Freya Petersen

 4,6 Sterne bei 17 Bewertungen

Lebenslauf

Autorin und Illustratorin für Genre-Mischmasch mit einer Schwäche für verwegene, vielschichtige und verlorene Charaktere. Freya studierte Literarisches Schreiben, Kulturjournalismus, Medien und Philosophie in Hildesheim, mit Queerness und Neurodivergenz in der Phantastik als Forschungsschwerpunkte. Ihr Debüt – Band 1 von Die Mutter der Masken – wurde 2025 mit dem SERAPH Literaturpreis ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die Mutter der Masken - Splitter (Dark Fantasy) Band 2 (ISBN: 9783690287371)

Die Mutter der Masken - Splitter (Dark Fantasy) Band 2

Erscheint am 09.09.2026 als Taschenbuch bei Nova MD.

Alle Bücher von Freya Petersen

Cover des Buches Die Mutter der Masken - Säure (Band 1) (ISBN: B0CTKXCZ32)

Die Mutter der Masken - Säure (Band 1)

(9)
Erschienen am 03.04.2024
Cover des Buches Welt, warte! (ISBN: 9783947066520)

Welt, warte!

(4)
Erschienen am 15.12.2023

Neue Rezensionen zu Freya Petersen

Cover des Buches Die Mutter der Masken - Säure (Band 1) (ISBN: B0CTKXCZ32)
Tina-Isabelles avatar

Rezension zu "Die Mutter der Masken - Säure (Band 1)" von Freya Petersen

Tina-Isabelle
Band 1

 Meine Meinung

Hmmm.... ich bin schwer in die Geschichte gestartet. Obwohl der Anfang sehr interessant und spannend war. Aber danach brauchte ich irgendwie eine Lesepause.


Warum? Tja. So genau kann ich das gar nicht sagen. Wie gesagt: es war spannend. Einzutauchen in eine völlig andere Welt, die zwar Ähnlichkeiten mit unserer hat, aber doch ganz anders ist.

Erzählt wird in der Gegenwart mit Rückblenden in die Vergangenheit.


Die Charaktere.... wahrscheinlich lag's an denen... Olga, Hauptcharakter,  konnte ich in der Gegenwart nicht wirklich fassen. Sie tut alles für ihre Mutter, die früher eine Art Heldin war, nach diesen Ereignissen, geistig aber nicht mehr gesund wurde.

So versucht Olga, sich und ihre Mutter irgendwie durchzubringen.


Ich habe lange gebraucht, um mich in der Welt zurechtzufinden. Ok, das geht mir meistens so in einem neuen Fantasy Roman. Aber es war doch relativ viel. Auf der einen Seite lernt man Olga richtig gut kennen, was sie alles auf sich nimmt, wie unglücklich verliebt sie in ihre gleichzeitig beste Freundin ist. Durch ihre Arbeit als Postbotin bekommt man einen guten Einblick in die Welt.

Und doch hat es sich für mich gezogen. Bis ein bestimmter Charakter auftaucht, plätschert es so dahin...


Die Geschehnisse in der Vergangenheit haben großen Einfluss auf die Gegenwart. Aber bis man dahinter kommt, was genau eigentlich passiert ist, brauchte ich viel Geduld...


Im letzten Viertel wurde es dann richtig spannend. Die Ereignisse überschlagen sich und es kommen Geheimnisse ans Licht, von denen ich einige geahnt habe und einige mich überrascht haben.


Jedenfalls bin ich gespannt, in weit sich die Charaktere im 2. Band entwickeln. Ich schätze, die Story wird im 2. Band interessanter, da sich hier am Ende,  Dinge aufgetan haben, die auf eine  komplexe und tiefgründige Story  hoffen lassen.


Fazit

Spannend, zugleich etwas langatmig und zum Ende hin richtig gut.

Cover des Buches Die Mutter der Masken - Säure (Band 1) (ISBN: B0CTKXCZ32)
C

Rezension zu "Die Mutter der Masken - Säure (Band 1)" von Freya Petersen

carolin_schreibt
Cooles Worldbuilding

Worum geht es:

In der Stadt Erzweiden gab es vor einigen Jahren einen Krieg der Menschen gegen Irrlichter und deren Obermonster, die Mutter der Masken. Diese erscheint besiegt und alles scheint friedlich. Doch der Schein trügt. Denn in der Stadt schwelen verschiedene Konflikte, z.B. zwischen Magischen und Nichtmagischen. Und auf einmal werden die Irrlichter wieder aktiv. 

In dieser Gemengelage versucht die Postbotin Olga, mit ihren Traumata klarzukommen und mit dem komplizierten Verhältnis zu ihrer Mutter, einer Kriegsveteranin. Doch ungewollt wird sie immer tiefer in die Konflikte hineingezogen. Insbesondere in die finsteren Pläne der Kommandantin der Stadtwache.

Kommentar:

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Worldbuilding ist hervorragend und die Autorin nimmt sich viel Zeit für dieses sowie für die Beziehungen der Charaktere. Die Gestaltung des Buches ist wunderschön. Grafiken, Zeitungsartikel und Auszüge aus Lehrbüchern und Touristenbroschüren machen Erzweiden lebendig. Das Setting ist eine spannende Mischung aus einer altertümlichen (jedoch nicht mittelalterlichen) Welt, in der es Spuren einer untergegangenen Hochtechnologie gibt. 

Was man als Vorteil oder Nachteil sehen kann, ist, dass die Handlung lange nur dahinplätschert und eher einen Slice of Life-Eindruck macht. Erst gegen Ende kommt der Konflikt so richtig ins Rollen. Das hat mich aber nicht gestört, da das Buch lebendig und pointiert geschrieben ist. Auch mochte ich, dass es so viele selbstverständlich queere Charaktere gibt, und wie die Beziehung zwischen Olga und ihrer Mutter gezeigt wird. Eltern-Kind-Beziehungen werden ja ansonsten eher selten in der Fantasy thematisiert, wenn dann glänzen die Eltern durch Abwesenheit oder das Verhältnis ist ausschließlich traumatisch. Hier hingegen wird eine Bindung gezeigt, die konflikthaft ist, aber doch auf einer tiefen Zuneigung beruht.

Allerdings bleibt offen, was genau der Interessengegensatz zwischen den Irrlichtern und den Menschen ist. Ich bin gespannt, ob das in den Folgebänden erklärt wird.

Fazit: Cooles Worldbuilding und zwischenmenschliche Beziehungen kombiniert zu einem Buch, das lange im Gedächtnis bleibt.

Krasse Badass Dark Fantasy, die meiner Meinung nach unbedingt als Anime verfilmt gehört!

Das Klappern der Masken, die vom langen Rumpf der Mutter hingen, ihre Wirbelsäule bedeckten, ihre Schultern schützten und ihre Brust schmückten. Eine Rüstung, ein Kettenrock aus Gesichtern, die sich bei jedem langsamen Schritt ineinander verschoben, verdrehten, verkeilten. Alle mit den gleichen Zügen, wenn auch nicht mit dem gleichen Ausdruck.

Aus „Die Mutter der Masken I: Säure“ von Freya Petersen

 

FAKTEN
 Das Buch „Die Mutter der Masken I: Säure“ von Freya Petersen ist im April 2024 bei Lost Hero Publishing/Heartcraft Verlag erschienen. Es ist als Taschenbuch und E-Book erhältlich. 2025 erhielt das Buch den Seraph für das beste Debüt.

 

KLAPPENTEXT
 Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.

Seit zwanzig Jahren spielen die Menschen in Erzweiden Frieden.
Die Irrlichter sind besiegt, Alchemie katapultiert die Stadt in ein goldenes Zeitalter. Doch nicht für alle. Der Preis der Wissenschaft ist das Leben magischer Kreaturen. Aus Angst vor Verfolgung verbirgt Olga ihre Heilkräfte. Ihre einzige Verbündete ist ihre Mutter Olathe, eine Irrlichtjägerin, deren Ruhm auf einer Lüge basiert.
Denn die Flucht vor den Erinnerungen ist Familientradition.

Als neuer Hass alte Wunden aufreißt, wird nicht nur die Beziehung der beiden Frauen, sondern auch die Waffenruhe zwischen Magischen und Nichtmagischen auf die Probe gestellt – überschattet von einer Bedrohung aus dem Moor.

Denn die Irrlichter sind zurück. Und sie scheinen jemanden zu suchen ...

 

SCHREIBSTIL & MEHR
 Dieses Buch ist definitiv ein absolutes Highlight! Hier geben sich harte Dialoge, düstere Vergangenheiten und absolut geniale Charaktere die Hände. Von den ersten Zeilen an hat mich diese Story mitgerissen, sie hat so einen Ton, eine Atmosphäre, die mich in ihren Bann ziehen.

Wo fange ich da nur an? Zum einen beschreibt Freya Petersen unglaublich lebendig. Man hat sogar Gerüche in der Nase, während man durch die Zeilen wandert. Die Charaktere fühlen sich echt an, von der Protagonistin bis hin zu Nebenfigur haucht sie wirklich allen Leben ein.

Das alles vor dieser finsteren Geschichte, die ihre Hände gerade erst nach den Lesenden ausstreckt. Ich bin sicher, dass in Band 2 eine Menge verwobener Fäden ein neues Bild zeichnen werden. Ich habe so meine Vermutungen, möchte Euch aber natürlich nicht spoilern. Am besten lest Ihr selbst und lasst Euch von dieser bildgewaltigen Story fluten.

Ich bin nicht sicher, wer das verfilmen sollte, weil ich mir Ghibli genauso gut vorstellen könnte wie den Stil von One Piece, aber es sollte dringend auf die Leinwand!

Die Dialoge und die Story an sich sind nichts für schwache Nerven, wer jedoch Badass wegstecken kann und Dark Fantasy liebt, kommt hier voll auf seine Kosten!

Gelungen finde ich auch die Art, wie die Autorin bestimmte Dinge erst zum Schluss aufklärt, andere durch kurze Artikel, Interviews und dergleichen einbringt. So bekommt man eine Menge Infos, ohne sich davon überwältigt zu fühlen. Ein kleiner Geniestreich, wie ich finde.

Was ich absolut feiere, ist die Tatsache, dass ich hier immer wieder richtig heftig lachen konnte. Manch ein Schlagabtausch verbaler Art hat es wirklich in sich. Obwohl die Geschichte in sich eher ernster Natur zu sein scheint, verbirgt sich zwischen den Zeilen eine Menge Humor.

Beeindruckt hat mich, wie viel zwischen den Worten steckt, von aufgelegten Masken, Angepasstheit, dem Gefühl, nicht dazu zu gehören und mehr. Wer es zulässt, wird sicher sehr zum Nachdenken angeregt.

 

BEWERTUNG
Höchstwertung!
5 von 5 Goldenen Zahnrädchen
 ©Teja Ciolczyk, 28.04.2025

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