Freya Klier

 3,8 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Wir sind ein Volk! - Oder?, Dresden 1919 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Freya Klier

Freya Klier, geb. 1950 in Dresden. Autorin, Schauspielerin, Theaterregisseurin, Dokumentarfilmerin, Bürgerrechtlerin. 1980 war sie Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung, 1968 erstmalige, 1988 erneute Verhaftung und Ausbürgerung. Ausgezeichnet als „Botschafterin für Demokratie und Toleranz“ mit der „Sächsischen Verfassungsmedaille für besonderes demokratisches Engagement in Schulen, in Literatur und Kunst“ (2007), den Verdienstorden des Landes Berlin (1995) und des Freistaates Sachsen (2017), dem Bundesverdienstkreuz (2012) und dem „Franz-Werfel-Menschenrechtspreis“ (2016).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Freya Klier

Cover des Buches Wir letzten Kinder Ostpreußens (ISBN: 9783451068430)

Wir letzten Kinder Ostpreußens

 (2)
Erschienen am 15.09.2017
Cover des Buches Gelobtes Neuseeland (ISBN: 9783746681450)

Gelobtes Neuseeland

 (2)
Erschienen am 01.08.2006
Cover des Buches Dresden 1919 (ISBN: 9783451359996)

Dresden 1919

 (2)
Erschienen am 02.10.2018
Cover des Buches Wir sind ein Volk! - Oder? (ISBN: 9783451388378)

Wir sind ein Volk! - Oder?

 (2)
Erschienen am 17.08.2020
Cover des Buches Und wo warst du? (ISBN: 9783451385537)

Und wo warst du?

 (1)
Erschienen am 19.08.2019
Cover des Buches Unter mysteriösen Umständen (ISBN: 9783451033063)

Unter mysteriösen Umständen

 (0)
Erscheint am 14.09.2021
Cover des Buches Die Oderberger Straße (ISBN: 9783898091404)

Die Oderberger Straße

 (0)
Erschienen am 13.09.2017

Neue Rezensionen zu Freya Klier

Cover des Buches Wir sind ein Volk! - Oder? (ISBN: 9783451388378)KerstinThs avatar

Rezension zu "Wir sind ein Volk! - Oder?" von Freya Klier

Anekdoten zum Mauerfall
KerstinThvor 8 Monaten

Der Mauerfall ist 30 Jahre her. Bald sind wir 30 Jahre wiedervereint – sind wir nun wirklich ein Land? Darauf geht dieses Buch nicht wirklich ein. Eher sind es Anekdoten zum Mauerfall, wie die einzelnen Personen ihn erlebt haben. Darunter auch ein paar Bekannte, wie Reiner Kunze oder Norbert Lammert. An sich ist die Idee zu diesem Buch toll, doch die Umsetzung konnte mich nicht wirklich überzeugen. Neue Erkenntnisse konnte ich aus diesen Anekdoten nicht ziehen – schade. 

Es kommen Personen sowohl aus dem Osten als auch aus dem Westen zu Wort. Einige sind auch in beiden Ländern unterwegs gewesen. Jeder einzelne reißt kurz sein Leben an und geht dann genauer auf die Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung ein. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen, deshalb vergebe ich nur einen von fünf Sterne.

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Cover des Buches Wir sind ein Volk! - Oder? (ISBN: 9783451388378)yellowdogs avatar

Rezension zu "Wir sind ein Volk! - Oder?" von Freya Klier

Vor 30 Jahren
yellowdogvor 9 Monaten

Freya Klier hat mit „Wir sind ein Volk! - oder?“ ein Buch herausgegeben, das einige Beiträge über den Mauerfall vor 30 Jahren versammelt.

Der Untertitel Die Deutschen und die deutsche Einheit ist treffend.

Die meisten Autoren sprechen über ihre Gefühlslage. Manche sind interessant, andere weniger. Leider sind kaum literarische Beiträge darunter, wie ich eigentlich erwartet hatte, da z.B. der Dichter und Schriftsteller Reiner Kunze mit dabei ist. Seine 2 Gedichte und ein aktueller Beitrag sind dann für mich auch Höhepunkt des Buches.

Leider sind viele andere Beiträge mehr oder weniger trivial und bieten mir nichts neues. Der intelligente Schlußbeitrag von Norbert Lammert versöhnt dann am Ende aber immerhin ein wenig.

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Cover des Buches Und wo warst du? (ISBN: 9783451385537)annlus avatar

Rezension zu "Und wo warst du?" von Freya Klier

Gedanken und Erinnerungen zum Mauerfall
annluvor einem Jahr

„Ja, ich habe an das Land geglaubt – als eine gute Idee, die nur schlecht umgesetzt wurde.“


Der Mauerfall und die DDR sind auch dreißig Jahre nach den Geschehnissen ein Thema. Hier werden dreiundzwanzig persönliche Sichtweisen auf die eigene Vergangenheit und dem Mauerfall gegeben. 



Aus Ost und West stammen die Autorinnen und Autoren, die sich hier des Themas annehmen. Sehr persönlich ist der Blickwinkel auf die eigene Vergangenheit. Die Beziehungen zum geteilten Deutschland sind so unterschiedlich wie die Personen, die sie erlebt haben. Ob als Flüchtling oder Insasse einer DDR Haftanstalt, als linientreuer Bürger aber auch als Westdeutscher, der die Hintergründe erst später für sich erschließt, hier finden sich viele Geschichten, die zwar vordergründig den Mauerfall behandeln, in ihrer Ausführung aber weitreichender sind. 


Besonders in den Erzählungen der DDR Bürger steht der Mauerfall nicht als Ausgangspunkt, sondern am Ende einer persönlichen Geschichte mit dem System. Der Rückblick wirkt in vielen von ihnen erweiternd. Immer wieder werden Erkenntnisse aufgezeigt, die sich erst in der Aufarbeitung des Geschehens ergaben. Nicht wenige der Akteure nahmen Einblick in Akten und erfuhren erst im Nachhinein, dass das Gefühl des Überwachtwerdens nicht von ungefähr kam. Für mich waren besonders die Geschichten faszinierend, die mir das näher brachten, was in einer Diktatur als normal angesehen wird, aber in krassem Gegenteil zum meinem Leben steht. 


Die Erzählungen der Westdeutschen zeigten eine andere Sicht auf. Die Autoren selbst erzählen davon, dass die Wahrnehmung des Ostens eine andere war und die Auseinandersetzung damit mitunter erst nach dem Mauerfall geschah, was in den Betrachtungen einiger auch kritisch gesehen wird.


Für mich standen die Geschichten der Ostbewohner im Vordergrund. Da sich die Erzählungen mit dem Mauerfall beschäftigen, beschränken sich viele von ihnen auf die unmittelbare Zeit davor, sodass immer wieder Andeutungen auftreten, wie nah die DDR einem Zusammenbruch bereits war. Nicht alle der hier zu Wort kommenden waren Gegner des Systems, ein Reformbedarf und Missstände fielen aber auch jenen ins Auge, die hinter der Idee standen. Ebenso gemeinsam ist vielen Erzählungen eine bedrückende Stimmung, ein Gefühl der Angst und des Misstrauens. Die Entwurzelung ist ebenso immer wiederkehrendes Thema wie der Gedanke an Flucht. Dabei unterscheiden sich die Auseinandersetzungen damit von den jeweiligen Persönlichkeiten und ihren Einstellungen. Die einen engagieren sich politisch, die anderen setzen sich mehr mit ihren persönlichen Situationen auseinander. 


Auch die Wiedervereinigung wird unterschiedlich gesehen. Personen, die sich politisch eingesetzt haben, lassen die große Hürde erahnen, die der plötzliche Zusammenschluss mit sich brachte. Andere Autoren berichten aus dem privaten Umfeld. Nicht nur von Freude und eine positive Sicht auf die Zukunft wird erzählt, sondern auch von Wendeverlierern und dem starken Kontrast zwischen den zwei Welten, die hier aufeinandertrafen. In diesem letzten Teil waren es besonders die Betrachtungen, die das Geschehen mit aktuellen Themen verbanden, die ich interessant fand. 


Fazit: Der Mauerfall hat – wie jedes besondere Ereignis – eine Vorgeschichte aber auch Konsequenzen, die sich bis in die Gegenwart ziehen. Hier werden sie in persönlichen Geschichten eingebaut, die auch einen Einblick abseits der reinen Fakten geben. 

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