich eine gelungene Bilderstrecke, die die Ausführungen des Autors unterstützt und dem Leser das Erzählte visuell darstellt. Bei der Landschaft kann man verstehen, warum sich die Strapazen lohnen.

    Meine Leseempfehlung für 2018.

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    Marion_Schemels avatar
    Marion_Schemelvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: ein lesenswerter nicht alltäglicher Trip durch Amerika aus einer anderen Sichtweise
    Was hält der Tag heute bereit?

    Als blinder Passagier auf Güterzügen durch die USA
    Sie pfeifen auf den amerikanischen Traum und führen ein Leben außerhalb der Gesellschaft. Getrieben vom Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung fahren die Hobos illegal auf Güterzügen durch das Land. Eine verschworene Subkultur mit eigener Sprache, moralischem Kodex und Liedern, die sich mit dem Bau der transkontinentalen Eisenbahn entwickelte und bis heute im Schatten des neon-grellen Amerika weiterlebt.
    Dreieinhalb Monate reiste Fredy Gareis mit diesen Überlebenskünstlern, Landstreichern und Vagabunden durch ein Amerika, das die wenigsten kennen, und lernte von einem Hobo-König, wie man sich als blinder Passagier durchschlägt. Er erlebte Zusammenhalt und Großzügigkeit, die Weite aus Licht und Wind, Einsamkeit, Gewalt und Drogen. Geschichten, die tiefe Einblicke in die raue Seele der USA gewähren: über die Kraft des Individuums, über Enttäuschung, Wut und über das Glück, arm, aber frei zu sein.
    Eine berührende Reise in einem nachdenklich machenden Buch fordert den Leser auf die Werte des täglichen Lebens neu zu überdenken. Wenn die Seele nur zuhause ist wenn der Körper von einem Fleck zum anderen fährt, die Nase in den Fahrtwind hält und jeden Tag nimmt wie er kommt, eine Freiheit die nicht jeder erträgt oder in seiner Sichtweise hat.
    Das Buch glänzt mit einer Bilderstrecke und stellt einem ein paar Charaktere vor und hilft der Phantasie auf die Sprünge, sehr eindrucksvolle Photos und viele spannende Szenen geschrieben in einem sehr flüssigen und daher gut lesbaren Schreibstil machen es leicht den Trails zu folgen. Dazu noch ein wenig Technik zum besseren Verständnis und Durchblick der Züge und Gesellschaften.
    Mir hätte ein wenig mehr Gedankenspielerei noch besser gefallen - aber wie der Autor so treffend anmerkte legte er den Fokus auf die Figuren.
    von mir eine klare Leseempfehlung um Amerika von einer anderen Seite her kennenzulernen und eine gelungene Vorstellung eines ganz besonderen  Menschenschlags.

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    Mrs. Dalloways avatar
    Mrs. Dallowayvor 5 Monaten
    Freedom's just another word for nothing left to lose

    Der Journalist und Autor Fredy Gareis war eine Weile mit den Hobos in den USA unterwegs und hat seine Erlebnisse für die Nachwelt festgehalten. Als großer Fan des amerikanischen Lebensgefühls und diverser Subkulturen wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und es hat sich gelohnt.


    Das Buch ist in drei große Teile unterteilt, die alle von mehr oder weniger bekannten Zitaten eingeleitet werden, und in der Mitte gibt es auch eine farbige Bilderstrecke, die einige Hobos vorstellt und generell einen Einblick in das Leben der Hobos gewährt. Shoestring, ein Hobo, der sogar regelmäßig auf Facebook postet, hat es mir besonders angetan. Während des Lesens habe ich seine Geschichte immer besonders gern verfolgt und mich stets mit ihm gefreut, wenn etwas Erfreuliches geschehen ist.

    Generell war das Buch super geschrieben. Die Kapitel sind recht kurz, was mir immer gut gefällt. Man lernt auch viel über die USA und die einzelnen Städte, in denen die Protagonisten Halt machen. Das war ein schöner Nebeneffekt neben dem abenteuerlichen Aspekt, den dieses Buch natürlich vorrangig zu bieten hat. Wer sich für Subkulturen der USA interessiert, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

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    Pixibuchvor 5 Monaten
    König der Hobos

    Durch das Buch hat sich mir eine bisher unbekannte Welt aufgetan in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich hatte zuvor noch nie von den Hobos gehört, konnte mit dem Begriff zuerst gar nichts anfangen, bis ich mich durch Internet, Google und dergleichen erstmals in die Materie eingearbeitet hatte und dann aber mit vollem Herzen bei der Lektüre dieses Buches dabei war. Der Autor Fredy Gareis war monatelang mit diesen Leuten unterwegs, hat mit ihnen gelebt, als sie ihm endlich ihr Vertrauen geschenkt haben. Es sind die letzten Abenteuerer im Land des amerikanischen Traumes, moderne Nomaden. Sie verzichten auf Sicherheit, Wohnung, regelmäßiges Einkommen und leben ein Leben in vollkommener Freiheit, nur sich selbst überlassen. Sie durchqueren das Land auf Güterzügen von Alaska bis Miami, setzen sich Hitze, Sturm, Regen und Kälte aus, sind auf Almosen angewiesen, holen ihr Essen aus Mülltonnen und treffen sich dann im sogenannten "Dschungel", wo sie alles miteinander teilen. Leider sind viele von den Leuten dem Alkohol und den Drogen verfallen, viele krank von dem Leben, das ihnen viel abverlangt. Wir lernen Ricardo, Tuck, Iwegan, Jewel, David, Ron, Alise Soto und vor allem Shoestring kennen, der heute schon unter den Hobos eine Legende zu sein scheint. Wunderbar sind die Fotos in der Mitte des Buches, die uns ein wenig Einblick in das Leben der Hobos geben. Sie setzen täglich ihr Leben aufs Spiel, um von einem Zug auf den anderen zu springen, viele tragen dabei lebenslängliche Verletzungen davon oder kommen dadurch zu Tode. Mich hat das Buch und das Leben dieser Leute total fasziniert und sehr nachdenklich gemacht. Sie pfeifen auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation sondern leben ihren Traum vielleicht vergleichbar mit den Cowboys früherer Zeiten. Jedoch stellt sich mir hierbei immer wieder die Frage, was diese Hobos machen, wenn sie alt und krank sind? Die Hobos sind zwar arm und eine Randgruppe der amerikanischen Gesellschaft, sie sind aber frei und haben keinen Vorgesetzten, kein tägliches Allerlei vor sich.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Mit viel Mut und Abenteuerlust geht's auf die Schienen der USA ...
    Still riding the rails ...

    Der sympathische Autor und Lebenskünstler Fredy Gareis entführt uns in eine unbekannte Welt, nämlich in den Hobo-Alltag USA, das vermeintlich letzte große Abenteuer. Ihm gelingt es mit viel Geduld in diese Welt einzutauchen, und so reist er das längste Stück des Weges mit Shoestring, einem Hobo der schon fast ein bisschen Kultstatus hat. Auf seiner Reise erfährt er Freiheit und Nervenkitzel, lernt aber auch die Schattenseiten dieses Daseins kennen. Er hat Einblick in die Welt der Drogen und des Alkohols, die von vielen Hobos in rauen Mengen konsumiert werden, was natürlich oft in der Kriminalität endet, denn beides ist nicht billig. Der Ausdruck „living life on the edge“ scheint mir perfekt zu sein um das Leben dieser „Vagabunden“ zu beschreiben. Während sie sich an eiskalten und feuchten Nächten sicher manchmal zu Hause an den warmen Herd wünschen, brennt tief in ihrem Inneren ein Feuer, das sie immer wieder losziehen lässt. Sehr schön beschreibt Fredy am Ende des Buchs, dass auch aus ihm dieses Abenteuer einen veränderten Menschen gemacht hat. Er ist rastloser geworden und entscheidet für sich „to get rid of all the clutter and stuff“ in seinem Leben.
    Mir hat das Buch mit seiner wunderbaren Bilderstrecke in der Mitte sehr gut gefallen. Ich habe viel gelernt über das Leben auf den Gleisen und den unheimlichen Weiten Amerikas. Vielen Dank, dass ich dich auf deiner Reise ein Stück begleiten durfte, lieber Fredy!   

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    Durga108s avatar
    Durga108vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Unterwegs mit Shoestring
    Fredy fährt Fracht

    Fredy Gareis fährt einige Monate als blinder Passagier auf Güterzügen quer durch die USA in Begleitung von Shoestring, einem Hobo. Hobos reisen illegal auf Güterzügen durch das Land. Ende des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach Arbeit, heute zum Teil auch. Es geht wohl aber v.a. um Freiheit, Selbstbestimmung, auf der Flucht vor der Polizei und bestimmt auch vor sich selbst. 
    Gareis erzählt einen außergewöhnlichen Reisebericht über eine außergewöhnliche Art des Reisens, eigentlich beschreibt er einen Lebensstil oder eine bestimmte Lebenseinstellung. Er ist mit Shoestring unterwegs, einem echten Lebenskünstler, um dem man im echten Leben evtl. einen großen Bogen machen würde, für den ich jedoch mit jeder Seite mehr Verständnis und Sympathie aufbringen kann. Von ihm lernt Gareis alles, was man so über das "Fracht fahren" wissen muss und das ist einiges. Sie sind nicht nur Wind und Wetter ausgesetzt, sondern auch rigiden Gesetzen, ignoranten Bürgern, Drogen und Gewalt. Gleichzeitig erleben sie jedoch auch große Solidarität und Großzügigkeit. 

    Ein sehr bewegendes und äußerst lesenswertes Buch.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    F

    Als blinder Passagier durch die USA

    Der Mann schüttelte Shoestrings Hand mit pumpenden Bewegungen. 
    "Sie sind ein richtiger Hobo?"
    "Yes, Sir. Ein Hobo bis in den Tod." 
    "Sweet mother of God. Ich dachte, die Hobos gibt es nicht mehr!" 

    Hallo liebe Lovelybooks-Gemeinde, 

    gemeinsam mit meinem Verlag Piper Malik würde ich gerne eine Leserunde zu meinem neuesten Buch "König der Hobos – Unterwegs mit den Vagabunden Amerikas" veranstalten, und verlose dafür 15 Exemplare, die ich auf Wunsch natürlich auch gerne signiere. Die Bewerbung läuft bis zum 17. April 2017. 

    Über das Buch

    Sie pfeifen auf den amerikanischen Traum und führen ein Leben außerhalb der Gesellschaft. Getrieben vom Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, reiten die Hobos illegal auf Güterzügen durch das Land, ständig auf der Flucht: vor der Polizei, paranoiden Bürgern – und sich selbst. 

    Sie heißen Tuck, Sidetrack, Minneapolis Jewel, Iowa Blackie, Angie Dirty Feet, Tattoed Slim, Railroad Ron, Frog, oder Shoestring. Alle haben in ihrer Vergangenheit etwas erlebt, das sie aus Vororten, Trailer Parks oder der Villa der Eltern auf die Schienen trieb: Missbrauch, Drogen, Krankheit, Krieg, gescheiterte Ehen, Arbeitslosigkeit, Rebellion.

    Fredy Gareis fand Eingang in diese verschworene Gemeinschaft. Dreieinhalb Monate war er mit den Vagabunden unterwegs und lernte, wie man sich als Obdachloser und als blinder Passagier durchschlägt. Er erlebte Zusammenhalt und Großzügigkeit, die Weite aus Licht und Wind, Einsamkeit, Gewalt und Drogen. Geschichten, die tiefe Einblicke in die raue Seele der USA gewähren: über die Kraft des Individuums, über Enttäuschung, Wut und über das Glück, arm, aber frei zu sein.



    Über den Autor

    Fredy Gareis wurde in Alma-Ata geboren und wuchs in einem Arbeiterviertel der Opelstadt Rüsselsheim auf. Nach der Schule schlug er sich als Barkeeper, Medikamententester und Taxifahrer durch und finanzierte so sein Reisefieber. Schließlich Studium der amerikanischen Geschichte und Literatur, gefolgt von einer Ausbildung zum Journalisten an der DJS in München.

    Danach tätig als freier Reporter für DIE ZEIT, Tagesspiegel, Deutschlandradio und andere Medien. Fredy Gareis recherchierte unter anderem fünf Monate lang Undercover in der Deutschlandzentrale von Scientology, war Stadtschreiber in Maribor, und berichtete von 2010 bis 2012 als Korrespondent aus Israel und dem Nahen Osten. Für die in der ZEIT erschienene Reportage »Ein Picasso in Palästina« wurde er mit dem Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet; für »100 Gramm Wodka« erhielt er den ITB BuchAward 2016. Eine Wahrsagerin in Russland hat ihm ein langes Leben prophezeit, sofern er denn jeden Tag mit Soda gurgelt.

    Verlosung

    Da es in dem Buch "König der Hobos" oft um Freiheit geht, würde ich gerne von Euch wissen, was Ihr unter dem Begriff versteht, bzw was Freiheit für Euch bedeutet. Mit Eurem Kommentar nehmt ihr an der Verlosung teil. Unter allen Bewerbern entscheidet dann das Los. Ich werde die Gewinner am 17. April am Abend um 19 Uhr bekannt geben. 

    Ich freue mich schon riesig, das Buch gemeinsam mit Euch zu lesen. Es ist mein drittes inzwischen und für mich etwas ganz Besonderes. Es war sehr lange in der Mache und ich bin gespannt, was Ihr von diesen ganzen Figuren haltet, die ich da draußen getroffen habe. Für mich war es jedenfalls ein gigantisches Abenteuer, und ich hoffe, das wird es für Euch auch, wenn Ihr erstmal die ersten Seiten gelesen habt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr am Ende ein Rezension auf Amazon & Co teilt. 

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